„Paradise Papers“: Neue Enthüllungen zu Steuerschlupflöchern

Die Welt hat einen neuen Offshore-Affäre – die «Paradise Papers»
Mit den «Paradise Papers» gibt es eine neue Veröffentlichung zu Steueroasen, die sich aus 21 Quellen speisen und 13,4 Millionen Dokumente umfassen soll. Darin geht es um Weltkonzerne und auch um ein prominentes Mitglied der amerikanischen Regierung.

Globale Recherchen haben Steuertricks von Reichen, Prominenten und Konzernen enthüllt. Darunter sollen die Queen, Trump und Apple sein.

Liegt ein Teil des Privatvermögens der Queen in einem Steuerparadies in der Karibik? Wurde Donald Trumps Team von Putins Schwiegersohn finanziell unterstützt? Haben Facebook und Twitter Hunderte Millionen US-Dollar von russischen Finanzinstituten erhalten? Und welche Riesenkonzerne drücken sich darum, Steuern zu zahlen? Diese Fragen könnten die „Paradise Papers“ beantworten.

Nach den „Panama Papers“ gibt es eine neue Veröffentlichung zu Steueroasen, die sich aus 21 Quellen speisen. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, die dem Netzwerk investigativer Journalisten ICIJ  angehört, geht es um Dokumente zu Briefkastenfirmen von einer auf den Bermudas gegründeten Anwaltskanzlei und einer Treuhandfirma in Singapur. Investigations/Paradise Papers
Neuer-Offshore-Skandal
Deutschlandfunk.de/Paradise Papers
Erneuter Steuerbetrug aufgedeckt

ICIJ

Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Verbrechen ermöglichen – Crime Enabling

Der Hehler ist so kriminell wie der Dieb!

Ein früherer Kadermann der Ex-Bank Frey soll US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben – nun äussert sich in dem Fall der Kronzeuge.

Der zuständige Richter des südlichen Bezirksgerichts in New York, Jed Rakoff, führt den Strafprozess gegen den früheren Kadermann der eingegangenen Bank Frey straff. Seit Donnerstag wird der Kronzeuge der Anklage, ebenfalls ein Schweizer, vernommen. Verstecken von Geldern

Crime Enabling – Verbrechen ermöglichen
Gewinnerzielung ist das Hauptmotiv für Straftaten weltweit. Enabling“ heißt ermöglichen – und genau das tun, unter anderen, Schweizer Finanzinstitute und ihre Helfer: sie ermöglichen Verbrechen.

Der Hehler ist so kriminell wie der Dieb!
www.w-t-w.org/en/isabell-hemming

Die größten Digitalwährungen: Bitcoin und die Alternativen

25-jähriger Uni-Abbrecher wurde mit Bitcoin zum Selfmade-Millionär — jetzt reist er um die Welt und feiert…Vermögen mit Bitcoin

Der Bitcoin-Preis steigt und steigt und zieht immer mehr Spekulanten in seinen Bann. Weniger Risiko und langfristig größere Chancen hat jedoch womöglich, wer in die Technologie dahinter investiert.

Bei einem Goldrausch sollten Anleger nicht in die Goldgräber investieren, sondern in Schaufeln. Diese Erkenntnis des Börsen-Altmeisters André Kostolany kann am Finanzmarkt immer wieder aufs Neue angewendet werden, in den unterschiedlichsten Umfeldern.

Aktuell bietet sich beispielsweise der Hype um die Kryptowährung Bitcoin an, der einem „Goldrausch“ ziemlich nahe kommt: Der Preis des Bitcoin steigt seit Monaten mit immer höherer Geschwindigkeit. Zuletzt wurden beinahe im Tagesrhythmus die Marken von 5000, 6000 sowie 7000 Dollar je Bitcoin übersprungen. Zuletzt stieg der Kurs über 7500 Dollar und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die 8000 Dollar fallen. Jeder Rausch geht allerdings vorüber, was für viele Besitzer des Bitcoins ein böses Erwachen mit sich bringen könnte…Manager Magazin /Blockchain

Cointelegraph

Der neue SMI

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen
im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Der Schweizer Aktienindex SMI erfährt im September 2017 eine strukturelle Anpassung. Wir diskutieren, was das konkret für den Anleger in die Schweizer Bluechips bedeutet.

