Geldwäsche bei der WM-Vergabe 2018 und 2022

Der suspendierte Fifa-Praesident Joseph Blatter (r.) und Scheich Mohammed bin Hamad al-Thani, Vorsitzender des Organisationskomitees der WM in Katar 2022, beim Handshake in Doha 2013Die Bundesanwaltschaft hat ihre Ermittlungen rund um die Vergabe der Fussballweltmeisterschaften an Russland und Katar ausgeweitet. Bei der Behörde sind mittlerweile 133 Verdachtsfälle auf Geldwäsche eingegangen.

Seit den ersten Verhaftungen von hochrangigen Fifa-Funktionären in Zürich Ende Mai haben Schweizer Finanzinstitute insgesamt 133 Verdachtsmeldungen an die Geldwäscherei-Meldestelle MROS übermittelt. Damit ist die Zahl der Verdachtsfälle gegenüber dem August nochmals um 30 gestiegen. Die Bundesanwaltschaft bestätigte heute Montag einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Strafuntersuchung der Bundesanwaltschaft richtete sich nach deren Angaben gegen Unbekannt. Es bestehe der Verdacht, dass es bei den Vergaben für die Fifa-Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar zu «Unregelmässigkeiten» gekommen sei. Zudem geht die Bundesanwaltschaft davon aus, dass Gelder via Schweizer Banken gewaschen wurden. Russland und Katar bestreiten die Vorwürfe.
Zum laufenden Strafverfahren wollte sich die Bundesanwaltschaft am Montag nicht äussern.

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

Super-Unternehmen mit mehr als 90 Mrd. Dollar Umsatz?

Mega-Fusion in der Chemiebranche. Die beiden US-amerikanischen Chemiegiganten Dow Chemical und Dupont fusionieren. Sie verdrängen damit BASF vom weltweiten Spitzenplatz.

Die Mega-Fusion der US-Chemiegiganten Dupont und Dow Chemical wird die Branche weltweit kräftig durchwirbeln. Die beiden Konzerne haben einen Börsenwert von jeweils knapp 60 Mrd. Dollar (54,6 Mrd. EUR). Es entsteht ein Super-Unternehmen mit mehr als 90 Mrd. Dollar (82 Mrd. EUR) Umsatz. Der deutsche Konkurrent BASF wird verliert damit seine Position als größter Chemiekonzern der Welt.

Die bisherigen US-Rivalen wollen nach der Fusion neue schlagkräftige Einheiten für Agrochemie, Spezialchemikalien und Kunststoffe bilden. Diese dürften auch den europäischen Konkurrenten wie Bayer und Syngenta kräftig einheizen. Denn bei dem Deal in den USA geht es nicht nur um schiere Größe. So sieht der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Marijn Dekkers, durch die mögliche Fusion der US-Giganten den Trend zur Fokussierung bestätigt. Diesen Trend sehe die Branche schon lange, sagte Dekkers, der auch Bayer-Chef ist, vor wenigen Tagen auf einer Pressekonferenz des Verbands. Es sei für die Firmen sehr schwierig, sehr breit aufgestellt zu sein. Bayer selbst habe in den vergangenen Jahren entsprechende Schritte mit der Abspaltung von Lanxess vor zehn Jahren und dem Börsengang von Covestro im laufenden Jahr bereits vollzogen.

Einen anderen Weg geht der bisherige Branchenprimus BASF. Dieser setzt auf einen engen Verbund der Anlagen und damit eine optimale Ausnutzung. Die Produktpalette ist entsprechend breit. Sie reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. 2014 setzten die Ludwigshafener so mit mehr als 113.000 Beschäftigten rund 74 Mrd. EUR um.

Der Druck zur Fokussierung ist in den USA inzwischen besonders hoch, da dort aktivistische Aktionäre Druck auf die Unternehmen ausüben. Sie fordern bei den US-Giganten bereits seit Jahren eine Abspaltung einzelner Geschäftsteile. So soll sich der Wert der Unternehmen erhöhen. Auch die Analysten von Bernstein lobten einen möglichen Zusammenschluss von Dow und Dupont zuletzt. Die Experten rechnen mit Milliarden-Synergien bei dem möglichen „Dream Deal“.
Der Branche bereitet vor allem das Kunststoffgeschäft Kopfschmerzen. Überkapazitäten sorgen bei einer abflauenden Nachfrage in vielen Bereichen für Druck auf die Preise. Auch im Agrarchemiegeschäft gibt es weltweit viel Bewegung.

