Eurovision Song Contest in Kopenhagen ist ein teures Vergnügen

Nicht nur für das Gastgeberland Dänemark ist der Eurovision Song Contest einEurovision teures Vergnügen – nicht alle Länder können und wollen sich die Teilnahme am Bewerb überhaupt leisten.

Für die Austragung des Eurovision Song Contest in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen greift der Gastgeber tief in die Tasche: Mindestens 25 Millionen Euro muss das Danmarks Radio (DR) zahlen – wenn nicht mehr. Das Megaevent könnte für den heurigen Host teurer werden als geplant. So kostet der Umbau der B&W-Hallen als Veranstaltungsort jetzt schon mindestens drei Millionen Euro mehr als veranschlagt.

Teilnahme am ECS ist teuer aber wundervoll

Aber nicht nur für den Veranstalter ist der ESC teuer. Je nach Größe müssen auch die nationalen Sender einen Beitrag zahlen: 2014 muss der ESC deshalb ohne Songs aus Bulgarien, Serbien und Zypern auskommen. Die European Broadcasting Union (EBU) schreibt die Absagen den Ausläufern der Wirtschaftskrise zu und ist stolz auf 37 Teilnehmer. Immerhin sagte sogar das europäische Sorgenkind Griechenland zu:
Der Eurovision Song Contest in Kopenhagen ist ein teures Vergnügen

Eurovision Song Contest 2014

 

Warum zahlt Swisspartners US-Behörden 4,4 Millionen Dollar?

Steuerstreit

Einigung im Steuerstreit: Swisspartners zahlt den US-Behörden 4,4 Millionen Dollar. Das Institut soll Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Credit Suisse wird ein ähnliches Vergehen vorgeworfen.

Washington:  Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Swisspartners Group hat sich mit den US-Behörden in einem Steuerstreit auf die Zahlung von 4,4 Millionen Dollar verständigt. Das teilte das Justizministerium in Washington am Freitag mit.

Die US-Staatsanwaltschaft wirft dem Institut vor, von 2001 bis 2011 Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Der Fall wird mit besonderem Interesse verfolgt, weil Credit Suisse von der amerikanischen Staatsanwaltschaft ein ähnliches Vergehen vorgeworfen wird.

Aus US-Kreisen ist verlautet, dass die Großbank mit einer Strafe von bis zu 1,6 Milliarden Dollar rechnen muss.
SWISS SONGBIRD AVOIDED CRIMINAL CHARGES IN U.S. TAX EVASION PROBE

www.alanbenson.de

www.alanbenson.de

Swiss money manager-sings to avoid criminal charges in us

Schatten über der Credit Suisse

Die UBS musste bereits 2009 einräumen, dass sie amerikanisches Recht gebrochen hatte. Schwierig abzuschätzen sind die Folgen eines formal direkteren Schuldeingeständnisses, wie es nun für die Credit Suisse zur Diskussion steht.

So gern die Aktionäre der Credit Suisse an der Generalversammlung Näheres über den Steuerkonflikt in den USA erfahren hätten, so wenig konnte die Bankspitze dem noch laufenden Verfahren vorgreifen. Beobachter rechnen mit einem Abschluss in den nächsten Tagen oder Wochen. Im Vordergrund steht das Szenario eines Schuldeingeständnisses (möglicherweise eher von der Muttergesellschaft als von einer Tochter) zusammen mit einer saftigen Busse. Auch personelle Konsequenzen auf den obersten Etagen sind nicht auszuschliessen.
Der Schatten über der Credit SuisseSchatten über der Credit Suisse

Großbanken wollen die Bitcoin-Idee nutzen

Geldsysteme

Der schnelle Aufstieg der Internet-Währung hat etablierte Banken geschockt. Die
unbestrittenen Vorteile wie den Geldtransfer will das Establishment kopieren – und macht dabei den Bitcoin überflüssig.

Die Wall Street in New York: Ranghohe Manager der Finanzbranche haben die Idee der virtuellen Währung für sich entdeckt. Amerikas prominentester Banker, JPMorgan-Chef Jamie Dimon, hat ernste Zweifel. Das Gleiche gilt für den legendären Investor Warren Buffett. Beide haben Bitcoins mehr oder weniger unverblümt den Untergang vorausgesagt. Doch hinter den Kulissen studieren ranghohe Manager der Finanzbranche das Konzept der digitalen Währung ganz genau.

Es geht ihnen nicht so sehr darum, das 2009 eingeführte Anarchogeld selbst zu verwenden oder als Parallelwährung neben dem Dollar zu etablieren. Vielmehr wollen sie den Bitcoin überflüssig machen.

Die Finanzingenieure haben sich zum Ziel gesetzt, die eigentliche Innovation des Bitcoin, nämlich einen schnellen und günstigen Geldtransfer zu ermöglichen, nachzuahmen und zu ihren Gunsten zu verwenden. Ganz vorne im Rennen ist eine Firma namens FIS, ein Anbieter für Systeme zur Zahlungsabwicklung.
Großbanken wollen die Bitcoin-Idee ausbeuten

Großbanken wollen die Bitcoin-Idee nutzen

Macao: Alle verdienen bei der Geldwäsche mit!

Macao degradiert Las Vegas zum Provinz-Kasino

Nirgendwo wird mit Glücksspiel so viel verdient wie in der chinesischen Kasino-Stadt Macao. Das ehemalige Vorbild Las Vegas kann da schon lange nicht mehr mithalten – auch in Sachen krimineller Energie.

