Hello again,… schon wieder hat die Aufsicht versagt!

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace Lilah Aufsichtauf falschem Kurs, bei Termingeschäften auf sinkende Euro-Kurse wurden 3,8 Millionen Euro verzockt.

Ein Mitarbeiter der Finanzabteilung von Greenpeace International hat den Kauf ausländischer Währungen für andere Greenpeace Büros abgeschlossen, bevor der Kurs des Euro gegenüber den meisten Währungen zu steigen begann. Der Angestellte hatte bei Termingeschäften auf sinkende Euro-Kurse gesetzt.

Greenpeace International regelt den weltweiten Zahlungsverkehr zwischen den 40 Länderbüros. Wechselkursschwankungen können dabei zu Überschüssen führen oder zu Verlusten. Mit den Termingeschäften sollten zur Absicherung gegen das Währungsrisiko dienen.

Ein Mitarbeiter der Finanzabteilung hat eigenmächtig und unautorisiert Devisenabsicherung abschließen können. Gewöhnlich müssen solche Transaktionen bei Greenpeace International von der Geschäftsführung genehmigt werden. Es ist ungewöhnlich, dass ein einzelner Mitarbeiter ein derart großes und riskantes Geschäft eigenmächtig abschließen konnte. Die Organisation spricht von einem „gravierenden Fehler“ im internen Kontrollsystem.

Währung Glaubwürdigkeit

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

Droht der EU ein Zusammenbruch?

Die Rede des EU-Sozialkommissars László Andor vor der Hertie School of Governance in Berlin am Freitagabend fördert auf erstaunlich offene Art zu Tage, dass die EU offenbar wesentlich stärker gefährdet ist als es die EU-Kommission bisher eingeräumt hat.

….Andor beklagt, dass die Euro-Staaten faktisch all ihrer Mittel beraubt wurden, durch Abwertung oder Gelddrucken die jeweiligen Volkswirtschaften zu stabilisieren: „Der einzige Mechanismus, der den unter Druck geratenen Euro-Staaten geblieben ist, ist die sogenannte interne Abwertung: Durch strenge Kostendisziplin im privaten und öffentlichen Sektor sollte Wachstum erzeugt werden – also durch den Abbau von Arbeitsplätzen und die Kürzung von Löhnen. Die interne Abwertung hat zu hoher Arbeitslosigkeit, zu sinkenden Haushaltseinkommen und steigender Armut geführt. Sie bedeutete sprichwörtliches Elend für Millionen von Menschen.“……
Erstmals spricht ein EU-Kommissar offen vom Zusammenbruch

hugofreutel.blogspot.ch

hugofreutel.blogspot.ch

Die Kluft zwischen Markt und Realität

Die Kluft zwischen Markt und Realität
Weltwirtschaft und Finanzmärkte

Die niedrigen Marktzinsen und hohen Aktienkurse signalisieren derzeit eine falsche Sicherheit. Während Tiefzinsen den Spielraum der Notenbanken einengen, hat die Politik das Krisenmanagement behindert.

Die Finanzmärkte signalisieren unverdrossen: Die Gefahr ist vorbei. Die Aktienmärkte bewegen sich auf hohem Niveau, und an den Kapitalmärkten, insbesondere in der Euro-Zone, verharren die Zinsen auf extrem niedrigem Niveau. Die laufenden Renditen für spanische und französische Staatsanleihen sind sogar niedriger als jemals in den vergangenen über 200 Jahren; und auch die italienischen Zinsen haben, wie von Jim Reid von der Deutschen Bank aufgestellte Grafiken zeigen, nur einmal in diesem Zeitraum diesen tiefen Wert touchiert. Doch diese Signale dürften täuschen. Die Verschuldung nicht nur der einzelnen Staaten, sondern auch des Privatsektors ist weiterhin auf ungesund hohem, auf Dauer nicht tragbarem Niveau und steigt teilweise sogar weiter.

Grenzen der Geldpolitik
Die Kluft zwischen Markt und Realität

Tony Neat

Tony Neat

Gold Rush im Silicon Valley

Von Apple und Google über Facebook und Twitter bis hin zu Tesla Motors und dem Biotech-Riesen Genentech: Das Silicon Valley ist das global wichtigste Zentrum des technologischen Fortschritts.

