Bafin schließt deutsche Maple Bank

Die Finanzaufsicht Bafin hat mit sofortiger Wirkung die Schließung der Maple Bank in Frankfurt.  Die Tochter der kanadischen Maple Financial Group war im vergangenen Herbst ins Visier von Ermittlern geraten. Hintergrund sind umstrittene Cum-Ex-Geschäfte und daraus erzielte Steuervorteile.

Hintergrund für die jetzige Entscheidung der Bafin sei eine drohende Überschuldung nach einer zu bildenden Steuerrückstellung, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht am Sonntag in Bonn mit. Die Maple Bank müsse ihren Zahlungsverkehr einstellen und werde für den Kundenverkehr geschlossen.
Keine Bedrohung für die Finanzstabilität

So sollten Vermögenswerte gesichert werden. Ein Bafin-Sprecher betonte ausdrücklich, es gebe keine Bedrohung für die Finanzstabilität. Zu einem möglichen Zusammenhang mit den Cum-Ex-Geschäften wollte er sich nicht äußern.

Das Institut ist laut Bafin ein Nischenanbieter im Investmentbanking mit einer vergleichsweise kleinen Bilanzsumme von 5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Bilanzsumme der Deutschen Bank – die das Geschäftsvolumen widerspiegelt – liegt bei etwa 1600 Milliarden Euro.

Steuerhinterziehung im dreistelligen Millionenbereich?  Unter den Verdächtigen sollen namhafte Institute im In- und Ausland sein. Namen werden wegen des Steuergeheimnisses nicht genannt…
Bafin schließt deutsche Maple Bank

Markus Grolik www.w-t-w.org/en/markus-grolik/

Markus Grolik
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Luxusmetall zum Schnäppchenpreis

Rhodium wird oft als das edelste der Edelmetalle bezeichnet. Rhodium
Doch nach einem rasanten Preisverfall rangiert es derzeit nur noch an dritter Stelle hinter Gold und Platin.

Zehnmal so teuer wie Gold
Lange Zeit hatte Rhodium den Ruf, das teuerste Edelmetall der Welt zu sein. 2008 mussten für eine Feinunze oder 31 Gramm mehr als 10 000 $ gezahlt werden, zehnmal so viel wie für die gleiche Menge Gold damals. Doch von solchen Rekordpreisen können Händler derzeit nur träumen. Kein anderes Edelmetall wurde im allgemeinen Niedergang der Rohstoffpreise im vergangenen Jahr mehr gebeutelt als Rhodium. Es wird benötigt im Einbau von Abgaskatalysatoren. In der Vergangenheit haben denn auch vor allem die verschärften Abgasbestimmungen in vielen Ländern auf der Welt die Nachfrage getrieben. Gleichzeitig handelt es sich um eine Rarität in der Erdkruste…
Luxusmetall zum Schnaeppchenpreis
Rhodium and Ruthenium

Was sind eigentlich Coco-Bonds?

Riskante Wandelanleihen.  Starker Rückgang bei Coco-Bond*-Emissionen
Die Credit Suisse war in den vergangenen Jahren grösster Emittent von Coco-Bonds. Generell dominieren europäische und asiatische Banken diesen Markt.
Anne-Barbara Luft berichtet: Anlegern von Banken wie der CS, haben schlaflose Nächte wegen Coco-Bonds.

Das Emissionsvolumen von Contingent Convertible Bonds, sogenannten Cocos, ist im vergangenen Jahr um 42% auf 101 Mrd. $ geschrumpft. Der deutlichste Rückgang war bei chinesischen Banken zu beobachten, wie aus dem «Coco Monitor» der Rating-Firma Moody’s für 2015 hervorgeht. Chinas Banken nahmen im vergangenen Jahr nur gut einen Drittel des Geldes mit Coco-Bonds auf wie im Jahr davor.

Grösster Emittent von Coco-Bonds war in den vergangenen Jahren die Credit Suisse, die zwischen den Jahren 2009 und 2015 Pflichtwandler mit einem Volumen von 19,3 Mrd. $ placiert hatte. Auch die UBS ist unter den grössten Emittenten am Coco-Bond-Markt auf Platz drei zu finden. Die Bank hat in demselben Zeitraum mit Cocos 18,5 Mrd. $ am Kapitalmarkt aufgenommen. Der Markt ist nach wie vor sehr konzentriert. Die zehn grössten Emittenten am Coco-Bond-Markt sind für 37% des Emissionsvolumens seit dem Jahr 2009 verantwortlich.

Cocos sind eine Sonderform von Wandelanleihen. Sobald die Eigenkapitaldecke der emittierenden Bank einen kritischen Wert unterschreitet, kann der Emittent die Zinszahlungen aussetzen und – was noch schlimmer ist – die Obligationen in Aktien wandeln. Dadurch soll das Kernkapital der jeweiligen Bank gestärkt werden.
Starker Rueckgang bei Coco-Bond-Emissionen
Coco-Bonds
CoCo-Bonds: Risiken für Privatanleger/ Bafin
*Contingent Convertible Bonds (kurz: Coco- oder CoCo-Bonds) sind langfristige, nachrangige Schuldverschreibungen mit meist festem Coupon, die bei Eintreten von vorher festgelegten Wandlungskriterien automatisch von Fremd- in Eigenkapital gewandelt werden.