www.schleycartoons.com

Weitere Lernvideos Finanzkompetenz 

EU-Liste der größten Geldwäscheländer

Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament, kommentiert:

“Es ist ein Schlag ins Gesicht aller ehrlichen europäischen Steuerzahler, dass Großbritannien, Irland und Luxemburg eine echte Schwarze Liste mit harten Kriterien blockieren. Die von den Mitgliedstaaten diskutierten Kriterien der Schwarze Liste sind deutlich schwächer als von der Kommission vorgeschlagen. Insbesondere Großbritannien versucht, seine Territorien Jersey und Guernsey zu schützen, bevor es die EU verlässt.…

Welche Länder kommen auf die Schwarze Liste. Die EU baut ihr Dispositiv gegen die Steuerflucht eifrig aus. Zu den jüngsten Schritten gehören Kriterien zur Erstellung einer schwarzen Liste von Steuerparadiesen. Bis Ende Jahr will die EU eine erste Fassung ihrer «schwarzen Liste» von Steueroasen erstellen. Insbesondere die Schweiz sollte sich davor fürchten. Kürzlich hat die Schweiz – wie rund 90 weitere Drittstaaten – einen Brief der EU zu Steuerfragen erhalten.  Die EU will herausfinden, wer von ihnen auf eine «schwarze Liste» der Steueroasen gehört.

Die EU-Kommission will den Kampf gegen Steuervermeidung, Terrorfinanzierung und Geldwäsche verschärfen und hat dazu gesetzliche Änderungen vorgeschlagen. Kernelement ist eine Liste von Hochrisikostaaten – auf denen sich aber keine der großen Steueroasen findet.

Nach dem Panama-Skandal hatte sich EU-Finanz- und Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici deutlich positioniert: „Die Menschen haben genug“, sagte der Franzose. Man müsse Steueroasen „auf eine gemeinsame schwarze Liste der EU setzen und bereit sein, sie mit angemessenen Strafen zu treffen, falls sie sich weigern, sich zu ändern“.

Die Kriterien

Ob eine Jurisdiktion auf die Liste kommt, soll von folgenden Kriterien abhängen:

  • Steuertransparenz: Sie wird gemessen an drei Kriterien: den OECD-Standards für den automatischen Informationsaustausch über Finanzdaten (AIA mit erstem Tausch 2018), den Informationsaustausch auf Anfrage und die gegenseitige Amtshilfe. Bis Mitte 2019 kann unter bestimmten Bedingungen die Einhaltung von zwei dieser drei Kriterien ausreichen, danach müssen es alle drei sein. Als viertes Kriterium soll mit Blick auf eine Initiative für einen künftigen globalen Austausch über den wirtschaftlichen Eigentümer  dieser Aspekt später hinzukommen.
  • Faire Besteuerung: Ein Land soll keine Steuerprivilegien gewähren, die nach der Definition des EU-Verhaltenskodexes für die Unternehmensbesteuerung als schädlich gelten. Auch soll es keine Offshore-Strukturen zur Anlockung von Gewinnen fördern, die keine reale wirtschaftliche Aktivität vor Ort widerspiegeln.
  • Anti-Beps-Massnahmen: Jede Jurisdiktion soll sich bis Ende 2017 auf die im OECD-Rahmen vereinbarten Mindeststandards zur Bekämpfung der Steuervermeidung durch Unternehmen verpflichten (Anti-Beps – Base Erosion and Profit Shifting).

Die Einigung der EU-Finanzminister auf grobe Kriterien für die Schwarze Liste findet sich hier:    Press Releases: Taxation criteria third country jurisdictions

Der Entwurf des Briefes, der diese Woche an 92 Länder geschickt wurde, findet sich hier:  2017/01/LETTER.pdf

Die 92 Länder, die genauer untersucht werden, bestehen aus den 86 Ländern aus den Tabellen II. und II. sowie weiteren sechs Finanzzentren aus den Tabellen III. bis V.:
Sven Giegold.de/coreboard indicators

http://www.chappatte.com/en/


Standard für den automatischen Informationsaustausch von Finanzkonten
Standard for automatic exchange of financial information in tax matters/German

