Europas stärkste Lobby: Rentner machen mobil

Bei einer der größten Wirtschaftskonferenzen Europas war zu beobachten, dass eine gesellschaftliche Gruppe stärker ist als alle anderen. Es ist daher kein Wunder, dass die Regierungen fast ausschließlich dieser Gruppe

Welche Themen bewegen die Europäer wirklich? Die Scheinwerfer richten sich auf eine Gruppe.

Welche Themen die Europäer wirklich bewegen, haben wir beim Economic Forum beobachtet. Das Economic Forum ist die größte Wirtschafts-Konferenz für Mittel- und Osteuropa. Sie findet jedes Jahr im polnischen Krynica statt. Hochrangige Experten aus ganz Europa, den USA und Asien diskutieren zwei Tage lang über die wichtigsten Zukunftsfragen Europas.

Bei einem Rundgang auf der Suche nach dem Mega-Trend haben wir eine Überraschung erlebt: Ein Saal war zum Bersten gefüllt. Das Thema, um das es ging, macht klar, worin Europas größte Herausforderung besteht.
Europas staerkste Lobby- Rentner machen mobil
Rentner Harley

Alibaba vor größtem Börsengang aller Zeiten

IPO/ Alibaba vor größtem Börsengang aller Zeiten
Der chinesische Online-Handelsriese Alibaba plant den größten Börsengang aller Zeiten. Das Unternehmen will zunächst bis zu 21,1 Milliarden Dollar (16,3 Mrd Euro) bei Aktionären einsammeln, durch eingeräumte Zusatzrechte von Investmentbanken könnten es sogar bis zu 24,3 Milliarden werden. Das geht aus dem am Freitag von der Börsenaufsicht SEC veröffentlichen Börsenprospekt hervor.
Demnach sollen zunächst 320 Millionen Aktien in einer Preisspanne zwischen 60 und 66 Dollar angeboten werden. Da nur ein Teil des Unternehmens an der Börse gelistet wird, bewertet sich Alibaba auf dieser Grundlage insgesamt mit bis zu 163 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der iPhone-Riese Apple , der derzeit wertvollste Konzern der Welt, bringt es auf 592 Milliarden Dollar.
Alibaba vor groeßtem Boersengang aller Zeiten

  Initial Public Offering IPO


Initial Public Offering
IPO

Die Überwindung der Furcht

Die Revolution von 1989 gelang, weil eine kritische Masse von Menschen in Ostmitteleuropa ihre Furcht vor der Repression überwand. Angesichts dessen, was heute nahe der EU-Ostgrenze geschieht, ist diese Botschaft aktueller denn je.

Josef Kirchengast berichtet: Was er von der Französischen Revolution halte, fragte US-Außenminister Henry Kissinger den chinesischen Ministerpräsidenten Zhou Enlai (Tschou En-lai) 1971 in Peking. Die überlieferte Antwort: „Es ist zu früh, das zu sagen.“ Zu früh – fast 200 Jahre danach. Zhou, aus einer großbürgerlichen Familie stammend und zweifellos der intelligenteste und gebildetste Kopf der führenden chinesischen Kommunisten, meinte es völlig ernst.

Darin drückt sich ein Geschichtsverständnis aus, das auch bei der Beurteilung der 1989er-Revolution in Mittel- und Osteuropa nützlich sein kann. Die fand übrigens genau 200 Jahre nach derFranzösischen statt. Und 25 Jahre später ist, mit Blick auf den Ukraine-Konflikt, weniger klar denn je, welche langfristigen Auswirkungen sie haben wird.
Die Ueberwindung der Furcht

Nick Galifianakis

Nick Galifianakis

 

Aktien… aber richtig – Teil 1

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Bisher wurde die Aktienthematik mehrheitlich anhand von Aktienindices diskutiert. Viele Leute können damit wenig anfangen. Für sie sind Aktien die Nestlés, SAPs und Apples dieser Welt. Aber wie investiere ich direkt und was ist der Unterschied zu einem Index?

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen

Draghi schickt den Euro bachab

Marktreaktionen auf EZB-Entscheide. Draghi schickt den Euro bachab

EZB-Präsident Mario Draghi hat fast alle überrascht.
Der Präsident der EZB hat am Donnerstag die Mehrheit der Anleger überrascht. Er kündigte weitreichendere Massnahmen an als erwartet und löste einige Bewegungen an den Märkten aus.
Die Ankündigungen der Europäischen Zentralbank (EZB), verschiedene Zinssätze zu senken – darunter den Leitzins von 0,15% auf 0,05% – sowie ab Oktober Pfandbriefe und andere mit Aktiven unterlegte Anleihen zu kaufen, haben an den Finanzmärkten ihre Wirkung nicht verfehlt.
Euro kurz unter Fr. 1.2050
Draghi schickt den Euro bachab
Draghi kündigt Aktionsplan an
Die EZB strampelt

Euro rollt

Singapur: Kaufen die Reichen plötzlich keine Immobilien mehr?

