Die Steuerluxe – Abzocker und Geschädigte

Panorama – die Reporter:
Die Steuerluxe

Schimmel, bröckelnder Putz, kaputte Fenster. Die Moabiter Grundschule ist vollkommen marode. Das Geld für Reparaturen fehlt, dem Staat fehlen die Einnahmen. Umso empörender ist, was ein streng geheimer Datensatz, der dem NDR vorliegt, jetzt zutage fördert. Über 27.000 Dokumente belegen die ganz legalen Tricks, mit denen viele Unternehmen Milliarden von Steuern sparen.

In monatelanger Arbeit hat ein internationales Reporterteam die Dateien ausgewertet und die komplizierten Strukturen und verschachtelten Firmen nachgezeichnet, die zum Teil über viele Ländergrenzen miteinander zusammenhängen. Die Recherche hat Christoph Lütgert und sein Team nach Luxemburg geführt, wo multinationale Konzerne ihre Gewinne hinschieben und sie trickreich klein rechnen. Große Beratungsfirmen konfektionieren komplizierte Firmenkonstrukte, Luxemburger Behörden segnen sie ab, alles geräuschlos und legal.

Und während das Luxemburger Räderwerk weiter mahlt und Steuernachlässe produziert, lernen die Schüler in Moabit zwischen herabfallenden Kacheln und abblätternder Farbe ihre vielleicht wichtigste Lektion: bei Geld hört die Freundschaft auf.

Regierungs-Chefin in Korruptionsskandal verwickelt?

Petrobras-Korruptionsskandal: Schlechte Aussichten für Dilma Rousseff

Der Korruptionsskandal um den Petrobras-Konzern hält Brasilien in Atem. Es geht um Milliarden und mehr: um die mögliche Verstrickung von Parteien und Politiker. Jetzt wird vor allem im Regierungslager ermittelt.

Der Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot hat wegen Korruption Anzeige gegen hochrangige Politiker erstattet.
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff kommt immer stärker unter Druck. Viele ihrer Koalitionspartner im Kongress stehen wegen der möglichen Beteiligung an einem Korruptionssystem um den Staatskonzern Petrobras am Pranger.

Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hat Untersuchungsverfahren gegen 54 Verdächtige eröffnet. Unter ihnen befinden sich 22 Abgeordnete und 12 Senatoren. Sie sollen an milliardenschweren Korruptionsfällen beim Staatskonzern Petrobras beteiligt gewesen sein. Dabei sollen zwischen 2004 und 2012 systematisch illegale Gelder aus dem Konzern an Politiker abgezweigt worden sein. Es sei offensichtlich, dass es sich dabei um die Bildung einer kriminellen Vereinigung gehandelt habe, so begründete der Bundesrichter Teori Zavascki die Entscheidung, die Namen der verdächtigten Politiker zu veröffentlichen.
Hohe Politiker verwickelt
Schlechte Aussichten für Dilma Rousseff

Claudio Munoz

Claudio Munoz

Schweizer Finanzplatz im Visier

Die indische Regierung bemüht sich seit etwa zwei Jahren, Schwarzgeld aus dem Ausland zurückzuholen. Und den grössten Teil der unversteuerten Vermögen in der Höhe von bis zu 1’400 Milliarden Dollar vermuten die Inder in der Schweiz.

Die Schweiz steht denn auch im Zentrum einer heftigen Schwarzgeld-Debatte in den indischen Medien.
Bradley Birkenfeld will weiteren Regierungen helfen kostenlos

Protect Whistlebower:
http://www.w-t-w.org/de/?cat=34

http://www.w-t-w.org/en/anti-corruption-2/

http://www.w-t-w.org/en/anti-corruption-2/

 

Ausländische Erdölfirmen in Russland

Leben mit dem Risiko. Die Sanktionen gegen den Erdölsektor Russlands wirken sich auf inländische und ausländische Erdölfirmen au.

Sanktionen und Unsicherheit belasten auch ausländische Erdölfirmen in Russland. Freiwillig gehen gilt aber nicht als Option. Zu viel steht auf dem Spiel.

Diesmal ist es keine real existierende Sanktion, sondern nur die Möglichkeit einer Sanktion, unter der ein Geschäft mit russischer Beteiligung leiden muss. Der russische Magnat Michail Fridman, der bis heute auf keiner Strafliste des Westens steht, hat im Rahmen eines grösser angelegten Geschäfts vom deutschen Versorger RWE zwölf Erdöl- und Erdgasfelder in der Nordsee erworben. Doch das britische Energieministerium stellte sich am Wochenende quer : Es sorgt sich um die Produktion, wenn Fridman wegen einer Zuspitzung der Ukraine-Krise doch ins Visier Brüssels oder Washingtons geraten sollte. Noch ist nicht klar, ob der Milliardär die Felder wieder abstossen muss.
Leben mit dem Risiko
Russland Öl

Hat Russland genug von Putins Bereicherung?