Alexey Bannykh

Alexey Bannykh

Grundeinkommen die Vereinfachung des Sozialsystems?

Finnland will ein bedingungsloses Einkommen von 800 Euro für alle Bürger einführen. Im Gegenzug sollen alle staatlichen Zuschüsse wegfallen. Die Mehrheit der Finnen unterstützt das Vorhaben. Die Regierung will mit diesem Schritt vor allem die Arbeitslosenzahlen reduzieren. Knapp neun Prozent aller Finnen waren im Oktober ohne Job.

Das Vorhaben soll bis zum November 2016 umgesetzt werden. Im Gegenzug sollen alle anderen staatlichen Zuschüsse wegfallen. „Für mich bedeutet ein bedingungsloses Grundeinkommen die Vereinfachung des Sozialsystems“, so der finnische Premier Juha Sipilä.

Allerdings könnte dieses Vorhaben dazu führen, dass Personen, die auf staatliche Zuschüsse angewiesen sind, in die Armut abrutschen. Dazu gehören Berufsunfähige und Behinderte. Diese sind oftmals auf zusätzliche staatliche Zuschüsse angewiesen. Etwa zwei Drittel der Finnen unterstützen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Das Parlament muss dem Gesetzesvorhaben der Regierung in Helsinki noch seine Zustimmung geben, bevor das Vorhaben umgesetzt werden kann. Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens würde den finnischen Steuerzahler jährlich 46,7 Milliarden Euro kosten.
Finnland arbeitet an 800 Euro bedingungsloses Grund Einkommen
Grundeinkommen

Das Schwanken des Dollars

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Anlagen jedwelcher Art in Fremdwährungen enthalten immer ein “Paketrisiko”. Einerseits das Risiko der Anlage selbst und andererseits das Währungsrisiko. Im Video wird die relative Größenordnung der beiden Risiken untersucht. Wundern Sie sich.
No US Dollar

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Der Euro muss Federn lassen

Der dramatische Bedeutungsverlust des Euro. Am Ende eines desaströsen Jahres steht für den Euro die große Demütigung: Er verliert Macht, hat einen neuen Rivalen – und muss weiter ohnmächtig auf den großen alten Superstar der Devisen blicken.

Anja Ettel und Holger Zschäpitz berichten: Der IWF hat entschieden, den Yuan in seinen Währungskorb aufzunehmen. Was dies für die Weltwirtschaft bedeutet, erläutert Die Welt
Die aggressive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB dient vor allem dazu, die Inflation in Europa wieder nach oben zu treiben. Doch die Rezeptur von Präsident Mario Draghi hat erhebliche Nebenwirkungen, und zwar ausgerechnet für das ihr anvertraute Jahrhundertprojekt Euro…
Dramatische Bedeutungsverlust des Euro

Annette Kreutter
Annette Kreutter

Bond … Discount Bond

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Ein Discount Bond (Diskontanleihe) ist eine “normale” Anleihe mit regelmäßiger Zinszahlung, die einen Coupon bezahlt, der unterhalb der marktüblichen Rendite liegt. Weitere Fintool-Videos zum Thema der festverzinslichen…
Yoo-hoo My Husband gets the Senior Citizen DiscountVideos Kategorie Finanzkompetenz

So wählen IV Versicherungen ihre Gutachter aus

Wenige Ärzte in der Schweiz beurteilen viele IV-Fälle – und entscheiden häufig zugunsten der Versicherung. Patientenanwälte sind empört.

Andrea Fischer berichtet: Wer eine Invalidenrente beantragt, muss damit rechnen, von der Invalidenversicherung IV ärztlich begutachtet zu werden. Diese Gutachten entscheiden darüber, ob jemand eine Rente erhält oder nicht. Doch seit geraumer Zeit stehen sie in der Kritik, nicht fair zu sein. Bereits 2011 hat das Bundesgericht in einem wegweisenden Urteil diesen Vorwurf gestützt. Es hat damals entschieden, die IV-Stellen dürften die Aufträge für eine ärztliche Abklärung nicht mehr direkt an die Gutachter vergeben, sondern müssen die Gutachterinnen nach dem Zufallsprinzip auswählen. Nur so könne eine unvoreingenommene Abklärung gewährleistet werden.
So waehlt die IV ihre Gutachter aus

"Das Ärztliche Gutachten für die IV wird zu ihren Ungunsten ausfallen". Das sehen Sie hier? Nein, ich bin selber ein IV-Fall Andrea Fischer @tagesanzeiger

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