Alle verdienen bei der Geldwäsche mit

Die vielen Shoppingmalls in Macao dienten einem ähnlichen Zweck. Bürger der Volksrepublik kaufen dort ein und zahlen mit UnionPay, der am meisten verbreiteten Kreditkarte im Land. „Sie geben die Sachen Minuten später zurück und bekommen Bargeld wieder“, sagt Zhonglu Zeng. So lassen sich die Einfuhrbeschränkungen für Devisen ganz leicht umgehen.
Macao degradiert Las Vegas zum Provinz-Kasino

Rodrigo de Matos

Rodrigo de Matos

Steuergeld Verschwendung

Staatsbank verschwendet Steuergeld

Der Rechnungshof übt in einem internen Bericht scharfe Kritik an der staatlichen Bad Bank der HRE: Die Abwicklungsanstalt habe Beratermandate ohne Ausschreibung und zu viel zu hohen Preisen vergeben.

„Das Kernproblem bleibt, dass sich die Bundesregierung im Bankensektor auf Zuarbeit und Ratschläge von privaten Wirtschaftsprüfern und Unternehmensberatern verlassen muss, weil sie nicht genügend eigenes qualifiziertes Personal vorhält“, sagt Axel Troost, finanzpolitischer Sprecher der Linkspartei im Bundestag. „Das ist doppelt beklemmend, erstens weil dieselben Berater meist im Auftrag der Banken handeln und daher ihr Herz eher für die Banken schlägt und zweitens, weil dieselben Berater die Banken in der Vergangenheit ja offensichtlich sehr schlecht beraten und geprüft haben.“
Staatsbank verschwendet Steuergeld

Lilah Design Isabell Hemming / Germany www.w-t-w.org/en/isabell-hemming www.littleart.de

Lilah / Design Isabell Hemming

Hat der Kreml die Modernisierung verpasst?

Wirtschaftsliberaler Rhetorik hat der Kreml zu selten Taten folgen lassen. Sollte Putin jetzt die neue nationalistische und protektionistische Wortwahl in eine entsprechende Politik umsetzen lassen, potenziert das den Schaden für das eigene Land.

Da ist es wieder gewesen, das russische Verständnis von Politik als Konfrontation und Nullsummenspiel um Macht und Einfluss. Präsident Wladimir Putin, vor wenigen Tagen gefragt nach seiner Meinung über die jüngst verschärften Sanktionen von USA und EU wegen der Kreml-Politik in der Ukraine-Krise, gab sich kämpferisch: Die Regierung erarbeite Gegenmassnahmen, und auch wenn er diese noch nicht umzusetzen wünsche, so müsse man doch anschauen, «wer was in verschiedenen Sektoren der russischen Wirtschaft tut, auch im Energiesektor». Diese Drohung gegen ausländische Firmen reiht sich ein in die seit Wochen wachsende Phalanx protektionistischer Rhetorik aus allen Ecken des politischen Lagers. Von Enteignungen bis hin zur Zwangsschliessung aller McDonald’s-Filialen reichen die Vorschläge. Vor einem Jahr hätte noch kaum jemand solche Wortmeldungen ernst genommen. Jetzt lehrt der Ukraine-Konflikt Unternehmen und Analytiker, dass dem Kreml offenbar nur noch selten zu trauen ist.
Was ist noch sicher?
Putins wirtschaftlicher Verrat am eigenen Volk

Pawel, ein Wirtschaftsstudent, macht sich jedoch grosse Sorgen: Die drohende wirtschaftliche und politische Isolation habe desaströse Konsequenzen: «Russland hat keine Verbündeten mehr. Zwanzig Jahre Diplomatie werden durch den Abfluss gespült!», klagt er.

Arend van Dam www.w-t-w.org/en/arend-van-dam www.arendvandam.com

Arend van Dam

Milliarden Franken verdächtige Vermögenswerte gemeldet

Ein Koffer voller Schweizer Banknoten

Der Meldestelle für Geldwäscherei MROS sind im Jahr 2013 fast drei Milliarden Franken verdächtige Vermögenswerte gemeldet worden. Deutlich zugenommen haben als mutmassliche Vortaten die Fälle von Computerbetrug, insbesondere der Verdacht auf Phishing, wie die MROS am Donnerstag mitteilte.
Deutlich mehr Geldwaesche-Faelle via Phishing

www.igorzakowski.webs.com

www.igorzakowski.webs.com

 

Macht der Worte bewegt den Euro

Von EZB-Chef Mario Draghi geschürte Spekulationen auf eine baldige Lockerung der Geldpolitik haben den Euro am Donnerstag auf Talfahrt geschickt.

Die Gemeinschaftswährung verlor mehr als einen Cent. Die Aktienbörsen legten dagegen zu. Der Dax verabschiedete sich mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 9607,40 Punkten in den Feierabend, der EuroStoxx50 gewann 1,4 Prozent auf 3204,30 Zähler.
Die Leitzinsbestätigung der EZB sorgt zunächst nur für ein Zucken am Devisenmarkt. Doch die anschließenden Ausführungen von Notenbankchef Draghi befeuern den Eurokurs – um ihn kurz darauf deutlich zu drücken.

Anleger lasen aus den ersten Kommentaren des EZB-Präsidenten nach der Zinsentscheidung heraus, dass quantitative Lockerungen derzeit keine ernsthafte Option für die EZB darstellen. Allerdings wendete sich das Blatt schon recht bald, als der Italiener dann geldpolitische Lockerung für Juni in Aussicht stellte.
Macht der Worte

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann