Lombard Risiken und Nebenwirkungen

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Ein Lombard-Kredit ist ein Finanzprodukt. Finanzprodukte bergen oft schwer erkennbare Risiken. Für Risiken und Nebenwirkungen …. schauen Sie unser Video.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
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Notenbanken im Visier von Hackern

Das ist ein weltweites Problem. Bei einer der grössten virtuellen Attacken aller Zeiten hatten im Februar dieses Jahres Cyberkriminelle die Sicherheitssysteme der Notenbank von Bangladesh geknackt. Sie erbeuteten 81 Mio. $, die auf Konten in den Philippinen und von dort aus weitergeleitet wurden. Der Grossteil des Betrages wird immer noch vermisst. Internationale Hackergruppen wie Anonymous kündeten daraufhin weitere Angriffe auf Zentralbanken an. Der Fall Bangladesh wirft die Frage auf, wo und wie genau derartige Angriffe passieren.

Notenbanken sind wegen der riesigen Geldmengen, die sie täglich weltweit verschieben, ein attraktives Ziel. Nun hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die Zentralbank der Notenbanken, eine Spezialeinheit für den Kampf gegen Hackerattacken gegründet.

Im Fall Banglades ist die hauseigene Software geknackt worden, welche die Zentralbank an das führende internationale Interbanken-Netzwerk Swift anbindet.  Swift überträgt auf ihrem System Swiftnet die internationalen Informationen zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Weltweit wickeln 11 000 Finanzinstitute ihre Geschäfte über Swift ab, genauso die meisten internationalen Zahlungsausgleiche. Bei Swift werden jährlich rund 2,5 Mrd. Zahlungsaufträge aufgegeben, täglich arbeitet das Netzwerk mit Milliarden von Dollars.
Möglich ist zudem die Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter, einem Insider, durch den er Zugriff auf dessen Computer erhält. Oftmals aber startet ein Angriff mit einer einfachen Internetsuche nach «Swift» oder dem Namen der anvisierten Organisation. Ziel ist es, zum Namen und damit zur E-Mail-Adresse eines Mitarbeiters zu gelangen. Dieser muss selber wohlgemerkt keinen Zugang zu Swift haben, er muss einzig über einen Firmencomputer verfügen.

Hacken umfasst das Aufspüren und Ausnutzen von Sicherheitslücken in der Software oder im Betriebssystem eines Computers. Eine solche Lücke finde sich fast in jeder Software und jedem Betriebssystem, sagt «White Hat»-Hacker Ulrich Fleck. Bereits eine einzige Software bestehe aus zig Millionen Codes, jeder einzelne könne eine Lücke enthalten. Für Sicherheitslücken gibt es einen Schwarzmarkt. Kriminelle Hacker bieten diese zum Kauf an. Käufer sind gemäss Fleck das organisierte Verbrechen, aber auch staatlich gesponserte Gruppen oder Nachrichtendienste. cyber risk in banking sector

Zum Schutz von Notenbanken soll nun eine Spezialeinheit ein Regelwerk gegen Cyber-Angriffe erarbeiten. Nach diesem Cyber-Angriff auf die Notenbank von Bangladesch hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) eine Spezialeinheit ins Leben gerufen, die ein einheitliches Regelwerk zum Schutz vor Hacker-Angriffen erarbeiten soll.
Hacker Man

Mafia das grosse Geschäft mit Drogen

Internet Dealer. Das sogenannte Darknet gewinnt als Drogenumschlagplatz an Bedeutung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Europabüros des amerikanischen Think-Tanks Rand Corporation. Gemäss den Kalkulationen beläuft sich der globale Umsatz von online vertriebenen illegalen Drogen auf bis zu 18,5 Millionen Euro pro Monat. Das kommt gegenüber 2013 einer Verdreifachung gleich, ist aber im Vergleich zum Offline-Markt noch bescheiden. Der Drogenkauf über das Darknet erinnert an Plattformen wie Amazon: Die bestellte Ware wird dem Kunden in einem Paket per Post zugestellt. Allerdings ist für die Bestellung zur Wahrung der Anonymität eine Verschlüsselungs-Software nötig, bezahlt wird mit der Digitalwährung Bitcoin. Laut dem Studienautor Stijn Hoorens hat Cannabis im Darknet global gesehen mit 37 Prozent den grössten Marktanteil aller Drogen. Die Niederlande weisen im Ländervergleich die höchsten Pro-Kopf-Einkünfte aus dem Online-Drogenverkauf auf. Besonders beliebt sind psychedelische Drogen wie Ecstasy oder MDMA, die in niederländischen Labors produziert werden. Auf den ersten Blick überrascht indes, dass relativ wenig Cannabis direkt aus den Niederlanden über das Darknet verkauft wird. Hoorens weist darauf hin, dass es schwieriger sei, das voluminöse und stark riechende Cannabis unauffällig per Post zu verschicken, zumal Pakete aus den Niederlanden für die Zollbehörden vieler Länder prinzipiell verdächtig seien. Hoorens berichtet aber von Fällen, in denen niederländisches Cannabis im Darknet bestellt, per Kurier nach Deutschland gebracht und von dort per Post verschickt worden sei, um das Risiko zu minimieren, dass das Paket abgefangen werde. Die Rolle des „Dark Net“ im Handel mit illegalen Drogen/ EN
Cannabis-Politik in den NiederlandenWo in Europa am meisten gekifft wird

Flashcrash des britischen Pfundes

FlashcrashDas britische Pfund ist plötzlich von
1,26 au1,18 Dollar gestürzt – der tiefste
Stand seit 31 Jahren. Die Währung erholte sich im Anschluss jedoch wieder. Experten nennen das „Flashcrash“.

Über den Auslöser wird noch spekuliert. Die britische Währung steht unter Druck: Kauforder für das Pfund gehen angesichts der Sorge über die Auswirkungen des Brexit spürbar zurück.

Dicke Finger
Die japanische Wirtschaftszeitung «Nikkei» zitierte einen Händler mit den Worten, da habe wohl jemand mit einem «dicken Finger» = „Fat-Finger-Trade“ auf seiner Computertastatur versehentlich eine grössere Verkaufsanweisung eingetippt als beabsichtigt.

Es kursierten daneben aber auch Spekulationen, wonach Chinesen angesichts der Schwäche des Pfunds die Währung abgestossen und dafür Dollar gekauft hätten. Andere wiederum machten für den Absturz fehlgesteuerte Computer-Algorithmen verantwortlich.
Grossbritannien nach der Brexit-Entscheidung. Was auch immer der Auslöser gewesen sein mag: Kauforder für das Pfund gehen angesichts der Sorge über die Auswirkungen des Brexit spürbar zurück. Was auch immer der Auslöser gewesen sein mag: Kauforder für das Pfund gehen angesichts der Sorge über die Auswirkungen des Brexit spürbar zurück.

Diese Spekulationen wurden durch eine Rede der britischen Premierministerin Theresa May ausgelöst, in der sie einen harten Kurs bei der Einwanderungspolitik signalisierte.

Angesichts solcher Töne fürchten die Finanzmärkte nicht mehr nur um den Zugang Großbritanniens zum EU-Binnenmarkt. Es gehe vielmehr um den grundsätzlichen wirtschaftspolitischen Kurs der britischen Regierung. Das Land könnte sich abschotten und von seiner traditionell liberalen Wirtschaftspolitik verabschieden. All dies sei schädlich für den Status des Pfund. Die Währung werde unter Druck bleiben.

Theresa May wendet sich an die politische Mitte

 

Höchststand bei den weltweiten Schulden

Die weltweiten Schulden haben nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds IWF einen neuen Höchststand von 152 Billionen Dollar (135,5 Billionen Euro) erreicht.

Dieser Wert vom vergangenen Jahr habe 225 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung entsprochen, hieß es im Bericht. Im Jahr 2002 habe er noch bei 200 Prozent gelegen. Etwa zwei Drittel der Summe des vergangenen Jahres sei im privaten Sektor angehäuft worden. In den Betrag nicht eingerechnet sind Banken und Versicherungen. International Monetary Fund: Debt Use It Wisely

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Dr. Jan Tomaschoff
www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

«Steueroptimierung» à la Trump

Multimilliardär ohne Einkommen
Der republikanische Präsidentschaftskandidat hat trotz rasanter Vermögenszunahme offenbar seit Jahren keine Einkommenssteuern gezahlt. Könnte Donald Trump trotzdem Präsident werden?
NYtimes
Trump Taxes
Seit Richard Nixon im Weißen Haus residierte, gehört es zu den ungeschriebenen Gesetzen amerikanischer Wahlkämpfe, die Zahlen freizugeben. Dass Trump es bisher nicht tat, begründete er mit einer laufenden Steuerprüfung, die ihn leider daran hindere, auch wenn ihm die Steuerbehörde sanft widersprach. Der wahre Grund ist ein anderer: Wie die „New York Times“ in ihrer Sonntagsausgabe vorgerechnet hat, könnte der Immobilientycoon 18 Jahre lang nicht einen Cent an Einkommensteuern gezahlt haben.

Zurückzuführen ist es auf eine Pleitenserie, die ihn Anfang der neunziger Jahre am Rande des finanziellen Ruins wandeln ließ. Als seine drei luxuriösen, überdimensionierten Spielcasinos in Atlantic City nicht die Einnahmen erzielten, die er sich erhofft hatte, stand der hochverschuldete Unternehmer kurz vor dem Bankrott. Eine Fluglinie, spezialisiert auf die vergleichsweise kurzen Strecken zwischen den Metropolen der Ostküste, erwies sich als Flop. In Manhattan erlitt er Schiffbruch mit dem Plaza Hotel, einem architektonischen Juwel, bei dessen Kauf er sich übernommen hatte. Kurzum, 1995 machte Trump einen Verlust von 916 Millionen Dollar geltend.

Trump hat persönlich enorm profitiert von seinem wirtschaftlichen Zerstörungswerk“
Mit damals legalen Abschreibungsmöglichkeiten dürfte er sein zu versteuerndes Einkommen um rund 50 Millionen Dollar pro Jahr heruntergerechnet haben, vermuten Steuerexperten, die das Zahlenwerk im Auftrag der „New York Times“ analysierten. Und zwar für die drei Jahre vor und die 15 Jahre nach dem angegebenen Verlust. „Er hat persönlich enorm profitiert von seinem wirtschaftlichen Zerstörungswerk“, zitiert die Zeitung einen der von ihr befragten Experten, Joel Rosenfeld, einen auf Immobilien spezialisierten Professor der New York University.

Donald Trump hat nach eigenen Worten die US-Steuergesetze „auf brillante Art“ ausgenutzt. „Als Geschäftsmann und Immobilienentwickler habe ich die Steuergesetze auf legale Weise zu meinem eigenen Nutzen und zum Nutzen meiner Firma, meiner Investoren und meiner Angestellten genutzt“, so der republikanische Präsidentschaftskandidat.
Steuer Unternehmer

Steuer

Credit Suisse Millionenbusse wegen Dark Pools

Im Streit um hauseigene Handelsplattformen, sogenannte «Dark Pools»*, hat die Credit Suisse eine Einigung erzielt. Die Grossbank zahlt 84 Millionen Dollar und entgeht einer Anklage.

Es besteht der Vorwurf, in früheren Jahren die eigenen Leitlinien zur Neugelddarstellung im Private Banking nur bedingt eingehalten zu haben. Durch die Mängel seien die von der Credit Suisse gemachten Angaben zum Nettoneugeld «wesentlich irreführend» gewesen, teilte die Securities and Exchange Commission (SEC) am Mittwochabend mit.

Dark Pools sind ausserbörsliche Handelsplätze, an denen Investoren unbemerkt vom Rest der Anleger grosse Aktienpakete kaufen oder verkaufen können. Der Dark Pool der CS mit dem Namen Crossfinder ist gemäss den US-Behörden vermutlich der grösste in den USA sowie der zweitgrösste weltweit.

