EU veröffentlicht „Black List“ von Steueroasen

EU nennt Staaten, die nicht kooperieren und stellt 30 Steueroasen an den Pranger. Die EU-Kommission hat eine Liste von 30 Nicht-EU-Staaten zusammengestellt, die in Steuerfragen nicht kooperieren und keine Daten weitergeben. Kritiker bemängeln, dass der Kampf gegen Steueroasen nicht konsequent genug geführt werde.

Geht man nach den Kritikern, dann hat die neue Bundesregierung viel zu tun, wenn sie den Kampf gegen Steuertricks konsequenter führen will als die Große Koalition. Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert ein Register, das die Besitzverhältnisse im Immobiliensektor offenlegt. Nur so könne der Geldwäsche in diesem Bereich wirksam begegnet werden, sagt Fiedler im Interview mit dem NDR.

Gerade im Sinne der Geldwäscheprävention sei ein Vorgehen gegen Steueroasen enorm wichtig, meint Fiedler.

„Diese Destinationen werden von Geldwäschern, von Schwerkriminellen, Waffenhändlern und von organisierter Kriminalität genutzt. Und es gibt einen weiteren Bereich, den wir vielleicht als legal, aber nicht als gesellschaftlich legitim betrachten: legale Steuerkonstruktionen.“

EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici betonte am Donnerstag in Brüssel, die Liste spiegle die Einschätzung der EU-Staaten wieder. Die Top 30 setzen sich aus Ländern zusammen, die von mindestens zehn EU-Staaten als unkooperativ beurteilt wurden. In Europa sind Andorra, Liechtenstein und Monaco gelistet. Auch die britischen Überseegebiete Anguilla, Cayman-Inseln, die Jungferninseln, Bermuda, Montserat, die Turks- und Caicos-Inseln sowie die Kanalinsel Guernsey stehen auf der schwarzen Liste als Steueroasen. Weiters dazu gehören unter anderem: Antigua und Barbuda, die Bahamas, Barbados, Belize, Brunei, Grenada, Hongkong, Liberia und die Malediven.

Dazu sagt der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

“Es untergräbt die Glaubwürdigkeit der EU, dass sich die Mitgliedstaaten nur auf eine weichgespülte schwarze Liste von Steueroasen einigen konnten. Auf der schwarzen Liste findet sich nicht eine der wichtigsten Steueroasen. Die Liste ist politisch verzerrt, da relevante Finanzplätze wie die USA fehlen, obwohl sie die EU-Regeln verletzen. Es ist ein schlechter Scherz, dass acht Karibikinseln wegen der Wirbelstürme mehr Zeit für die Beantwortung der Informationsanfragen des Rates eingeräumt wurde….Weichgespülte schwarze Liste

Tax good governance in the world as seen by EU countries
Steuerliche Good Governance in der Welt, wie sie von EU-Ländern gesehen wird

Organisierte Kriminalität – Was geht das Frauen an?

US-Steuerpläne beflügelt Aktien

Donald Trump hat den Investoren an den Aktienmärkten ein grosszügiges vorweihnachtliches Geschenk gemacht. Am Samstag hat der US-Senat mit knapper Mehrheit dem Vorschlag des Präsidenten für eine Steuerreform zugestimmt. Kern der Neuerungen ist die Senkung der Unternehmenssteuer von 35% auf 20%. Aber auch die Privathaushalte sollen entlastet werden. Davon verspricht sich die Regierung mehr Wachstum. In den USA und Europa stiegen am Montag als Reaktion darauf die Aktienkurse. Besonders gut schnitten Bank- und Industrietitel ab.

Eines der Hauptziele der US-Reform der Firmensteuern ist die Steigerung der im Inland versteuerten Gewinne. Im Visier stehen diverse Tiefsteuerstandorte, die bisher erhebliche Gewinnteile von US-Konzernen steuerlich beherbergt hatten. Zu diesen Standorten zählt auch die Schweiz. Laut einer Studie von 2016 für das Steuerjahr 2012 profitierten sieben Tiefsteuerstandorte besonders stark von Gewinnverschiebungen von US-Firmen. Die genannten Standorte in der Reihenfolge der Beträge mutmasslicher Gewinnverschiebungen sind: die Niederlande, Irland, Luxemburg, Bermuda, die Schweiz, Singapur und Cayman-Inseln.

Die Studie schätzt, dass die erfassten US-Konzerne ohne steuergetriebene Gewinnverlagerungen im Untersuchungsjahr in den Niederlanden statt 172 Mrd. nur 33 Mrd. $ deklariert hätten – und in der Schweiz statt 58 Mrd. nur 15 Mrd. $. Ein Papier des Internationalen Währungsfonds von 2014 rechnet vor, dass die Gewinnsteuererträge der Schweiz von multinationalen US-Firmen bei einer Steueraufteilung nach Umsatz, Aktiven, Lohnsumme oder Arbeitsplätzen im Vergleich zum Status quo um 30 bis 90% tiefer ausfallen würden.

Der durch die geplanten Steuersenkungen erwartete Wachstumsschub werde sich voraussichtlich auch auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed auswirken, sagte Anlagestratege Volkmar Baur von der Deutschen Bank. „Statt bisher mit drei rechne ich 2018 nun mit vier Zinserhöhungen.“

Allerdings, das sind noch Stolpersteine auf dem Weg zur US-Steuerreform…Börse-online

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Italien: Tod der „Bestie“ – Wie angemessen reagieren?

Am 18.11.2017 ist Salvatore (oder Totò) Riina aus Corleone, genannt „die Bestie“, aber auch „Boss der Bosse“, im Alter von 87 Jahren im Gefängnis von Parma gestorben. 26 Urteile zu lebenslänglich wurden gegen ihn ausgesprochen, die Zahl der Opfer, die auf sein Konto gehen, ist nicht genau auszumachen, sie geht in die Hunderte. Richter, Polizisten, Politiker, Rivalen im Innern von Cosa Nostra, aber auch völlig Unbeteiligte hat er persönlich umgebracht oder er hat dafür gesorgt, dass sie ihm aus dem Weg geräumt wurden. Sein Blutrausch gipfelte in den Attentaten gegen Giovanni Falcone und Paolo Borsellino (1992) und in den terroristischen Anschlägen in Rom, Mailand und Florenz (1993).

Wie geht man nun mit dem Tod eines solchen Mitbürgers um?

  1. Der italienische Staat verfährt zweigleisig: Einerseits wurde den engsten Angehörigen am 17.11. noch gestattet, vom Ehemann und Vater Abschied zu nehmen, was eigentlich bei einem Gefangenen zu den Bedingungen des 41 bis (das Gesetz regelt die verschärften Haftbedingungen für Terroristen und hochkriminelle Mafiabosse) nicht gestattet ist. In völlig anderer Weise wird das Begräbnis organisiert: Vorgesehen war eine schnelle Bestattung mitten in der Nacht. Da die Fähre Neapel-Palermo aber verspätet anlegte, musste die Beerdigung auf den Morgen verschoben werden. An Riinas Grab trafen sich lediglich Ehefrau Ninetta Bagarella und drei der vier Kinder (Anm.1), Carabinieri und Polizei, Medienvertreter und wenige Neugierige mussten draußen bleiben Dieses Mal hat der Staat verhindert, dass der Tod eines Mafiabosses für eine Machtdemonstration ausgeschlachtet wurde – wie noch vor zwei Jahren in Rom, als der Boss des Clans Casamonica als „König von Rom“ und unter den Klängen aus dem Film „Der Pate“ zu Grabe getragen wurde.


 

  1. Die Medien beschreiben mehrheitlich das Leben des schwestkriminellen Verbrechers. Der „Corriere“ z.B. beschreibt die wichtigsten Morde, die zu den 26 Urteilen „lebenslänglich“ geführt haben. Andere Zeitungen interviewen Experten, wie es nach dem Tode Riinas, der wohl bis zum Schluss – auch aus dem Hochsicherheitsgefängnis heraus – von den Mafiosi als oberster Boss betrachtet worden ist, im Innern von Cosa Nostra weitergehen könnte.
  2. Für den Vatikan äußert sich der Erzbischof von Monreale (zu dieser Diözese gehört Corleone) Michele Pennisi: „Keine richtige Beeridung für Totò Riina! Er ist exkommuniziert.“ (Anm. 2) „Ich fürchte bloß, dass sein Grab zu einem Wallfahrtsort wird. Es gibt Leute, die nach Corleone kommen, um das Haus des „Paten“ zu besichtigen. In einem Hotel waren Amerikaner, die eine Diashow zu dem Attentat von Capaci sehen wollten. Und wie ich höre, organisiert der Sohn eines Mafiabosses Touren für Touristen (Anm.3) Wer weiß, was er den Leuten da erzählt!“
  3. Am meisten hat mich aber der Vorschlag von Alfredo Morvillo überzeugt, der meint: „Es hätte doch eine Kurznachricht genügt: Gestorben Totò Riina, oberster Boss der Cosa Nostra.“

Alfredo Morvillo arbeitet als Staatsanwalt in Trapani. Seine Schwester Francesca Morvillo Falcone kam mit ihrem Mann Giovanni Falcone im Attentat von Capaci um.

Anm.1 Ein Sohn sitzt wegen Mord im Gefängnis

Anm. 2 Papst Franziskus hat ausdrücklich Mafiosi und Korrupte exkommuniziert.

Anm. 3 Es handelt sich dabei um einen Sohn des Mafiabosses Bernardo Provenzano, der für ein amerikanisches Reiseunternehmen Führungen in Corleone macht.

 

Wird die Bitcoin-Blase platzen?

Hype von Kryptowährung Finanzaufsicht warnt vor Totalverlust bei Bitcoin

Der Bitcoin-Hype weckt die Gier normaler Privatanleger – doch jetzt schlägt die Finanzaufsicht Bafin Alarm: Anlegern drohe ein Totalverlust. Sie warnt vor „Spekulanten und windigen Geschäftemachern“. Der Kurs des Bitcoins hat innert weniger Tage den Weg von 10 000 Dollar auf 11 000 Dollar gefunden. Doch Achtung: Früher oder später müssen die Investoren aus diesem Traum erwachen.

Wer hat schon kürlich bei Microsoft, Dell oder Starbucks mit Bitcoin bezahlt? – Kaum jemand. Dass diese grossen US-Konzerne die Kryptowährung als Zahlungsmittel akzeptieren, wird oft als ein Grund für die Kursavancen des Bitcoins angeführt. Das ist aber falsch. Nur wenige Bitcoins werden im Zahlungsverkehr verwendet, mit dem überwiegenden Teil der Währung wird bloss spekuliert. Die Meinung der Investoren, «Vor zwei Tagen war er auf 10 000 Dollar, heute notiert er über 11 000 Dollar, jetzt steige ich trotz meinen Vorbehalten auch beim Bitcoin ein», ist der wahre Treiber. Man nennt das auch Gier.

In den vergangenen Wochen hat die Bewertung der Kryptowährung den Bereich der Übertreibung verlassen und ist ins Absurde vorgestossen. Die gute Nachricht für jene, die erst eingestiegen sind: Der steile Kursanstieg könnte noch länger weitergehen.

Viele Anleger suchen angesichts der expansiven Notenbankpolitik weltweit nach sicheren Investments, die nicht durch Inflationsrisiken gefährdet sind. Kryptowährungen wie Bitcoins scheinen diesem Anspruch oberflächlich gerecht zu werden….Focus

Wie italienische Schüler gegen die Mafia vorgingen

Mafia in Deutschland. Die `Ndrangheta ist überall
Eine Studentengruppe aus Reggio Emilia Cortocircuito.re.it hat festgestellt, dass die Ndrangheta in ihrer Stadt aktiv ist. Ihre Recherchen veröffentlichten sie in einer Schülerzeitung – und halfen damit den Ermittlern.

Sandra Schumacher berichtet: Im vergangenen Jahr hat in der Stadt Reggio Emilia in der Nähe von Bologna der größte Mafia-Prozess Norditaliens begonnen. Insgesamt 237 Angeklagte stehen vor Gericht, die in Verbindung mit der kalabrischen Ndrangheta stehen sollen. Rund 1000 weitere Personen sollen in die Geschäfte verwickelt gewesen sein. Für diesen Prozess wurde extra ein Hochsicherheitsgerichtssaal gebaut. Einen wichtigen Beitrag zu den Ermittlungen lieferten die Recherchen des studentischen Antimafia-Vereins „Cortocircuito“ – ein Verein, der im Jahr 2009 zunächst als Schülerzeitung begann…Stuttgarter-Nachrichten

Heidi Wendelstein berichtet:  Wolfgang Rahm, Kriminalhauptkommissar IOK (Italienische Organisierte Kriminalität), LKA Stuttgart, wollte sich zum Thema Mafia in Stuttgart nicht festlegen lassen. Es gelte die Unschuldsvermutung für jeden Verdächtigen und er kann sich deshalb nicht zu Personen äußern, dass das Thema aber akut besteht und er einen Handlungsbedarf sieht beweist die Aktion des LKA Ba-Wü. „Gegen organisierte Kriminalität“. Hier ist für Bürger bereits eine Telefonnummer geschaltet über das sie verdächtige Beobachtungen melden können (0711/5401-2446).

