Unternehmer in Kalabrien: Eine Mafia-Erpressung anzuzeigen ist gefährlich

Die Razzia Helianthus gegen den `ndrangheta-Clan Labate, Spitzname Ti mangiu (Ich fress dich), der ein Stadtviertel von Reggio Calabria völlig beherrscht, war nach 8 Jahren Ermittlungen möglich geworden, da zu den Abhörmaßnahmen, zu der Auswertung von Überwachungskameras und zu den Aussagen von Kronzeugen auch Anzeigen von lokalen Bauunternehmern kamen.

Die Staatsanwaltschaft Reggio ordnete Personenschutz für die Unternehmer an, die die Erpressungen durch den Clan angezeigt hatten. In der Pressekonferenz anlässlich der Razzia betonte der Staatsanwalt Giovanni Bombardieri, dass die Unternehmer, die schon jahrelang Opfer des `ndrangheta-Clans seien, jetzt entschlossen seien, einen neuen Schritt zu wagen und die Erpresser anzuzeigen: Diese Leute „müssen wissen, dass wir da sind, dass der Staat auf ihrer Seite ist.“

Im Artikel des fatto quotidiano werden Aussagen aus den Vernehmungen von Unternehmern zitiert, hier zwei Beispiele:

Der Bauunternehmer Francesco Presto weigert sich anfangs, auch nur die kleinste Aussage vor dem Staatsanwalt zu machen, er scheint vollkommen terrorisiert von der Idee, den Namen des `ndrangheta-Bosses Pietro Labate auch nur auszusprechen. „Dottore, wenn ich ihnen sage, dass ich Probleme hatte, dann bin ich morgen tot! Die da sind total verrückt, Dottore, die haben nichts zu verlieren, wissen Sie, da kommen wir nie mehr nach Hause!“ Der Staatsanwalt versucht weiter, ihn davon zu überzeugen, dass er der Staatsanwaltschaft vertrauen könne: „Sie müssen sich wirklich keine Sorgen machen. Unser Interesse ist, dass Sie in Reggio bleiben und dass Sie weiter in Reggio arbeiten!“ Dann, bevor Presto endlich seine Aussage machen will, legt er dem Staatsanwalt noch das Wohl und das Leben seiner Familie ans Herz und beginnt mit Tränen in den Augen seinen Bericht:

Seine Firma wollte in dem vom Clan Labate kontrollierten Viertel von Reggio einen Häuserblock errichten. Unmittelbar nach Einrichtung der Baustelle taucht dort der Boss Pietro Labate in Begleitung eines zweiten Manns auf und eröffnet das Gespräch mit Beschimpfungen und Beleidigungen. „Sie haben mir gesagt, dass ich in ihr Revier eingedrungen sei, ich hätte vorher bei ihnen um Erlaubnis fragen müssen, dass ich keine Ahnung hätte, was sich gehört. Habt Ihr verstanden, was die mir gesagt haben? Wenn jemand arbeiten möchte, muss er erst bei denen um Erlaubnis fragen, habt Ihr das verstanden? So also ist das, ich muss die zuerst um Erlaubnis fragen? Dass die dort verfügbare Arbeit ihnen gehöre, dass die mich nichts angehe, dass sie als erste da waren. Da habe ich ihnen gesagt, Entschuldigung, habe ich euch etwa angeboten für mich zu arbeiten? Da antwortet der: Du, du … du Flegel, halt einfach den Mund, du schuldest uns jetzt 200 000 Euro, egal ob du da mit den Arbeiten weitermachst oder nicht!“

Ein anderer Unternehmer behauptet zunächst, was sein Kompagnon vor dem Staatsanwalt ausgesagt habe, stimme überhaupt nicht: „Die Labate haben nie Geld von uns verlangt.“ Doch nach einer Weile gesteht er, sein Kompagnon habe einmal zu ihm gesagt: „Wenn wir hier was aufziehen, dann sind wir sicherlich bald gezwungen, jemandem einen Kaffee auszugeben.“ Mit dem Kaffee ist natürlich das Schutzgeld gemeint. Und dann gibt er zu „Wir haben den Ti mangiu 20 000 Euro gegeben… Dottore, jetzt habe ich hier was wie einen Knoten… In Wahrheit… Ihre Forderung war noch höher, 30 000 Euro waren das. Seit dieser Zeit zittere ich nur noch. Morgens habe ich Angst, aus dem Haus zu gehen. Bevor ich das Haus verlasse, gehe ich zur Balkontür und schaue mir den Wagen vor dem Haus an, nachts wache ich auf, weil ich gedacht habe: Zu wem kommen die? Zu mir. Dottore, ich sage ihnen ganz ehrlich, mit dem Herz in der Hand, es sind jetzt zwei Monate, dass ich praktisch keine Nacht mehr schlafe.“

