Verlust bei asiatischen Währungen

Asien: Währungen stürzen nach Anleihen-Ausverkauf in EU und USA ab

Der Anleihen-Ausverkauf in den USA und in der EU hat am Dienstag zum Absturz der asiatischen Währungen geführt. Die indische Rupie stürzte auf ein Zwei-Jahres-Tief. Die asiatischen Märkte haben mit Kapitalabflüssen, der Erholung der Öl-Preise und mit hohen Schulden zu kämpfen.

DWN berichtet: Die indische Rupie fiel am Dienstag zum Dollar um 1,2 Prozent.
Die asiatischen Währungen sind am Dienstag nach einem Ausverkauf an den amerikanischen und europäischen Anleihen-Märkten eingebrochen. Der Ausverkauf von Staatsanleihen in den USA und in der EU hatte bereits Montag begonnen. Die Anleihenkurse fallen, während die Renditen steigen. Die USA erlebt derzeit die größte Verkaufswelle seit zwei Monaten, berichtet die Financial Times.

Die indische Rupie fiel zum Dollar um 1,2 Prozent auf Rs64.24, was der niedrigste Stand seit 2013 ist. Zudem verlor die indische Währung zum Euro 0,9 Prozent an Wert. Während der thailändische Baht um 0,9 Prozent zum Dollar sank, verlor der malaysische Ringgit zum Dollar 1,2 Prozent an Wert. Der Baht ist im vergangenen Monat um fast sieben Prozent eingebrochen und befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte 2009. Doch auch die Währungen der Schwellenländer wie die Türkei und Südafrika haben im Verlauf des Aprils an Wert verloren.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von NN Investment Partners zeigt, dass die Kapitalabflüsse aus den Schwellenländern von Juni 2014 bis Ende März 2015 die 600-Milliarden-Dollar-Marke überstiegen, was einer höheren Summe an Abflüssen als während der Finanzkrise 2007/08 entspricht.
Aufgrund der hohen Anleihen-Renditen in den USA und in der EU stehen die asiatischen Volkswirtschaften unter Druck, da die Investoren gen Westen abziehen. Doch auch die Erholung der Öl-Preise wirkt sich negativ auf Asien aus. Obwohl Schwellenländer wie Russland oder Brasilien Energieträger exportieren, sind die meisten Volkswirtschaften der Schwellenländer abhängig von Energieträger-Importen.
Die Öl-Preise befanden sich im März noch unter der 45-Dollar-Marke pro Barrel. Am Dienstag betrug der Preis für einen Barrel Brent-Öl 64,99 Dollar. Der Preis für einen Barrel WTI-Öl lag bei 59,37 Dollar.

Erschwerend hinzukommt, dass die Schwellenländer ein hohes Kreditwachstum aufweisen. Die Schulden von Privat-Haushalten, Unternehmen und Staaten werden meistens in Dollar gehalten, da dieser die wichtigste Schuldenwährung der Welt ist. Der US-Ökonom Srinivas Thiruvadanthai bestätigte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Das eigentliche Problem sind die hohen Schulden im Privat-Sektor. Dieses Phänomen finden wir sowohl in den Schwellenländern als auch in der Eurozone“. Der starke Dollar macht eine Schuldenrückzahlung der Schwellenländer immer schwieriger, weil diese wiederum über schwächere Währungen verfügen.
Asian Currency

Deutsche Wachstum halbiert durch schwächere Weltkonjunktur

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich zu Jahresbeginn wegen schwächelnder Exporte mehr als halbiert. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Januar bis März um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in einer ersten Schätzungen mitteilte. Dafür sorgten vor allem der anhaltende Konsum- und Bauboom. Ende 2014 hatte es allerdings noch zu einem Plus von 0,7 Prozent gereicht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dieses Mal mit 0,5 Prozent gerechnet.

Die exportabhängige Wirtschaft litt im ersten Quartal unter der wackligen Weltkonjunktur. Die Ausfuhren stiegen langsamer als die Einfuhren, wie die Statistiker erklärten. Besonders in großen Schwellenländern wie Russland und Brasilien läuft es derzeit nicht rund, aber auch die weltgrößte Volkswirtschaft USA stagnierte zuletzt.

