Wirtschaftskriminalität und Mobbing am Arbeitsplatz

Unethisches Verhalten findet Nachahmer.Fehlverhalten am Arbeitsplatz in der Schweiz weit verbreitet.

Unehrlichkeit ist ansteckend, besonders wenn das Arbeitsklima schlecht ist. 

Die Gründe für ein Fehlverhalten am Arbeitsplatz sind vielfältig. Handelt etwa ein Chef unethisch oder gibt es Spannungen, kann dies zu vermehrtem Fehlverhalten der Belegschaft führen.

Schweizer Gerichte haben im vergangenen Jahr 58 Fälle von Wirtschaftskriminalität abgeschlossen. Die Zahl der Gerichtsfälle sank zwar gegenüber dem Vorjahr um 9,4%, doch die Delikte waren gravierender. Die gesamte Schadenssumme stieg um 66,8% auf 830 Mio. Fr., wie aus der von KPMG publizierten Studie «Fehlverhalten und Ethik am Arbeitsplatz in der Schweiz» hervorgeht.
Studie / KPMG

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia

Schweiz: Credit Suisse Steuerabzug für Bussen unter der Lupe

Der Schweizer Bundesrat nimmt nach der Milliardenbusse für die Credit Suisse die steuerliche Abzugsfähigkeit solcher Sanktionen unter die Lupe. Der Nationalrat hat am Mittwoch nach ausgiebigen Unmutsäusserungen ein entsprechendes Postulat mit 99 zu 81 Stimmen von SVP und FDP gutgeheissen.

Susanne Leutenegger Oberholzer sagte im Rat, über die aktuellen und noch anstehenden Bussen in den USA müsse niemand mehr jammern. Sie seien aufgrund eines Verstosses gegen das dort gültige Landesrecht zustande gekommen. Nun müsse geklärt werden, ob die Banken für ihr Fehlverhalten noch vom Steuerzahler mit einem Steuerabzug belohnt werden sollen…

Im konkreten Fall der CS rechnet die Bank mit rund 800 Millionen Dollar, die steuerabzugsfähig sind. Die restlichen 2 Milliarden Dollar hätten demnach Strafcharakter. Allerdings harrt die Frage der Klärung: Steueramt und Steuerrekursgericht des Kantons Zürich sind sich nicht einig.

Bereits vier Institute zur Kasse gebeten
Louis Schelbert (Grüne, Luzern) brachte ein weiteres Problem im Steuerstreit mit den USA aufs Parkett. In einer Motion verlangte er, die involvierten Banken müssten die vollen Folgekosten tragen – und zwar für die Verhandlungen, die Verwaltung und die Gerichte.
Widmer-Schlumpf erklärte, die Überwälzung sei bereits heute im Steueramtshilfegesetz geregelt. Demnach könne die Eidgenössische Steuerverwaltung Banken bei erheblichem Aufwand und Fehlverhalten zur Kasse bitten und ihnen die Vollkosten auferlegen.
Ausser der UBS, die noch per Spezialrecht zur Zahlung verpflichtet wurde, zahlten bisher drei grössere Institute für die Behandlung von Gruppenanfragen. Gemäss der Finanzministerin handelte es sich dabei um einen Betrag im mittleren mehrstelligen Millionenbereich…
Steuerabzug für Bussen unter der Lupe

Cartoon / Burki

Cartoon / Burki

Argentiniens Präsidentin droht mit Staatspleite

DWN berichtet: Die argentinische Präsidentin Kirchner will sich einem Urteil zurArgentiniens Präsidentin Fernandez de Kirchner Rückzahlung von 1,3 Milliarden Dollar an einen US-Investor nicht beugen. Kirchner nimmt damit lieber die drohende Zahlungsunfähigkeit ihre Landes in Kauf als sich „erpressen zu lassen”.

Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner hat die Forderungen zweier US-Hedge-Fonds zur Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar zurückgewiesen und als Erpressung bezeichnet.

„Wir haben uns verhandlungsbereit gezeigt, aber man muss zwischen Verhandlungen und Erpressung unterscheiden. Wir werden uns dieser Erpressung nicht beugen.“ so Kirchner am Montag in einer Fernsehansprache. Wenn sie zahlt, muss sie in zwei Wochen weiteren Forderungen anderer Gläubiger über insgesamt 15 Milliarden auftreiben. wenn sie nicht zahlt, droht dem Land die Abwertung und damit die Staatspleite.

Das Oberste US-Gericht hatte zuvor entschieden, dass Argentinien seine Schulden bei dem Fond von NML Capital innerhalb von zwei Wochen begleichen muss, andernfalls gab das Gericht den Gläubigern das Recht zur Pfändung allen argentinischen Staatsbesitzes in den USA. Ein argentinisches Marineschiff ließ der Investor und Milliardär Singer bereits im Oktober pfänden, wie die SZ berichtete.

Die Forderungen der Hedge-Fonds stammen aus dem Staatsbankrott des Landes im Jahr 2001. Andere Gläubiger hatten damals einem Schuldenschnitt zugestimmt, einige US-Investoren jedoch bestanden auf die volle Rückzahlung der Argentinischen Schulden und gingen dafür einen jahrelangen Rechtsstreit ein.

Am Montag scheiterte ein Berufungsantrag Argentiniens am Obersten Gerichtshof der USA. Damit haben Urteile niederer Instanzen Bestand, nach denen die Regierung in Buenos Aires sämtliche Gläubiger gleich behandeln und konkret den zwei Hedgefonds 1,3 Milliarden Dollar überweisen muss. Die beiden Finanzinvestoren verlangen eine vollständige Auszahlung ihrer Bonds. Insgesamt müsste Argentinien 15 Milliarden Dollar in den nächsten Wochen auch an alle Gläubiger zahlen, die sich nicht an dem Schuldenschnitt beteiligt haben.In die Umschuldungsangebote hatten damals 93 Prozent aller Gläubiger eingewilligt.

Das Gericht könnte nach dem Urteil alle Zahlungen Argentiniens an die übergroße Mehrheit der Gläubiger im Ausland stoppen. Damit könnte Argentinien gar keine Schulden mehr bezahlen. dann droht die Abstufung der Staatsanleihen auf Default-Niveau. Argentinien könnte sich damit an der Börse kein Geld mehr leihen und wäre binnen eines Monats zahlungsunfähig. Investoren wurden von dem Urteil überrascht und bewerteten das Risiko für Anlagen in Argentinien prompt höher.

Illustration by David Simonds

Illustration by David Simonds

Erste Frau in der Männerriege der Deutschen Bank

Sylyie Matherat : Deutsche Bank holt Ex-Notenbankerin Sylvie Matherat
aus Frankreich in den Vorstand.

Die Deutsche Bank will die Kooperation mit den Aufsichtsbehörden verbessern und holt die ehemalige französische Notenbankerin Sylvie Matherat in den Vorstand. Auch die Chefin der EZB-Bankenaufsicht ist eine Französin. Matherat ist eine Expertin in Risiko-Fragen.

Die Deutsche Bank stockt ihren erweiterten Vorstand auf und will so die Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden verbessern. Von der französischen Notenbank hat Deutschlands größtes Geldhaus deshalb Sylvie Matherat verpflichtet. Die 52-jährige Französin ist im Group Executive Committee GEC künftig für die Einhaltung und Umsetzung regulatorischer Vorgaben sowie die Beziehungen zu den Aufsehern zuständig. “Die Ernennung von Sylvie Matherat unterstreicht unser Engagement bei der weiteren Verbesserung unseres Kontrollumfelds und beim Austausch mit Aufsichtsbehörden weltweit”, erklärten die Deutsche-Bank-Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain am Dienstag.

Die Deutsche Bank erhofft sich von der Berufung eine Verbesserung der Kommunikation mit der EZB: Deren Bankenaufsicht wird von Matherats ehemaliger Kollegin bei der französischen Notenbank, Danielle Nouy geleitet.

Matherat ist eine Expertin in Risiko-Fragen. Sie kennt vor allem Fragen des internationalen Clearings und die Bestrebungen der Amerikaner und der Europäer, gemeinsame regulatorische Rahmenbedingungen für den Finanzsektor zu finden.

Die Deutsche Bank steht wegen einer Serie von Skandalen im Visier der Ermittlungsbehörden. Ende vergangenen Jahres verdonnerte die EU-Kommission die Bank wegen der Affäre um Zinsmanipulationen beispielsweise zu einer Strafe von 725 Millionen Euro. In zahlreichen anderen Fällen laufen noch Ermittlungen, milliardenschwere Strafen drohen. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin warf der Bank im vergangenen Jahr in einem öffentlich gewordenen Brief mit scharfen Worten vor, nicht die richtigen Konsequenzen aus den Verfehlungen zu ziehen.

Die Deutsche Bank will deshalb ihre internen Kontrollen stärken und besser mit den Aufsichtsbehörden kooperieren. Ende vergangenen Jahres hat das Geldhaus deshalb bereits den McKinsey-Manager Thomas Poppensieker verpflichtet, der als Sonderbeauftragter Kontroll-Abteilungen der Bank koordinieren und einheitliche Standards durchsetzen soll.

Matherat, die als erste Frau ins erweiterte Führungsgremium der Deutschen Bank berufen wird, begann ihre Karriere bei der französischen Notenbank 1986. Bis auf einen kleinen Abstecher zu Paribas Capital Market verbrachte sie dort den Großteil ihrer Karriere und arbeitet auch im Baseler Finanzstabilitätsrat (FSB) mit. Ihr Vorgesetzter bei der Deutschen Bank ist der für Rechtsfragen zuständige Vorstand Stephan Leithner.

Aus den eigenen Reihen berief die Deutsche Bank am Dienstag außerdem Fabrizio Campelli in den erweiterten Vorstand. Der 41 Jahre alte Italiener soll als Leiter der Abteilung für Konzernentwicklung dazu beitragen, dass der Umbau der Bank voranschreitet und das Institut seine kürzlich auf 2016 verschobenen Rendite- und Sparziele erreicht. Campelli war 2004 von der McKinsey zur Deutschen Bank gewechselt.
Erste Frau in der Männerriege der Deutschen Bank
Sylyie Matherat-4

Schweizer Finanzaufsicht fordert Banker zu mehr Selbstdisziplin auf

Finma fordert besseres Risikomanagement

Der neue Direktor der Finanzmarktaufsicht Finma, Mark Branson, ruft die Banken zu konsequenterem Risikomanagement und mehr Selbstdisziplin auf. Viele Fälle von unkorrektem Geschäftsverhalten hätten das Vertrauen von Politik, Gesellschaft und Markt erschüttert.

Es sei aber nicht Aufgabe der Finma, «ein politisches Urteil über die Frage zu fällen, wer für ein Geschäftsmodell verantwortlich ist, das in der Schweiz während Jahrzehnten praktiziert und nicht nur von Banken und deren Angestellten, sondern auch von den Behörden und der Politik toleriert und teils unterstützt wurde».

COMPLIANCE-RISIKEN KONTROLLIEREN

Es brauche ein Umdenken im Umgang mit Compliance-Risiken, denn gerade die Kontrolle des Verhaltens eigener Geschäftseinheiten werde immer wichtiger, forderte der Finma-Direktor. Es gelte Gefahrenherde zu erkennen, zur Risiko-Begrenzung interne Weisungen und Reglemente zu erlassen, die richtigen Anreizsysteme zu finden und schliesslich müsse Fehlverhalten intern hart sanktioniert werden.
Finma-Direktor fordert Banker zu mehr Selbstdisziplin auf

Slivan Wegmann  Text w-t-w.org www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann www.swen.ch/

Slivan Wegmann / Text w-t-w.org

Frauen Berufsbilder im Finanzbereich / Leitung Finanzen

Jobs in FINANCE: Hier kommt Nummer 10 der Serie.

Im Teil 1 hat Sabine Paulus uns den Contoller vorgestellt. Dannach folgte die Buchhalterin. Im Teil 3, und 5 ihrer Serie hat sie uns mit dem Treasurer, Cash Manager und Risikomanager bekannt gemacht. Im Teil 6,7, 8 und folgten die IR-Managerin , Compliance officer , Interner Auditor und die Unternehmensjuristin.

Leiter Finanzen

Vorstufe zum CFO-Posten: Viele der Finanzchefs im deutschsprachigen Raum waren vor ihrer Berufung zum CFO als Leiter Finanzen tätig. Unternehmen greifen gerade bei der internen Suche nach einem neuen CFO oft auf die Finanzleiter zurück. Welche Voraussetzungen man mitbringen muss und wie viel bei dieser Position zu verdienen ist.
Was Leiter Finanzen verdienen können

Leiter Finanzen: 93.000 bis 160.000 Euro

Da der Leiter Finanzen für zahlreiche Bereiche zuständig ist und zudem Personalverantwortung trägt, kann er oder sie zwischen 93.000 und 130.000 Euro verdienen. Das Jahresbruttogehalt hängt von der Berufserfahrung, von der Unternehmensgröße, der Anzahl der betreuten Gesellschaften, der Unternehmensstruktur und der Branche ab und wird in der Regel durch einen variablen Gehaltsbestandteil und einen Firmenwagen ergänzt. Vereinzelt sind auch Jahresbruttogehälter jenseits von 150.000 Euro möglich.
Leiter Finanzen
2Director Finance

Die mächtigsten Frauen der Welt

Sie führen Unternehmen, regieren Länder oder haben großen Einfluss auf die weltweite Wirtschaftsentwicklung. Diese Frauen können jedem Mann das Wasser reichen.
Forbes ermittelt jedes Jahr anhand von Einkommen, öffentlicher Wirkung und medialem Einfluss die mächtigsten Frauen der Welt.

Auf Platz eins befindet sich auch in diesem Jahr eine alte Bekannte, auf den weiteren Plätzen hat sich im Vergleich zum Vorjahr aber einiges getan. Unter anderem konnte sich eine Frau, die bislang nicht unter den Top Ten der Forbes-Liste vertreten war, direkt den zweiten Platz unter den mächtigsten Frauen der Welt sichern. Wer das ist, erfahren Sie in unserem Bildranking.
Die mächtigsten Frauen der Welt

www.bernhard-sauter.ch

www.bernhard-sauter.ch

Die grossen Börsen-Gurus

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri

An den Finanzmärkten gibt es keinen „free lunch“ – Aussagen grosser Börsen-Gurus haben daher vor allem anekdotischen Charakter. Zwei Beispiele sollen dies aufzeigen – Teil 1.
Die grossen Börsen-Gurus
Videos / Kategorie / Finanzkompetenz

Fehlen wir beim Zinsentscheid?

Fehlen wir beim Zinsentscheid?
Wegen Euro-Zwerg: Wie Deutschland in der EZB entmachtet wird

[Deutschland verliert Stimmrecht: So funktioniert die Stimmen-Rotation in der EZB]
FOCUS Online/Wochit Deutschland verliert Stimmrecht: So funktioniert die Stimmen-Rotation in der EZB

Innerhalb der Europäischen Zentralbank soll ein Rotationsverfahren eingeführt werden. Die Folge: Deutschland verliert alle fünf Monate sein Stimmrecht in der Notenbank. Und das, obwohl wir die Hauptlast der Euro-Rettung schultern müssen.
Der Eurobeitritt Litauens schwächt Deutschlands Macht im Rat der Europäischen Zentralbank. Er setzt einen Automatismus in Gang, den die Euroländer vor zehn Jahren beschlossen haben: Sitzen im Rat der EZB mehr als 25 Vertreter, wird ein rotierendes Verfahren eingeführt. Alle fünf Monate verliert ein anderes Euroland seine Stimme. Wird genau dann eine wichtige Entscheidung, etwa der Kauf von Staatsanleihen oder eine Zinssenkung durchgewunken, muss das betroffene Land zuschauen.

So wird auch der Chef der Deutschen Zentralbank Jens Weidmann ab dem geplanten Beitritt Litauens im Jahr 2015 alle fünf Monate auf die Abstimmung verzichten – im Wechsel mit den vier größten Euroländern Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Allerdings darf er weiter an den Debatten des Gremiums teilnehmen und seine Meinung äußern.
So funktioniert das Rotationsprinzip
Fehlen wir beim Zinsentscheid

Nel / Ioan Cozacu www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu www.nelcartoons.de

Nel / Ioan Cozacu

Greenpeace Engagement zur Verbesserung der Aufsicht!

Fun Finance™ Lilah antwortet auf die Twitter Anfrage  der GreenpeaceUmweltschutzorganisation Greenpeace zu dem Artikel Aufsichts-Defizit bei Greenpeace International
Hello again,… schon wieder hat die Aufsicht versagt!

Frage an : „@wtwfinance @LilahFinance Kennt ihr unsere Stellungnahme „?

„Wir bedauern den Verlust außerordentlich und möchten uns bei unseren Fördermitgliedern ausdrücklich entschuldigen“.

Aus Sicht von Greenpeace Deutschland hat das Defizit 2013 keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit, Kampagnen und Strategien von Greenpeace. Greenpeace Deutschland steht darüber hinaus im direkten Kontakt mit Greenpeace International und wird den von KPMG geprüften Jahresabschluss 2013 nach Erscheinen nochmals prüfen.“
Defizit bei Greenpeace International / Greenpeace Stellungnahme

Berichte zu Prüfgesellschaften wie KPMG:
KPMG To Pay $8.2 Million To Settle SEC Charges
Bank Executives Report Poor Money Laundering Controls

Should HBOS Ex-Chief Lose his Knighthood?
Big Four Accounting Firms Writing Laws in Parliament

Lilah bietet Greenpeace an den „geprüften“ Prüfbericht mit dem Lilah „Magnification Glass“ noch mal zu überprüfen und gegebenenfalls mit dem Lilah Prüfstempel™ zu stempeln.

Wie werden Berichte geprüft :
Augen zu? linkes Auge? rechtes Auge? Lilahs „Magnification Glass“ !!
Supervision-Greenpeace