Sieben Banker sollen Geldwäsche im Vatikan beenden

Der neue Wirtschaftsminister von Papst Franziskus erhält Unterstützung von sieben externen Finanz-Experten. Mit dieser Öffnung nach außen reagiert der Vatikan auf die anhaltenden Vorwürfe wegen Geldwäsche und Korruption.
Sieben Banker sollen Geldwaesche im Vatikan beenden
Papst gründet Finanzministerium für den Vatikan

 

Vatican Bank

Insider-Untersuchung schwappt über Grenze

Bern um Rechtshilfe ersuchtInsider-Untersuchung schwappt ueber Grenze

In einer konzertierten Aktion der deutschen und der Schweizer Justizbehörden wurden am Dienstag rund 50 Wohnungen und Büros durchsucht. Fast 200 Polizisten und Staatsanwälte standen am Dienstag in Deutschland und der Schweiz bei den Ermittlungen gegen 23 Beschuldigte im Einsatz. Beim Bundesamt für Justiz (BJ) war in dieser Sache Ende Januar ein Rechtshilfeersuchen eingegangen. Gemäss BJ wurde das Gesuch wenige Tage später an die Bundesanwaltschaft zum Vollzug delegiert.

Angesichts des Personalaufgebots – 150 Polizisten, 20 Beamte der deutschen Finanzaufsicht sowie 8 Staatsanwälte – müsse es sich um eine grössere Übernahmeaktion mit einem Milliardenvolumen gehandelt haben, so kombiniert ein auf Übernahmen im deutschsprachigen Raum spezialisierter Berater. Eigentlich seien Insidergeschäfte im Bereich Fusionen und Übernahmen sehr selten, weil alle Involvierten mit Kenntnis des Deals eine Stillhalte- und Vertraulichkeits-Erklärung unterschreiben müssten. Auf der anderen Seite ist für Beteiligte mit krimineller Energie die Verlockung gross. Weil man früh Kenntnis vom angebotenen Übernahmepreis hat, ist der zu erzielende Erlös genau vorhersehbar. Für ihn sähen die grenzüberschreitenden Ermittlungen so aus, als ob zur Verschleierung der Transaktionen auch über Schweizer Firmen Aktienkäufe getätigt worden seien, fügt ein Branchenkenner an.
Insider-Untersuchung schwappt ueber Grenze

Insider

 

Finanzportal: Zoff in der Chefetage

«Ich habe es satt aufzuräumen»
«WSJ» schildert Streit zwischen Gross und el-Erian.
Dem Abschied von Mohamed El-Erian bei Pimco ist wohl ein hitziger Streit vorausgegangen. Mitarbeiter berichten von einem Wortgefecht zwischen ihm und Firmengründer Bill Gross. Er sei es leid, „den Scheiß aufzuräumen”.

Pimco aus dem kalifornischen Newport Beach ist der größte Anleiheinvestor der Welt, seit 2000 gehört die Gesellschaft zum Allianz-Konzern. Sie verwaltet fast zwei Billionen Dollar, was mehr als 80 Prozent der von der Allianz verwalteten Vermögenswerte ausmacht. Jahrelang steuerte Pimco einen beträchtlichen Teil zum Gewinn der Allianz bei.
WSJ schildert Streit zwischen Gross und el-Erian
Handelsblatt:  Artikel

Finanzportal Zoff in der Chefetage

Verteilung des Vermögens

Deutschland ist Meister der Ungerechtigkeit

In keinem anderen Euro-Staat sind die Vermögen so ungleich verteilt wie in Deutschland
Die Deutschen haben ein Nettovermögen von rund 6,3 Billionen Euro – doch verteilt ist dieser Reichtum höchst ungleich. Deutschland ist hier Schlusslicht im Euroraum. Ein Fünftel aller Erwachsenen hat gar kein Vermögen.