Bilanz vom südafrikanischen Finanzminister Malusi Gigaba

Die unverblümte Wahrheit zu Südafrikas Finanzlage. Der neue südafrikanische Finanzminister Malusi Gigaba hat jüngst eine ungeschminkte Bilanz zur Situation des Landes abgegeben. An den Finanzmärkten kam sie nicht gut an.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht in der Stärkung Afrikas einen zentralen Schlüssel gegen Massenflucht und weitere globale Krisen. Besonders in Afrika seien wegen Hungersnöten, Naturkatastrophen, Kriegen und Terrorismus sowie wegen des Klimawandels Millionen Menschen auf der Flucht, warnte Schäuble bei einer Wirtschaftskonferenz im südafrikanischen Durban. Die davon ausgehenden geopolitischen Gefahren seien größer als zum Beispiel die des EU-Austritts Großbritanniens. Damit hatte Schäuble den Ton gestzt für die unter deutscher G20-Präsidentschaft stattgefundene Afrika-Konferenz im Juni in Deutschland.

Es ist natürlich gar nicht schwer, das Bild einer Bananenrepublik zu zeichnen von Südafrika, auch wenn die Bananen in Südafrika gerade ziemlich knapp sind. Es ist Präsident Jacob Zuma, der die passenden Bilder liefert, der wie die Karikatur eines Diktators wirkt, auf eine so plumpe Art und Weise korrupt, wie man es selbst in Afrika schon lange nicht mehr erlebt hat. Er lässt sich Paläste bauen, hält seinen Söhnen Staatsaufträge zu und verkauft Ministerposten an eine befreundete Unternehmerclique. Seine Politik folgt einem ziemlich einfachen Muster: Früher, zu Zeiten der Apartheid, sassen die Weissen an den Fleischtöpfen, jetzt sind wir dran. Jetzt bin vor allem ich dran.

Jacob Zuma und seine Regierung sind eine Schande für Südafrika. Sie haben die Hoffnungen Millionen Schwarzer enttäuscht, denen sie wirtschaftlichen Aufstieg versprachen. Letztlich ist die Arbeitslosigkeit so hoch wie seit 14 Jahren nicht mehr, die Kriminalität steigt, die Hoffnung verfliegt. Es ist derzeit wenig übrig von der Aufbruchsstimmung nach dem Ende der Apartheid, von der Vision einer Regenbogennation, in der Menschen aller Hautfarben zusammen leben. Aus der Rassengesellschaft ist eine Klassengesellschaft geworden. Wohl nirgendwo auf der Welt sind die Unterschiede so gross zwischen Arm und Reich.

Die jetzige prekäre Haushaltslage kommt nicht überraschend: Südafrika wird von einer Serie von Korruptionsskandalen gebeutelt. Eine mit Staatspräsident Jacob Zuma befreundete Unternehmerfamilie soll den Staat um Milliarden plündern. Unterdessen ermitteln auch die britische Finanzaufsicht und das amerikanische FBI in der Sache. Hinzu kommt jahrelange Misswirtschaft in Staatsbetrieben. Der technisch insolventen South African Airways (SAA) und der südafrikanischen Post allein hat Gigaba Hilfen von umgerechnet 1 Mrd. Fr. zugesichert. Auf der Einnahmenseite wiederum blieben die Steuereinkünfte um 3,6 Mrd. Fr. unter den Erwartungen. Die hohe Arbeitslosigkeit macht sich dabei bemerkbar, aber auch das tief zerrüttete Verhältnis zwischen Wirtschaft und Regierung.

 

„Herr Präsident, ich dachte, dass all die Millionen von Dollars, für unsere Ausbildung , gegen Aids und Hilfe für unsere Familien ihre Pflanzen zu bewässern ist.“
-Cartoon- Derek Easterby
www.w-t-w.org/en/cartoon/derek-easterby

Crime Enabling – Verbrechen ermöglichen

Die passende Geldanlage – nach der Pensionierung

Eigentlich liest man ja immer, Aktiensparer brauchen einen langen Anlagehorizont. Für einen sorglosen Lebensabend allerdings,braucht es einen durchdachten finanziellen Rahmen. Eine ehrliche Bestandesaufnahme und ein solider Plan machen da den Anfang.