Asien
Alarm in Singapur: Die Reichen kaufen plötzlich keine Immobilien mehr

In Singapur, dem Finanzzentrum Südostasiens, fallen die Immobilienpreise auf breiter Front. Experten schauen allerdings besonders besorgt auf den chinesischen Immobilienmarkt. Die Preise sind mittlerweile unter dem Niveau von 2011, als die Immobilienkrise in China auf ihrem Tiefpunkt war.

In Singapurs Luxussiedlung am Wasser, Sentosa Cove, fallen die Immobilienpreise massiv. Der Immobilienexperte Alan Cheong meinte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: „Es ist, als ob wir eine globale Finanzkrise hätten.“
Bereits letztes Jahr fielen die Preise in Sentosa Cove um 20 bis 30 Prozent. Im Juli diesen Jahres musste man dann für eine 4-Zimmer-Eigentumswohnung noch umgerechnet 9200 Euro pro Quadratmeter zahlen – 43 Prozent weniger als 2012. Mit ein Grund für den Preisverfall ist, dass Singapur ein Programm einstellte, nach dem vermögenden Ausländern eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekamen, wenn sie umgerechnet sechs Millionen Euro in Singapur anlegten.
Alarm in Singapur- Die Reichen kaufen ploetzlich keine Immobilien mehr
Die Reichen kaufen plötzlich keine Immobilien mehr

US-Notenbankchefin Janet Yellen fordert höhere Liquiditätspolster für die US-Banken

Vorschrift der Aufsichtsbehörden

US-Grossbanken brauchen dickere Liquiditätspolster

Die US-Notenbankchefin Janet Yellen fordert höhere Liquiditätspolster für die US-Banken.

US-Grossbanken brauchen künftig eine höhere Liquiditätsvorsorge. Die Finanzaufsichtsbehörden fordern von den Instituten eine Notvorsorge an als sicher geltenden Wertanlagen, die kurzfristig zu Geld zu machen sind. Das beschlossen die US-Notenbank Fed und Aufsichtsbehörden wie die FDIC am Mittwoch (Ortszeit) in Washington.

Der einzurichtende Schutzwall an hochwertigen Anlagen wie Zentralbankreserven oder Staatsanleihen soll sicherstellen, dass sich die Geldhäuser mindestens über eine 30-tägige Stressperiode flüssig halten können. So soll künftig die Staatskasse verschont und zugleich verhindert werden, dass Liquiditätslücken zu Finanzkrisen werden.
US-Grossbanken brauchen dickere Liquiditaetspolster
Liquiditätspolster

Achtung, die Konkurrenz schläft nicht

Deutschland ist weniger wettbewerbsfähig

In der Eurozone ist Deutschland die Wachstumslokomotive. Global gerät der Euro-Primus aber ins Hintertreffen. Das zeigt eine Studie des Weltwirtschaftsforums. Konkurrenzfähiger sind nicht nur die USA.Global Competitivness Index des World Economic Forum

Messung der Produktivität

Die Rangliste des GCI-Indexes des WEF basiert auf der Messung des Produktivitätsniveaus eines jeden Landes. Um dieses zu messen, werden Daten aus zwölf Bereichen erhoben und auf einer Skala von 1 bis 6 bewertet. Erhoben werden Daten aus den Bereichen Institutionen, Infrastruktur, Makroökonomie, Gesundheit, Bildung, Gütermärkte, Arbeitsmarkt, Finanzmärkte, technologischer Entwicklungsstand, Marktgrösse, Entwicklungsstand der Unternehmen und Innovation.
WEF_GlobalCompetitivenessReport_2014-15

Neben dem GCI-Index erstellt das WEF seit 2011 einen Index für nachhaltige Kompetitivität, den «Sustainability-adjusted GCI». Mit dem neuen Index soll gemessen werden, in welchem Umfang die untersuchten Volkswirtschaften in den Bereichen Umwelt und Soziales am besten wirtschaften.

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann www.swen.ch/

Silvan Wegmann

Transparency International fordert Registrierung von Unternehmen

Schweiz: Korruption und Geldwäsche

Die Namen der wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen ans Licht zu bringen, ist Teil einer umfassenden Kampagne von Transparency International TI
In einem ersten Schritt fordert TI das Schweizer Parlament dazu auf, die geplanten Geldwäscherei-Regeln, die so genannte GAFI-Vorlage, nicht zu verwässern. Der Nationalrat hatte in der Sommersession die Empfehlungen der OECD-Expertengruppe zur Geldwäschereibekämpfung zerzaust und die Vorlage des Bundesrates in zentralen Punkten aufgeweicht.
So lehnte er es ab, Bargeldzahlungen von über 100’000 Franken zu verbieten. Und auch bei Inhaberaktien will er nicht die volle Transparenz herstellen: Die Meldepflicht soll nur für grosse Unternehmen gelten. Der Ball liegt in der kommenden Herbstsession wieder beim Ständerat, der die Bundesratslinie unterstützt.
Transparency International fordert Registrierung von Unternehmen
Geldwäsche

Volatilität – was ist das?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Volatilität ist der Standardbegriff für Risiko an den Finanzmärkten. Der Begriff steht aber nicht nur für Verlustrisiko, sondern auch für Gewinnchance. Das Konzept ist mithin symmetrisch. Im vorliegenden Video wird der Begriff erläutert.
Volatilitaet