In keinem anderen Euro-Staat sind die Vermögen so ungleich verteilt wie in Deutschland. Das reichste Prozent der Bevölkerung besitze ein persönliches Vermögen im Wert von je mindestens 800.000 Euro, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Dagegen verfüge gut ein Fünftel aller Erwachsenen über gar kein Vermögen. Bei rund sieben Prozent seien die Schulden sogar größer als der Besitz.
Verteilung des Vermögens

In keinem anderen Euro-Staat sind die Vermoegen so ungleich verteilt wie in Deutschland

Uncle Sam und die Klotener CS-Filiale

Zum ersten Mal zeigt ein Dokument, wie tief die Credit Suisse ins Geschäft mit US-Kunden verstrickt war. UBS und Credit Suisse verwalten mehr als die Hälfte des weltweit deponierten Vermögens von 2200 Milliarden Dollar.

Die Untersuchung der Sonderkommission des Senats zeigt zum ersten Mal, wie tief die Credit Suisse ins Geschäft mit US-Kunden verstrickt war. Und wie hartnäckig sie sich gegen die Aufdeckung von Kundennamen wehrt. Der demokratische Senator Carl Levin erklärte, die Bank habe ein sehr weitreichendes Amerikageschäft betrieben, ohne dies je vollständig aufgedeckt zu haben.
REPORT – OFFSHORE TAX EVASION (Feb 26 2014)
Uncle Sam und die Klotener CS-Filiale
Vorwuerfe gegen Credit Suisse

Live hearing
  US Time
Location: Dirksen Senate Office Building

Swiss Clean Money Policy

 

Digitalwährung Bitcoin versinkt im Chaos

Handelsseite verschwunden
Das Vertrauen der Anleger in Bitcoin wird immer wieder erschüttert

Die Zukunft von Bitcoin ist unsicherer denn je: Die Webseite einer großen Handelsplattform ist aus dem Netz verschwunden, das Vertrauen der Anleger erschüttert. Der Kurs der Währung fällt rapide. Betroffene Anleger sind ihre Coins wohl los.

Die Digitalwährung Bitcoin hat einen heftigen Rückschlag erlitten: Die große Handelsplattform Mt.Gox ist seit Dienstag nicht mehr aufzurufen – Nutzer sehen nur noch eine leere Seite unter der Internetadresse mtgox.com. Eine Stellungnahme des Unternehmens mit Sitz in Tokio gibt es nicht. Bereits vor zwei Wochen hatten die japanischen Betreiber den Handel wegen einer technischen Panne vorübergehend gestoppt. MtGox ist eine der ältesten und wichtigsten Plattformen für den Handel mit Bitcoins.
Digitalwaehrung Bitcoin versinkt im Chaos

Bitcoins

Der geheime Reichtum der ukrainischen Oligarchen

Clan um Janukowitsch

Die Ukraine könnte jetzt das Geld gebrauchen, das ihre Oligarchen ins Ausland geschafft haben. Der Großteil ihrer Vermögenswerte soll in Österreich, Liechtenstein und Zypern liegen.

Rinat Achmetow (l.) und Viktor Janukowitsch,Weggefährten Rinat Achmetow (l.) und Viktor Janukowitsch
damals noch Premierminister, im Jahr 2004
35 Milliarden Dollar – so viel Geld benötigt die Ukraine nach Angaben ihres amtierenden Finanzministers, um bis zum Jahresende 2015 ihre Schulden und Importe zu finanzieren und dabei nicht zahlungsunfähig zu werden. Entsprechend gut könnte sie das Geld gebrauchen, das ihre Oligarchen in den vergangenen Jahren ins Ausland geschafft haben. Ein prominenter Angehöriger des Clans um den gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch ist dessen Sohn Oleksander. Der frühere Zahnarzt soll nach Schätzungen 370 Millionen, vielleicht sogar mehr als 500 Millionen Dollar angehäuft haben. Berichten zufolge hat sich der Janukowitsch-Sohn in der Schweiz im Rohstoffhandel engagiert, einem beliebten Betätigungsfeld reicher Russen, Ukrainer und Weißrussen.

Konkret wird Oleksander Janukowitsch die Firma Mako Trading S.A. mit Sitz in Genf zugeschrieben. Spuren aus der Ukraine führen auch nach Liechtenstein, Österreich und nach Großbritannien.
Der geheime Reichtum der ukrainischen Oligarchen

Ukraine Folk Art

Zwei Frauen zu Fuß unterwegs

Armut im Alter

Lange Schlange vor der Ausgabestelle der Lüneburger Tafel.
Ältere schämen sich häufig für ihre Geldsorgen.