Die Ermittlungsakten des Einsatzkommandos in Reggio dokumentieren, wie die Schutzgelderpressung in Reggio funktioniert: In den abgehörten Gesprächen wiederholen sich Sätze wie „Was machst du hier? Was erlaubst du dir? Hier machst du, was ich dir sage. Hier macht keiner was, weder du noch Gott Vater persönlich!“ Ein Staatsanwalt meint: Wenn man in Reggio einen Stein von seinem Platz bewegen oder ein Geschäft eröffnen oder auch nur einen Atemzug machen will, braucht man die Erlaubnis der Labate. Und ein weiterer Bauunternehmer ergänzt: „Eine Baufirma wird sofort erpresst, wenn sie eine Baustelle anlegt. Das ist hier leider übliche Praxis. Es schafft praktisch niemand, einem Erpressungsversuch oder einer wirklichen Erpressung zu entkommen. Die meisten Firmen sind von Vergeltungsmaßnahmen betroffen oder riskieren sogar ihr Leben.“

„Von wegen den Mund halten! Man muss laut schreien!“ (Zitat von Libero Grassi, Unternehmer aus Palermo, der von der sizilianischen Mafia umgebracht wurde, weil er sich weigerte, Schutzgeld zu zahlen)

Ilquotidianoinclasse.corriere.it/il-coraggio-di-non-pagare-il-aeoepizzoae%C2%9D-voi-ce-laeavrestea/il-coraggio-di-non-pagare-il-pizzo-2/

„Geschlossen wegen Schutzgelderpressung“ 

Palermo.gds.it/articoli/cronaca/2018/05/16/soldi-per-le-famiglie-dei-carcerati-due-arresti-a-palermo-ma-i-commercianti-non-confermano-le-accuse-8b54791b-183d-4287-857a-e1a94f776ce7/

Diskussion zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der United Nations

Nachhaltigkeit: Die Weltgemeinschaft hat sich 2015 die 17 Ziele gesetzt als Wegweiser für gemeinsames Handeln

Die Weltgemeinschaft hat sich mit den globalen Entwicklungszielen, den Sustainable Development Goals (SDG), einen Wegweiser für gemeinsames Handeln gegeben. Die Verabschiedung dieser Ziele durch die Vereinten Nationen und eine Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung schenken uns nun Orientierung in einer immer komplexer werdenden Welt.

Die 17 ehrgeizigen Ziele gelten für alle Länder und Bürger der Welt, ob hoch entwickelt oder bitterarm, gleichermaßen. Die fünf Kernbotschaften: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft sind – genau wie die Weltengemeinschaft – untrennbar miteinander verbunden. Mit dieser gemeinsamen Zielsetzung können die Menschen viel erreichen…KAS  Europäische und Internationale Zusammenarbeit

Konferenz zur Agenda 2030:
Lösungsansätze zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele diskutiert Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, auch bekannt als Agenda 2030, waren Gegenstand der Konferenz, die das KCN KompetenzCentrum für nachhaltige Entwicklung der FOM Hochschule vergangene Woche in Düsseldorf veranstaltete. Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ermöglichten in den Diskussionen einen Blick auf bestehende Herausforderungen und mögliche Lösungsbausteine. Klima, Bildung, Mobilität, Wertschöpfungsketten…Konferenz zur Agenda 2030
TOUR DER NACHHALTIGKEIT. Diese macht mit spannenden Programmpunkten vom 5. bis 7. Dezember 2019 Station im Congress Center Rosengarten in Mannheim.

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Bundesregierung/Newsletter

Verwandle die Welt in eine viel bessere Welt !