Mit sechsundsechzig Jahren, da fängt das Anlegen an.
Das Leben ändert sich ständig und mit ihm die passende Geldanlage. Das gilt ganz besonders für die Zeit nach der Pensionierung, in der die Anlagestrategie der neuen Lebenssituation angepasst werden muss. Schweizerinnen und Schweizer werden immer älter. Die erhöhte Lebenserwartung ist eine Freude. Anlagetechnisch stellt sie die Pensionierten aber vor neue Herausforderungen, denn Rente und Ersparnisse müssen heute für deutlich mehr Jahre genügen als in früheren Zeiten. Schweizer Männer, die heutzutage pensioniert werden, leben nach der Pensionierung im Schnitt noch fast 22 Jahre lang; Schweizer Frauen sogar mehr als 24 Jahre. Zum Vergleich: Die Generation, die 1900 geboren wurde, lebte nach der Rente durchschnittlich noch 15 Jahre – ihr Sparstrumpf musste deshalb viel weniger lang reichen…..Mit sechsundsechzig Jahren….

Zu hohe Risiken sollten Rentner mit ihren Anlagen wohl grundsätzlich nicht eingehen. Richtig spekulative Anlageformen wie komplexe gehebelte Produkte sind für die meisten von ihnen deshalb tabu. Das oberste Ziel der Geldanlagen im Alter ist es, mit dem Anlageteil den Verzehrteil über die Zeit hinweg wieder zu ersetzen. Also das Geld, das in den ersten zehn Jahren nach der Pensionierung zur Deckung der Lücke zwischen Einkünften und Ausgaben aufgebraucht wurde, teilweise wieder aufzubauen. So können Rentner auch noch im hohen Alter ihren Lebensabend geniessen – und dabei nachts ruhig schlafen.

BERT KOHL
www.rikol.de

Technologiegiganten übertreffen Erwartungen

Quartalszahlen von Alphabet, Amazon und Microsoft US-Techfirmen übertreffen Erwartungen deutlich

„Wir hatten ein sagenhaftes Quartal“: Nicht nur Google-Mutter Alphabet kann sich über stark wachsende Gewinne freuen, sondern auch Amazon und Microsoft. Die Börse reagierte entsprechend. Die guten Ergebnisse haben einen gemeinsamen Nenner. „Cloud Computing“ ist das Stichwort. Was hat es damit auf sich? „Google ist eine Gelddruckmaschine“ Die Google-Mutter Alphabet hat im vergangenen Quartal 6,7 Milliarden Dollar verdient. Netto….Alphabet Amazon und Microsoft übertreffen Erwartungen

Die Göttliche Ordnung – Film zum Frauenwahlrecht

W-T-W Women and Finance empfiehlt den Film „Die Göttliche Ordnung“ von Frauen über Frauen. 

Schweiz, 1971, die junge Hausfrau und Mutter Nora wohnt mit ihrem Mann, ihren zwei Söhnen sowie dem missmutigen Schwiegervater in einem kleinen, friedlichen Dorf. In der Schweizer Idylle ist fast gar nichts oder nur wenig von den sozialen Umwälzungen auf der Welt zu spüren, die sich seit der 68er-Bewegung ereignen und auch Noras Leben blieb davon unberührt. Ganz im Gegenteil: Es herrscht die Meinung, Emanzipation sei ein Fluch, eine Sünde der Natur und schlichtweg gegen die göttliche Ordnung.

Als Nora wieder anfangen möchte zu arbeiten, verweigert ihr Mann die Erlaubnis und beruft sich dabei auf das Ehegesetz, das die Frau verpflichtet, sich um den Haushalt zu kümmern. Obwohl sie ein ruhiger Mensch ist, der sich alles gefallen lässt, erwacht jetzt Noras Widerstand. Sie beginnt feministische Literatur zu lesen, enge Jeans und wilden Pony zu tragen und besucht mit anderen Dorffrauen einen Workshop für sexuelle Befreiung. Als sie sich, öffentlich und kämpferisch, für das Stimmrecht der Frauen in der Schweiz einsetzt und zu einem Streik aufruft, gerät der Dorf- und Familienfrieden gehörig ins Wanken, besonders als am 7. Februar 1971 die Männer im Land vor eine schwierige Wahl gestellt werden.

Zur Premiere ihres Films DIE GÖTTLICHE ORDNUNG kamen Regisseurin Petra Volpe und Hauptdarstellerin Marie Leuenberger nach Stuttgart ins Atelier am Bollwerk, um den Film persönlich vorzustellen. Die göttliche Ordnung ist ein schweizerisches Filmdrama von Petra Biondina Volpe, die auch das Drehbuch zum Film schrieb. Ein Kinostart in Deutschland erfolgte am 3. August 2017.

Original Trailer:

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen