IWF-Tagung zeigt Zuversicht und Gefahren

Deutsche Welle berichtet: Passend zum Beginn der IWF-Tagung kamen aus IWF TagungGriechenland, dem Land der dunkel-dräuenden Kassandra-Rufe, endlich einmal gute Nachrichten. Nach vier Jahren war es dem krisengeschüttelten Land gelungen, seine Staatsanleihen auf dem internationalen Finanzmarkt zu platzieren. Damit verstärkten sich gleich zu Beginn des IWF-Treffens in Washington die positiven Signale, und das ließ viele der angereisten Finanzminister und Notenbankchefs entspannter in die Zukunft blicken, als man es von den letzten IWF-Treffen gewohnt war.

Die Eurokrise scheint überwunden, die Industrieländer um die USA und Deutschland finden zurück in die Rolle der Weltwirtschafts-Lokomotive und die Schwellenländer trifft die restriktive US-Geldpolitik dann doch nicht so stark, wie das manche noch Wochen vor dem Treffen vorhergesagt haben. Soweit die schöne neue Welt von Washington.

Risiken bleiben

Alles bestens also? Keineswegs! Ob der Optimismus von Finanzminister Schäuble und seinen Kollegen angesichts der positiven IWF-Vorhersagen für das Weltwirtschaftswachstum wirklich gerechtfertigt ist, wird sich schon sehr schnell in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen. Denn die 24 Regierungs- und Notenbankvertreter im IWF-Lenkungsausschuss haben recht, wenn sie einräumen, dass weiterhin „Abwärtsrisiken“ bestehen.

Das wohl am schwersten vorhersehbare Risiko trägt den Namen Ukraine. Dass IWF-Chefin Christine Lagarde ihr Tempo erhöht und das Land noch Ende April mit einer Geldspritze in Höhe von 18 Milliarden Dollar vor dem Bankrott retten will, ändert nur wenig an dem rasch anwachsenden Schuldenberg des Landes und dem Konflikt mit Russland um drastisch erhöhte Gaspreise und unbezahlte Rechnungen.

Die IWF-Frühjahrstagung, an der auch Russland teilnahm, konzentriere sich auf Finanz- und Wirtschaftspolitik, hörte man in Washington immer wieder in diesen Tagen. Mit dieser – zumindest verbalen – Selbstbeschränkung ist es immerhin gelungen, Russland im Boot zu halten. Dass dessen Finanzminister Anton Siluanow in den Treffen mit seinem amerikanischen und deutschen Amtskollegen ankündigte, sich an dem Hilfsfonds für die Ukraine beteiligen zu wollen, mutet aber eher surreal an, nachdem Präsident Putin alles tut, um das Land vor Ort zu destabilisieren. Sein zeitgleich versandter Brief an 18 Staats- und Regierungschefs, in dem er mit einem Stopp der Gaslieferungen an die Ukraine droht, lässt Ungutes erahnen.

Problemfall Russland

Allerdings erfuhr man in Washington weder von dem gutgelaunten Finanzminister Schäuble noch von IWF-Chefin Lagarde etwas darüber, wie man verhindern will, dass Russland am Ende der Hilfskette für die Ukraine mit Verweis auf unbezahlte Rechnungen die Hand aufhält und den Löwenanteil der IWF-Gelder kassiert. Dass Russland sich selbst zu einem noch viel größeren Risiko für die Weltwirtschaft entwickeln kann als die Ukraine, wurde in Washington nur hinter vorgehaltener Hand thematisiert. Experten sehen das Land bereits in die Rezession rutschen, während der IWF für 2014 immer noch ein Wirtschaftswachstum prognostiziert.

Aber nicht nur geopolitische Krisen sorgen für Ungewissheit. Auch hausgemachte Fehler und Laschheiten können sich schnell rächen und den derzeit aufgehellten Konjunkturhimmel wieder eindunkeln. Schwellenländer wie Brasilien haben die Zeiten großer wirtschaftlicher Erfolge nicht für Reformen des Steuersystems oder der Handelsregularien genutzt. Werden sie jetzt angesichts einer eingetrübten Konjunktur ihren Ankündigungen struktureller Reformen Taten folgen lassen? Wie wirkt sich in diesem Zusammenhang die von Peking bewusst herbeigeführte Reduzierung des einst stürmischen Wachstums auf die Schwellenländer aus? Wenn China niest, bekommen die anderen Schnupfen, heißt eine alte Regel.

Und auch in der Eurozone lauern mit der Niedriginflation und einem starken Euro Gefahren, die sich hemmend auf die gerade einsetzende Erholung auswirken können. Ganz abgesehen von dem hohen Sockel der Arbeitslosigkeit gerade in den südeuropäischen Krisenländern. IWF und Europäische Zentralbank haben sich auch jetzt in Washington nicht auf eine gleichlautende Analyse, geschweige denn eine Strategie einigen können. IWF-Chefin Lagarde sorgt also weiterhin die „Lowflation“, wie sie es sagt. EZB-Präsident Mario Draghi betrachtet eher den starken Euro als Wachstumshemmer. Tröstlich immerhin, dass beides mit der gleichen Medizin, nämlich einer „gelockerten Geldpolitik“, bekämpft werden könnte.

Neue Gruppierung?

Mehr Wachstum durch Reformen, auf diese wohlklingende Formel haben es die 188 Vertreter der Mitgliedsländer des IWF in ihrer Abschlusserklärung gebracht. Das klingt schön, ist aber völlig unverbindlich. Viel wird von Kooperation und Koordination unter den Hauptakteuren abhängen. In Washington hat sich die IWF-Frühjahrstagung als Format hierfür bewährt, auch wenn die durch den US-Kongress blockierte Reform des Währungsfonds weiter auf sich warten lässt.

Ob die nach Russlands Ausschluss verschlankten G7 oder die G20 von gleicher Effektivität sind, darf man bezweifeln. Viel spricht dafür, dass man über eine neue Gruppe nachdenken sollte, in der die fünf wichtigsten Wirtschaftsnationen schnell und wirkungsvoll agieren können: Das wären dann die USA, China, Brasilien, Indien und Deutschland.

IWF

Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen

In Brüssel greifen 1.700 Lobbyisten mit einem Budget von 120 Millionen Euro in die EU-Gesetzgebung ein.

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichte berichten:
Finanzlobby hat in Brüssel Regulierung verhindert

Die Finanzindustrie beschäftigt 1.700 Lobbyisten und gibt jährlich 120 Millionen Euro aus, um in die EU-Gesetzgebung einzugreifen. Mehr als 700 verschiedene Finanzlobby-Gruppen waren in den EU-Institutionen im vergangenen Jahr aktiv, so ein Bericht. Die Beziehung zwischen Gesetzgebern und Lobbyisten ist eng.

Die Finanzindustrie beschäftigt 1.700 Lobbyisten und gibt jährlich 120 Millionen Euro aus, um in die EU-Gesetzgebung einzugreifen. Mehr als 700 verschiedene Finanzlobby-Gruppen waren in den EU-Institutionen im vergangenen Jahr aktiv, so ein Bericht. Die Beziehung zwischen Gesetzgebern und Lobbyisten ist eng.
Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 hat die EU die nationalen Regierungen aufgefordert, insgesamt rund 1,6 Billionen Euro in die Banken zu pumpen, um sie am Leben zu halten. Brüssel hat eine Reihe von Rechtsvorschriften zu Verschärfung der Regulierungen von Banken beschossen – allerdings mit kräftiger Unterstützung der Finanzindustrie.

„Die Finanzlobby ist ein großes Hindernis für eine effektive Regulierung“, schlussfolgert der Bericht „The fire power oft the financial lobby“ von Corporate Europe Observatory, einer Organisation, die sich für Transparenz einsetzt. „Das relative Scheitern des Reformprozesses zeigt die enorme Kraft der Finanzlobby in den EU-Institutionen“, heißt es dort.

