Finanzmarktwächter: Verschenkte Millionen?
Der Verbraucherschutz bekommt immer mehr Geld. Vor allem, um Finanzmarktwächter ins Leben zu rufen, die Geldanlagen beurteilen sollen. Wozu soll das gut sein?
Die schlechte Nachricht vorweg: Die Deutschen können nicht mit Geld umgehen. Eine dunkle Ahnung davon hatte man ja schon lange, aber nun ist es amtlich: Acht von zehn Haushalten besitzen ein „nicht bedarfsgerechtes Anlageprodukt“, wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) bekanntgab. Zu diesem Schluss kam er nach einer gründlichen Auswertung von mehr als 600 Beratungen aus sechs Verbraucherzentralen in Deutschland.
Nicht bedarfsgerecht bedeutet im Klartext: zu teuer, zu wenig rentabel, zu unflexibel oder schlicht zu riskant, aber trotzdem erlaubt. Das ist natürlich ein bestürzender Wert, deshalb war es gut, dass der VZBV im März auch schon gleich eine Lösung für dieses Problem vorstellte. Diese unglücklichen Kunden brauchen jemanden, der ihnen beiseite steht. Der für sie den Markt beobachtet oder vielmehr: bewacht…
Finanzmarktwaechter Verschenkte Millionen

Dollars? Pech gehabt!
Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen.
Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Anlagen in ausländischer Währung bilden risiko- und ertragsmässig immer ein Paket bestehend einerseits aus der eigentlichen Anlage und andererseits aus der Währung. Die beiden Elemente sind separat zu betrachten und zu managen.