Was ist mein Unternehmen wert?

Den Wert eines Unternehmens zu bestimmen, ist eine äußerst komplexe Aufgabe. Der Bundesgerichtshof legt nun fest, welche Bewertungsstandards dabei zu beachten sind.

Unter bestimmten Bedingungen kann ein Mehrheitsaktionär die Minderheitsaktionäre aus einer Aktiengesellschaft zwangsweise ausschließen bzw. „herausquetschen“ (squeeze-out) und die Aktiengesellschaft so vollständig übernehmen. Den Minderheitsaktionären steht in diesem Fall eine angemessene Abfindung zu.

Über die Höhe dieser Abfindung bestehen zwischen den Parteien fast immer unterschiedliche Auffassungen. In einem Spruchverfahren, das nicht selten länger als ein Jahrzehnt dauert, hat dann ein Gericht über die Höhe der Abfindung zu entscheiden. Zu klären ist dabei primär die Frage, welcher Wert dem Unternehmen zu einem bestimmten Bewertungsstichtag beizumessen war. Denn der ermittelte Unternehmenswert bestimmt die Höhe der Abfindung.

Drei Fassungen des relevanten Bewertungsstandards

Unternehmensbewertungen werden in Deutschland in der Regel nach den Vorgaben des Standards (S) 1 „Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen“ des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) durchgeführt….
Welchen Wert hat (m)ein Unternehmen
Mitarbeiter sind Gold wert

BIP Was ist das

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Wertschöpfung einer Volkswirtschaft. Das heutige Video erläutert das in der Öffentlichkeit und den Medien oft verwendete Konzept…
Wirtschaft waechst wieder
Videos Kategorie Finanzkompetenz

Progressiv mit Geld von der Wall Street

TV-Duell unter Demokraten.
Bernie Sanders wirft Hillary Clinton in einer Debatte vor, sie sei keine Progressive. Clinton beschuldigt ihren Rivalen um die Präsidentschaftskandidatur, eine Schmutzkampagne zu führen.

Beat Ammann berichtet: Hillary Clinton und Bernie Sanders, die beiden verbliebenen demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten beharkten sich am Donnerstagabend während der TV-Debatte in Durham, New Hampshire.
Nur einen Tag nach einer Fragestunde beim Fernsehsender CNN haben Hillary Clinton und Bernie Sanders sich beim Kabelkanal MSNBC ein neues rhetorisches Duell geliefert. Es war die fünfte Debatte demokratischer Präsidentschaftskandidaten, und da Martin O’Malley nach seiner Schlappe in Iowa das Handtuch geworfen hat, sind nur noch Clinton und Sanders im Rennen. Am nächsten Dienstag sind in New Hampshire Vorwahlen fällig.

Sozialist, aber nicht radikal
Wie schon oft, haben Sanders und Clinton einander zu Beginn der Auseinandersetzung ihren gegenseitigen Respekt versichert. Doch es dauerte nicht lange, ehe die Debatte für einmal hitzig wurde. Zur Frage stand erneut, ob Hillary Clinton eine Progressive sei oder nicht. Sanders fällt gewiss in diese Kategorie, da er sich als «demokratischen Sozialisten» bezeichnet…
Progressiv mit Geld von der Wall Street
Wall Steet Reform

Credit Suisse mit einem Milliardenverlust

Jahresbilanz 2015: Credit Suisse macht Milliardenverlust. Der radikale Umbaukurs des neues Chefs hinterlässt Spuren: Erstmals seit sieben Jahren schreibt Credit Suisse rote Zahlen. 2015 verbuchte die Schweizer Bank einen Verlust von 2,9 Milliarden Franken…

Die Vergangenheit hat die Credit Suisse (CS) eingeholt. Die Führungsmannschaft um Brady Dougan hat über Jahre hinweg Altlasten vor sich hergeschoben, fällige Fitnesskuren auf später vertagt und Investitionen vernachlässigt – nur, so muss man annehmen, um unter dem Strich möglichst lange möglichst schöne Ergebnisse ausweisen zu können und dafür auch fürstlich entlöhnt zu werden. All die zugeteilten und ausgeschütteten Bonusmillionen hinterlassen angesichts der zutage geförderten Probleme und Wertberichtigungen ein ungutes Gefühl. Ein Verlust von 5,8 Milliarden Franken im vierten Quartal und ein Minus von 2,9 Milliarden im Gesamtjahr 2015 wecken Erinnerungen an vergangen geglaubte Krisenjahre…
Eine leise Katastrophe
ToBigto

Bargeld-Limit gegen Geldwäsche?

