Was passiert mit dem Vermögen bei Demenz?

Am besten, man regelt das vorher. Noch urteilsfähig oder schon sehr vergesslich?
Wie Bankkunden vorsorgen können, damit ihre Finanzen auch bei nachlassenden geistigen Kräften wunschgemäss geregelt bleiben.

Claudia Gabriel berichtet: Es ist ein Kreuz mit der Urteilsfähigkeit in finanziellen Belangen. Geht sie jüngeren Leuten verloren, dann häufig schnell (z. B. durch einen Unfall). Gerade bei älteren Menschen lässt die Urteilsfähigkeit aber meist graduell nach. Tritt eine Demenz ein, so haben die Betroffenen lichte Zeiten und andere. Die verwirrten Phasen werden über die Zeit hinweg immer häufiger und länger. Der rechtliche Begriff der Urteilsfähigkeit ist immer an einen Zeitpunkt und einen Sachverhalt gebunden. Deshalb gilt unter Bankjuristen wie bei der Kesb: Die Handlungsfähigkeit von Menschen in finanziellen Belangen ist erst dann anzuzweifeln, wenn sie anfangen, finanzielle Entscheide zu fällen, die ihren eigenen Interessen offen zuwiderlaufen.

Bankkundenberater und Schalter-Mitarbeitende werden heute bei den meisten Banken in diesen Themen geschult. Es geht auch um kriminelle Machenschaften wie zum Beispiel Enkeltrickbetrüger……NZZ
Wegweiser-Demenz.de

Ulf Nilsson

Italien: Parlament beschließt Gesetz zum Schutz der Whistleblower

Das Gesetz zum Schutz der Whistleblower, das die Fünf-Sterne-Bewegung eingereicht hat, ist Mitte November mit breiter Mehrheit beschlossen worden. (357 Jastimmen; 46 Neinstimmen; 15 Enthaltungen). Da vorher der Senat schon zugestimmt hatte, ist es ab jetzt in Italien geltendes Gesetz. Repubblica.it/

Wer Verbrechen oder irreguläre Vorgänge in den Behörden und in der Privatwirtschaft bei den Antikorruptions-Behörden oder der Justiz anzeigt, dessen Identität wird in Zukunft gesetzlich geschützt. Das Gesetz untersagt ausdrücklich jede Art von Bestrafung des Whistleblowers, er kann weder zurückgestuft noch entlassen werden. Auch eine Versetzung oder andere organisatorische Maßnahmen zum Nachteil des Whistleblowers sind untersagt. Eventuelle diskriminierende oder erpresserische Maßnahmen des Arbeitgebers werden für ungültig erklärt. Auch gilt laut diesem Gesetz die Beweislastumkehr: In anderen Ländern muss der Whistleblower beweisen, dass seine Vorwürfe berechtigt sind. In Italien muss in Zukunft der Arbeitgeber beweisen, dass die in der Anzeige genannten Vorwürfe andere Ursachen haben als die in der Anzeige genannten!

Ein langer Kampf – die erste Lesung war am 21.01.2016 – hat nun ein positives Ende gefunden: Parlamentarier der Fünf-Sterne-Bewegung hatten, ausgehend vom Gesetz der Vereinigten Staaten, lange an einem eigenen Gesetzentwurf gearbeitet.

Bestärkt in ihrem Vorhaben hat sie die Geschichte des Whistleblowers Andrea Franzoso, der die „Veruntreuungen und die irrsinnige Verschwendung von Geldern“ bei der Bahn (Ferrovie Nord) angezeigt und seine Erfahrungen in einem Buch* geschildert hat. Auch die von der Organisation „Riparte il futuro“ (etwa: „Neustart für die Zukunft“) und von Transparency Italien gestartete Unterschriften-Kampagne (mit über 66 000 Unterschriften) wirkte als Unterstützung für das Gesetzesvorhaben.

Ein Riesenerfolg der italienischen Politik. Hoffen wir, dass die anderen europäischen Mitgliedstaaten folgen werden!

https://altoday.com/archives/19364-martha-roby-strengthening-protections-brave-whistleblowers – @TeamRoby

*Andrea Franzoso, „Il disobbediente“ („Der Ungehorsame“), edizioni Paper First 2017 Ilfattoquotidiano.it/

https://www.cio.com/article/2985780/staff-management/changing-the-whistleblower-retaliation-culture.html

Organisierte Kriminalität – Was geht das Frauen an?