Verstösse gegen gesetzliche Vorschriften
Neben Crossfinder betreibt die Grossbank auch den kleineren Handelsplatz Light Pool, der gleichzeitig als Kommunikationsnetzwerk dient. Die US-Behörden stellten bei beiden Handelsplätzen Verstösse gegen gesetzliche Vorschriften fest. Die beiden sogenannten Alternativen Handelssysteme der CS hätten nicht so funktioniert wie beworben und zahlreiche regulatorische Vorgaben über Jahre hinweg verletzt, teilten die US-Behörden am Sonntag mit.

Die SEC und das New Yorker Justizministerium werfen der Credit Suisse vor, gewisse Händler zum Nachteil anderer Teilnehmer bevorzugt und weder den Preis für Tauschaktionen noch die Betriebsregeln für ihre Handelsplattform offengelegt zu haben. Dafür zahlt die Credit Suisse je 30 Millionen Dollar an die SEC und die New Yorker Justiz. Zudem muss die Bank 24,3 Millionen Dollar Gewinne an die SEC herausgeben, die aus Gebühren für die Ausführung illegaler Handelsaufträge stammen.

Richtlinien überarbeitet
Im Rahmen des Vergleichs räumt das Geldhaus die Vorwürfe weder ein noch weist es sie zurück. Eine CS-Sprecherin erklärte, die Bank sei zufrieden, diese Angelegenheiten mit der SEC und dem New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman abgeschlossen zu haben. Für eine Strafzahlung wegen den Dark Pools hatte die Credit Suisse nach eigenen Angaben Rückstellungen getätigt.

Um künftig weitere Bussen für Crossfinder zu vermeiden, habe die Credit Suisse schon vor der Einigung mit den US-Behörden eine Reihe von Schritten unternommen, sagte eine Sprecherin. Unter anderem lege die Bank nun mehr Details zum Betrieb der Handelsplattform offen. Weiter seien die Vertraulichkeitsrichtlinien verbessert und die Vorgaben für die Abwicklung der Aufträge überarbeitet worden, sagte sie.

Höchste Strafen bislang
Neben der Credit Suisse Securities (USA) verdonnerten die US-Behörden auch die US-Filiale der britischen Bank Barclays zu einer Strafe. Im Gegensatz zur CS gibt Barclays im Rahmen der Vereinbarung zu, gegen Gesetze verstossen zu haben und akzeptiert einen unabhängigen Aufseher. Dieser soll einen ordnungsgemässen Ablauf bei der Plattform Barclays LX sicherstellen. Barclays zahlt insgesamt 70 Millionen Dollar.

Die Zahlungen der beiden Grossbanken seien «die höchsten Strafen», die bislang im Zusammenhang mit anonymen Handelsplattformen ausgesprochen wurden», heisst es in der Mitteilung der US-Behörden.

Weitere Untersuchungen
«Bei diesen Angelegenheiten handelt es sich um die jüngsten Vorgehen in einer Serie repressiver Massnahmen gegen Dark Pools und andere alternative Gebührensysteme», wird die SEC-Vorsitzende Mary Jo White zitiert. Ihre Institution werde nicht aufhören, diese undurchsichtigen Handelsplattformen zu durchleuchten «um Investoren besser zu schützen».

Eigentlich sind Dark Pools dafür gedacht, dass Investoren unter Umgehung des öffentlichen Marktes Aktien in grossem Stil handeln und dabei einen besseren Preis erzielen, weil ihre Absichten im Dunkeln bleiben. Die Plattformen sind aber seit der Veröffentlichung des Buches «Flash Boys» in Verruf gekommen. Der Finanzjournalist Michael Lewis beklagt darin, dass der Aktienmarkt zugunsten von Hochfrequenzhändlern manipuliert wird.

Die US-Aufsichtsbehörden haben mehrere Ermittlungen zu Transparenz und möglicher Bevorzugung von Hochfrequenzhändler lanciert. hochfrequenzhandelLetztere nutzen automatisierte Systeme, um Aktien unmittelbar zu handeln, während andere Marktteilnehmer noch keinen Zugang haben.