Russland sorgt nicht nur wegen der äusserst umstrittenen geopolitischen Abenteuer auf der Krim und im Osten der Ukraine für Schlagzeilen, sondern auch wegen der schwachen Wirtschaft. An beidem dürfte sich auf absehbare Zeit wenig ändern, fürchtet Bill Browder – wenngleich sich der Rubel in den vergangenen Tagen mit zum Teil deutlichen Kursgewinnen etwas vom vorhergehenden Schwächeanfall erholt hat. Der heute in London lebende Amerikaner, der in seinen besten Jahren von Moskau aus mit einem auf Russland spezialisierten Hedge-Fund Schwellenländer-Investments salonfähig gemacht und dabei Milliarden verdient, aber auch wieder verloren hat, ist skeptisch, was Russlands weitere Zukunft anbelangt.

Der Autor des an diesem Montag in Deutschland auf den Markt kommenden autobiografischen Buchs « Red Notice – Wie ich Putins Staatsfeind Nr. 1 wurde » nimmt im Gespräch kein Blatt vor den Mund, was seine Meinung über die Vergangenheit, die aktuelle Lage und die mögliche Entwicklung in Russland, aber auch was seine eigenen Ziele und Risiken anbelangt.
Das russische Volk hat genug von Putins Bereicherung
Das russische Volk hat genug von Putins Bereicherung

Ermutigendes Urteil gegen die Schweizer Rechtssprechung

Wer es in der Schweiz wagt gegen Banken, Treuhänder oder mafiösen Methoden der Versicherungen zu berichten, muss mit Verleumdungs Klagen rechnen.

Die Methode des nicht Verfolgen von Straftaten und Strafanzeigen, die unerbittliche Strafverfolgung von Whistleblower und einem ausgeklügelten Mobbingsystem hat dem parasitären Schweizer System zu großem Erfolg verholfen.

Höchste Zeit für den Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg
das rigide schweizer Bundesgericht in die Schranken zu weisen. Ein ermutigendes Urteil für alle rechtschaffenden ehrliche Bürger der Schweiz. Der Ruf der Schweiz leidet unter Korruption und der organisierte Kriminalität.
«Kassensturz»-Methode ist zulässig.
Die Schweiz hat vier Fernsehjournalisten, die im «Kassensturz» einen Versicherungsbroker mit versteckter Kamera gefilmt hatten, zu Unrecht verurteilt. Das sagt der Menschenrechtsgerichtshof.
Urteil gegen die Schweiz

Singapur: Milliarden für die Zukunft

Wie Singapur überleben will. In der Ausgabensteigerung um 14% spiegeln sich neue Prioritäten, globale Herausforderungen, sozialer Ausgleich und etwas Wahlkampf.

Erstmals seit 2009 erlaubt sich Singapur wieder ein nennenswertes Budgetdefizit. In der Ausgabensteigerung um 14% spiegeln sich neue Prioritäten, globale Herausforderungen, sozialer Ausgleich und etwas Wahlkampf.

Jahrelang hat Singapur dem Grundsatz nachgelebt, dass auch der Staat nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt. Haushaltsdefizite waren entsprechend verpönt; Ausnahmen wurden jeweils in Krisenzeiten erlaubt, etwa während der Asienkrise vor fünfzehn Jahren und 2009. Jetzt, für den anstehenden Haushalt 2015/16, ist erstmals ein nennenswertes Defizit eingebaut, ohne dass Krise herrschte.
Innovation und Fairness.

Man muss aber die Relationen bewahren. Der budgetierte Fehlbetrag von 6,7 Mrd. sing. $ – das entspricht rund 4,7 Mrd. Fr. – beläuft sich auf bloss 1,7% des Bruttoinlandprodukts. In jedem anderen Land wäre das ein Sparhaushalt, auch mit Blick auf das Wirtschaftswachstum, das nach 2,9% im vergangenen Jahr für 2015 auf 2% bis 4% veranschlagt wird. Die Republik steht gemäss Einschätzung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Tharman Shanmugaratnam, der auch das Amt des Finanzministers ausübt, an einem Scheideweg. Es gehe darum, in Singapur den Motor des zukunftsorientierten innovativen Wachstums anzuwerfen und darüber hinaus eine fairere Gesellschaftsstruktur zu schaffen, die Rücksicht auf die Schwächeren und Älteren nehme.
Wie Singapur überleben will
Singapore Steuerflüchtling-2

Warum die Banken nicht zur Ruhe kommen

Paradeplatz in Zürich: Immer neue Skandale lassen die Bankenwelt erzittern.
Die US-Behörden nehmen offenbar den Edelmetallhandel von mehreren Grossbanken unter die Lupe. Im Raum steht der Verdacht der Manipulation. Es wäre der dritte grosse Skandal in weniger als drei Jahren.