Universitäten in Italien: Ihr Beitrag zum Kampf gegen Mafia und Korruption

Das Ergebnis einer von der italienischen parlamentarischen Antimafia-Kommission in Auftrag gegebenen Studie: 57 von insgesamt 81 Universitäten haben das Thema in ihr Lehrangebot aufgenommen. Spitzenreiter ist der Norden mit 42 %, gefolgt vom Süden, 36 %, der Rest im Zentrum Italiens. Und es sind mehrere Studienfächer involviert!

Die Studie, die 2017 von der Rektorenvereinigung der italienischen Universitäten CRUI durchgeführt wurde, ergab, dass es eine zahlenmäßig relativ kleine Gruppe von Dozenten und Experten ist, die sich mit der Materie befasst. Umso erstaunlicher, dass die Zahl der in diesem Bereich engagierten Hochschulen zwischen 2011 und 2016 um 19 zugenommen hat (das sind pro Jahr fast vier!).

Neun der befragten Universitäten (Bologna, Messina, Milano Cattolica, Neapel Federico II, Pisa, Roma Luiss, Roma Sapienza, Roma Tor Vigata und Teramo) bieten zusätzlich für das letzte Studienjahr Vertiefungskurse, die sich ausschließlich mit der Problematik Mafia und Korruption beschäftigen, während andere Hochschulen auf eine Berücksichtigung verschiedener Perspektiven setzen (z.B. Geschichte der Mafia, Antimafia-Gesetzgebung, Soziologie und Psychologie des Phänomens).

Die verschiedene Repräsentanz der involvierten Hochschulen in den verschiedenen Landesteilen wird auf das unterschiedliche Problembewusstsein in den jeweiligen Regionen zurückgeführt.

An der Studien beteiligte Universitäten nach Größe und geographischer Lage: große, mittlere, riesige, kleine (Universitäten)

Die Studienangebote bestehen aus fest eingerichteten Beobachtungsstellen („Observatorien“), aus stabilen Arbeitsgruppen, Studien- und Recherche-Zentren.

Im Studienjahr 2015/16 haben die Hochschulen außerdem 352 Veranstaltungen organisiert, die für eine „Kultur der Legalität“ sensibilisieren sollten: Vortragsabende und ganze Vortragsreihen, Seminare, Studienreisen, Schaffung von Blogs und Radiosendern, Foto-Ausstellungen, Theateraufführungen, Wettbewerbe und anderes.

Die Fächer, die sich mit der Materie beschäftigen sind Jura, Wirtschaft, Politik, Psychologie, Pädagogik und Anthropologie.

Auch für deutsche Universitäten könnte Italien ein inspirierendes Vorbild sein!
Ilfattoquotidiano.it

Rede des Präsidenten der Rektorenvereinigung Gaetano Manfredi bei der Vorstellung der Studie vor der Nationalen Parlamentarischen Antimafia-Kommission am 7. November: Speech Manfredi_ANTIMAFIA_COMMISSION

ANSA-Bericht

 

 

Die große Geldflut

Wie Reiche immer reicher werden

Ein Großteil der Milliarden, mit denen die EZB Banken rettet und Staaten stützt, landet an den Finanzmärkten und macht Reiche noch reicher, während Normalbürger zusehen, wie die Nullzinspolitik ihre Ersparnisse wegfrisst. Die Notenbanken dieser Welt betreiben eine Politik des billigen Geldes, allen voran die EZB. Experten warnen vor neuen Blasen. Und immer mehr Geld wandert weg von der realen Wirtschaft in den spekulativen Bereich. Droht eine neue Krise?

Lehrstunde in Kapitalismus

„Die Welt gehört einer unsichtbaren Gruppe“

Hans-Jürgen Jakobs* über die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus. Und diese Investoren, die ihr Geld in die Unternehmen investieren, haben die wahre Macht – „ganz einfach, weil sie die größten Summen einsetzen.“

 


Nach der US-Wahl wird die Welt politisch neu vermessen. In dieser herausfordernden Zeit bringt das Handelsblatt ein Buch heraus, das ein brisantes Thema in den Blick nimmt: die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus. Lehrstunde in Kapitalismus

*Hans-Jürgen Jakobs gilt als einer der renommiertesten Wirtschaftsjournalisten Deutschlands. 2013 begann er mit Kolleginnen und Kollegen des „Handelsblatts“, das er als Chefredakteur leitete, nach den „wahren Herren des Geldes“ zu suchen und sie zu porträtieren. Daraus wurde der Bestseller „Wem gehört die Welt? Die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus“.