Die beiden Frauen sind den Weg von Kaltenmoor zur Lüneburger Tafel am Schnellenberger Weg zu Fuß gegangen. Das Geld für den Bus haben sie nicht übrig. Beide kommen zwei Mal pro Woche hierher, stellen sich bei jedem Wetter in der langen Schlange vor dem Gebäude an und warten, bis ihre Nummer dran ist und sie in dem kleinen “Lebensmittelladen” den Bedarf für die nächsten Tage decken können. “Wenn ich die Tafel nicht hätte, könnte ich mir manch anderes nicht leisten”, sagt eine der beiden Frauen. Ihre Kinder will sie mit ihren Problemen nicht belästigen. Auch ihren Namen möchte sie nicht sagen, die eigenen Geldsorgen sind ihr spürbar unangenehm. Marina Kroll, die seit vielen Jahren die Lüneburger Tafel leitet, kennt das. “Rentner schweigen mehr”, sagt sie und meint damit, dass sie im Gegensatz zu vielen Jüngeren kaum über ihre persönliche Situation sprechen. “Meist aus Scham.” So wie den beiden Frauen aus Kaltenmoor geht es immer mehr älteren Menschen, deren Rente für den Lebensunterhalt nicht reicht. Steigende Mieten und Energiekosten können von den meist mageren Rentenerhöhungen oft nicht aufgefangen werden. Die Folge: Immer mehr Rentner sind von Altersarmut betroffen und auf Grundsicherung angewiesen.
Die Armut im Alter

Die Schere weitet sichCartoons Altersarmut

Armut: Der Fluch der jüngeren Ehefrauen

In Österreich ist jede zehnte Seniorin armutsgefährdet. Einer internationalen Studie zufolge sind besonders Witwen betroffen – hierzulande trifft das aber nicht zu.

Wien. „The younger wife’s curse“ – der Fluch der jüngeren Ehefrau. Das ist der Titel einer  Studie zum Thema Altersarmut bei Frauen. Die Studie kommt zum Schluss, dass Armut im Alter vor allem ein Frauenproblem ist. In Österreich sind Frauen dreimal öfter von Altersarmut betroffen als Männer. Nur 3,6 Prozent der Männer über 65 Jahre beziehen ein Einkommen, das unter der Armutsgrenze liegt. Hingegen sind zehn Prozent der Frauen über 65 von Armut betroffen.

In der Armutsstudie liegt Österreich insgesamt auf Platz 20. Platz eins mit dem höchsten Anteil an altersarmen Frauen belegt Südkorea, wo jede zweite Frau betroffen ist. In Europa hat Irland mit 35,4 Prozent armen Seniorinnen das Bummerl gezogen. Die geringste Seniorinnenarmut gibt es in Neuseeland, Luxemburg und den Niederlanden.
Age Poverty Studie
Armut: Der Fluch der jüngeren Ehefrauen
Altersarmut chart

AltersarmutCartoons Altersarmut

Novartis: Teil eines rentablen Geschäftsmodells?

Novartis: Bussen, Frauen und Menschenversuche

Die Aktionärsvereinigung Actares verlangt von Novartis an der morgigen GV vollständige Transparenz über dessen Strafzahlungen in den letzten Jahren. Ein Dorn im Auge ist auch der tiefe Frauenanteil im Verwaltungsrat.

Die Aktionärsvereinigung Actares verlangt von Novartis vollständige Transparenz über dessen Strafzahlungen in den letzten Jahren. Laut dem British Medical Journal habe das Pharmaunternehmen zwischen 1992 und 2012 allein in den USA Bussen in der Höhe von 800 Mio USD bezahlt, erklärte Actares am Montag.

Im letzten September wurde von Bern erklärt, dass Medikamentenversuche am Menschen zunehmend in Länder ausgelagert würden, welche die ethischen Minimalstandards nicht erfüllten. Zwar habe Novartis versichert, dass bei den Studien weltweit höchste Standards gelten würden.
Novartis Bussen, Frauen und Menschenversuche

These gentleman are so greedy. Cartoon by Grandville, 1800s