Geldwäsche: Ex-Chef von Espirito Santo verhaftet

Banco Espirio SantoDer ehemalige Chef der Banco Espirito Santo wurde von der Polizei festgenommen. Er soll noch am Donnerstag einem Richter vorgeführt werden. Die Verhaftung steht im Zusammenhang mit einem Geldwäschefall.

Medienberichten zufolge steht die Festnahme mit einem Geldwäschefall in Zusammenhang, in dem Salgado freiwillig als Zeuge ausgesagt hatte. Er ist das Oberhaupt der portugiesischen Bankiersfamilie, die in Geldprobleme geraten ist. Vertreter der Familie konnten zunächst nicht für eine Stellungnahme erreicht werden.

Die Bankenkrise in Portugal wirkte sich auch auf die Schweiz aus. Dort musste eine Espirito-Santo-Tochter notverkauft werden.
PGR Monte Branco PressRelease
Money Laundering

Zeitbombe Steuerflucht

Wann kippt das System? Gerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, erarbeiten die Banken neue Strategien, um ihren reichen Kunden die Steuerhinterziehung zu ermöglichen. Die Entlarvung von Steuerflüchtlingen wie Amazon und Total macht begreiflich, wie die tiefen Löcher in Europas Staatskassen entstehen konnten.

Man stelle sich vor, ein jeder könnte selbst entscheiden, ob er Steuern zahlen und trotzdem die von der Allgemeinheit finanzierten, sozialstaatlichen Dienstleistungen (Gesundheit, Bildung, Sicherheit, öffentlicher Nahverkehr usw.) in Anspruch nehmen will. Das ist keine Utopie – es ist heute Realität.

Internationale Konzerne können Milliardengewinne erwirtschaften, ohne einen einzigen Euro Steuern zahlen zu müssen. Wohlhabende Steuerzahler wiederum bringen den Großteil ihrer Reichtümer mit Hilfe des Schweizer Bankgeheimnisses oder durch in Jersey ansässige Firmen vor dem Fiskus in Sicherheit.

Ganze Staaten drohen inzwischen aufgrund der immer umfangreicher werdenden Steuerflucht zusammenzubrechen. Schätzungsweise 20 bis 30 Billionen Dollar werden jedes Jahr in Steuerparadiesen versteckt. Dies entspricht etwa einem Drittel der weltweiten Schulden.

Der französische Finanzexperte, Journalist und Autor Xavier Harel bietet einen faszinierenden, lehrreichen Einblick in den Wirtschaftszweig Steuerflucht. Er reist dafür auf die Kaimaninseln, ins amerikanische Delaware, nach Jersey, in die Schweiz und nach Großbritannien.

Mit einer Prise Humor enthüllt Harel die meisterhaft erdachten Steuersparmodelle von Colgate, Amazon und Total und stellt auch die großen Beratungsfirmen wie KPMG, Ernst & Young sowie PricewaterhouseCoopers für ihre Mithilfe bei der Plünderung der Gesellschaft an den Pranger.

Zuletzt zeigt er den unglaublichen Zynismus von Banken wie der UBS oder BNP Parisbas auf. Gerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, helfen sie ihren gut betuchten Kunden weiterhin dabei, ihre Reichtümer am Fiskus vorbeizuschleusen. Doch die Steuerflucht hat ihren Preis. In Griechenland zeigt Xavier Harel, wie ein europäisches Land pleiteging, weil es nicht in der Lage war, Steuern einzutreiben. Und alle Länder sind vom Bankrott bedroht, wenn es nicht gelingt, den ungeheuerlichen Privilegien der Konzerne und reichen Steuersündern Einhalt zu gebieten.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de
Harm Bengen

Parteien verschleiern 45 Millionen Euro pro Jahr

Die Gier der Parteien

Das große Tor für Lobbyisten:
Parteien verschleiern 45 Millionen Euro pro Jahr

Seitdem offizielle Parteispenden strenger geregelt werden, weichen die Parteien auf Sponsoring aus: Keine Höchstgrenzen, keine Spendernamen – Sponsoring taucht im Rechenschaftsbericht nicht auf. Diese Summen sind das Einfallstor für Lobbyisten, die auf die Gesetze Einfluss nehmen. Dank der Verschleierungspraxis der Parteien können sie sicher sein, dass der Bürger nie erfährt, warum es zu bestimmten Gesetzen kommt.
Parteien verschleiern 45 Millionen Euro pro Jahr

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.d

Harm Bengen

 

Betrügerisches Pyramidensystem oder Multi-Level-Marketing ?

«Herbalife-Thriller»
Spannungsbogen lässt sich kaum noch weiter dehnen

Der Hedge-Fund-Manager Bill Ackman versucht Anleger und Aufsichtsbehörden davon zu überzeugen, dass Herbalife ein betrügerisches Pyramidensystem sei. Management und spekulative Anleger halten dagegen

Der Hedge-Fund-Manager Bill Ackman versucht Anleger und Aufsichtsbehörden davon zu überzeugen, dass Herbalife ein betrügerisches Pyramidensystem sei. Management und spekulative Anleger halten dagegen.