Im Januar hatte bereits die UBS im Rahmen eines Vergleichs in den USA in eine Zahlung von 14,4 Millionen Dollar eingewilligt. Die Tochter der Grossbank, UBS Securities LLC, habe Hochfrequenzhändler bevorzugt. Gemäss Statistiken der US-Finanzmarkt-Regulierungsbehörde betreibt die UBS gemessen an den Transaktionen den drittgrössten Dark Pool.
Hochfrequenzhandel

*Als Dark Pool (auch Dark pool of liquidity) wird eine bank- und börseninterne Handelsplattform für den anonymen Handel mit Finanzprodukten bezeichnet, der außerhalb des offenen Wertpapierhandels der Börsen abgeschlossen wird. Zu den Dark Pools gehören Bereiche wie Forex (Kassa oder Spot-Währungshandel), CFD (Contract for Difference) und OTC (Over the counter). Dark Pools unterliegen nicht den Regeln und der Aufsicht der europäischen Börsen. Das zentrale Merkmal der Dark Pools ist die fehlende Transparenz.

Iran: Ist die Realität eine Schnecke?

Die Wirtschaft beklagt zähe Verhandlungen mit Iran. Deutsche Unternehmen wollen gern mit iranischen Partnern ins Geschäft kommen. Die Hürden dafür sind aber vielen zu hoch. So setzen Sie auf Gabriels Besuch im Land.

Die Volkwirtschaft des Iran erlebt nach Aufhebung der internationalen Wirtschaftssanktionen einen Aufschwung. Die wirtschaftlichen Bedingungen im Iran „verbessern sich deutlich“, heißt es in einem Bericht des Internationalen Währungsfonds, der am Montag in Washington veröffentlicht wurde. Die Behörden würden nötige Reformen verantreiben, um das Wachstum zu stützen, heißt es in dem Bericht. Iran

Jetzt stell sich die Frage, wie es um die Rechtssicherheit für deutsche Investoren stehe?

Die Revolutionsgarden und große Stiftungen beherrschten große Teile der Wirtschaft. Geschäfte mit ihnen kämen nicht dem Staatshaushalt, „sondern parallelen Machtstrukturen zugute“. Demnach würde eine wirtschaftliche Öffnung auch nicht zwangsläufig den politischen Wandel zum Besseren bedeuten, sondern mitunter sogar Rückschritte. Nouripour fordert vom Iran eine Wirtschaftspolitik, die den Menschen und nicht den inoffiziellen Machtstrukturen zugute komme.

In der Vergangenheit hatte die deutsche Wirtschaft eine gute Beziehung zum Iran. In den 1970er Jahren war der Iran laut DIHK der zweitwichtigste deutsche Exportmarkt außerhalb Europas und lag damit nur hinter den USA. Vor den Sanktionen – im Jahr 2005 – hat Deutschland Waren im Wert von 4,4 Milliarden Euro exportiert. Die internationalen Sanktionen haben sie um zwei Drittel reduziert.

Kostas Koufogiorgos www.koufogiorgos.de

Kostas Koufogiorgos
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Weltwirtschaft und Finanzmärkte

Acht Jahre nach dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers und der folgenden globalen Rezession ist die Politik der wichtigsten Notenbanken noch immer im Krisenmodus. Es drohen erneut Bankenzusammenbrüche oder umfassende Rettungsmassnahmen. Viele Industrieländer haben noch nicht den Weg zurück zur konjunkturellen Normalität gefunden. Gleichzeitig herrscht an den globalen Finanzmärkten die Furcht vor einem Anstieg der Zinsen – weniger vor höheren kurzfristigen Notenbankzinsen als vor einem Schub bei den längerfristigen Kapitalmarktzinsen.
Weltwirtschaft und Finanzmaerkte gestoppte kreative Zerstoerung

Nel Ioan Cozacu www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu www.nelcartoons.de

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