Wachsende Renditedifferenz zwischen Treasuries und deutschen Bundesanleihen

Zwei auf ungleichem Weg

Fed-Vorsitzende Janet Yellen will das Bond-Kaufprogramm bis zum Herbst beenden.
Die Präsidentin der US-Notenbank, Janet Yellen, hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass das milliardenschwere Bond-Kaufprogramm bis zum Herbst beendet wird. Sehr viel früher als vom Markt erwartet könnten demnach die Leitzinsen in den USA angehoben werden. An den Kapitalmärkten stiegen daraufhin die Renditen für US-Staatsanleihen. Die Aussicht auf einen Zinsanstieg löste zudem Interesse am Dollar aus, der zu den wichtigsten Währungen wie Euro und Yen auf ein Drei-Wochen-Hoch kletterte. Die Rendite für 10-jährige US-Treasuries stieg am Donnerstag auf 2,77%, deutsche Bundesanleihen mit der gleichen Laufzeit rentieren bei 1,65%. Der Renditeabstand zwischen den beiden Staatspapieren wächst seit Monaten deutlich.
Zwei auf ungleichem WegFed-Vorsitzende Janet Yellen will das Bond-Kaufprogramm bis zum Herbst beenden.

 

Kompromiss im Streit um Pleitebanken

EU beschließt in Nachtsitzung Bankenunion

Die EU hat sich bei der Bildung einer Bankenunion auf einen einheitlichen Abwickungsfonds geeinigt. Dieser soll nun innerhalb von acht Jahren stehen. Die Entscheidung fiel offensichtlich aus Sorge, dass das EU-Parlament nach der EU-Wahl die Integration der EU bremsen könnte.
Fünf Dinge, die man über die neue Bankenunion wissen muss
Durchbruch in Brüssel

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«Sanfte Landung» als Chimäre

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Mit der neuen Chefin Janet Yellen beginnt eine neue

Fast 900 Wörter enthält das jüngste Communiqué der amerikanischen Notenbank. Vor der Finanzkrise wurden geldpolitische Beschlüsse jeweils in knapp 200 Wörtern kommuniziert. Auch die Bilanzsumme des Fed hat sich im Vergleich zu 2007 fast verfünffacht. Dahinter stecken die Käufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren, mit denen die Notenbank die längerfristigen Zinsen drückt. Dies soll die Wirtschaft zusätzlich ankurbeln, da der (kurzfristige) Leitzins bereits seit über fünf Jahren bei null ist. Von einer Normalisierung der Geldpolitik ist das Fed jedenfalls noch meilenweit entfernt. Normalisierung hiesse dabei zweierlei: Erstens sollten die Eingriffe in die Finanzmärkte mittels Anleihekäufen eingestellt werden. Die Notenbanken fahren seit der Krise einen sehr interventionistischen Kurs. Gefragt wäre stattdessen wieder ein zurückhaltenderes Auftreten, ein Wirken im Hintergrund. Zweitens sollte das Fed wieder primär das anstreben, was es auch direkt in der Hand hat: ein stabiles Finanzwesen und stabile Preise. Dies ist immer noch der beste Wachstumsbeitrag, den eine Notenbank leisten kann.
Wo das Fed in die richtige Richtung geht..
Sanfte Landung als Chimäre

Chimären

Die fragwürdigen Deals der Prominenten in der Schweiz

Maschmeyer, Slomka & CoConnection

Koalition der Gierigen: Prominente Deutsche um den Ex-AWD-Chef Carsten Maschmeyer steckten Millionen in Fonds, die hohe Renditen versprachen – und zu Lasten der deutschen Steuerzahler agierten. Von W. Löer, A. Mönnich, U. Rauss und O. Schröm

Sie wollten ihr Vermögen mit fragwürdigen Geschäften in der Schweiz vermehren: Carsten Maschmeyer, Veronica Ferres, Clemens Tönnies, Mirko Slomka. Der stern berichtet in seiner neuen Ausgabe über die Maschmeyer-Connection© stern
Carsten Maschmeyer, Unternehmer und geschätzter Milliardär. Clemens Tönnies, Schlacht-Tycoon und Schalke–Boss. Mirko Slomka, Trainer von Schalke 04 und Hannover 96, jetzt beim Hamburger SV unter Vertrag. Veronica Ferres, eine sehr gefragte Schauspielerin. Matthias Prinz schließlich, Sohn eines Großverlegers und Deutschlands prominentester Medien-Anwalt. Sie sind schon reich und verdienen weiterhin Monat für Monat viel Geld. Aber sie wollten mehr.
Die fragwürdigen Deals der Prominenten in der Schweiz

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Ukrainischer Oligarch gegen Millionen- Kaution auf freiem Fuß

Österreich Wien:

Für 125 Millionen Euro kommt der in Wien inhaftierte ukrainische Oligarch auf freien Fuß.
Der Forderung der US-Regierung nach Auslieferung wird von österreichischer Seite nicht
nachgekommen.

Das FBI, hier der Chef der Behörde James Corney, verlangt von Österreich die Auslieferung des Oligarchen. Doch der kommt nun auf Kaution auf freien Fuß.
Der in Wien festgenommene ukrainische Oligarch Dimitry Firtasch darf gegen eine Kaution von 125 Millionen Euro die Haftanstalt verlassen. Der unter Korruptionsverdacht stehende 48-jährige Unternehmer, der aufgrund eines Haftbefehls aus den USA in der Vorwoche von der Wiener Justiz festgenommen wurde solle noch am Dienstag auf freien Fuß gesetzt werden, sagte eine Gerichtssprecherin zu Reuters. Firtasch darf Österreich nicht verlassen. Die Kautionssumme ist die höchste in der österreichischen Rechtsgeschichte.
Ukrainischer Oligarch gegen Millionen-Kaution auf freiem Fuß

Oligarch Dmitry Firtash

Kauf, wenn die Kanonen donnern

Wirtschaft im Fokus

Was treibt die Aktienmärkte und wie verhalten sich die Anleger angesichts der sehr instabilen Situation auf der Krim? Michael Rasch, Leiter Börsen und Märkte der NZZ, nimmt in der Video-Serie «Wirtschaft im Fokus» Stellung. Rasch sagt, welche Märkte und Indizes besonders von der Situation in der Ukraine betroffen sind. Er betont, dass Anleger in Krisensituation oft nach der Devise «Kauf, wenn die Kanonen donnern» handeln. Zudem nimmt er Stellung zu den zwei Haupttreibern der Aktienmärkte.
Video: NZZ
Was treibt die Aktienkurse?

Wie die Krise das Leben der Menschen verändert

Sie kriegen weniger Kinder, gehen seltener zum Arzt, werden unzufriedener: Ein Bericht der OECD zeigt die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise.

Krise bedeutete lange: Milliardenkredite an Pleitebanken und Pleitestaaten. Doch die einbrechende Wirtschaft hatte auch sehr konkrete Auswirkungen auf die Lebensentscheidungen der Menschen: Wollen wir Kinder? Bin ich mit meinem Leben zufrieden? Gehe ich noch zum Arzt, wenn ich krank werde?

Die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat in ihrem Bericht „Gesellschaft auf einen Blick 2014“ untersucht, wie die Krise das Leben der Menschen in den Mitgliedsländern verändert.
Gesellschaft auf einen Blick 2014
Das Ende der Bestechlichkeit
OECD Sozialindikatoren
Report
Wie die Krise das Leben der Menschen veräendert

Geldwäsche und Diktatoren

Was sind Europas Gesetze wert?

Demaskiert: Wie schon im Fall Mubarak oder Ben Ali ist mit dem Sturz des ukrainischen Kleptokraten Janukowitsch peinlich deutlich geworden, dass Europas Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche nichts bringen. Trotzdem sperrt sich Finanzminister Schäuble gegen die nötige Reform.

Keiner hält die Regeln, weder Länder noch Banken

Schuld daran ist aber nicht etwa Großbritannien, das Mutterland aller Geldwäscher. Cameron hat sogar versprochen, das Vorhaben auch auf den Kanalinseln und in der Karibik durchzusetzen. Nein, es war Finanzminister Wolfgang Schäuble, der im EU-Ministerrat sein Veto einlegen ließ und so eine Mehrheit verhinderte. Die Begründung lautet, ein solches Register erlaube es den Banken, sich vor ihren Prüfpflichten zu drücken. Eine absurde Verdrehung: An den Pflichten der Banken würde sich gar nichts ändern.

Europarlament stimmt für die Registerpflicht

Die Vermutung, es gehe in Wahrheit darum, den Superreichen weiterhin zu erlauben, ihren Besitz vor der Öffentlichkeit zu verstecken, ist natürlich eine böse Unterstellung. Aber Schäuble hat bald Gelegenheit, derlei Verschwörungstheorie zu widerlegen. Mit breiter Mehrheit votierte das Europaparlament jüngst für die Registerpflicht. Nun müssen Parlament und Rat verhandeln. Dabei sollten die Abgeordneten auf die Ukraine verweisen. Aus Schaden wird man klug, heißt es.
Geldwäsche und Diktatoren

Iulian Pena-PAI www.penapai.ro

Iulian Pena-PAI
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Rückfall in längst vergangen geglaubte Zeiten

Argentinien

Trotz ihrer populistischen Rhetorik versucht Argentiniens Regierung das Verhältnis zum Ausland und den Finanzmärkten zu kitten. Unklar ist, ob Präsidentin Kirchner den Kurswechsel mitträgt.

Das Büro im Mittelschichtsvorort im Norden von Buenos Aires ist karg bestückt. Die Wände sind kahl, es gibt nur zwei Stühle sowie einen Resopaltisch. Auf diesem stehen eine Geldzählmaschine und ein Glas, gefüllt mit Gummibändern. Ein junger Mann mit tätowierten Unterarmen betritt wortlos den Raum und überreicht dem Besucher einen Stapel Banknoten sowie eine ausgedruckte Quittung. Nervös flackert sein Blick, während der Kunde das Geld nachzählt. Danach schnürt er ihm die Banknoten mit den Gummibändern zu einem faustdicken Päckchen und leitet den Kunden nach draussen zur von einer Kamera überwachten Tür. Im Flur warten drei neue Kunden darauf, ihr Geld zu wechseln. Die Szenerie erinnert an ein Wartezimmer beim Zahnarzt.
Rückfall in längst vergangen geglaubte Zeiten

Als Folge der hohen Inflation bekommen die Argentinier fuer ihr Geld immer weniger Waren