Weshalb ist die organisierte Kriminalität ein Thema für Frauen? Die Mafia „erwirtschaftet“ in Italien soviel Geld wie in Deutschland die deutsche Bank und Mac Donald zusammen. Das sind enorme Beträge die wieder investiert werden um die Wirtschaft zu steuern, zu bestechen, zu unterwandern. Beträge die an den Steuersystemen vorbeilaufen und dem System fehlen. Geld das in unseren sozialen Systemen fehlt. Gerade in den Bereichen die Frauen betreffen wie Erziehung, Kinderbetreuung, Pflege, Bildung. Und die Opfer sind oft weiblich, Prostitution, Drogen, illegales Glücksspiel, illegale Müllentsorgung, Mord, zerstören das Leben einzelner Menschen oder ganzer Familien. Noch immer wird das Geld das später gewaschen in Umlauf kommt sehr schmutzig verdient…Bücherfrauen /PDF

Zentrale Ansprechstelle gegen Organisierte Kriminalität
Telefon: 0711/5401 – 2446
Die zentrale Ansprechstelle im LKA BW ist von 8 bis 18 Uhr  zu erreichen. Daneben steht Hinweisgebern auch ein Kontaktformular zur Verfügung.

Organisierte Kriminalität – Was geht das Frauen an?

Was uns Steuervermeidung wirklich kostet?

Große Konzerne schaffen ihre Gewinne in Steueroasen und drücken sich so vor ihrem fairen Steuerbeitrag. Das Geld fehlt letztlich in unseren Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystemen. Den Preis zahlen wir. Mit drastischen Folgen.
Wenn Konzerne nicht ihren fairen Steuerbeitrag leisten, rauben sie damit armen Ländern das Geld, das dringend für die Gesundheit ihrer Bevölkerung gebraucht wird.

Die Enthüllungen der Paradise Papers haben ein weiteres Mal gezeigt: Viele internationale Konzerne drücken sich dreist davor, ihren fairen Steuerbeitrag zu leisten. Mit Briefkastenfirmen in Steueroasen und perfiden Tricks bringen sie die Länder, in denen sie ihre Gewinne erwirtschaften, um Milliarden an Steuereinnahmen. Illegal ist es nicht. Die Konzerne nutzen einfach jede Lücke im Steuersystem, die sie finden können. Und die Politik? Tut zu wenig dagegen.

Die Leidtragenden sind letztlich wir alle. Denn das Geld fehlt in unseren Sozialsystemen, für die Bildung und bei der Gesundheitsversorgung…Oxfam.de Was uns Steuervermeidung wirklich kostet

Was das bedeutet, illustriert dieses Video.

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen

Notfallpläne für systemrelevanten Finanzinstitute?

Checklisten sollen Halt geben. 8000 Seiten für die nächste Krise.

Alle systemrelevanten Finanzinstitute müssen Notfallpläne vorlegen. Diese sollen zeigen, wie jene Teile der Banken, die für die Stabilität des Finanzsystems als zentral gelten, auch ohne Rettung durch den Staat überleben könnten. Die beiden Schweizer Grossbanken haben noch bis Ende 2019 Zeit, um von der Aufsichtsbehörde Finma das Plazet für ihren Schweizer Notfallplan zu erhalten. Die UBS gab jüngst ein wenig Einblick in den Stand der Arbeiten. Die Bank hat schon enorm viel Planungspapier produziert – insgesamt über 8000 Seiten. Das heisse allerdings nicht, dass die Beteiligten im Krisenfall Tausende von Seiten studieren müssten. Entscheidend für ein rasches und zielgerichtetes Handeln in der Krise «sind letztlich die Drehbücher mit den Checklisten», sagt Markus Ronner, Chef Notfallplan bei der UBS.

Die Natur der nächsten Finanzkrise kann niemand kennen. Die grossen Banken müssen aber für den Fall der Fälle Pläne bereithalten. Was diese in einer nächsten Krise wert sein werden, ist die grosse Frage…..
Die grossen Banken müssen aber für den Fall der Fälle Pläne bereithalten

Die nächste Krise kommt bestimmt.
Bei der Deutschen Bank ist man für 2018 optimistisch. Eine Krise kommt, aber wann? Die EZB erhöht ab frühestens Mitte 2019 die Zinsen. Die Volkswirte und Anlagestrategen der Deutschen Bank sind auch für 2018 optimistisch, warnen aber auch vor einer trügerischen Ruhe. ..Die nächste Krise kommt bestimmt

Nel Ioan Cozacu
www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu
www.nelcartoons.de

Erdogans Währungskrise

Erdogan fährt die Lira an den Rand des Abgrunds.
Als Auslöser für den Kursrutsch der türkischen Währung gelten Äußerungen des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan. Seine Währungspolitik steht im klaren Gegensatz zur Geldpolitik führender Notenbanken.