Die Krise offenbare eine klare Notwendigkeit für strengere Regeln auf den Finanzmärkten, sagt Kenneth Haar, der Sprecher der Organisation zum EUobserver. „Aber die Reform hat sich als schwierig erwiesen.“ Die Zahlen belegten dies. Die Finanzlobby habe die Schlagkraft, um sich den Reformen zu widersetzen. „Diese Macht wurde offenbar in jedem Kampf um Regulierungen seit der Pleite von Lehman Brothers ausgenutzt“, so Haar.

Bei der letzten Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Europäischen Parlaments vor den Mai-Wahlen, sagte die Vorsitzende Sharon Bowles, seit 2009 hätten die Abgeordneten 63 neue Gesetze auf den Weg gebracht. Die meisten beschäftigen sich mit Finanzmarktregulierungen.

Großbritannien, mit dem größten Finanzdienstleistungssektor der EU hat, zählt mehr als 140 Lobby-Gruppen, gefolgt von Deutschland und Frankreich.

Der Wirtschaftsausschuss war die wichtigste Anlaufstelle für die Lobbyisten. Die Beziehung zwischen Gesetzgebern und Lobbyisten ist für viele Beobachter zu eng. Es gibt auch Hinweise, dass Abgeordnete „Copy & Paste“-Änderungen der Finanz-Lobbyisten übernehmen.

Eine Reihe von Abgeordneten im Ausschuss haben direkte Verbindungen in den Finanzsektor. Dazu zählt auch der deutsche EU-Abgeordnete der CDU Burkhard Balz. Als Abteilungsdirektor der Commerzbank verdient er mehr als 10.000 Euro pro Monat.

Inzwischen gibt es eine wachsende Zahl von EU-Beamten und Mitarbeiter von Abgeordneten, die durch die „Drehtür“ neue Jobs als Lobbyisten bekommen haben.

Ein Bericht, der die Änderungen von Abgeordneten auf Rechtsvorschriften über Hedgefonds und Private-Equity-Firmen untersucht hat, ergab, dass mehr als 900 der 1.700 Änderungen von Lobbygruppen vorbereitet wurden.

Organisationen, die sich für mehr Transparenz einsetzten, wollen schärfere Regeln, wie etwa verbindliche Registrierung von Lobbyisten erzwingen. Das Transparenz-Register der EU wurde im Jahr 2008 eingeführt. Bislang haben sich 2.800 Lobby-Gruppen angemeldet, allerdings ist die Teilnahme freiwillig. Die Lobbyisten müssen nicht offenlegen, bei welchen Gesetzen sie versucht haben, einzugreifen.

Die Lobby-Industrie ist in den vergangenen Jahren extrem gewachsen. Zeitgleich stieg die Rechtsetzungskompetenz der EU. Die Gesetzgebung im Finanzsektor ist in der laufenden Legislaturperiode eine der Prioritäten der Institutionen. Zudem werden immer mehr Gesetze in den Brüsseler Hinterzimmern vereinbart – durch Schattengremien in sogenannten Trilog-Sitzungen.
MEP Burkhard Balz Declaration of Financial Interests:
EP_MEP_Balz_DFI_17.3.14

Plakat zum 'Diener zweier Herren'

Plakat zum ‚Diener zweier Herren‘

Mit der original Studie:
The Fire Power of the Financial Lobby – A Survey of the Size of the Financial Lobby at the EU level : Impact of lobbying

Merkels Sparpolitik

Angela Merkel wurde vorgeworfen, ihre Sparpolitik ruiniere Spanien, Griechenland und den Euro. Muss man sich jetzt entschuldigen?

Was wurde Angela Merkel nicht alles vorgeworfen. Sie „ruiniere“ Spanien, sie „dränge“ Griechenland aus der Euro-Zone, sie setze die Zukunft Europas aufs Spiel. Dies sei womöglich der Sommer, in dem die Währungsunion zerbricht, wegen der Kanzlerin natürlich und ihrer Sparpolitik.

Die Währungsunion gibt es noch. Kein Land hat sie verlassen. Die Wirtschaft wächst wieder. Die Arbeitslosigkeit geht allmählich zurück. Und jetzt kann sich Griechenland sogar wieder am Kapitalmarkt Geld zur Finanzierung des Staatsbetriebs leihen, um nicht mehr allein auf Hilfszahlungen aus Europa angewiesen zu sein.

Griechenland! Das Symbol für alles, was in dieser Krise angeblich falsch gelaufen ist. Das Land, in das vor ziemlich genau vier Jahren die ersten Hilfsmilliarden flossen. Das vor allen anderen die harten Sparauflagen aus Berlin und Brüssel zu spüren bekam. Wenn die Kanzlerin diese Woche nach Athen reist, dann besucht sie ein Land, das sich nicht auf den Euro-Austritt vorbereitet, sondern wieder als vollwertiges Mitglied der Währungsgemeinschaft anerkannt werden will.

Und nun?….. Merkels Sparpolitik

www.koufogiorgos.de

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Wenns um Geld geht, versagt die Aufsicht!

Unsere Korrespondentin Dr. Caroline Bono lenkt unser Aufmerksamkeit auf das Thema,   Aufsichtsbehörden schauen weg. «Unwirksame Medis bleiben auf dem Markt»

Vier Jahre lang kämpften die Forscher darum, die vollständigen Daten zu Tamiflu zu erhalten. Ein Pharma-Experte erklärt, warum die Firmen den Zugang zu Studien oft verweigern.

Herr Volante, der Schweizer Pharma-Riese Roche hat sich vier Jahre lang geweigert, die Studiendaten zum Medikament Tamiflu herauszugeben. Nun kamen Forscher zum Schluss, dass das Medikament praktisch wirkungslos ist. Wie ist es möglich, dass Roche die Herausgabe dieser Daten verweigerte?

Salvatore Volante: In der Schweiz und in Europa waren Pharma-Firmen bisher nicht verpflichtet, diese Daten zu veröffentlichen. In den USA ist das hingegen der Fall, und auch in der EU hat sich diese Praxis kürzlich geändert. Die Schweiz hinkt da noch hinterher.

Wer kontrolliert, ob die Ergebnisse dieser klinischen Studien auch stimmen?

Will ein Unternehmen oder eine Institution eine Studie durchführen, muss sich diese bei einem ethischen Komitee anmelden. Diese kantonalen Komitees bestehen aus unabhängigen Ärzten und Experten, die meist auch einer Universität oder einem Institut angeschlossen sind. Das Gremium beurteilt aber nur das Studienkonzept. Nach Abschluss der Studie prüft die nationale Zulassungsbehörde das von der Firma vorgelegte Resultat. Auf dieser Grundlage und dem Nutzen-Risiko-Profil wird dann eine Marktzulassung erteilt.

Kommt es vor, dass unabhängige Forscher eine Studie wiederholen?

Nein. Obwohl das theoretisch möglich wäre, scheitert es meist am Geld: Studien mit tausenden von Patienten kosten schnell mehrstellige Millionenbeträge.

Die Konsumenten sind also auf die Ehrlichkeit der Pharma-Firmen angewiesen, was die Studienergebnisse betrifft?

Ja. Und auf die sorgfältige Prüfung der Daten durch die zuständige Behörde. In der Schweiz ist es das Bundesamt für Gesundheit, das für die Prüfung der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit zuständig ist.

Wie oft kommt es vor, dass ein Medikament vom Markt genommen wird, weil es nicht wirksam ist?

Das ist meines Wissens noch nie passiert. Wenn ein Medikament zurückgezogen wird, dann, weil erst nach der Marktzulassung schwere Nebenwirkungen bekannt wurden. Oder wenn ein Mittel – in Kombination mit anderen Medikamenten – zu Todesfällen geführt hat.

Bei der Debatte um die Wirksamkeit von Tamiflu steht nicht nur Roche in der Kritik, sondern auch die Heilmittel-Zulassungsstelle Swissmedic. Zu Recht?

Falls sich die Ergebnisse der Cochrane-Studie bestätigen, muss sich Swissmedic die Frage gefallen lassen, warum sie Tamiflu für den Markt zugelassen hat. Und warum sie das Medikament für wirksam gehalten hat.

Was muss sich in Zukunft ändern, damit sich der Fall Tamiflu nicht wiederholt?

Zwei Änderungen sind nötig. Erstens sollen die Daten aller klinischen Studien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Und zweitens soll die Marktzulassungsbehörde von den Firmen auch nach der Zulassung weitere Studien zur Wirksamkeit verlangen können.
Medikament unwirksam? Was ist hier falsch?

Tamiflu

Bitcoin Werbung versucht Frauen zu erobern

Immer mehr Frauen in den USA wollen teilhaben an der von Männern dominierten Welt des digitalen Geldes.
Dafür wählen sie allerdings einen recht unemanzipierten Ansatz: In Blogs wie The Bitcoin Wife oder TheBitMom tauschen sie sich aus, was es Neues aus der Welt der digitalen Währung gibt.

Nichts da, Drogen und Waffen! Von wegen Bitcoin ist vor allem die Währung für illegale Geschäfte im Internet, meint die US-Bloggerin Pua Pyland. «Bitcoins auszugeben ist so einfach. Man kann einige berauschende Dinge damit kaufen – und ich rede hier nicht über Silk Road», sagt die Gründerin von The Bitcoin Wife mit Bezug auf den längst geschlossenen Online-Schwarzmarkt, auch «Drogen-Amazon» genannt. Bitcoins seien vielseitig einsetzbar, vor allem auch für Frauen, proklamiert die 33-Jährige aus Utah. „Dies sind aufregende Zeiten, und nicht nur die Jungs sollten Spass daran haben.“
Die Bitcoin-Welt wird von Frauen erobert
Bitcoins not accepted

Erste Firmen haben das Interesse am Standort Schweiz verloren

Erste Firmen haben das Interesse am Standort Zürich verloren

Das Ja zur SVP-Zuwanderungsinitiative stellt die Greater Zurich Area und die angesiedelten Unternehmen vor Herausforderungen – und zwei Firmen haben kein Interesse mehr an Zürich.

89 Unternehmen haben 2013 Zürich oder umgebende Kantone als neuen Standort gewählt. Das sind sechs mehr als im Vorjahr. Die Spitzenzahl von 103 Ansiedelungen in 2009 und 2010 wird aber nicht erreicht. In den nächsten fünf Jahren planen die 89 Firmen, weitere 1075 Stellen zu schaffen. Diese Zahlen liegen klar unter den Werten der letzten fünf Jahre.
Firmen haben das Interesse am Standort Zuerich verloren

Firmen haben das Interesse am Standort Schweiz verloren

Putin versucht europäische Gaskunden zu beruhigen

Reuters reports:

Nach der russischen Drohung mit einer Drosselung der Erdgaslieferungen an die Ukraine versucht Präsident Wladimir Putin die westeuropäischen Kunden zu beruhigen.

Die Lieferverpflichtungen würden eingehalten, sagte Putin am Freitag. US-Präsident Barack Obama empfahl in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, auf eine weitere Eskalation der Ukraine-Krise mit zusätzlichen Strafmaßnahmen zu reagieren. Russlands Außenminister Sergej Lawrow versicherte, sein Land habe nicht die Absicht, nach der Krim weitere ukrainische Regionen einzugliedern.

Russland wolle auch die Belieferung der Ukraine mit Gas nicht stoppen, sagte Putin. Es sei jedoch unhaltbar, dass die Ukraine ihre Zahlungsverpflichtungen nicht erfülle. Die Umstellung auf Vorkasse bleibe eine Option. Die Ukraine schuldet Russland 2,2 Milliarden Dollar für Gaslieferungen. In einem Brief an europäische Staats- und Regierungschefs hatte Putin am Donnerstag angekündigt, dass Russland die Ukraine künftig nur noch gegen Vorauszahlung mit Erdgas beliefern wolle und notfalls die Versorgung drosseln werde. Ein solcher Schritt könnte für Westeuropa Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit haben, weil die Ukraine nicht für sie bestimmtes Gas aus der Pipeline abzapfen könnte.