Die vereinten Mafien von Europa

Dossier der italienischen Tageszeitung Il fatto quotidiano“

Das Dossier bietet eine ausführliche Übersicht über die Infiltration der Europäischen Union durch die verschiedenen Mafien und Gruppen Organisierter Kriminalität. Die Autoren stützen sich dabei auf die bis Mitte 2017 von verschiedenen Institutionen erhobenen Daten. Über eine interaktive Karte gelangt man zur Situation in den einzelnen Ländern Europas und entdeckt, dass keines der Mitgliedsländer frei ist von Organisierter Kriminalität (OK)

Hier soll nur die Gesamtsituation kurz zusammengefasst und ein Blick nach Deutschland geworfen werden.

  1. Allgemeine Situation

In den 28 europäischen Mitgliedstaaten wird gegen ca. 5000 kriminelle Organisationen ermittelt. Die italieniscnen Mafien nehmen dabei eine zentrale Stellung ein (Europol). 7 von 10 Organisationen arbeiten transnational und gleichzeitig in mehreren Sektoren, der größte Sektor ist der Drogenhandel, der zweitgrößte der Menschenhandel, der drittgrößte der Handel mit gefälschter Ware. Die OK-Gruppen teilen sich dabei einen illegalen Markt von 110 Milliarden Euro (Transcrime).

Die illegalen Gewinne müssen dann gewaschen werden, um sie in den Kreislauf der legalen Wirtschaft einzuspeisen. Zu diesem Zweck haben sich spezialisierte Banden gebildet, die eine Provision von 5-8% des gewaschenen Geldes erhalten. Auf diese Weise wird schrittweise die Konkurrenz in der legalen Wirtschaft ausgehebelt. Illegales Geld wird vor allem durch Immobilienkäufe, im Baugewerbe, bei der Müllbeseitigung, aber auch durch Investitionen in erneuerbare Energien, durch Geldtransfer und im Glücksspielsektor gewaschen.

Die Autoren vergleichen die Situation in Europa mit Italien nach dem zweiten Weltkrieg, als allerseits geleugnet wurde, dass die Mafia existiere.

Und was tut Europa? Seit mindestens 10 Jahren beschließt das Europaparlament Papiere, die die europaweite Einführung des italienischen Gesetzes „416 bis“ (allein zur Mafia zu gehören ist strafbar – Anm. 1) und der Beweislastumkehr (Anm.2) fordern. – Bisher ohne Ergebnis. Auch die Arbeiten für eine europäische Staatsanwaltschaft werden von verschiedenen Ländern blockiert. Die wiederholten Ermahnungen der Ermittler, dass die Mafien mit ihrem gigantischen Geldvermögen die freie und legale Wirtschaft aushebeln können, werden systematisch ignoriert. Außerdem gibt es bisher keine einheitliche Definition von OK, die die komplexen und flexiblen Strukturen der OK angemessen beschreiben würde (Europol). Und eine Verpflichtung für die einzelnen Staaten, sich um eine Regelung zu bemühen, existiert nicht.

Wie sollen die Mafien wirkungsvoll bekämpft werden, wenn jeder Staat macht, was er will, und einige Staaten gar behaupten, das Problem existiere gar nicht?

Der Bericht führt verschiedene Länder auf, die sich gegen eine effektive Mafia-Bekämpfung sträuben, darunter Deutschland. Bisher müsse man sagen, dass Europa mehrfach wichtige Gelegenheiten verpasst hat, um sich ernsthaft mit der Bekämpfung der Mafien auseinander zu setzen (Studie des Projekts Ikarus 2016; Jahresbericht 2016 der DNA Italien). Da europäische Gesetze fehlen, wenden sich inzwischen Ermittler aus europäischen Ländern mit Amtshilfeverfahren an die Nationale Staatsanwaltschaft in Italien. Ersatz für ein fehlendes Gesetz im eigenen Land ist nun die Kooperation mit Italien, wobei die italienischen Behörden bald ihre Belastungsgrenze erreichen werden.

Es ist schwer zu begreifen, dass sich Europa stur gegen den „Königsweg“ zur Bekämpfung der Mafien wehrt, den Giovanni Falcone so formuliert hat: „Folgt der Spur des Geldes!“ Zwischen 1992 und 2016 hat der italienische Staat 21,3 Milliarden beschlagnahmt und 8,5 Milliarden konfisziert. Dass sich die Mitgliedstaaten diesen wahren Geldschatz – vor allem in Zeiten knapper Kassen – entgehen lassen, ist einfach unverständlich.

Wie verfälscht Europas Blick auf Antimafia-Maßnahmen ist, zeigt das Schicksal der 2012 eingerichteten Antimafia-Kommission CRIM. Da die drei Vorsitzenden alle aus Italien kamen (Sonia Alfano, Rosario Crocetta, Salvatore Jacolino), wurde die Arbeit dieser Kommission so wahrgenommen, als sollten hier von Italienern italienische Probleme gelöst werden. Inzwischen ist die Kommission aufgelöst. Die Europaparlamentarierin Laura Ferrara (Fünf-Sterne-Bewegung) erzählt, sie habe in Brüssel oft den Vorwurf gehört, dass die Gefahr durch die Mafien lediglich „eine fixe Idee von Italienern“ sei.

Ein weiteres Problem sind die großen Unterschiede in den Rechtssystemen. Eine anfangs angestrebte Harmonisierung scheint nicht möglich, und so ist die aktuelle Aufgabe Europas darin zu sehen, einen gemeinsamen Ausgangspunkt zu finden, von dem aus man wirkungsvoll gemeinsam das Problem der Mafien angehen kann. Im Moment können sich die Mafien und OK-Gruppen die „Löcher“ in der Gesetzgebung bestens zu nutze machen.

Uneins ist man sich auch über die Prioritäten: Der Direktor von Transcrime z.B. hält einen europäischen „416 bis“ für zweitrangig. Für ihn steht an erster Stelle eine einheitliche Gesetzgebung zur Beschlagnahmung und Konfiszierung von Mafia-Besitz, um die Grenzen zwischen kriminellem und legalem Kapital wieder sauber zu ziehen. Den „Rest“ könne eine verstärkte Kooperation der Polizeien und eine verbesserte Ausbildung der Polizei erledigen.

Ob mit diesem Vorschlag auch andere Probleme gelöst werden können? Z.B. die unterschiedlichen Regelungen für Maßnahmen der Ermittler (Datenspeicherung, Abhören von Telefonaten usw.), z.B. die in verschiedenen Ländern automatische Löschung von Vorstrafen nach wenigen Jahren, z.B. die offenen Grenzen Europas, die aber nicht für Polizeien und Staatsanwälte gelten (Anm.3), z.B. die in Italien gültige „Beihilfe zu Mafia-Vergehen“, die in anderen Ländern nicht bekannt ist.

(1) Zugehörigkeit zur Mafia ist ein Straftatbestand, ohne dass der Beweis durch ein begangenes Verbrechen geführt werden müsste; Und: Mafiabesitz kann beschlagnahmt und konfisziert werden.

(2) Bei der in Italien gültigen Beweislastumkehr muss der Beschuldigte beweisen, dass seine Einkünfte und sein Besitz aus legalen und nachweisbaren Quellen stammt.

(3) Behörden müssen bei grenzüberschreitender Kooperation zuerst ein Amtshilfeverfahren einleiten.

  1. Blick nach Deutschland

Die wichtigsten Mafien sind die `Ndrangheta, die türkische Mafia und russisch-sprachige Mafien (aus Georgien, Litauen, Russland).

Der Antimafia-Staatsanwalt Roberto Scarpinato aus Palermo warnte im April 2014: „Die Mafia in Deutschland will, dass die Deutschen denken, sie existiere nicht. Sie braucht keine Gewalt mehr anzuwenden, sie kann mit ihrem Kapital verführen. Länder wie Deutschland gehen ein hohes Risiko ein. Wenn man sich nicht für die Herkunft des Kapitals interessiert (…) dann ist die Ethik eines Volkes in Gefahr. (…) Deutschland muss entscheiden, ob es die Mafia haben oder bekämpfen will!“

Warum Deutschland ein Paradies für die Mafien ist:

  • Die Zugehörigkeit zur Mafia ist kein Verbrechen und die mafia-eigenen Firmen und Restaurants werden praktisch nie beschlagnahmt.
  • Das BKA kennt namentlich ca. 500 Mafiosi (300 `Ndrangheta, 100 Cosa Nostra und Stidda, 90 Camorra), geht aber von „mindestens 1200 Mafiosi“ aus, die in Deutschland Verbrechen begehen.
  • Die Mafia verdient mit legalen (Restaurants, Immobilienkauf) und illegalen Geschäften (Drogen, Waffen, Geldwäsche). Ein Ziel ist Geldwäsche und Investition von illegal erwirtschaftetem Geld, das andere Ziel ist die Kontrolle des Territoriums, indem z.B. die zum `Ndrangheta-Clan Grande Aracrì gehörenden Restaurants an strategisch wichtigen Punkten errichtet werden.
  • Mafia-Ermittlungen werden seit 1998 immer seltener, obwohl z.B. die Hochburgen der `Ndrangheta Baden-Württemberg, NRW, Hessen und Bayern sind.
  • Die deutsch-schweizerischen Ermittlungen „Crimine“, „Helvetia“ und „Rheinbrücke“ haben die Existenz von `Ndrangheta-Zellen bewiesen, die auch Initiationen durchführen (von der Polizei gefilmt in Singen 2009); da aber die Zugehörigkeit zur Mafia keine Straftat ist….
  • Eine der Hauptaktivitäten der `Ndrangheta ist die Gastronomie. Die Restaurants dienen als Logistik-Zentren, als Generalquartier für Treffen, als Knotenpunkt für Waffen- und Drogenhandel.
  • Die Cosa-Nostra-Operation „Scavo“ im Raum Köln, initiiert von der italienischen Polizei und mit durchgefüht von der deutschen Polizei, erwies, dass ein Mafioso aus Licata (Sizilien, Provinz Agrigent) den Auftrag hatte, die Baumafia im Raum Köln zu koordinieren: Es handelt sich um ein Netz von 430 Baufirmen, die alle von Strohleuten eröffnet worden sind.
  • Seit dem Attentat von Duisburg 2007 verfolgen die Mafien die Taktik der Unsichtbar-keit, um ihre guten Geschäfte in Deutschland nicht noch einmal zu gefährden. Laut BKA und LKA werden nicht nur Geschäfte mit Waffen, Drogen, Erpressungen, Falschgeld gemacht, sondern die Italienischen Mafien haben inzwischen auch Zugang zu staatlichen Bauaufträgen, sie infiltrieren den Nahrungsmittelsektor und das Gesundheitssystem, die Abfallbeseitigung – und sie beantragen öffentliche Gelder für diese Geschäfte.
  • Ein Ermittler: „In Politik und Polizei denken viele, sie hätten alles unter Kontrolle, dass die Mafia kein Problem sei. Ganz falsch! Die Mafien haben sich hervorragend ausgedehnt, sie sind schon in die Gesellschaft eingedrungen und schütteln den Leuten, die was zu sagen haben, die Hand: Politikern, Staatsanwälten, Polizisten, Journalisten…“

    Moderne Zeiten

Frauen Finanzen

Weltklimagipfel in Bonn: Frauen und Mädchen im Fokus / Auswirkungen des Klimawandels treffen Frauen und Mädchen am härtesten. Ein Gender-Aktionsplan ist jetzt gefordert.

„Frauen sind häufig höheren Risiken und größeren Belastungen durch die Auswirkungen des Klimawandels ausgesetzt als Männer, die Situation muss sich drastisch verbessern“, sagt Sven Harmeling, klimapolitischer Koordinator und Leiter der COP23-Delegation von CARE International. „Die Regierungen müssen einen geschlechtergerechten Arbeitsplan für klimabedingte Verluste und Schäden einführen. Jährlich müssen etwa 43 Milliarden Euro für den Wiederaufbau nach Klimakatastrophen identifiziert werden.“…Weltklimagipfel in Bonn

Bei der COP23 werden rund 25.000 Teilnehmer aus fast 200 Ländern in Bonn erwartet. Hier sollte sichergestellt werden, dass die schweren Folgen des Klimawandels für Frauen und Mädchen weltweit tatkräftig angepackt werden. „Die Regierungen sollten einen ehrgeizigen Gender-Aktionsplan verfassen, der die Mitbestimmung von Frauen an klimabezogenen Entscheidungsprozessen fördert, die Geschlechtergleichstellung in nationalen Klimapolitiken verbessert und vor allem einen direkten Zugang zur Klimafinanzierung ermöglicht.

Nel Ioan Cozacu
www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu
www.nelcartoons.de

„Paradise Papers“: Neue Enthüllungen zu Steuerschlupflöchern

Die Welt hat einen neuen Offshore-Affäre – die «Paradise Papers»
Mit den «Paradise Papers» gibt es eine neue Veröffentlichung zu Steueroasen, die sich aus 21 Quellen speisen und 13,4 Millionen Dokumente umfassen soll. Darin geht es um Weltkonzerne und auch um ein prominentes Mitglied der amerikanischen Regierung.

Globale Recherchen haben Steuertricks von Reichen, Prominenten und Konzernen enthüllt. Darunter sollen die Queen, Trump und Apple sein.

Liegt ein Teil des Privatvermögens der Queen in einem Steuerparadies in der Karibik? Wurde Donald Trumps Team von Putins Schwiegersohn finanziell unterstützt? Haben Facebook und Twitter Hunderte Millionen US-Dollar von russischen Finanzinstituten erhalten? Und welche Riesenkonzerne drücken sich darum, Steuern zu zahlen? Diese Fragen könnten die „Paradise Papers“ beantworten.

Nach den „Panama Papers“ gibt es eine neue Veröffentlichung zu Steueroasen, die sich aus 21 Quellen speisen. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, die dem Netzwerk investigativer Journalisten ICIJ  angehört, geht es um Dokumente zu Briefkastenfirmen von einer auf den Bermudas gegründeten Anwaltskanzlei und einer Treuhandfirma in Singapur. Investigations/Paradise Papers
Neuer-Offshore-Skandal
Deutschlandfunk.de/Paradise Papers
Erneuter Steuerbetrug aufgedeckt

ICIJ

Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Verbrechen ermöglichen – Crime Enabling

Der Hehler ist so kriminell wie der Dieb!

Ein früherer Kadermann der Ex-Bank Frey soll US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben – nun äussert sich in dem Fall der Kronzeuge.

Der zuständige Richter des südlichen Bezirksgerichts in New York, Jed Rakoff, führt den Strafprozess gegen den früheren Kadermann der eingegangenen Bank Frey straff. Seit Donnerstag wird der Kronzeuge der Anklage, ebenfalls ein Schweizer, vernommen. Verstecken von Geldern

Crime Enabling – Verbrechen ermöglichen
Gewinnerzielung ist das Hauptmotiv für Straftaten weltweit. Enabling“ heißt ermöglichen – und genau das tun, unter anderen, Schweizer Finanzinstitute und ihre Helfer: sie ermöglichen Verbrechen.

Der Hehler ist so kriminell wie der Dieb!
www.w-t-w.org/en/isabell-hemming

Die größten Digitalwährungen: Bitcoin und die Alternativen

25-jähriger Uni-Abbrecher wurde mit Bitcoin zum Selfmade-Millionär — jetzt reist er um die Welt und feiert…Vermögen mit Bitcoin

Der Bitcoin-Preis steigt und steigt und zieht immer mehr Spekulanten in seinen Bann. Weniger Risiko und langfristig größere Chancen hat jedoch womöglich, wer in die Technologie dahinter investiert.

Bei einem Goldrausch sollten Anleger nicht in die Goldgräber investieren, sondern in Schaufeln. Diese Erkenntnis des Börsen-Altmeisters André Kostolany kann am Finanzmarkt immer wieder aufs Neue angewendet werden, in den unterschiedlichsten Umfeldern.

Aktuell bietet sich beispielsweise der Hype um die Kryptowährung Bitcoin an, der einem „Goldrausch“ ziemlich nahe kommt: Der Preis des Bitcoin steigt seit Monaten mit immer höherer Geschwindigkeit. Zuletzt wurden beinahe im Tagesrhythmus die Marken von 5000, 6000 sowie 7000 Dollar je Bitcoin übersprungen. Zuletzt stieg der Kurs über 7500 Dollar und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die 8000 Dollar fallen. Jeder Rausch geht allerdings vorüber, was für viele Besitzer des Bitcoins ein böses Erwachen mit sich bringen könnte…Manager Magazin /Blockchain

Cointelegraph