Stütze der deutschen Konjunktur bleibt der Konsum: „Die privaten Haushalte und der Staat erhöhten ihre Konsumausgaben“, so das Statistikamt. Wegen der Rekordbeschäftigung, steigender Löhne und niedriger Inflation sitzt das Geld bei den Verbrauchern locker. Auch die Investitionen legten zu. „Sowohl in Bauten als auch in Ausrüstungen wurde deutlich mehr investiert.“ Der Bauboom wird von den anhaltend niedrigen Zinsen befeuert.
KONJUNKTURELLE BELEBUNG ERWARTET: Experten erwarten in den nächsten Monaten bessere Ergebnisse.
Schwaechelnde Weltkonjunktur halbiert deutsches Wachstum
World Economy

 

Leicht nervöser Markt

Verschuldungskrise

An der griechischen Börse verbuchten seit Jahresbeginn auch die Aktien der Banken Kursverluste zwischen 17% und 55%.
Griechenland sorgt an den Finanzmärkten weiter für eine gewisse Nervosität. Die Renditen griechischer Staatsbonds sind zwar in den vergangenen Monaten im Trend gestiegen, sind aber noch nicht extrem.
cri. Griechenland sorgt an den Finanzmärkten weiterhin für eine gewisse Nervosität. Das Land befindet sich mit einer Verschuldung von 174% des Bruttoinlandprodukts, mit grössten Mühen, den Haushalt auszugleichen, mit einer nach zaghaften Erholungsanzeichen erneut stagnierenden Wirtschaft und mit einer höchst diffusen wirtschafts- und fiskalpolitischen Strategie der «sparunwilligen» Links-Regierung in einer prekären Lage. Weiterhin unberechenbar.
Begrenzt nervöser Markt

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Dr. Jan Tomaschoff
www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Entmachtet das Finanzkapital die Demokratie?

Die schleichende Schwächung rechtsstaatlich legitimierter Justizsysteme engt ihre Räume ein.
Gerfried Sperl berichtet: Der Entschluss der EU-Kommission, die Installierung internationaler, von EU und Mitgliedsstaaten unabhängiger Schiedsgerichte zunächst einmal aus dem Handelsvertrag zwischen EU und USA (TTIP) herauszunehmen, ist ein Etappensieg der europäischen Basisdemokratie gegenüber dem transnationalen Finanzkapital. 1,8 Millionen haben eine Petition unterschrieben.

Österreich gehört zu den stärksten Widerstandsnestern. In einem erstaunlich klaren Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat auch Bundeskanzler Werner Faymann von der Gefahr einer „Aushebelung“ des Rechtsstaats durch „Sondergerichte“ gesprochen, und wenige Tage danach wurde der Vorschlag des deutschen SPD-Chefs Sigmar Gabriel publiziert, für Streitigkeiten einen demokratisch legitimierten „Handelsgerichtshof“ zu errichten.
Das heißt: Selbst in der großen Politik kriegt man langsam kalte Füße.
An den Universitäten wird seit mehreren Jahren von einer „Selbstentmachtung“ der Nationalstaaten gesprochen, weil sie nicht nur – vereinbart – Kompetenzen an Brüssel abtreten, sondern schleichend auch an transnationale Konzerne, die sich private Gerichte und dazu gleich auch Hundertschaften von Anwälten in den Metropolen halten. Der Berliner Wirtschaftshistoriker Jürgen Kucka fasst das so zusammen: „Der demokratische Staat wird vom Finanzkapital in Geiselhaft genommen.“ Für Lösegelder und Rechtskosten kämen dann die Steuerzahler auf.
Wenn das Finanzkapital die Demokratie entmachtet

http://www.f-woessner.de

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Chinas Notenbank senkt abermals Leitzinsen

Mit einer erneuten Zinssenkung will die chinesische Zentralbank der heimischen Wirtschaft unter die Atme greifen.

Matthias Müller berichtet: Chinas Zentralbank hat am Sonntagabend die Leitzinsen gesenkt. Damit will sie die schwächelnde Wirtschaft ankurbeln und das reale Zinsniveau senken. Die People’s Bank of China (PBoC) hat als Reaktion auf das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum zum dritten Mal innerhalb von einem halben Jahr die Leitzinsen für die Kreditvergabe und Spareinlagen gesenkt. Die von diesem Montag an gültigen Massnahmen umfassen eine Reduktion der Sätze um jeweils 25 Basispunkte: Der Leitzins für die Kreditvergabe liegt nunmehr bei 5,1%, jener für die Spareinlagen beträgt 2,25%. Am 20. April hatte die Notenbank den Mindestreservesatz für alle Kreditinstitute um 100 Basispunkte verringert, wobei es für Banken im ländlichen Raum noch weitergehende Schritte gegeben hatte. Angst vor Deflation
Chinas Notenbank senkt abermals Leitzinsen
Map of China

Warum geben wir unsere Daten preis?

Zygmunt Bauman auf der Republica  «Wir fliehen vor der Angst, allein zu sein»

«Ausgeschlossen zu werden, ist die vorherrschende Angst unserer Zeit»: Zygmunt Bauman, emeritierter Professor für Soziologie. Trotz den Enthüllungen über das Ausmass der Überwachung durch Geheimdienste geben wir in sozialen Netzwerken weiterhin unsere Daten preis. Der Soziologe Zygmunt Bauman hat in Berlin versucht, das zu erklären.

Die Enthüllungen des amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden im Sommer 2013 lösten ein digitales und politisches Erdbeben aus. Snowden, ein ehemaliger Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes, hatte damals öffentlich gemacht, in welchem Ausmass die Geheimdienste der USA und Grossbritanniens das Internet überwachen.
Wir fliehen vor der Angst, allein zu sein

Datenklau

Der DAX muss korrigieren!

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Der absolute Wert eines Aktienkurses oder –indexes ist nicht wirklich relevant. Was relevant ist, ist die Entwicklung relativ zu fundamentalen Kenngrössen – zum intrinsischen Wert. Heute schauen wir uns eine diesbezügliche Schätzung für den Deutschen Aktienmarkt an.

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Dr. Jan Tomaschoff
www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Chinas Wirtschaft in ungünstige Grosswetterlage

Lahmende chinesische Wirtschaft. Exportunternehmen im Gegenwind. Die Exportwirtschaft im Reich der Mitte kommt nicht vom Fleck.

Matthias Müller berichtet: Der starke Yuan und gestiegene Lohnkosten hinterlassen in Chinas Handelsbilanz Spuren. Die Investoren an der Börse in Schanghai geraten in Erwartung expansiver geldpolitischer Massnahmen in Wallung.

Euphorisch waren die Prognosen für den chinesischen Aussenhandel im April zwar nicht, doch die von der Zollverwaltung veröffentlichten Zahlen haben in China für Stirnrunzeln gesorgt und die Sorgen um den Zustand der Wirtschaft verstärkt. Die Ausfuhren gingen im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 6,4% zurück, und die Importe schrumpften gar um 16,2%; der Handelsbilanzüberschuss belief sich auf 34,1 Mrd. $.

Es gab im Reich der Mitte trotz den schlechten Nachrichten aber auch strahlende Gesichter: Die Investoren an den Börsen griffen in der Hoffnung auf weitere expansive Massnahmen der People’s Bank of China zu. Der Hauptindex Shanghai Composite legte am Freitag um 2,3% zu, nachdem er in den drei Tagen zuvor insgesamt 8,2% verloren hatte.
EU und Japan machen Sorgen.
Lahmende chinesische Wirtschaft
China

Ideale Bedingungen für zukünftiges Wachstum zu schaffen?

Was Kultur in der Vermögensverwaltung bedeutet

Vor der Krise Qualität oft mangelhaft
Claudia Gabriel berichtet: Kultur in der institutionellen Vermögensverwaltung (Mandate für Grosskunden oder Fonds) ist ein wesentliches Thema, besonders für den Schweizer Finanzplatz. Bekanntlich möchte er sich international als Asset-Management-Standort profilieren Er kommt mit diesen Ideen aber nur langsam vom Fleck, weil er von einer Ausrichtung auf eine gewisse Art von Privatkundengeschäft her kommt. Zentral ist in der institutionellen Vermögensverwaltung die Fähigkeit, beim Investieren längerfristig solide Renditen zu erwirtschaften. Doch dies ist schwieriger geworden als in den vergangenen Jahrzehnten. Zentralbanken und die Politik dominieren bekanntlich die internationalisierten Märkte als unberechenbare Faktoren.
Was Kultur in der Vermoegensverwaltung bedeutet
Vermögensverwalter