Um Geldwäsche in der EU zu bekämpfen, diskutieren die Mitgliedsstaaten über eine Obergrenze für Barzahlungen. Nach deutschen Vorstellungen soll sie europaweit bei 5000 Euro liegen. Ziehen die anderen Staaten nicht mit, plant die Bundesregierung einen Alleingang.

Im Auftrag des Bundesministerium der Finanzen wurden 2014 der Umfang der Geldwäsche im Nicht-Finanzsektor in Deutschland und die Geldwäscherisiken in einzelnen Wirtschaftssektoren untersucht. Dazu wurden zum einen 73 Interviews mit Experten aus Wissenschaft, Polizei und Justiz sowie Vertretern von Berufs- und Wirtschaftsverbänden und zum anderen eine repräsentative Befragung von 1.002 Verpflichteten primär aus dem Nicht-Finanzsektor durchgeführt. Einbezogen wurden rechtsberatende und vermögensverwaltende Berufe, Versicherungsvermittler/-makler, Immobilienmakler und Güterhändler. Die Gruppe der Güterhändler umfasste Kraftfahrzeughändler, Händler mit Gold/Silber, Perlen/Schmuck, Händler mit Kunst, Antiquitäten sowie Boots- und Yachthändler…
Was soll das Bargeld-Limit von 5000 Euro
Prävention von Kapitalmarktdelikten und Risiken der Geldwäsche
Geldwaesche Deutschland Studie
Geldwaeschering

Einer der schillerndsten Wirtschaftsführer Chinas

Die verrückte Karriere des kommunistischen Kapitalisten Jianxin Ritter Ren kauft Syngenta
Der Chef von ChemChina hat mit einer Kleiderreinigung angefangen. Und in der Kommunistischen Partei Karriere gemacht. Der Vater einer Tochter ist sogar Ritter der Ehrenlegion Frankreichs.

Patrik Berger berichtet: Ren Jianxin, einer der schillerndsten Wirtschaftsführer Chinas. So ein Karriere ist heute nur im aufstrebenden China möglich: Ren Jianxin (58), Chef von der staatlichen ChemChina, hat in den Achtzigern eine kleine Kleiderreinigung gegründet. Obwohl er gar kein Geld hatte. Das Startkapital von 1500 Franken musste er sich pumpen.

Heute hat Jianxin allein bei ChemChina 140’000 Angestellte unter sich. Und macht über 45 Milliarden Franken Umsatz. Er ist einer der reichsten und einflussreichsten Chinesen. Kurz: Die von ihm geführte ChemChina hat sich zum Vorzeigebetrieb von Pekings Polit-Elite gemausert. Dabei war Jianxin als Jungspund noch überzeugtes Mitglied bei der Kommunistischen Partei. Und machte auch dort schnell Karriere. Seinen Posten im Parteikader gab er aber auf. Zu verlockend war die Aussicht auf die grosse Wirtschaftskarriere.

100 staatliche Firmen gekauft
Seine chemische Reinigung lief so gut, dass er in rascher Folge rund 100 staatliche Chemiefirmen aufkaufte, die vor der Pleite standen – ChemChina war geboren. Bei diesen Übernahmen kamen Jianxin die bis heute ausgezeichneten Kontakte bis in die höchsten Gremien der Kommunistischen Partei zugute…
Ren Jianxin
Syngenta

Die reichsten Frauen der Weltgeschichte

Eine chinesische Kaiserin soll einst ein Fünftel des weltweiten Reichtums besessen haben. Kaiserin Wu: Die chinesische Herrscherin war die reichste Frau aller Zeiten.

Im vergangenen Jahr erstellte das amerikanische „Time“-Magazin eine Liste der reichsten Menschen aller Zeiten. Das Ranking war aufwendig recherchiert, denn die Redaktion hatte versucht, eine echte Vergleichbarkeit über die Epochen, Kulturen und Wirtschaftsräume hinweg herzustellen. Ein Makel ließ sich dabei aber nicht vermeiden: Am Ende entstand eine Top-Ten-Auflistung, auf der sich ausschließlich Männer befinden.

Christoph Rottwilm berichtet: Die Gründe dafür sind vielfältig. Und sie haben kaum etwas damit zu tun, dass Frauen etwa von Natur aus weniger in der Lage wären, zu Reichtum zu gelangen, als Männer.

Tatsächlich wird es dem weiblichen Geschlecht vielmehr in den meisten Ländern und Kulturen seit Jahrhunderten systematisch erschwert, sich beruflich zu entfalten und etwaigen Erfolg auch in Vermögensaufbau umzumünzen. Entsprechende Gesetze oder gesellschaftliche Gepflogenheiten zum Vorteil des „starken Geschlechts“ gibt es vielerorts noch heute in großer Zahl.
Die reichsten Frauen der Weltgeschichte
Klatten bis Kleopatra: Die reichsten Frauen der Weltgeschichte/ Spiegel Bildstrecke
Kaiserin Wu: Die chinesische Herrscherin war die reichste Frau aller Zeiten

Wu Zetian ( 624-705), Empress Regnant of the Zhou Dynasty (690-705).