Ukraine: Versuch einer wirtschaftliche Erneuerung

Ein Land im Stresszustand
Matthias Benz berichtet: In der Ukraine wird am Sonntag gewählt. Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind sowohl kurz- als auch langfristig enorm. Jedoch gilt auch das Potenzial des Landes als riesig – falls die notwendigen Reformen gelingen.

«Jeder sonnige Tag ist ein guter Tag für die Ukraine», sagt ein internationaler Beobachter zur Begrüssung. In der Tat hat das Land in diesen Oktobertagen ungewöhnlich warmes Wetter erlebt. Die Parks in Kiew strahlen in den schönsten Herbstfarben. Aus dem Maidan, im letzten Winter Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen, ist wieder ein normaler Platz geworden: Die Menschen sitzen in der Herbstsonne und geniessen einen Kaffee, an die damaligen Ereignisse erinnern nur Fotos auf Stellwänden und vereinzelt Kerzen und Blumen. Überhaupt zeigt sich Kiew von der besten Seite. Die Stadt wirkt lebendig, weltoffen, sympathisch, streckenweise durchaus modern und reich. In schicken Lokalen tummeln sich junge, westorientierte Menschen. Die Dichte an teuren Autos ist beeindruckend; von einer reichen Kultur und Geschichte zeugen viele Sehenswürdigkeiten.
Riesige Herausforderungen
Ein Land im Stresszustand

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen

Put-en Sie mal wieder!

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So genannte Payoff-Diagramme bieten eine hervorragende Möglichkeit, die Eigenschaften von Optionen sowie entsprechender Absicherungsstrategien zu skizzieren. Im vorliegenden Video werden solche Payoff-Skizzen erklärt. Sie sind ein wichtiges Element zur Beurteilung verschiedener Anlagestrategien.
Put Option

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König: Keine Turbulenzen nach dem Stresstest

Am 26. Oktober wird das Ergebnis des Bankenstresstests der EZB bekanntgegeben. Im DW-Interview gibt sich BaFin-Chefin Elke König gelassen. Langfristig wünscht sie sich die Loslösung der Bankenaufsicht aus der EZB.

Interview:


DW
: Frau Dr. König, 24 deutsche Banken haben sich dem Stresstest der EZB unterzogen. Es kursieren bereits fünf Namen, die bei der Bekanntgabe der Ergebnisse des Stresstestes zittern müssen. Steht es so schlecht um die deutschen Banken?

Elke König: Ich glaube, man muss das Ganze deutlich nach unten nehmen. Ich weiß nicht, wer fünf Namen ins Rennen geworfen hat. Es wird seit Wochen mal der eine, mal der andere Name genannt. Am Sonntag wissen wir alle mehr. Die zweite Frage: Steht es so schlecht um die deutschen Banken? Keineswegs. Den deutschen Banken geht es gut. Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass gerade die deutschen Institute in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht haben. Also sollten Sie abwarten, wer wirklich im Rahmen des Stresstests ein Problem hat. Ich bin zumindest sehr entspannt.
Koenig- Keine Turbulenzen nach dem Stresstest
Bafin Präsidentin Dr Elke König

Baldige Umzug der Europäischen Zentralbank

Auch EZB-Präsident Mario Draghi werde im November seinen Schreibtisch wechseln, sagte Neubau-Projektmanager Thomas Rinderspacher am Dienstag bei der letzten Baustellenführung vor der Inbetriebnahme des Gebäudes. Die Eröffnungsfeier soll erst im kommenden Jahr stattfinden – das genaue Datum steht noch nicht fest.

Bis Ende 2014 sollen alle Mitarbeiter des Kerngeschäfts ihr Büro von der Innenstadt ins Ostend verlegt haben. Der vom Wiener Architektenbüro Coop Himmelbau entworfene Turm bietet Platz für 2900 Mitarbeiter. Bisher habe man für Bau, Nebenkosten und Grundstück rund eine Milliarde Euro ausgegeben, sagte Rinderspacher. Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich auf 1,2 Milliarden. Die endgültigen Baukosten stünden frühestens Ende nächsten Jahres fest.
Der Umzug der Europäischen Zentralbank EZB in ihren neuen Bankturm in Frankfurt am Main soll in zwei Wochen beginnen.

Erl

Erl

126.000 Jobs gefährdet bei Deutschlands Banken

Die Bankenskyline von Frankfurt am Main, vielleicht beherbergen bald nicht mehr alle Wolkenkratzer Geldinstitute. Der Branche geht es schlecht.

Ein massiver Stellenbau steht laut einer Studie in der Bankenbranche bevor. geht. In den kommenden zehn Jahren könnte dort ein Fünftel der Jobs wegfallen.

Die Finanzkrise haben die meisten deutschen Banken, zum Teil dank staatlicher Hilfen, relativ gut überstanden. Doch der Branche macht laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Managementberatung Bain & Company, zunehmender Kostendruck zu schaffen. Die Studie prophezeit langfristig gravierende Veränderungen in der deutschen Bankenbranche. Dazu wird voraussichtlich auch ein massiver Stellenabbau gehören.

