Schweben einige Lebensversicherer in Lebensgefahr?

Wollen die Lebensversicherer ihre Kunden mit den guten Verträgen nur loswerden oder sind garantierte Zinszahlungen ein grosses Risiko für Lebensversicherer?  Lebensversicherungen

Hohe Zinsversprechen in Deutschland. Die Rating-Unternehmen A. M. Best und Moody’s weisen auf Gefahren hin, welchen vor allem Lebensversicherer ausgesetzt sind. Die hartnäckig niedrigen Zinsen sind unangenehm.

Werner Enz berichtet: Mit der näher rückenden Umstellung europäischer Aufsichtssysteme von einer statischen auf eine marktnahe und dynamische Methodik gewinnt die Bewertung von Verbindlichkeiten zu realistischeren Konditionen im Versicherungssektor an Bedeutung. Für Anfang 2016 steht in Europa die Einführung der «EU Solvency II» an, wobei in erster Linie Ausstände von Lebensversicherern wegen deren hoher Kapitalintensität die Fachwelt, die Unternehmen, aber auch die Kunden beschäftigen.

Es drohen japanische Zustände
Wird die Lebensversicherung X ihre abgegebenen Versprechen bis ganz zuletzt erfüllen können? So lautet die zentrale Frage. Studien von A. M. Best und Moody’s, die jüngst publiziert wurden, gelangen übereinstimmend zur Schlussfolgerung, dass vor allem Anbieter, die einen sehr hohen Prozentsatz an konventionellen Lebensversicherungen – in Deutschland werden sie Kapitalversicherungen genannt – ausstehend haben, verletzlich sind. Länder, die zinsmässig seit Jahren in einer Tiefdruckzone stecken, leiden immer stärker.
Einige Lebensversicherer schweben in Lebensgefahr
Lebensversicherung

VW – Die Lehren

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Als Anleger am Aktienmarkt hält der „Fall VW“ durchaus einige Lehrstücke bereit. Der Fall selber ist aus anlegetechnischer Sicht nicht unbedingt einzigartig. Er bestätigt einfach eine Reihe interessanter Grundsätze.

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann www.swen.ch/

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Bundesbank lehnt Abschaffung von Bargeld ab

Die Bundesbank lehnt die Abschaffung von Bargeld ebenso ab wie Beschränkungen der Verwendung von Bargeld. Die Bundesbank will offenbar die Sorge zerstreuen, dass der Trend aus anderen Ländern Europas auch auf Deutschland übergreifen könnte….

Die Bundesbank hat Forderungen zur Abschaffung von Bargeld erneut eine deutliche Absage erteilt. In einer Rede verwies Thiele auf eine Studie der Bundesbank zum Zahlungsverhalten in Deutschland 2014, nach der gemessen am Umsatz hierzulande nach wie vor 53 Prozent der Waren und Dienstleistungen beim Einkauf bar bezahlt werden. Mittelfristig rechnet allerdings auch die Bundesbank laut Thiele damit, dass an der Ladenkasse der Anteil des Barbezahlens unter die 50-Prozent-Marke sinken wird. In anderen Ländern wie Großbritannien oder in Skandinavien sind neue Bezahlformen über das Internet oder mittels des Smartphone bereits viel stärker verbreitet als in Deutschland. Thiele führte als Beispiel Dänemark an. Dort wolle die dänische Notenbank wegen fehlender Nachfrage ab 2016 voraussichtlich keine neuen Banknoten mehr drucken. Es werde dort auch erwogen, einige kleine Läden vom Annahmezwang von Bargeld zu befreien. Eine solche Einschränkung des Bargelds als gesetzliches Zahlungsmittel sei in Deutschland aus seiner Sicht aber nicht denkbar, sagte Thiele.
Bundesbank lehnt Abschaffung von Bargeld strikt ab
Bargeld

Nadelöhre am Obligationenmarkt?

Niedrige Liquidität birgt Risiken. Obligationen
Die Liquidität an den Anleihemärkten hat sich deutlich verschlechtert. Für viele Anleger sind dies schlechte Nachrichten. Mit wenigen Mass- nahmen kann man sein Portfolio jedoch robuster machen.

Eugen Stamm berichtet: Staatsanleihen gibt es schon lange, wie diese Obligation aus dem Jahr 1913 beweist. Erst, wenn man keine Handlungsmöglichkeiten mehr hat, könnte man resignieren. Für viele Anleger kommt dieser Moment nie – eine Alternative zu Geld, das keine Rendite abwirft, gibt es immer, wie die Verkäufer dieser Alternative nicht müde werden zu betonen. Warum niemand dafür wirbt, einen soliden Teil des Vermögens in Cash zu halten, und warum das trotzdem eine gute Idee ist, das ist einfach erklärbar.

Nicht für alle ein Dilemma
Die Schweizerische Nationalbank verzinst seit dem 12. Januar Einlagen der Banken (ab einem unterschiedlich hohen Freibetrag) mit –0,75%. Diese schieben den Schwarzen Peter nicht einfach ihren Kunden zu, sondern differenzieren. Privatkunden zahlen bis jetzt noch nichts, was so bleiben dürfte, solange die SNB ihren Kurs nicht verschärfen muss; die Zinssätze sind vernachlässigbar gering, aber nicht negativ.
Zahlreiche Nadeloehre am Obligationenmarkt
Diaet

Aktien bei Skandalen und Krisen

Soll man ins fallende Messer greifen?
Kursstürze wie jene bei VW lassen Investoren aufhorchen. Viele vermuten eine Überreaktion des Marktes und wittern ein Schnäppchen. Das ist jedoch eine heikle Strategie.

Werner Grundlehner berichtet: Wer Aktien von «gefallenen Engeln» kauft, riskiert einen tiefen Fall. Wenn ein Unternehmen am Aktienmarkt innert Tagen einen Drittel oder mehr an Börsenwert verliert, werden Investoren hellhörig. Es kann doch nicht sein, dass sich wegen manipulierter Abgastests oder einer Schwäche bei Rohstoffnotierungen und im Handelsgeschäft von einem Tag auf den anderen alles ändert und die bisherigen Bewertungsmodelle für die Aktien auf einmal obsolet sind.
Börsenweisheiten trauen?

Börsianer haben für diese Situation vermeintliche Weisheiten wie «Buy on bad news, sell on good news». Doch bei Aktien von gefallenen Engeln zuzugreifen, trauen sich dann doch die wenigsten Anleger. Das hat mehrere Gründe: Einerseits läuft der Einzelne gerne mit der Herde, und diese mag den betroffenen Valor momentan nicht. Andererseits gab es in der Vergangenheit immer wieder Konzerne und Aktien, die sich nie mehr erholten und von der Bildfläche verschwanden – erwähnt seien hier Swissair, Worldcom oder Enron. Zudem gibt es Unternehmen, die innert Kürze einen hohen Verlust auf dem Börsenwert erleiden, worauf die Erholung an der Börse aber Jahre braucht und der Investor mit Aktien von anderen Unternehmen besser fährt – ein Beispiel hierfür sind die Titel der UBS.
Aktien bei Skandalen und Krisen
Soll man ins fallende Messer greifen

Am Futtertrog des Staates

Frankreich ist im Export von Agrargütern landwirtschaft
von Deutschland überrundet worden. Die französische Landwirtschaft tut sich mit der neuen, stärker marktorientierten Agrarpolitik der EU schwer…..

Zu berechtigten Bedenken Anlass gibt allerdings, dass Frankreich laut der Rangliste der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Uno (FAO) 2012 bei den Agrarexporten nicht nur von Brasilien, sondern auch von den Niederlanden und Deutschland überrundet wurde und vom weltweit zweiten Rang hinter den USA im Jahre 2000 auf den fünften Platz zurückgefallen ist. Die hohen Aussenhandelsüberschüsse Frankreichs im Agrarsektor spiegeln mithin eine relativ geringe Durchdringung durch Importe und reflektieren nur bedingt Wettbewerbsvorteile.

Am Futtertrog des Staates
Bauer Futter

(Aktien) Schreck lass nach

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Sommer und Frühherbst 2015 haben die Aktienmärkte viele Aktionäre aus einer Art Dornröschenschlaf aufgeweckt. Notierungen sind auf Talfahrt und viele scheinen noch nie dagewesene Volatilitäten zu erleben. Aber sind die Volatilitäten wirklich so viel anders als früher? Urteilen Sie selbst.

Rudolf Schuppler www.w-t-w.org/en/cartoon/rudolf-schuppler

Rudolf Schuppler
www.w-t-w.org/en/cartoon/rudolf-schuppler

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Fridensnobelpreis für Wided Bouchamaoui und ihr Team

Friedensnobelpreis geht nach Tunesien
Im Jahr 2013 ist sie als beste Business-Frau monde arabe2 Welt bezeichnet worden. Wided Bouchamaoui
2014 erhielt sie eine Auszeichnung der Business for Peace Foundation

Überraschung in Oslo: Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an das tunesische nationale Dialog-Quartett. Wer sich hinter der Initiative verbirgt.