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London eine Stadt des dreckigen Geldes?
Tausende Gebäude in der britischen Hauptstadt sollen nach Einschätzung von Experten mit schmutzigem Geld gekauft worden sein. Auf der Suche nach Hintermännern führt die Spur nach Osten.
Nina Trentmann berichtet: Schon vom Ausgang der U-Bahn-Station aus fällt das Gebäude ins Auge. Baker Street No. 219 ist ein besonderer Bau, die massive Immobilie mit der Sandsteinfassade ist mit einem hohen Turm verziert, er überragt die angrenzenden Hausdächer um ein Vielfaches.
Chido Dunn hat sich das Anwesen schon mehrfach angeschaut. Allerdings nicht nur, weil
sie es architektonisch für gelungen hält, sondern auch, weil sie der Eigentümer des Gebäudes interessiert. Seine Identität hat sie jedoch bis heute nicht hundertprozentig belegen können: „Man hat leider nie alle Informationen zusammen“, seufzt die schmal gebaute junge Frau mit den halblangen blonden Haaren, „diese Geschichten sind schwer zu erzählen“.
Chido Dunn vor der Adresse Baker Street 219: Mehrere tausend Immobilien in London sollen nach Einschätzung von Experten zur Geldwäsche genutzt werden
Foto: Nina Trentmann Chido Dunn vor der Adresse Baker Street 219: Mehrere tausend Immobilien in London sollen nach Einschätzung von Experten zur Geldwäsche genutzt werden
Dunn sieht auf den ersten Blick nicht aus, als würde sie Geldwäscher und Steuerhinterzieher jagen. Sie ist höflich, zurückhaltend, fast ein wenig schüchtern. Aber genau das tut die 31-Jährige, die zuvor als Anwältin für eine internationale Kanzlei arbeitete. Im Auftrag der Organisation Global Witness spürt sie in London Immobilien auf, die mit Geldern aus ungeklärter Herkunft bezahlt wurden…
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Exporte nach China sinken
Erstmals seit 18 Jahren sinken die Exporte nach China. Lange ging es für die deutschen Exporte nach China nur bergauf, doch in diesem Jahr droht der erste Rückgang seit 1997.
Von Januar bis September fielen die Ausfuhren in die Volksrepublik um rund drei Prozent auf knapp 54 Milliarden Euro, wie aus Reuters vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. „Die chinesische Wirtschaftsentwicklung ist schlechter als gedacht“, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Freitag. „Das trifft die deutschen Unternehmen, schließlich ist das einer unserer wichtigsten Handelspartner.“
Seit dem Jahr 2000 haben sich die deutschen Exporte in die nach den Vereinigten Staaten zweitgrößte Volkswirtschaft fast verachtfacht – auf knapp 75 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Selbst während der weltweiten Wirtschaftskrise 2009 legten sie noch um gut neun Prozent zu, im Jahr darauf sogar um 44 Prozent. Eine baldige Rückkehr zu einem kräftigen Wachstum erwarten die deutschen Unternehmen nicht. Einer Umfrage der Auslandshandelskammer AHK zufolge rechnen 30 Prozent der in China tätigen Firmen mit einer schwächeren Konjunktur, nur 17 Prozent gehen von einer Besserung aus.
Emissionsfrei und sparsam auch im gewerblichen Bereich werden Elektro-Autos zunehmend attraktiver. Die Gründe dafür liegen vor allem in den niedrigen Betriebskosten und steuerlichen Subventionen. mehr …
Erstmals seit 18 Jahren sinken die Exporte nach China
Q3_2015_China_Economic
Die einzig wahre Geldpolitik?
Zentralbanken Draghi, Weidmann : Die EZB will die Geldkanone offenbar noch einmal nachladen. Die Bundesbank ist strikt dagegen.
Johannes Pennekamp berichte: Wer die Alte Oper in Frankfurt besucht, der erblickt die in Stein gemeißelten Worte über dem Haupteingang: „Dem Wahren Schoenen Guten“. Auch Mario Draghi und Jens Weidmann werden die Worte nicht entgangen sein, als sie Freitag das prunkvolle Gebäude betraten, um beim European Banking Congress zu sprechen. Und sie mögen dabei an ganz unterschiedliche Dinge gedacht haben – denn worin die wahre, schöne, gute Geldpolitik besteht, darüber streiten die Präsidenten der Europäischen Zentralbank EZB und der Deutschen Bundesbank.
Zentralbanken Draghi
Stop Loss im Prinzip schon
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Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Bei nicht wenigen Anlegern gehören Stop/Loss-Aufträge schon fast zum täglichen Brot quasi als „letzter Sicherungsanker“. Wie zeigen im heutigen Video, dass dies eine trügerische Hoffnung sein kann.
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Börsengang von ABN Amro Bank erlöst 3,3 Mrd. Euro für den Staat
Die Börseneinführung von ABN Amro Group NV hat 3,3 Mrd. Euro erlöst. Der niederländische Staat konnte so einen Teil seiner Gelder, mit der er die Bank in der Finanzkrise gerettet hatte, wieder erlangen.
David de Jong und Ruth David berichten: Die Börseneinführung von ABN Amro Group NV hat 3,3 Mrd. Euro erlöst. Der niederländische Staat konnte so einen Teil seiner Gelder, mit der er die Bank in der Finanzkrise gerettet hatte, wieder hereinholen.
Platziert wurden 188 Millionen Aktien zu je 17,75 Euro. Das entspricht einem Anteil von 20 Prozent und bewertet die gesamte Bank mit 16,7 Mrd. Euro, wie aus einer Mitteilung am Freitag hervorgeht. Die Zeichnungsspanne für die Aktie hatte am oberen Rand bei 20 Euro gelegen. Zu Handelsbeginn in Amsterdam notierten die Titel bei 18,18 Euro.
„Ab heute ist ABN Amro eine börsengelistete Gesellschaft“ schrieb Finanzminister Jeroen Dijsselbloem am Freitag in einem Brief an das niederländische Parlament. Die Bank ist die zweitgrößte in den Niederlanden und konzentriert sich nach einer Restrukturierung auf das Privatkundenkreditgeschäft in ihrem Heimatland. Der Staat hatte für die Rettung der Bank fast 22 Mrd. Euro ausgegeben.
Die Eigenkapitalrendite von ABN Amro lag im dritten Quartal unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 12,7 Prozent. Die Bank hatte im September mitgeteilt, sie habe vor, 2017 50 Prozent ihres Gewinns als Dividende auszuschütten, im Vergleich zu 40 Prozent in diesem Jahr.
Federführend begleitet wurde das IPO von Morgan Stanley, Deutsche Bank AG und ABN Amro, zusammen mit Bank of America Corp., Barclays Plc, Citigroup Inc., JPMorgan Chase & Co., ING Groep NV und Rabobank.
Erreicht die EZB ihrer Inflationsziele?
Die Europäische Zentralbank EZB fürchtet, dass die Teuerungsrate in der Euro-Zone viel länger sehr niedrig bleibt als ursprünglich gedacht. Eine Inflation von knapp unter zwei Prozent wurde seit langem nicht erreicht.
Die Europäische Zentralbank sorgt sich um das Erreichen ihrer Inflationsziele. Auf ihrer jüngsten Zinssitzung diskutierten die Währungshüter die Gefahr, dass die Teuerungsrate in der Euro-Zone viel länger sehr niedrig bleibt als ursprünglich gedacht.
„Solch eine Revision des Inflationsausblicks wurde als potenziell beunruhigend gewertet“, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll der EZB-Zinssitzung auf Malta im Oktober. Die EZB strebt mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an, die sie als optimal für die Wirtschaftsentwicklung betrachtet. Im September waren die Preise im Währungsraum aber um 0,1 Prozent gesunken. Berichtet das Handelsblatt.

Wie Märkte Information verarbeiten
Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen
im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Bei nicht wenigen Anlegern gehören Stop/Loss-Aufträge schon fast zum täglichen Brot quasi als „letzter Sicherungsanker“. Wie zeigen im heutigen Video, dass dies eine trügerische Hoffnung sein kann.
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