Bain stellt den deutschen Banken ein schlechtes Zeugnis aus: Nicht einmal sechs Prozent der Banken verdienten hierzulande ihre Eigenkapitalkosten von acht bis zehn Prozent; in den letzten drei Jahren habe die Eigenkapitalrendite der Institute im Schnitt bei gerade einmal 1,6 Prozent gelegen. Am besten schnitten dabei noch Autobanken und Spezialfinanzierer ab, rechnete Bain-Deutschlandchef Walter Sinn vor. Für die Branche insgesamt gebe es angesichts der Zinsflaute und des harten Wettbewerbs keine andere Lösung, als die Kosten weiter nach unten zu fahren, etwa durch eine Modernisierung der IT und eine Optimierung der Prozesse.
Bei Deutschlands Banken sind 126.000 Job gefaehrdet.
Banken

Konjunkturabkühlung in China

In China sind die Wachstumsraten auf den niedrigsten Wert seit 2009 zurückgefallen.
Die hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre rücken in immer weitere Ferne. Selbst das Konjunkturziel der Staatsführung wackelt. Aber der Regierungschef gibt sich gelassen.
Das Wirtschaftswachstum in China ist im dritten Quartal 2014 so langsam gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Zwischen Juli und September 2014 legte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3% zu, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. Analytiker hatten ein noch langsameres Wachstum erwartet. Der Zuwachs der zweitgrössten Volkswirtschaft liegt unter dem von der Staatsführung gesteckten Ziel von 7,5% für dieses Jahr.
Seit dem ersten Quartal im Jahr 2009 hat Chinas Wirtschaft nicht mehr so langsam zugelegt.
China waechst unter Plan

kaltoons.com

kaltoons.com

Fliegt Draghis Bluff auf

Der Wind hat gedreht. Die Finanzmärkte bewerten die Aussichten für die Weltwirtschaft neu, das Vertrauen in die Allmacht der EZB schwindet. Die nächste Systemkrise geht von Europa aus.

Die Finanzmärkte gelten als die Seismographen für die Weltwirtschaft. So gesehen müsste der freie Fall der Renditen zehnjähriger Bundesanleihen auf zuletzt 0,72 Prozent eine Depression vorwegnehmen – nicht nur in der Eurozone. Die massive Fluchtbewegung in Qualität erinnert an die Bankenkrise 2008. Auch damals fürchteten Anleger, die Weltwirtschaft könnte in eine Depression stürzen. Der jüngste Einbruch des Ölpreises der Sorte Brent auf unter 84 Dollar pro Fass verstärkt diese Befürchtungen.
Draghis Bluff fliegt auf

Giannelli

Giannelli

Japans Wirtschaftsministerin tritt zurück

Yuko Obuchi soll 73.000 Euro für nichtpolitische Zwecke ausgegeben haben. Jetzt reichte Yuko Obuchidie Ministerin nach nur wenigen Wochen im Amt ihre Kündigung ein.

Die japanische Wirtschafts- und Handelsministerin Yuko Obuchi hat im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen Amtsmissbrauchs ihren Rücktritt eingereicht. Die Politikerin überreichte Ministerpräsident Shinzo Abe bei einem halbstündigen Gespräch am Montag ein entsprechendes Schreiben, wie der TV-Sender NHK und die Nachrichtenagentur Jiji Press berichteten. Demnach nahm Abe ihren Rücktritt an. Obuchi selbst erklärte, sie werde sich noch auf einer Pressekonferenz äußern.
Japans Wirtschaftsministerin tritt zurueck
Heidi

Wettbewerbsfähigkeit: „Die Kritik an uns ist durchaus berechtigt“

Der ökonomische Klassenprimus schwächelt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gibt zu, dass die Wettbewerbsfähigkeit leidet. Top-Ökonomen fordern einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält Maßnahmen für mehr Wettwerb für nötig – „und zwar bald und konkret“

Ein Gefühl ist zuweilen stärker als abwägende Argumente. Wie in dieser Woche, als die Börsen weltweit tief ins Minus rutschten. Als Anlegern bewusst wurde, dass die schlechtere Lage der Weltwirtschaft nicht mit den hohen Kursständen zusammenpasste. Vor allem in der Euro-Zone nicht. Frankreich und Italien reformieren ihre Wirtschaft viel zu zögerlich. In Athen bleibt die politische Lage äußerst unübersichtlich. Und Deutschland tut aus Sicht der Investoren zu wenig gegen Europas Abschwung. Der Klassenprimus schwächelt.

Unternehmensvertreter verlangen von der großen Koalition, auf einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs einzuschwenken. „Die Bundesregierung sollte einen sofortigen Stopp für sämtliche weitere Belastungen setzen“, sagt Eric Schweitzer, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gibt zu, dass Deutschland mehr für seine Wettbewerbsfähigkeit tun müsse – „und zwar bald und konkret. Da ist die Kritik an uns durchaus berechtigt.“
Die Kritik an uns ist durchaus berechtigt
WK120517_Schaeuble_Karlspreis_Europa

Gebildet, arm – und weiblich

Nie waren Frauen in der Schweiz besser ausgebildet, und immer mehr von ihnen gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Trotzdem sind sie häufiger ärmer als Männer. Der Bund zieht in einem Bericht die Bilanz aus 15 Jahren Gleichstellungs-Arbeit.

Nach dem Lehrabschluss noch die Berufsmatura gemacht, danach an der Fachhochschule studiert, Praktika im Ausland absolviert und bis zum ersten Kind Vollzeit gearbeitet. Die Lebensläufe von Frauen haben sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt: Insbesondere die Beteiligung am Erwerbsleben und das Bildungsniveau haben zugenommen. Trotzdem haben Frauen ein höheres Armutsrisiko als Männer.

Dies hat verschiedene Ursachen, wie der gerade veröffentlichte Bericht über den «Aktionsplan Schweiz für die Gleichstellung von Mann und Frau» zeigt. Er wurde vom Eidgenössischen Departement des Innern und vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in Auftrag gegeben und zieht eine Bilanz der letzten 15 Jahre. In diesen diente der Aktionsplan als Arbeitsinstrument, um die Gleichstellung von Mann und Frau voranzutreiben.
Pflegen und gepflegt werden
Gebildet, arm – und weiblich
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