Nach dem Stresstest ist vor dem Stresstest

25 europäische Banken sind durch den EZB-Stresstest gerasselt – 13 von ihnen gelten sogar als gefährdet. Was kommt nun auf die Durchfaller zu? Müssen Banken abgewickelt werden? Und ist das Finanzsystem nun sicherer als zuvor?Welche Banken sind durchgefallen?

Wird der Stresstest das Finanzsystem sicherer machen?

Vermutlich schon. Denn wenn die Banken mehr Eigenkapital halten, können sie Verluste leichter abfedern. Übrigens zwingt der Stresstest nicht nur die Durchfaller, ihre Kapitalbasis stärken. Aus Angst, den Test nicht zu bestehen, hatten viele Banken ihre Kapital zuletzt bereits erhöht – gewissermaßen in vorauseilendem Gehorsam. Die US-Bank Morgan Stanley schätzt, dass allein dadurch zusätzliche 47 Milliarden Euro in den Bankensektor der Eurozone geflossen sind.

Dass die Banken künftig sicherer sein dürften, heißt freilich nicht, das sie auch sicher sind. Manche Experten finden die Kriterien, die die EZB anlegte, viel zu lasch. Und ungute Erinnerungen weckt auch ein ähnlicher Stresstest, den die Europäische Bankenaufsicht EBA 2010 durchführte. Den bestanden nämlich auch jene irischen Banken, die nur wenige Monate später in Schieflage gerieten.
Was kommt nach dem Stresstest

Mike Keefe

Mike Keefe

25 Banken sind durch Europas Stresstest gefallen

Unter ihnen befindet sich auch die Münchener Hypothekenbank. Aus Italien sind insgesamt neun Banken durch den Stresstest gefallen.

Welche Institute konkret den Test nicht bestanden haben und nacharbeiten müssen, teilte die EZB zunächst nicht mit. Aus Deutschland mussten sich neben den beiden größten Geldhäusern, der Deutschen Bank und der Commerzbank, auch die Landesbanken der Belastungsprobe stellen. Diese bestand aus einer intensiven Prüfung riskanter Posten in den Bilanzen und einem Stresstest. Bei diesem mussten die Institute beweisen, dass sie auch einen schweren Einbruch der Konjunktur überstehen könnten, ohne mit Steuergeld aufgefangen zu werden.

Beim Stresstest zeigte sich nach Angaben der EZB, dass das Eigenkapital aller geprüften Banken zusammen im schlimmsten durchgespielten Fall – einem massiven Einbruch der Konjunktur – um 263 Milliarden Euro zurückgehen würde. Dies entspricht einem Rückgang der Eigenkapitalquote von 12,4 Prozent auf 8,3 Prozent. Beim Bilanzcheck (Asset Quality Reviews) zeigte sich, dass in den Bilanzen der Banken deutlich mehr faule Kredite schlummern als bislang angenommen – insgesamt 879 Milliarden Euro. Das sind 136 Milliarden Euro mehr als bislang angenommen.

Insbesondere italienische Banken sind betroffen. Nach Angaben der EZB haben aus Italien die Banken Montepaschi die Siena, Carige, Creval, Banco Popolare, Popolare di Milano, Popolare di Sondrio, Popolare di Vicenza, Veneto Banca und Credito Valtellinese den Stresstest nicht bestanden.

Aus Österreich ist die Volksbanken AG (ÖVAG), aus Spanien die Liberbank, aus Griechenland die Eurobank Ergasias, die Piraeus Bank und die National Bank of Greece, aus Slowenien die Banken NLB und NKBM, aus Belgien die Dexia Bank und AXA Bank Europe, aus Zypern die Hellenic Bank und die Bank of Cyprus, aus Irland die Permanent tsb, aus Bulgarien die Cooperative Central, aus Portugal die Banco Comercial Português und aus Frankreich die Caisse de Refinancement de l’Habitat (CRH) durchgefallen.