Während sich die amerikanische Wirtschaft nur schleppend erholt, herrscht im Tal des digitalen Urknalls Hochkonjunktur. In San Francisco erlebt die Technologiebranche einen Boom, der an die Euphorie der späten Neunzigerjahre erinnert.

Wer in den Empfangsraum von Yelp (YELP 74.92 13.79%) tritt, versteht sofort, warum es immer mehr junge Talente aus der Technologiebranche nach San Francisco zieht. Charmevoll im Stil eines alten Krämerladens eingerichtet, gleicht der zwölfte Stock des Wolkenkratzers an der New Montgomery Street 140 mit seinem Ambiente eher einer angesagten Szenebar als dem Sitz eines kotierten Softwareunternehmens. An der hauseigenen Kaffeebar werden kostenfrei Gourmetsorten aus aller Welt serviert, und für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es in der Küche eine riesige Auswahl an Snacks. Bequeme Sofas, Billard- und Pingpong-Tische dürfen natürlich nicht fehlen. Im Untergeschoss stehen zudem hundert Veloparkplätze inklusive Garderoben, Duschen und sogar einer kleinen Reparaturwerkstatt zur Verfügung.

«Bei der Wahl unseres neuen Zuhauses haben wir uns viel überlegt», sagt Yelp-CEO und -Mitbegründer Jeremy Stoppelman. Gleich in neun der insgesamt sechsundzwanzig Stockwerke hat sich der Online-Restaurantkritikdienst eingemietet. Seit der Gründung 2004 hat er zwar noch nie Gewinn erwirtschaftet. Zu annähernd 5 Mrd. $ wird er an der Börse aber fast gleich hoch bewertet wie der Schweizer Industriekonzern ABB (ABBN 20.94 -0.29%). «Wir brauchten nicht nur mehr Platz, sondern suchten nach einem Ort, der für Pendler leicht erreichbar ist und sich in der Nähe guter Geschäfte und Restaurants befindet», meint Stoppelman. Zufall oder nicht: Gebaut wurde das elegante Art-déco-Hochhaus während der Goldenen Zwanziger, als an den Aktienmärkten wie heute Rekordlaune herrschte – bis der Börsenkrach von 1929 die Party abrupt beendete….. Finanz und Wirtschaft

Es begann in einer Garage
Gold Rush im Silicon Valley / PDF
Gold Rush im Silicon Valley

 

Chinas Millionäre trimmen heimischen Fußball auf Weltniveau

Felix Lee über Roten Kapitalismus und chinesische Online-Phänomene

Bislang ist China nicht gerade als Fußballnation bekannt. Das hängt damit zusammen, dass das bevölkerungsreichste Land der Welt es erst ein Mal geschafft hat, sich für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. 2002 war das in Japan und Südkorea mithilfe des serbischen Trainers Bora Milutinovic. Bereits in der Vorrunde flog das chinesische Team nach drei Niederlagen jedoch raus. Im weltweiten Fifa-Ranking belegt Chinas Nationalmannschaft derzeit nur noch Platz 103. Nun haben aber chinesische Unternehmer das Feld für sich entdeckt. Und zwar als Investmentmöglichkeit.
Chinas Millionäre trimmen heimischen Fußball auf Weltniveau
China Fussball

Der Erdölmarkt im Strudel der Irak-Krise

Finanzen
Steigende Energiepreise

Die Nervosität, dass das Vordringen der Islamisten im Norden des Iraks auch auf die Erdölförderung des Landes Einfluss haben, könnte wächst.

Am Mittwoch am Treffen der Organisation erdölexportierender Länder Opec ist noch von einer ruhigen Lage an den Erdölmärkten die Rede gewesen. Nur einen Tag später erreichte der Erdölpreis für die Sorte Brent den höchsten Wert seit Jahresbeginn, am Freitag ging der Anstieg der Erdölpreise weiter: Am späten Vormittag stieg Brent am Terminmarkt ICE auf mehr als 113 $ je Fass, die amerikanische Erdölsorte WTI erreichte einen Preis von 107 $.