Bereits zum dritten Mal in den vergangenen Jahren geraten global agierende Grossbanken unter Manipulationsverdacht. Das neue Thema ist die Preisbildung bei Gold, Silber, Platin und Palladium. Denn die Ermittlungen der amerikanischen Behörden wegen mutmasslicher Betrügereien beim Handel mit Edelmetallen gehen offenbar weiter. Dies, nachdem im vergangenen Jahr mehrere europäische Aufsichtsbehörden ihre eigenen Ermittlungen in diesem Bereich eingestellt hatten.
Im Visier der US-Aufseher sind offenbar mindestens zehn globale Banken, wie das amerikanische «Wall Street Journal» berichtet. Verdächtigt werden demnach auch die Schweizer Institute UBS und Credit Suisse. Im Raum stehen ähnliche Praktiken wie beim Devisenhandel-Skandal (Forex-Skandal) für den sechs Banken im November zu Strafzahlungen von über vier Milliarden Dollar verurteilt wurden.
«Schwerwiegende Fehlverhalten»
Warum die Banken nicht zur Ruhe kommen
UBS Paradeplatz Manipulation Skandal

Gullivers Geld auf Reisen

HSBC-Chef hat Schweizer Konto: Gullivers Geld auf ReisenHSBC Chef Gulliver

Die HSBC soll reichen Kunden über ihre Schweizer Tochter bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Nun gerät Konzernchef Gulliver in die Kritik: Über eine Firma in Panama legt er selbst Geld in der Schweiz an.

Die britische Großbank HSBC soll reichen Kunden in der Schweiz bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Nun ist herausgekommen: Auch Konzernchef Stuart Gulliver hat dort ein Konto. Nach einem Bericht der britischen Zeitung „The Guardian“ hat er mehrere Millionen Pfund in eine Firma in Panama gesteckt, die das Geld in der Schweiz lagert. Das Unternehmen bestätigte die Existenz des Kontos, beteuerte aber, dass Gulliver auf die Einkommen Steuern gezahlt habe.
HSBC-Chef hat Schweizer Konto
HBSC Banking ScandalSiehe hierzu : Frauen und Kinder Betroffene der Korruption

Schweiz: Geldwäsche Razzia bei der HSBC-Filiale

Nach „Swissleaks“-Enthüllungen: Schweizer Banken arbeiten mit der organisierten Kriminalität zusammen

Der Vorwurf gegen die Schweizer Großbank HSBC wiegt schwer. Laut den als „Swissleaks“ bekannten Enthüllungen soll die Bank in Geschäften mit Waffenhändlern, Schmugglern und Steuerhinterziehern verwickelt sein. Jetzt beginnen die Ermittlungen.
Nach den Berichten über fragwürdige Finanzpraktiken bei der Großbank HSBC hat es bei der Genfer Filiale am Mittwoch Durchsuchungen gegeben. Die Staatsanwaltschaft des Kantons teilte mit, es seien nach den jüngsten Enthüllungen Ermittlungen wegen schwerer Geldwäsche gegen die HSBC Private Bank eingeleitet worden.

Die Durchsuchungen des Banksitzes würden vom Kantons-Staatsanwalt Olivier Jornot sowie Yves Bertossa geleitet. Die Ermittlungen könnten von der Bank auf Einzelpersonen ausgeweitet werden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Eine Bank könne allein schon deshalb bestraft werden, weil sie Verstöße von Angestellten nicht durch geeignete Maßnahmen verhindert habe.

HSBC hat offenbar bekannten Diktatoren geholfen
Ein internationales Recherche-Netzwerk hatte am 9. Februar Schwarzgeld-Konten und Geschäfte mit Waffenhändlern und Schmugglern bei der Schweizer HSBC öffentlich gemacht. Laut den als „Swissleaks“ bekannten Enthüllungen soll die Bank in der Vergangenheit weltweit zehntausenden Kunden, darunter bekannte Diktatoren und Kriminelle, geholfen haben, rund 180 Milliarden Euro vor den Steuerbehörden zu verstecken.
Geldwaesche und Steuerbetrug- Razzia bei der HSBC-FilialeHSBC Bank