Holger Zschäpitz berichtet: Am Devisenmarkt stürzte die türkische Lira auf den tiefsten Stand ihrer Geschichte. Auch an den Börsen verkauften die Investoren türkische Aktien und Anleihen. Die Rendite der zehnjährigen Türkei-Anleihen schoss postwendend auf den höchsten Stand seit mindestens Beginn der Kursstatistik im Jahr 2010. An der Istanbuler Aktienbörse wiederum kamen vor allem Papiere von Banken unter Druck.

Investoren sehen in den „Erdoganomics“, wie sie die ökonomische Theorie von Erdogan nennen, einen giftigen Cocktail, der die Wirtschaft am Bosporus in Verwerfungen stürzen könnte. „Eine fallende Lira befördert die Inflation, bremst die wirtschaftliche Aktivität, sorgt für Verluste bei ausländischen Türkei-Investoren“, sagte Julian Rimmer, Schwellenländerstratege bei der britischen Investec, dem Finanzdienst Bloomberg… Welt.
Bloomberg.com

dragancastellon.wordpress.com

Steueroase hofiert Kryptoszene

„Es geht nicht um Bitcoin, sondern Dynamik“ Bitcoin, e-Identität, selbstfahrende Busse – in der Schweizer Steueroase Zug hat die Zukunft schon begonnen. Eine Strategie gibt es nicht, sagt Stadtpräsident Dolfi Müller n-tv.de. Zug war vor einem Jahr der erste Ort, der die Kryptowährung Bitcoin in der öffentlichen Verwaltung eingeführt hat. Doch den Schweizern geht es um mehr. Zug ist zum Startup-Mekka der Kryptoszene geworden. Wer mit der Technologie Blockchain, die hinter dem Bitcoin steht, experimentiert, ist willkommen. Was das Internet für die Information sei, sei die „Block-Kette“ für die Transaktion, erklärt Müller. Kryptowährungen, Fintech, Insurancetech – spannende Anwendungen gebe es Tausende. Auch die neue e-Identität, mit der die Stadt seit kurzem wirbt, ist in diesem dezentralen digitalen Register abgespeichert. Betrüger in der Kryptoszene fürchtet Müller nicht….NTV

Der Kanton Zug ist reich. Es gibt jede Menge richtiges Geld. Warum hat die Stadtverwaltung vergangenes Jahr entschieden, die Kryptowährung Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren – und damit aus dem 30.000-Seelen-Ort Zug ein Krypto-Mekka zu machen?

Bitcoin stürzt binnen Stunden um 500 Dollar ab.
Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin ist in zwei Stunden um fast 500 Dollar abgestürzt und danach fast ebenso schnell wieder in die Höhe geschossen. Grund ist eine Sicherheitslücke bei einem Konkurrenten….Der Spiegel
Bitcoin Suisse geht auf die Banken zu
Der neue CEO stammt aus der alten Finanzwelt, war aber bereits zuvor «bekehrt».

Arthur Vayloyan, der bis Ende September noch bei der Falcon Private Bank aktiv war, wird neuer CEO von Bitcoin Suisse, dem grössten Schweizer Broker und Verwalter für Krypto-Assets. Nach eigenen Angaben generiert die Firma monatlich rund 200 Mio. bis 300 Mio. $ Umsatz mit Krypto-Währungen und verwaltet deutlich über 1 Mrd. $ solcher Devisen. Dieses Volumen zeige, dass sein Unternehmen mehr mache, als kurzfristige Opportunitäten auszunutzen, sagt Niklas Nikolajsen, Mitbegründer und bisheriger CEO von Bitcoin Suisse.

Ende September kommunizierte die Finanzmarktaufsicht Finma, dass sie bei Rechtsverletzungen um ICO* konsequent einschreiten werde. Gibt es Hinweise, dass ein ICO unter ein Finanzmarktgesetz (Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung, Bankenrecht, Effektenhandel, Kollektivanlagenrecht) fällt, führt die Finma die entsprechenden Abklärungen durch und leitet bei einer Rechtsverletzung Massnahmen ein…NZZ

*Initial Coin Offering (ICO)