Der Preissprung ist vor allem auf die angespannte Lage im Irak zurückzuführen. Der Vormarsch sunnitischer Extremisten im Nordirak zeigt die Schwächen der irakischen Armee auf. Es wird befürchtet, dass die Krise die Erdölexporte des zweitgrössten Produzentenlandes innerhalb der Opec beeinträchtigen könnte. Die Fähigkeit der Armee, die Kontrolle über die wichtige Erdölinfrastruktur zu behalten, wird angezweifelt. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) förderte der Irak im Mai 3,4 Mio. Fass Öl. Derzeit gibt es noch keine Produktions- oder Exportausfälle, zumal die bedeutendsten Felder und Exportanlagen sich im Süden des Iraks befinden. Eine weitere wichtige Ölgegend ist die Autonome Region Kurdistan. Deren Sicherheitskräfte stellen sich den Extremisten entgegen, und sie sollen die Ölstadt Kirkuk eingenommen haben, die von der irakischen Armee geräumt worden war.
Der Erdoelmarkt im Strudel der Irak-KriseErdoel

Die Reichsten besitzen mehr als angenommen

Der Standard berichtet: Nach einer neuen EZB-Berechnung hält das Top-Prozent bis zu 41 Prozent des Vermögens

Wien – Die Reichsten vereinen einen größeren Anteil des Vermögens auf sich als bisher angenommen: Zu diesem Schluss kommt eine neue Berechnung der Europäischen Zentralbank (EZB). Ergebnis für Österreich: Die wohlhabendsten fünf Prozent der Haushalte besitzen demnach zwischen 52 und 59 Prozent des privaten Nettovermögens.

Die Daten bieten damit Unterfutter für eine hitzig geführte Debatte, die mit der geplanten Steuerreform zusammenhängt: Wie viel Vermögen konzentriert sich in der Oberschicht wirklich? Die EZB erntete für die bisher veröffentlichten Daten, die den wohlhabendsten fünf Prozent hierzulande „nur“ 48 Prozent zuschrieben, Kritik von beiden Seiten: Gegner von Vermögenssteuern bekrittelten, dass es sich um Zahlen aus Umfragen, wenn auch aufwändiger Art, handelt, die Befürworter hielten die Konzentration für unterschätzt. Schließlich nehmen Superreiche, worauf auch die Studienautoren hinweisen, an solchen Befragungen ungern teil.

Verschiedene Rechenvarianten

Eine Hochrechnung der Universität Linz ließen viele Kritiker nicht gelten, zumal der Auftraggeber die politisch gefärbte Arbeiterkammer war. Doch die dem Standard vorliegende Untersuchung des Ökonomen Philip Vermeulen, die demnächst als EZB-„Working Paper“ erscheint, geht von ähnlichen Dimensionen aus: Sie setzt nicht nur den Anteil der obersten fünf Prozent, sondern auch jenen des Top-Hundertstels höher an als bisher ausgewiesen: Das reichste Prozent besitzt demnach nicht bloß 23 Prozent, sondern 30 bis 41 Prozent des Nettovermögens (Schulden abgezogen).

Die Bandbreite ergibt sich aus verschiedenen Rechenvarianten. Basis sind Schätzungen nach der wissenschaftlich etablierten Pareto-Methode, auch die Milliardärsliste des US-Magazin Forbes floss in manche Varianten ein.

Von zehn genannten Staaten bescheinigen die Daten nur den USA höhere Vermögenskonzentration. Die angeführten EU-Länder – etwa Deutschland, Frankreich, Italien oder die Niederlande – hängt Österreich diesbezüglich ab.

comicsalliance.com/superhero-occupy-wall-street/

comicsalliance.com/superhero-occupy-wall-street/

Fitch senkt den Ausblick für Südafrika auf negativ

Bonität: (Bloomberg) Der Ausblick für Südafrikas Kreditrating wurde von Fitch Ratings von stabil auf negativ gesenkt. Als Grund nannte die Rating-Agentur die sich verschlechternden Wirtschaftsaussichten.

Fitch hat seine Prognosen für das Bruttoinlandprodukt von Südafrika von 2,8% auf 1,7% für 2014 korrigiert und von 3,5% auf 3% für 2015, wie das Unternehmen mitteilte. Das Kreditrating wurde bei BBB belassen.

Erhöhte Streikaktivitäten, hohe Lohnforderungen und Elektrizitäts-Engpässe stellten Belastungen für die Angebotsseite dar, hiess es laut Fitch. Bis jetzt hat die starke Abwertung der südafrikanischen Währung nicht zu klaren Anzeichen der Verbesserung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit geführt.

Die südafrikanische Wirtschaft ist die zweitgrösste des Kontinents nach der nigerianischen und ist von Rezession bedroht. Die weltgrössten Platinminen im Land waren über 20 Wochen wegen Streiks für höhere Löhnen geschlossen. Das BIP schrumpfte in den drei Monaten bis März annualisiert um 0,6% und schränkte so die Fähigkeit der Regierung ein, die Haushaltsdefizite so schnell wie geplant zu senken.

Die Senkung des Kreditrating-Ausblicks wurde bereits von den Kreditausfallversicherungen vorweggenommen, sagte eine Analytikerin bei RMB in Cape Town am Freitag. Die Kosten für die Absicherung eines Ausfalls südafrikanischer Anleihen stiegen am Donnerstag um 12 auf 179 Basispunkte.

www.mescalero-verlag.de

www.mescalero-verlag.de

Konjunktur Schweiz, Prognosen zeigen leicht nach unten

NZZ berichtet: Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) korrigiert ihre Prognosen für die Schweizer Wirtschaft erneut nach unten. Im laufenden Jahr dürfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) noch um 1,8% zulegen.

Im März war die KOF noch von einem Plus von 2% ausgegangen. Auch für 2015 fährt die KOF die Prognosen für das BIP-Wachstum leicht zurück, und zwar von +2,1% im März auf nun noch +2%, wie sie am Freitag in einem Communiqué mitteilte. Damit haben die Konjunkturauguren der ETHZ zum zweiten Mal hintereinander ihre Erwartungen gedämpft.

Schwächer als im März prognostiziert dürfte der Privatkonsum ausfallen, der die wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft ist. Hier sieht die KOF noch ein Wachstum von 1,7% in diesem Jahr. Im März hatte sie noch mit einem Anstieg um 2,2% gerechnet. Auch bei den Anlageinvestitionen, den Exporten und den Importen fährt die KOF ihre Erwartungen nach zurück.

Die Weltwirtschaft sei schwach ins Jahr 2014 gestartet, schreibt die KOF in ihrem Communiqué. Ein Grund für die Flaute im Welthandel sei die gedämpfte Nachfrage aus den USA gewesen. Für die US-Wirtschaft sei nun allerdings mit einem Aufholeffekt zu rechnen. Im Euro-Raum dürfte sich die Erholung fortsetzen, die im vergangenen Jahr begonnen habe. Allerdings sei diese in einzelnen Ländern noch fragil.
Schweizer Konsumenten zurückhaltend

Das Geld tut nix

Deutsche Sparer fühlen sich um ihre Zinsen betrogen. Aber ist dafür wirklich Mario Draghi von der EZB verantwortlich?

An diesem Donnerstag wird das Ansehen Mario Draghis in Deutschland einen neuen Tiefpunkt erreichen. Man wird ihm vorwerfen, die deutschen Sparer zu enteignen. Man wird ihm vorwerfen, die Altersvorsorge von Millionen von Bundesbürgern aufs Spiel zu setzen.Und man wird ihm vorwerfen, den Euro aufzuweichen. Mario Draghi, der mächtige Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), der mit seiner Politik des billigen Geldes den Wohlstand kommender Generationen gefährdet – das ist die Geschichte, die erzählt werden wird, wenn Draghi am Donnerstag die nächste Zinssenkung verkündet. Sie ist auch deshalb so populär, weil klar ist, wer der Böse ist und wer der Gute.

Es gibt aber noch eine andere Version der Ereignisse, bei der die Rollen weniger eindeutig verteilt sind. Denn dass die Zinsen so niedrig sind, liegt nicht in erster Linie an Mario Draghi und seiner Notenbank. Sondern daran, dass derzeit schlicht niemand Geld leihen will. Deshalb ist dies die Geschichte einer Zinslüge.

Sie beginnt in München, bei BMW. Der Autobauer hat im vergangenen Jahr kräftig investiert:in neue Maschinen für die Produktionsstätten in Leipzig und Landshut etwa, in ein Motorenwerk in China. Weltweit hat der Konzern fast sieben Milliarden Euro ausgegeben, fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Geschäfte gehen gut, neue Modelle gelangen auf den Markt. Trotzdem kommt BMW praktisch ohne neue Kredite aus, das Unternehmen finanziert
die Investitionen weitgehend aus eigener Kraft.
Das Geld tut nix
Geld tut nix