 Russian Gas to Europe

Solide Finanzen für mehr Wachstum

Kanzlerin Merkel in der Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestags

Der erste Haushalt ohne neue Schulden liegt in greifbarer Nähe. Das sagte die Bundeskanzlerin in ihrer Rede vor dem Deutschen Bundestag. 2014 wird es einen strukturell ausgeglichenen Haushalt geben, schon 2015 wollen die Haushälter ohne neue Schulden auskommen.

Das Versprechen an kommende Generationen werde eingelöst: Ohne Schulden auszukommen und nicht auf Kosten der Zukunft zu leben. Es sei das bewusste Bekenntnis der Großen Koalition, sich um die Sorgen, Ansprüche und Möglichkeiten zukünftige Generationen zu kümmern. „Das ist unsere Pflicht, das sage ich ausdrücklich“, so Angela Merkel.
Innovation und Wachstum beflügeln Haushalt

Die gegenwärtigen Bedingungen für einen ausgeglichenen Haushalt in Deutschland seien günstig: die Wirtschaft wachse mehr als im Durchschnitt im Euroraum, der Binnenmarkt trage mehr zum Wachstum bei und der Export springe an. Deutschland gehöre zu den Gewinnern der Globalisierung, weil es eine wettbewerbsfähige Industrie und einen starken Mittelstand habe.

Doch die Wettbewerbsfähigkeit müsse erhalten werden, indem die Innovationsfähigkeit erhalten bleibe. Darauf lege die Bundesregierung mit ihrer Hightech-Strategie besonderen Wert, erklärte die Kanzlerin. Für Deutschland müsse gelten: Keine gute Idee darf auf der Strecke bleiben, alles muss genutzt werden. Deshalb sei es bei den jetzigen Haushaltsberatungen wichtig, an die Zukunft zu denken. Das bedeute nicht nur, keine Schulden zu machen, sondern es bedeute „mit Weitblick und Klugheit“ in die Zukunft des Landes zu sehen.

Die Kanzlerin kündigte an, dass die Bundesregierung in vier Bereiche investieren werde, die auf die Zukunft gerichtet sind…. Bundesregierung.de

Solide Finanzen fuer mehr Wachstum

Obama möchte gleichen Lohn für Frauen

US-Präsident Barack Obama hat eine Initiative für gleiche Bezahlung für Frauen  gestartet. Nach wie vor verdienten Frauen bei gleicher Arbeit deutlich weniger als Männer. Für jeden Dollar, den ihre männlichen Kollegen verdienten, bekämen Frauen im Durchschnitt lediglich 77 Cent: „Für Afroamerikanerinnen und Latinas sind es sogar weniger. Das ist im Jahr 2014 eine Peinlichkeit, das ist falsch“, sagte Obama im Weissen Haus. Obama rief den „National Equal Pay Day“ aus – den Tag für gleiche Bezahlung.

„Eine Frau muss etwa drei Monate mehr arbeiten, um das zu kriegen, was ein Mann (im Jahr) verdient. Das ist nicht fair. Das ist wie sechs extra Meilen an einen Marathon hängen“, sagte Obama. Er rief den Kongress zum Handeln auf. Obama hatte den Kampf für gleiche Löhen bereits kurz nach Amtsantritt 2009 zur Chefsache gemacht.

Zugleich unterzeichnete er zwei präsidiale Verordnungen, die Frauen helfen sollen. Zum einem wird es Firmen, die für den Staat arbeiten, künftig untersagt, gegen Arbeitnehmer vorzugehen, die offen über ihre Löhne und Gehälter diskutieren. Zudem sollten solche Unternehmen der Regierung konkrete Informationen über ihre Löhne für Männer und Frauen liefern.

Obama