Das größte Loch in der Bilanz hätte nach der von den Prüfern simulierten Wirtschaftskrise die traditionsreiche Banca Monte dei Paschi mit allein 2,1 Milliarden Euro. Sie hätte als einziger Stresstest-Teilnehmer ihr Kapital nach der Krise restlos aufgebraucht. Dahinter folgen die griechische Eurobank (1,76 Milliarden Euro) und die portugiesische Millennium BCP (1,15 Milliarden Euro).

Bei der Bilanzprüfung war der Stichtag der 31. Dezember 2013. Zahlreiche Banken haben allerdings bereits durch die Aufnahme von Kapital oder die Einbehaltung von Gewinnen ihre Bilanzen zusätzlich gestärkt – nach Angaben der EZB seit Mitte 2013 um etwa 200 Milliarden Euro. Banken, die beim Stresstest Probleme bekamen, haben bis zu neun Monate Zeit, die Löcher in ihrer Kapitaldecke zu stopfen.
Diese 25 Banken sind durch Europas Stresstest gefallen

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
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Unerfahrenheit kann zu enormen Verlusten führen

Devisen- und CFD-Handel

Tiefe Zinsen verleiten zu riskanten Anlagestrategien. Das desaströse Ergebnis einer empirischen Studie warnt vor dem Handel mit Devisen- und Differenzkontrakten.

Sparen lohnt sich nicht mehr. Seit die Zentralbanken die Zinsen vorsätzlich tief halten und Investoren dazu zwingen, auf der Suche nach lukrativen Anlageformen hohe Risiken einzugehen, lebt das Geschäft moderner Plattformen für den Handel mit Devisen und «Differenzkontrakten» (CFD) auf. Diese werben bei privaten Anlegern so erfolgreich mit der Aussicht auf grosse, scheinbar schnell und leicht erzielbare Erträge , dass das Marktforschungsunternehmen Aite Group von beachtlichem Volumenwachstum ausgeht.

Während das Geschäft an sich floriert, warnen Beobachter die Anleger sowohl vor dubiosen Anbietern als auch davor, unter Umständen hohe Verluste hinnehmen zu müssen. Sie können sich dabei neuerdings auf das Ergebnis einer empirischen Studie beziehen, welche die Autorité des marchés financiers in Paris veröffentlicht hat. In ihrem Rahmen sind gut 16 Mio. Währungs- und CFD-Transaktionen von knapp 15 000 französischen Privatanlegern ausgewertet worden, die diese bei ihren Maklern in einem Zeitraum von vier Jahren online in Auftrag gegeben hatten.
Unerfahrenheit fuehrt zu enormen Verlusten

Rudolf Schuppler www.w-t-w.org/en/cartoon/rudolf-schuppler www.grafik-schuppler.at

Rudolf Schuppler
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Anlagefonds: Wer die Wahl hat…

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Im nachfolgenden Video versuchen wir eine schematische Skizzierung der verschiedenen Anlagefond-Typen vorzunehmen. Von einfachen Geldmarktfonds bis hin zu gemischten oder sogenannten Asset-Allokation Fonds.

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Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Die nachfolgende Übersicht der vwdgroup bietet ein hervorragendes Kurzsummary aller möglichen Fragen zu Anlagefonds – eine Art „Wissensdatenbank“ zum Thema.

Ebendort findet sich auch ein Fondslexikon, und wenn Sie Lust haben, können Sie ihr Wissen mit einem Wissenstest überprüfen.

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«Nachhaltige» Finanzen?

Swiss Sustainable Finance

Die Schweizer Anbieter von Fonds und strukturierten Produkten haben sich in einem Verband zusammengefunden, die Rohwaren-Experten sind in einem Klub vereint, nur für die Vertreter von «nachhaltigen» Finanzdienstleistungen gab es hierzulande lange Zeit kein entsprechendes Gefäss. Diese Lücke wurde im Juli dieses Jahres durch die Gründung von Swiss Sustainable Finance (SSF) geschlossen.

Stärkung des Finanzplatzes

Als zentrales Ziel der neuen Organisation nannte Geschäftsführerin Sabine Döbeli am ersten öffentlichen SSF-Anlass am vergangenen Donnerstag, die Schweiz zum führenden Finanzplatz für nachhaltige Finanzen zu entwickeln. Die konsequente Einnahme einer langfristigen Perspektive in Finanzfragen führe zu attraktiven Dienstleistungen und böte Wachstumschancen für den gesamten Finanzplatz….

Angesichts der Erderwärmung stehe die Menschheit vor der Frage, ob sie die negativen Konsequenzen des Klimawandels oder jene von einschneidenden politischen Entscheidungen tragen wolle. Ein frühes Handeln komme langfristig günstiger, doch dazu seien enorme Investitionen in neue Technologie erforderlich. Hierbei spiele die Finanzindustrie eine entscheidende Rolle.
Warum nachhaltige Finanzen?
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Wie funktioniert der Banken-Stresstest?

Größter Krisencheck der Geschichte
Stefan Kaiser berichtet: Es ist der größte Bankencheck, den es in Europa je gab: Ein Jahr lang hat die EZB die Bilanzen von 130 Geldinstituten durchkämmt und geprüft, ob sie eine erneue Krise überstehen würden. Welche Finanzkonzerne müssen zittern?

Der Countdown läuft. Seit Donnerstag, 12 Uhr, trennen sich die europäischen Banken in zwei Lager: In jene, deren Chefs sich entspannt zurücklehnen können, weil die Europäische Zentralbank (EZB) ihnen bescheinigt hat, dass sie den großen Banken-Stresstest souverän bestanden haben. Und jene, die von den Aufsehern weniger gute Nachrichten erhalten haben:

Entweder sind sie durchgefallen oder sie haben den Test knapper bestanden als erwartet.
Noch wird in den Bankenzentralen in Frankfurt, Paris oder Athen fleißig gerechnet. Bis
Samstagmittag, 12 Uhr, haben die Finanzinstitute Zeit, die Ergebnisse zu prüfen, die die EZB ihnen präsentiert hat. Legen die Banken keinen Einspruch ein, werden die Resultate 24 Stunden später veröffentlicht.

Es ist der bisher größte Bankencheck in Europa. Ein Jahr lang hat die EZB mit Hilfe der nationalen Aufsichtsbehörden und der Beratungsfirma Oliver Wyman die 130 größten Banken in der Eurozone untersucht, darunter 24 deutsche. Wo liegen die größten Risiken für jedes einzelne Institut? Sind die Kredite in den Bilanzen richtig bewertet? Und schließlich der Stresstest: Wie würden dieBanken eine neue schwere Wirtschaftskrise überstehen? In dieser letzten Stufe wurden in Zusammenarbeit mit der europäischen Aufsichtsbehörde EBA auch Banken aus Nicht- Euro-Ländern wie Großbritannien oder Dänemark mitgeprüft.
So funktioniert der Banken-Stresstest

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

Warum leiden Frauen und Kinder überproportional unter Korruption?

Korruption kann viele Formen annehmen, die jedoch allesamt mit dem Missbrauch eines öffentlichen oder privaten Amts zum Zweck der persönlichen Bereicherung einhergehen. Die anderen an Korruption Beteiligten können aus einer Vielfalt von persönlichen oder geschäftlichen Interessen heraus handeln.

Korruption ist ein sog. Heimlichkeitsdelikt, d.h. alle Beteiligte sind Täter was Strafermittlungen ohne Whistleblowers fast unmöglich macht.

Korruption führt dazu, dass minderwertige und gefährliche Produkte auf den Markt gelangen, minderwertige Baumaterialien in Infrastrukturvorhaben eingesetzt werden, die Gesundheit und Wohlergehen der Menschen gefährden können, und lebenswichtige Finanzmittel veruntreut werden, die für Bildungs-, Gesundheits- und Wohlfahrtsleistungen benötigt werden.

Korruption ist eines der Haupthindernisse für eine nachhaltige wirtschaftliche, politische und soziale Entwicklung in den Entwicklungsländern, den aufstrebenden Volkswirtschaften und den Industriestaaten. Insgesamt verringert Korruption die Effizienz und erhöht die Ungleichheit. Schätzungen zeigen, dass die Kosten der Korruption über 5 % des weltweiten BIP, wobei über 1 Bill. US-$ pro Jahr an Bestechungsgeldern gezahlt werden (Weltbank).

Die Kosten von Korruption sind auf vielfältige Art und Weise zu spüren. Korruption schafft ungleiche Rahmenbedingungen für ehrliche Unternehmen und dringt tief in das soziale Gefüge von Industriestaaten wie Entwicklungsländern ein.

Korruption bewirkt, dass der Sozialstaat ausblutet. Letzten Endes kommen wir alle für diese kriminelle Kosten auf. Besonders hart werden aber die Schutzbefohlenen des Sozialstaates, vornehmlich Kinder und Frauen betroffen.

Korruption steht mit anderen kriminellen Machenschaften im Zusammenhang wie Steuerhinterziehung, Geldwäsche und organisierter Kriminalität.

In der heutigen von gegenseitigen Abhängigkeiten geprägten Welt verbreiten sich die schädlichen Auswirkungen von Korruption in der globalen Wirtschaft und Gesellschaft und gehen mithin weit über den Ort hinaus, an dem die Korruptionshandlung begangen wurde.

Für eine wirksame Korruptionsbekämpfung – sowohl im Inland als auch im Ausland – wären im öffentlichen und privaten Sektor Transparenz, Rechenschaftspflicht und Integrität erforderlich.
OECD Handbuch „Handbuch Bestechung und Korruption
How can women work against corruption? If you see something, say something!
The-Role-of-Underground-EconomyCorruption harms future generations

 

Mögliches Ende des Schweizer Geschäftsmodells ?

Beihilfe zur Steuerhinterziehung: Polnische Polizei schnappt Hoeneß’ Banker

FOCUS Online berichtet: Der Schweizer Jürg Hügli betreute seit den 90er-Jahren die Finanzgeschäfte von Uli Hoeneß. Nun soll der per Haftbefehl gesuchte Banker in Polen festgenommen worden sein. Ihm wird offenbar Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen.
Im Zusammenhang mit der Steueraffäre um Uli Hoeneß hat es eine Festnahme gegeben. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft München am Donnerstag. Details zur Nationalität und zum Beruf nannte die Behörde nicht.

Eine Sprecherin der Schweizer Privatbank Vontobel bestätigte nur, dass ein Mitarbeiter im Ausland festgenommen worden sei. „Wir kommentieren das aber nicht, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt und wir mit den Details derzeit nicht vertraut sind“, fügte sie hinzu.
„Execution only”
Polnische Polizei schnappt Hoeneß Banker
Vontobel hat Hoeness-Deals Finma gebeichtet
Businesskleidung für Bankster

Europas neue Mafia

Die Organisierte Kriminalität „erwirtschaftet“, einer aktuellen Studie zufolge

pro Jahr einen dreistelligen Milliardenbetrag in Europa. Ein Großteil davon landet in der legalen Wirtschaft. Auch Deutschland ist betroffen. Einer der gefragtesten Geldwäsche Experten Andreas  Frank hatte bereits im Oktober 2012, in einer öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages darüber berichtet und auch den Bund Deutscher Kriminalbeamter immer wieder auf dieses brisante Thema aufmerksam gemacht.
Europas neue Mafia

Oliver Schopf

Oliver Schopf

Portfolio-Absicherung!

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Hat man ein diversifiziertes Aktienportfolio, macht es nicht unbedingt Sinn, jede einzelne Aktie abzusichern. Im vorliegenden Video zeigen wir, wie ein sogenannter Protective-Put zur „Katastrophen-Absicherung“ eines ganzen Portfolios aussehen kann

Beachten Sie dazu auch unsere Videos „Absichern? Sicher!“ und „Put-en Sie mal wieder!“
Alle Videos Kategorie Finanzkompetenz

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Zur Vertiefung des Studiums der Funktionsweise von Optionen eignen sich u.a. die Ausbildungsunterlagen der EUREX.

Wir werden in weiteren Videos weitere Absicherungsmöglichkeiten diskutieren. Bis dann finden Sie hier interessante diesbezügliche Überlegungen.
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