Thriller finden nicht nur im Kino statt, sondern auch im wahren Leben. So versucht der aktivistische Hedge-Fund-Manager Bill Ackman Anleger und Aufsichtsbehörden schon seit Dezember 2012 davon zu überzeugen, dass es sich beim Geschäftsmodell des amerikanischen Unternehmens Herbalife um ein betrügerisches Pyramidensystem handle. Er hat eine Wette im Wert von etwa 1 Mrd. $ auf fallende Kurse bei Herbalife-Aktien abgeschlossen. Diese sind daraufhin zwar zunächst gefallen, haben sich aber 2012 wieder erholt und Ende 2013 sogar Rekordkurse erreicht.

Am Montag haben sie auf tieferem Niveau gut 11% ihres Wertes verloren, nachdem Ackman angekündigt hatte, am Dienstag die Resultate einer investigativen Recherche vorzulegen, für die er gut 50 Mio. $ investiert hat. Sie sollte beweisen, dass Herbalife seine unbedarften Vertriebspartner vorsätzlich mit zu optimistischen Verdienstaussichten täuscht, dass die Umsatzentwicklung falsch dargestellt wird und dass ganz gewöhnliche Produkte zu überhöhten Preisen verkauft werden. Die sogenannten Ernährungs-Klubs, die den Vertrieb fördern sollten, glichen den fiktiven Handelsräumen Enrons. Der amerikanische Energiekonzern dieses Namens gehörte phasenweise zu den grössten Konzernen der USA, ging im Jahr 2001 aber nach wiederholten und massiven Bilanzfälschungen bankrott.

Das Management von Herbalife weist die Vorwürfe von sich. Eine von ihm in Auftrag gegebene Analyse kommt zum Schluss, dass 97% der Herbalife-Produkte an normale Konsumenten gehen. Es handle sich um ein ganz normales «Multi-Level-Marketing-System» mit stetig wachsenden Erlösen und Erträgen, heisst es. Während Ackmans Präsentation hat sich der Herbalife-Kurs von den jüngsten Kursrückschlägen erholt. Möglicherweise zeigt er aber nicht die ganze Wahrheit. Denn kurzfristig hat Herbalife das Interesse spekulativer Anleger auf seiner Seite. Investoren wie Carl Icahn, George Soros und andere haben sich mit Anteilen von bis zu 17% beim Unternehmen eingekauft. Es ist mehr als offen, ob sie von der operativen Strategie des Unternehmens überzeugt sind oder ob sie nur die so genannten Short-Seller, also Ackman und Co., aus ihren Positionen vertreiben und von dem dadurch ausgelösten, kurzfristigen Kursfeuerwerk profitieren wollen.
Kill him

 

 

Währungsmanipulation: Neue Ermittlungen gegen Großbanken

Sabine Paulus berichtet:  Die Bankenwelt kommt nicht zu Ruhe: Auch in Großbritannien Mutmassliche_Waehrungsmanipulationenermitteln die Behörden wegen mutmaßlicher Währungsmanipulationen. Konkrete Fälle sind noch nicht bekannt, die Anzeichen auf den Skandal verdichten sich jedoch europaweit: Deutsche CFOs mit Schwellenländergeschäft sollten aufhorchen.
Währungsunion

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BayernLB-Prozess: CSU will keine weitere Aufklärung

CSU will keine weitere Aufklaerung
BayernLB

Jede zweite Blüte ist ein 50-Euro-Schein

In Deutschland sind wieder mehr gefälschte Euro-Banknoten in Umlauf. Im ersten Halbjahr wurden knapp 25.000 Blüten aus dem Verkehr gezogen, teilte die Bundesbank mit. Das waren rund 27 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2013, als 19.500 falsche Banknoten registriert wurden. Der durch die Blüten verursachte Schaden stieg in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 1,5 Millionen Euro. Besonders beliebt waren bei Fälschern 50-Euro-Scheine. Etwa die Hälfte aller Blüten waren laut Bundesbank falsche Fünfziger.

Der Anstieg gehe im Wesentlichen auf eine europaweit bekannte Fälschung zurück, die nun auch in Deutschland vermehrt Absatz finde. Nach Einschätzung der Bundesbank gibt es allerdings keinen Anlass zur Sorge. Das Falschgeldaufkommen in Deutschland bleibe trotz des Anstiegs „auf einem äußerst niedrigen Niveau“, erklärte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele. Mit sechs falschen Noten auf 10.000 Einwohner pro Jahr weise Deutschland im internationalen Vergleich eine sehr niedrige Fälschungsrate auf. Bei den Euro-Münzen ging die Zahl der Fälschungen weiter zurück. Mit rund 20.000 falschen Münzen wurden im ersten Halbjahr 2014 rund 4000 Münzfälschungen weniger aus dem Verkehr gezogen als im zweiten Halbjahr des Vorjahres. Europaweit wurden im ersten Halbjahr 2014 nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) rund 331.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen – das waren 6,2 Prozent weniger als in den letzten sechs Monaten des Jahres 2013. Ende September wird eine neue Zehn-Euro-Banknote mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen herausgegeben. Dadurch soll der Schutz vor Fälschungen weiter erhöht werden. Die bisherigen Zehn-Euro-Scheine bleiben gültig.
Falschgeld

EU macht ernst: Spanien erhebt Zwangsabgabe auf Spar-Guthaben

Spanien macht in Europa den Anfang und erhebt eine Steuer auf Bankguthaben. Ab sofort müssen alle Sparer eine Zwangsabgabe von 0,03 Prozent ihres Kontoguthabens entrichten. Bemerkenswert: Die Steuer wird rückwirkend eingeführt.

Die spanische Regierung hat ein Gesetz zur Einrichtung einer festen Steuer von 0,03% auf Bankeinlagen in ganz Spanien verabschiedet. Einige Regionen hatten die Abgabe bereits zuvor erhoben, die das Finanzministerium jetzt auf das gesamte spanische Territorium ausweitet. EU-weit ist Spanien damit Vorreiter als erstes Land mit einer generellen Abgabe auf Bankguthaben.
Die Steuer wirkt rückwirkend bis zum 1. Januar 2014, eine Steuerflucht ist damit praktisch ausgeschlossen. Laut Kabinett könnte die Abgabe mehr als 340 Millionen einbringen. Die Einlagen des Privatsektors in Spanien wuchsen im Jahr 2013 um 3,1% auf 1,14 Billionen, wie El Mundo berichtet.
Ziel der Steuer sei es „die Markteinheit zu stärken und zu garantieren.“ Bisher fällt die Abgabe kaum ins Gewicht, einmal eingeführt kann der Prozentsatz leicht erhöht werden. Der spanische Finanzminister de Guindos, der im Gespräch für den Posten des Euro-Gruppen-Chefs ist, hat damit jedenfalls sein Versprechen von 2013 gebrochen, als er während der Zypern-Krise die Sparguthaben unter 100.000 Euro noch als „heilig“ – also unantastbar bezeichnet hatte
Sparguthaben Zwangsabgabe

Zürcher Justiz ermittelt gegen Cembra Money Bank

 Bankgeheimnis massiv verletzt

Fabian Baumgartner und Marcel Gyr berichten:  Jahrelang soll die Cembra Money Bank einen Kreditvermittler mutmasslich illegal mit Zehntausenden von Kundendaten versorgt haben. Eine interne Untersuchung des Kreditinstituts zeitigte bereits Konsequenzen.

Er gefällt sich in der Rolle des Kronzeugen gegen die Cembra Money Bank (vormals GE Money Bank): Mehrmals schon wurden ein ehemaliger Kreditvermittler und seine Mitstreiter bei Aufsichtsbehörden vorstellig, um sie zum Handeln aufzufordern. Die Vorwürfe, die der Mann, ein Mazedonier albanischer Herkunft, gegen seine frühere Arbeitgeberin erhebt, wiegen schwer. Ab 2003 sollen Mitarbeiter der Cembra-Filiale an der Zürcher Löwenstrasse ihn systematisch mit Kundendaten anderer Institute aus der Zentralstelle für Kreditinformationen (ZEK) versorgt und damit gegen das Bankgeheimnis verstossen haben. Der Kreditvermittler behauptet, sekundiert von SVP-Nationalrat und Rechtsanwalt Luzi Stamm sowie vom schillernden Rechtsberater Alfredo Borgatte, die Daten seien ihm zur Verfügung gestellt worden, um bei der Konkurrenz Kunden abzuwerben, vor allem solche mit albanischen Namen. Bis zum Lizenzentzug
Zuercher Justiz ermittelt gegen Cembra Money Bank
Blinde Schweizer Justiz

Was mit den Milliarden von Geldwäschern und Potentaten passiert

Gesperrte Gelder

Rund fünf Milliarden Franken sind zurzeit in der Verfügungsgewalt der Bundesanwaltschaft. Doch was wird aus diesen gesperrten Geldern?

Gesperrte Gelder von Geldwäschern, Betrügern und Potentaten sorgen regelmässig für Schlagzeilen. Weniger bekannt ist, wie diese Vermögen verwaltet werden. Im Falle von spekulativen Anlagen ist jetzt ein wichtiger Entscheid gefallen.

Gemessen an der Höhe der beschlagnahmten Gelder kann es die Bundesanwaltschaft mit einer kleinen Privatbank aufnehmen. Rund fünf Milliarden Franken sind zurzeit in ihrer Verfügungsgewalt. Die Gelder stammen häufig aus Geldwäscherei- und Korruptionsermittlungen, die durch Anzeigen der Geldwäscherei-Meldestelle ausgelöst wurden. Um dreistellige Millionensummen geht es auch bei Rechtshilfefällen, wie zum Beispiel nach dem «arabischen Frühling». Vergleiche mit Banken hört Bundesanwalt Michael Lauber aber nicht gern. Denn die Strafverfolger des Bundes wollen keine Vermögensverwalter sein. Die Hände in den Schoss legen können sie aber auch nicht. Im Gegenteil: Was der Gesetz- und Verordnungsgeber von den Strafbehörden verlangt, kommt einer Knacknuss gleich. Quadratur des Kreises
Was mit den Milliarden von Geldwaeschern und Potentaten passiert
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