Der offizielle Name der Initiative lautet übrigens „Quartett für den nationalen Dialog“. Das Quartett besteht aus dem tunesischen Gewerkschaftsverband (UGTT), dem tunesischen Arbeitgeberverband (UTICA), der tunesischen Menschenrechtsliga (LTDH) und der tunesischen Anwaltskammer. Das Nobelkommitee teilte mit, dass es die Auszeichnung als Ermutigung für das ganze Land verstehe.

Das tunesische nationale Dialogquartett  habe dabei geholfen, dass die Revolution in Tunesien positiv verlaufen sei, teilte das norwegische Nobel-Komitee mit.

Ackermann war’s

Cryans Schocktherapie für die Deutsche BankJohn Cryan
Die Methode Cryan – je härter, desto besser

Arvid Kaiser berichtet: John Cryan in einer Aufnahme von 2010 bei der UBS
John Cryan meint, die Beschäftigten der Deutschen Bank müssen jetzt tapfer sein. Ebenso die Aktionäre. Der neue Chef räumt auf – ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Rücksicht auf seine Vorgänger.Nach all den Hiobsbotschaften der vergangenen Jahre nun auch noch das: Der neue Deutsche-Bank-Chef John Cryan stimmt Mitarbeiter und Aktionäre auf ein Minus von 6,2 Milliarden Euro für den Zeitraum Juli bis September ein – das ist der bisher höchste Verlust der Deutschen Bank in einem Quartal. Schlimmer als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise: Da kam die Bank mit 4,8 Milliarden Euro Ende 2008 noch vergleichsweise glimpflich davon.

Der Aktienkurs Börsen-Chart zeigen drehte nach dem ersten Schock am Donnerstag zeitweise sogar ins Plus, der Verlust hielt sich bis zum Handelsschluss in Grenzen. Am Rekordtief der vergangenen Woche schrammte er vorbei. Der Börsenwert entspricht ohnehin schon weniger als dem halben bisher ausgewiesenen Buchwert.
Dividende weg? Na ja, wenigstens ist nicht schon wieder eine milliardenteure Kapitalerhöhung nötig, lautet der Tenor der Analysten. Von einer „Bilanzbereinigung“ als „erster bedeutender Duftmarke“ des neuen Chefs spricht Kian Abouhossein von JPMorgan anerkennend. Cryan übersetzt: Ackermann war’s…..

Zusammen mit der Schaffung einer internen Bad Bank entstand das Bild eines Sanierungsfalls hinter der von Ackermann gemalten glänzenden Fassade. Dessen Beteuerung, er hinterlasse die Bank „gut für eine erfolgreiche Zukunft gerüstet, verklang im Hohn. ….
Cryans Schocktherapie fuer die Deutsche Bank
vom Acker-Mann

Reform des Geldwäsche-Gesetzes

Am 20 Mai 2015 hat das Europäische Parlament die vierte Geldwäsche-Richtlinie verabschiedet. Kein Mitgliedsstaat hat seit 1991 die GWRL umgesetzt. Die 4te GWRL ersetzt die 3te. Eine Umsetzung der 4ten GWRL in nationale Recht hat wieder Zeit bis Juni 2017. Das ist vom Gesetzgeber geplantes Nichtstun.

Eine Neuigkeit ist, dass die Endeigentümer von Unternehmen in öffentliche EU-Register aufgenommen werden sollen, die Behörden und Personen mit „berechtigtem Interesse“, wie zum Beispiel investigative Journalisten, einsehen dürfen.
Gesetz zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung

Neue UN-Agenda 2030: UN will den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität stärken.Vergangenen Freitag kamen in New York mehr als 150 Staats- und Regierungschefs zusammen, um über die Nachfolger der Millenium-Entwicklungsziele zu beschließen. Die sogenannte Agenda 2030 bildet ein Art Fahrplan für die kommenden 15 Jahre: 17 Ziele sind darin genannt, die erreicht werden sollen. Erfreulicherweise ist auch der Kampf gegen die Organisierte Kriminalität darin festgeschrieben. Im Ziel 16 zu Frieden, Recht und Governance werden die Reduzierung illegaler Finanz- und Waffenströme, die Rückführung unterschlagener Vermögenswerte und die Bekämpfung aller Formen der OK als Vorgabe genannt.
Organisierte Kriminalität in der »2030 Agenda für Nachhaltige Entwicklung

Nel / Ioan Cozacu www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu/

Nel / Ioan Cozacu
www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu/

Frauen und Kinder leiden unter Korruption