Ziel 1. Beende die Armut in all ihren Formen, überall

Ziel 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit erreichen, die Ernährung verbessern und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Ziel 3. Sorgen Sie für ein gesundes Leben und fördern Sie das Wohlbefinden für alle in allen Altersgruppen

Ziel 4. Gewährleistung einer integrativen und ausgewogenen Bildung und Förderung von Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle

Ziel 5. Gleichstellung der Geschlechter erreichen und alle Frauen und Mädchen stärken

Ziel 6. Sicherstellung der Verfügbarkeit und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser und sanitären Einrichtungen für alle

Ziel 7. Gewährleistung eines zuverlässigen, nachhaltigen, modernen und erschwinglichen Zugangs zu Energie für alle

Ziel 8. Förderung eines nachhaltigen, integrativen und nachhaltigen Wirtschaftswachstums, voller und produktiver Beschäftigung und menschenwürdiger Arbeit für alle

Ziel 9. Schaffung widerstandsfähiger Infrastrukturen, Förderung einer integrativen und nachhaltigen Industrialisierung und Förderung von Innovation

Ziel 10. Verringerung der Ungleichheit innerhalb und zwischen den Ländern

Ziel 11. Machen Sie Städte und menschliche Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig

Ziel 12. Gewährleistung nachhaltiger Produktions- und Verbrauchsmuster

Ziel 13. Dringende Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Ziel 14. Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Ozeanen, Meeren und Meeresressourcen für nachhaltige Entwicklung

Ziel 15. Schutz, Wiederherstellung und Förderung der nachhaltigen Nutzung terrestrischer Ökosysteme, nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, Bekämpfung der Wüstenbildung, Eindämmung und Umkehrung der Bodendegradation und Eindämmung des Verlusts an biologischer Vielfalt

Ziel 16. Förderung friedlicher und inklusiver Gesellschaften für nachhaltige Entwicklung, Gewährleistung des Zugangs zu Gerechtigkeit für alle und Aufbau wirksamer, rechenschaftspflichtiger und integrativer Institutionen auf allen Ebenen

Ziel 17. Stärkung der Mittel zur Umsetzung und Wiederbelebung der globalen Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung

Die Geldwäscherei- Ein Film „Muss“ für jede Frau

„The Laundromat“
eine Empfehlung von W-T-W Women and Finance aus der Film Reihe:
a“MUST“ for every woman
Offizieller „Die Geldwäscherei“ Trailer Deutsch German 2019

In seinem neuen Film erzählt Steven Soderbergh den Skandal um die Panama Papers von 2016 als bitterböse Satire. „The Laundromat: Die Geldwäscherei“ ist ein Einblick in die Welt der Reichen und das System von Offshore-Bankkonten, die dazu dienen, Steuerzahlungen zu minimieren oder ganz zu vermeiden.

Eine Witwe (Meryl Streep) geht einem Versicherungsbetrug nach, wobei ihre Recherchen sie auf die Spur von zwei Anwälten (Gary Oldman and Antonio Banderas) in Panama-Stadt bringen, die das weltweite Finanzsystem ausbeuten.

„Beenden Sie die massive, weltweite Korruption!“

7

The Laundromat / „Die Geldwäscherei“  Full Movie

Weiter Filme die wir empfehlen aus der Reihe: A „Must“ For Every Woman

Big Short – Ein „Muss“ für jede Frau

Kernschmelze auf dem Konto

The Big Short“ mit Ryan Gosling: All das hässliche Geld

Ein Film witzig und wütend zugleich und wie auch der Film Wolf of Wall Street ein unbedingtes „Muss“ für jede Frau. Die *Exzesse des internationalen Finanzsystems gehen uns alle an.

Hannah Pilarczyk berichtet: Gleich in der ersten Szene stellt sich Goslings Figur Jared Vennett direkt dem Publikum vor. (Es ist nicht das einzige Mal, dass „The Big Short“ die sogenannte vierte Wand durchbricht. Und es wird jedes Mal lustiger.) Vennett ist einer der wenigen Finanz-Manager, die bereits 2005 ahnen, dass der US-Immobilienmarkt auf hochriskanten Hypotheken beruht und sein Kollaps mittelbar die Weltwirtschaft bedroht. Welche Rolle Vennett im Vorfeld der globalen Finanzkrise von 2008 spielt, zeigt sich jedoch erst später. Denn zunächst nimmt „The Big Short“ Michael Burry (gespielt von Christian Bale) in den Fokus.Burry ist ein tatsächlich existierender Hedgefonds-Manager, der als einer der Ersten auf den Kollaps des Immobilienmarktes wettete (auf Englisch: to short) und damit Gewinne von rund 100 Millionen US-Dollar für sich und rund 700 Millionen für seine Investoren einfuhr.Während die meisten Figuren in „The Big Short“ auf realen Vorbildern basieren, ist Burry der einzige, dessen Name unverändert geblieben ist. Das hindert Christian Bale jedoch nicht daran, Burry als grandios irritierenden Einzelgänger mit Asperger-Syndrom zu spielen, der ebenso gnadenlos auf sein Schlagzeug eindrischt wie er sich Details über die Zusammensetzung von Collateralized Debt Obligations (CDOs) reinzieht.Wenn Sie jetzt nicht mehr wissen, was CDO sind, ist das nicht schlimm. Zum einen wird das im Film erklärt, zum anderen gehört es zum Erzählprinzip von „The Big Short“, seine Zuschauer lieber mit zu viel als zu wenig Details über die Ursachen der Krise zu versorgen. Basierend auf dem gleichnamigen Sachbuch von Michael Lewis haben Regisseur Adam McKay und sein Co-Autor Charles Randolph weder auf die technische Sprache noch auf das Geflecht an Figuren aus der Vorlage verzichtet. So stoßen neben Christian Bale und Ryan Gosling bald noch Steve Carell und Brad Pitt als Hedgefonds-Manager mit jeweils einem Trupp an Finanz-Minions in hellblauen Hemden zum Ensemble hinzu.„Triple A“ noch für den größten Schrott

Unter der verblüffend souveränen Regie von McKay, der bislang für absurde Komödien wie „Anchorman“ oder „Stepbrothers“ bekannt war, und mithilfe der furiosen Schnittkunst von Hank Corwin wird es jedoch nie unübersichtlich, wenn die vier verschiedenen Teams unabhängig voneinander beginnen, sich einen Überblick über die nahende Katastrophe auf dem Immobilienmarkt zu beschaffen. Eine Reise führt den Trupp um Steve Carells Mark Baum nach Florida, wo sie feststellen müssen, in welchem Ausmaß hier Hypotheken verschleudert werden: Sogar die Stripperin, die Baum einen Lapdance angedeihen lässt, kann sich mehrere Häuser leisten. Mit der entsetzlichen Gewissheit, dass man wahrlich vor dem Abgrund steht, kehrt Baum nach New York zurück.Er ist in mancherlei Hinsicht das emotionale Zentrum eines Films, der ohne klassische Identifikationsfiguren auskommen muss. Schließlich wollen hier alle ausnahmslos das große Geld machen (und sehen dabei auch noch richtig mies aus). Doch Baum kommen – ebenso wie zwei Trader-Rookies unter der Ägide von Börsenguru Ben Rickert (Brad Pitt, dessen Firma Plan B den Film produziert hat) – Zweifel, ob man ein so krankes, aber auch ein so dummes System ausschlachten darf. Fast beleidigt reagieren sie, als sie feststellen müssen, dass die Ratingagenturen auch dem größten Schrott eine „Triple A“-Bewertung hinterherschmeißen. So einfach darf Betrug doch nicht sein.

In solchen Momenten des Mit-Wissens um die Fehler im System fühlt man mit den Hauptfiguren von „The Big Short“ durchaus mit. Dennoch baut McKay sie nie zu falschen Helden auf, im Gegensatz zu Martin Scorseses „Wolf of Wall Street“ hält er stets Distanz. Wo Scorsese die ekstatische Gier seiner Hauptfigur im inszenatorischen Exzess doppelte und sich so mit ihr gemein machte, verweigert sich McKay dem vermeintlichen Sog der Ereignisse. Nach anderthalb Stunden sagt Mark Baum lapidar „It’s happening“ – die Lehman Brothers gehen pleite, der Kollaps beginnt. Die Finanzkrise fällt jedoch nicht in eins mit der dramaturgischen Krise, die Katharsis bleibt aus, die Empörung, die sich in einem als Zuschauerin angestaut hat, bleibt ohne Ventil. Mit der unbändigen Energie (oder ist es Wut?), mit der einen „The Big Short“ durch die Geschichte der Finanzkrise gefegt hat, scheucht er einen auch wieder aus dem Kino raus.

Was man im Jahr acht nach der Krise vom Finanzsystem und seiner derzeitigen Regulierung zu halten hat? „The Big Short“ vertraut darauf, dass sein Publikum schon die richtigen Antworten darauf finden wird.

„The Big Short“ und Wolf of Wall Street sind Filme die jede Frau kennen sollte. Den die Exzesse des internationalen Finanzsystems gehen uns alle an.

*Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Die Lehre aus dem Wolf von der Wall Street
Geldgier und ihr Lohn

Welt-Mädchentag 2019

Herzlich Willkommen beim W-T-W Women and Finance – Welt-Mädchentag

Vom Taschengeld zum Klimaschutz
Finanzpolitik, denn ohne Moos nix los!

Einblicke in die Welt der Finanzen beim Weltmädchentag.
Mit FunFinance Expertin Lilah:

Im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim am 12. Oktober für Mädchen und junge Frauen von 14:00 – 17:00 Uhr

W-T-W Women und Finance präsentiert sich mit einer Ausstellung zu finanzpolitischen Themen. Die Cartoons der Ausstellung machen euch die Sachverhalte schnell verständlich. Ihr erhaltet Basis-Wissen für Geld-Angelegenheiten wie Sparen, Geld anlegen und für ein Konto im Plus.

Macht mit beim Ratespiel über bekannte Frauen aus Politik und Wirtschaft.

Außerdem dürft ihr eurer Fantasie zum Thema Finanzen malerisch oder zeichnerisch freien Lauf lassen…Weltmädchentag-Pforzheim

Veranstalterin: Dagmar Frank W-T-W Women and Finance.
Die Veranstaltung ist kostenlos und jeder ist willkommen!

Gleichberechtigung mit Cartoonistin Doaa Eladl

Männer haben Bärte- Frauen lange Haare
Dooa Eladl
www.w-t-w.org/en/doaa-eladl/

Ausspähen von Journalisten erlauben

Innenministerium will Ausspähen von Journalisten erlauben.

In Koalitionskreisen kursiert ein Entwurf für ein „Gesetz zur Harmonisierung des Verfassungsschutzrechts“. Dieser würde es dem Verfassungsschutz vergleichsweise leicht machen, Redaktionen digital auszuforschen – auch ohne Richtervorbehalt. Für eine Razzia in einer Zeitungsredaktion gelten heute sehr hohe rechtsstaatliche Hürden. So soll das Redaktionsgeheimnis gewahrt werden.

Das Bundesinnenministerium will dem Verfassungsschutz erlauben, Journalisten und ihre Redaktionen heimlich digital auszuforschen. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der Spiegel-Affäre, bei der Polizisten in die Räume des Hamburger Nachrichtenmagazins eingedrungen waren, wäre dies ein deutlicher Bruch mit bisherigem Recht….Süddeutsche.de

Titelblatt der Satirezeitschrift „Uykusuz“

 

Italien: Gedenktag für die Opfer der Mafien – ein Moment der Reflexion:

Ist das Europa, wie wir es wollen?

Am 21. März begeht Italien den Gedenktag für alle Opfer der Mafien, der aber auch die Erfolge von Polizei und Gerichten im Kampf gegen das Organisierte Verbrechen ins Bewusstsein rufen will. Aus diesem Anlass reflektiert der Journalist Piero Innocenti die Bedeutung einer Entscheidung von Eurostat (1) von 2014, die Gewinne aus Drogenhandel, Prostitution und Zigarettenschmuggel ins Bruttoinlandsprodukt (Bip) einrechnen zu können – eine Regelung, die in Deutschland seit September 2014 umgesetzt worden ist. Angesichts der bevorstehenden Europa-Wahlen haben auch wir Deutschen Grund, uns  darüber Gedanken zu machen.

Diese Kann-Regelung macht die Regierungen Europas zu Dr. Jekyll und Mr. Hyde, wie Roberto Scarpinato, Generalstaatsanwalt von Palermo,  bemerkt: Auf der einen Seite behauptet man, die Organisierte Kriminalität bekämpfen zu wollen, und Polizei und Gerichte führen einen zunehmend aussichtslosen Kampf dagegen, auf der anderen Seite rechnet man deren Gewinne mit ins Bruttoinlandsprodukt, um  die Staatsbilanzen aufzubessern.

Die Gewinne der OK können natürlich nur geschätzt werden. Geradezu grotesk ist es, wenn man liest, wie die Zahlen für Zigarettenschmuggel erhoben werden: Der deutsche Zigarettenverband lässt leere Zigarettenschachteln aus öffentlichen Abfalleimern sammeln, um prüfen zu können, ob die Schachteln mit einer Steuermarke versehen sind. So kommen pro Monat 12000 Prüfstücke zusammen. Die Statistiker des Bundes schätzen dann auf dieser Basis die Gewinne durch Zigarettenschmuggel.

In gleicher Weise verwunderlich – oder soll man sagen empörend? – ist die Art und Weise, wie man dem Vorwurf, kriminelles Kapital einzuberechnen, vorbauen will: In der Regelung heißt es, dass nicht die Gewinne der OK gemeint seien, sondern nur Gewinne, die auf individuelle Geschäftsbeziehungen wie z.B. zwischen Drogenhändler und Konsument oder Prostituierte und Kunde zurückzuführen seien! Wenn also Polizeikräfte Drogen beschlagnahmen, so meint der Journalist Innocenti, handelten sie deshalb gegen die Interessen der nationalen Wirtschaft und „wir würden uns nicht wundern, wenn unsere Regierung in ein paar Jahren an die Drogenbosse Anerkennungsurkunden verteilt für ihren Beitrag, den sie zum Wirtschaftswachstum ihres Landes geleistet haben.“

„Guten Morgen, wir sind reicher“ titelte das Handelsblatt schon am 14.8. 2014 und fuhr fort: „Der geschrumpften Wirtschaftsleistung zum Trotz: Deutschland ist über Nacht um 80 Milliarden reicher geworden. Denn das Bruttoinlandsprodukt wird neuerdings ohne moralische Brille gemessen“.

In Italien betont die parlamentarische Antimafiakommission der letzten Legislaturperiode in ihrem Abschlussbericht vom Februar 2018, dass diese Regelung keinesfalls zu akzeptieren sei, da sie auf politischer und ethischer Ebene verheerende Auswirkungen habe. Die negativen Folgen dieser Entkriminalisierung der Gewinne, die mit illegalen Aktivitäten erzielt werden, scheinen in Europa und bei uns aber kaum jemanden zu interessieren – Hauptsache, die Zahlen stimmen. Im Gegenteil! Im Artikel des Handelsblatts vom 18.3.2014 wird Dr. Wolfgang Niehaus vom Ifo-Institut (2) zitiert: Zweck und Ziel der Neuberechnung sei, „möglichst international vergleichbare Zahlen nach harmonisierter Methodik zu haben. Wir begrüßen das sehr.“

  1. Das europäische Amt für Statistik
  2. Das Münchener Ifo-Institut ist das einflussreichste Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland
Klaus Stuttmann
Geld aus dem Rotlichtmilieu- Auch Einnahmen aus der Prostitution druecken kuenftig die Schuldenquoten (Foto: Getty Images)
Klaus Stuttmann
Veröffentlicht unter W-T-W

Powerfrauen

 
Die Powerfrauen der Pharmazeutischen Wissenschaften.
 
 
Ehret die Frauen! Sie flechten und weben himmlische Rosen ins irdische Leben, meint Friedrich von Schiller in seinem Gedicht.
Würde der Frauen“. Schön und gut, doch das ist bei Weitem nicht alles, was sie können!

In seinen Dramen hat er Frauen beschrieben, die weder auf Rosen gebettet waren, noch solche ins Leben geflochten haben und die man heute als Powerfrauen bezeichnen würde: Maria Stuart, Johanna von Orleans, Gertrud, Tells Gattin, um nur drei zu nennen….Powerfrauen der Pharmazeutischen Wissenschaften 2008

 
Die Powerfrauen der Pharmazeutischen Wissenschaften
Eine Chronologie und Bestandsaufnahme. Von Hermann J. Roth
Veröffentlicht unter W-T-W

Investments in den Klimaschutz

Klimawandel könnte 140 Millionen Menschen heimatlos machen. Weltbank rät mehr in die Forschung in diesem Bereich zu investieren.

Innerhalb bestimmter Regionen sei die Flucht vor dem Klimawandel bereits eine Realität, heißt es in dem Bericht. Die sogenannten Klimaflüchtlinge kämen zu denjenigen hinzu, die bereits aus politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Gründen auf der Flucht seien.

Es sei aber davon auszugehen, dass die Zahl der „Klimaflüchtlinge“ um 80 Prozent reduziert werden könne, wenn die Politik „an mehreren Fronten“ tätig werde. Dazu zählten etwa die Verringerung der Treibhausgasemissionen, die Berücksichtigung von Migration in Entwicklungsplänen sowie Investitionen in die Untersuchung interner Klimafluchtprozesse.

Die Weltbank versteht die Studie als Weckruf: Der Klimawandel werde Millionen Menschen innerhalb ihrer Heimatländer zur Flucht zwingen. Die großen Städte müssten sich auf starken Zuzug vorbereiten.

Die Folgen des Klimawandels könnten einem Bericht der Weltbank zufolge Millionen Menschen innerhalb ihrer Heimatländer zur Flucht zwingen. Alleine in Afrika südlich der Sahara, Lateinamerika und Südasien könnten rund 2,8 Prozent der Einwohner der Länder in der Region betroffen sein. In absoluten Zahlen wären das 143 Millionen Menschen, die bis 2050 durch Dürren, Missernten, Sturmfluten und steigende Meeresspiegel ihr Zuhause verlieren und umsiedeln.

Bericht der Weltbank Groundswell

Mehr Geld für die Natur im EU-Haushalt

Artenschutz ist wichtig, braucht aber auch Investitionen.
Ab jetzt verhandeln die die Staats- und Regierungschefs über den künftigen EU-Haushalt. Daran wird sich auch entscheiden, wohin sich Europas Landwirtschaft künftig entwickeln wird – und ob es Hoffnung auf Rettung für die Artenvielfalt in der EU gibt. Das bisherige Schweigen der Regierungen gerade zum dramatischen Insektensterben ist ohrenbetäubend. Zusammen mit über 130 Organisationen aus ganz Europa fordert der NABU daher heute bei einer Aktion in Brüssel „mehr Geld für die Natur im EU-Haushalt“.

Neue Zahlen zum Finanzdefizit im deutschen Naturschutz

Aber worum geht es genau? Liegt es wirklich am fehlenden Geld, dass Insekten sterben und Vögel verschwinden? Können wir mit EU-Geld die Natur retten? Sicher nicht alleine – wir brauchen starke Gesetze, die zum Beispiel den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und die Düngung regulieren. Wichtig ist auch ein gut vernetztes System von europäischen Schutzgebieten und die Unterbindung von illegalen Aktivitäten – von der Tötung geschützter Arten bis zu verbotener Abholzung oder Grünlandumbruch. Und natürlich liegt es auch stark am Konsumverhalten von uns allen. Dass Erdbeeren im Winter oder Billigfleisch sowohl Klima als auch Artenvielfalt schaden – ist klar.

Dennoch: Geld ist zwar nicht alles, doch ohne Geld ist alles nichts – zumindest im europäischen Naturschutz. Das beste Schutzgebietsnetz – und die EU hat mit Natura 2000 zumindest das größte – der Welt nützt kaum, wenn die Flächen nicht erhalten und gepflegt werden können. Hierfür braucht es Geld – insbesondere für Landwirte, Waldbesitzer, Schäfer aber auch alle anderen, die sich im Dienste der Gesellschaft um Arten und ihre Lebensräume kümmern…Euractiv
Deutschlands Natur

Waldemar Mandzel
www.w-t-w.org/en/waldemar-mandzel

 

Geldwäsche Paradies Deutschland dank mangelnder Kontrolle

Diktatoren, Kriminelle, Konzerne, Super- und Ultrareiche – sie alle lieben Steueroasen. Schätzungsweise 130 Milliarden Euro gehen den Staaten jedes Jahr verloren, weil Geld auf Schwarzgeldkonten verschwindet oder in komplizierten Geflechten aus Briefkastenfirmen versteckt wird. Der Investigativ-Journalist Frederik Obermaier und der Steueranalyst Markus Meinzer erklären, wie das System funktioniert und warum die Staaten so wenig gegen den organisierten Steuerbetrug unternehmen.

Die Gäste im Planet Wissen-Studio mit den Moderatoren Birgit Klaus und Dennis Wilms.
Steueroasen-Betrug mit Ansage

Organisierte Kriminalität – Was geht das Frauen an?