Was ist „Robo-Advice“?

Automatisiertes Anlegen.  Ist „Robo-Advice“  ein Spielzeug, welches die KundschaftMONEY MASTER verführen soll, mit ihrem ersparten Vermögen zu „spielen“? In der Hoffnung, dass der Kunde mit seinem Vermögen umsatzträchtiger umgeht, als das den treupflichtigen Bankbetreuern konventionell gelingt.

Das Private Banking ohne Berater kommt
Die Banken beschweren sich: Anlagekunden unter 500 000 Franken Vermögen sollen sich nicht mehr lohnen. Im Ausland weichen Kunden auf ein «automatisches» Private Banking oder auch «Robo Advice» aus.

Claudia Gabriel berichtet: Der Name klingt futuristisch, doch kompliziert ist das Konzept nicht: Robo-Advice oder «automatisches» Private Banking. Der Anlagekunde betreibt das Private Banking mit dem Computer als Gegenüber. Auf dem Bildschirm klickt er sich durch die Fragen, die das persönliche Risikoprofil ermitteln. Je nachdem können auch ein paar grundsätzliche persönliche Anlagepräferenzen eingespeist werden. Es sind ähnliche Fragen, wie sie sonst der Bankberater im ersten Kundengespräch stellt. Mit diesen Mausklicks ist automatisch bereits den zukünftigen Kundenschutz-Vorschriften (Pflicht zur Protokollierung der Gespräche usw.) entsprochen.

Kein Platz für Sonderwünsche
Sodann erstellt der Computer eine persönliche Anlagestrategie, die mit Fonds – meist günstigen Indexanlagen wie Exchange-Traded Funds (ETF) – ausgeführt wird. Das Portfolio wird automatisch angepasst, wenn der Kunde Geld einzahlt oder abzieht oder wenn sich die Situation an den Märkten ändert. Korrespondenz wird über die Investments keine geführt, allenfalls erhalten die Kunden automatisierte Erklärungen bei Bewegungen an den Finanzmärkten, und sicher erhalten sie Support bei technischen Problemen. Bezahlt wird eine relativ niedrige prozentuale Gebühr.

Robo-Advice ist somit abzugrenzen von Online-Brokerage-Angeboten wie von der Migros-Bank, der Saxo Bank oder von Swissquote. Dort entscheiden die Kunden selber, in was sie investieren wollen, und führen es auch eigenhändig am Bildschirm aus. Beim Robo-Advice erhalten sie hingegen eine fertige, diversifizierte Anlagestrategie, die sie nachträglich nur noch in grundsätzlichen Zügen, aber nicht auf der Basis von Einzel-Investments anpassen können. Es ist also nicht möglich, beim Robo-Advisor zum automatisch generierten, breit diversifizierten Portfolio noch seine drei Lieblings-Einzelaktien dazuzukaufen.
Das Private Banking ohne Berater kommt
Robo Advice

Bitcoin-Börse Mt. Gox festgenommen

Der Chef der einst größten Bitcoin-Börse der Welt, Mark Karpeles, wurde in Tokio festgenommen. Er soll Abrechnungsdaten gefälscht haben. Viele Bitcoin-Anleger haben Geld verloren. Die japanische Polizei hat Medienberichten zufolge am Samstag den Chef der in Turbulenzen geratenen Bitcoin-Plattform Mt. Gox festgenommen.

Wie die Nachrichtenagentur Kyodo und der Sender NHK berichteten, wird Mark Karpeles vorgeworfen, sich Zugang zum Computersystem der Börse verschafft und Abrechnungsdaten gefälscht zu haben. Mt. Gox hatte im Februar vergangenen Jahres den Tausch von Bitcoins in reale Währungen ausgesetzt, kurze Zeit später verschwand die Handelsplattform dann aus dem Internet.

Das Unternehmen begründete den Stopp mit einem Softwarefehler. Karpeles sagte damals wenige Wochen nach dem Verschwinden der Börse aus dem Internet, dass Mt. Gox deshalb Opfer von Hackerangriffen geworden sei. Zudem hieß es, dass Bitcoins im dreistelligen Millionenwert verschwunden seien.

Die virtuelle Währung war im Jahr 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet, der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark.
MT-Gox

Geldverdienen Männersache?

Fast ein Drittel sieht Geldverdienen als Aufgabe der Männer

Eine Studie im Auftrag des Familienministeriums zeigt, dass Partnerschaftlichkeit für Österreicher wichtig ist
Im Engagement für Gleichstellung und Chancengleichheit erhält Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) Unterstützung von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP). Diese will unter anderem mit einer Kampagne den Geschlechterstereotypen den Kampf ansagen. Dass Männer in Karenz als Weicheier und berufstätige Frauen oft als Karrieristinnen dargestellt werden, will Karmasin nicht länger akzeptieren.

Katrin Burgstaller berichtet: Die vorherrschenden Stereotype seien „unseres Landes nicht würdig“, denn sie würden Optionen verhindern. Eingeschränkte Optionen würden etwa sichtbar, wenn man den Frauenanteil in Top-Führungspositionen betrachte. Dieser liegt derzeit bei sechs Prozent. Ebenso kritisierte Karmasin, dass für gleiche Leistungen Frauen oft weniger verdienen als Männer.

Wunsch nach Partnerschaftlichkeit
Die Ergebnisse einer Market-Studie im Auftrag des Familienministeriums – befragt wurden im Monat Juli 1.000 Frauen und Männer zwischen 16 und 60 Jahren – präsentierte Karmasin im Rahmen eines Hintergrundgesprächs als Beleg dafür, dass die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher mit den gängigen Geschlechterstereotypen nichts mehr am Hut haben wollen. So stimmten 83 Prozent der Frauen und 82 Prozent der Männer der Aussage zu, dass Frauen und Männer zum Haushaltseinkommen beitragen sollen.
77 Prozent der Frauen und 74 Prozent der Männer gaben an, dass das Familienleben darunter leidet, wenn „sich Männer zu sehr auf die Arbeit konzentrieren“. Ebenso gaben drei Viertel der befragten Frauen und Männer an, es sei gut, wenn beide Elternteile abwechselnd in Karenz gehen und zu Hause bleiben. Und 95 Prozent der Frauen sowie 94 Prozent der Männer stimmten zu, dass Männer genauso für die Kindererziehung verantwortlich sind wie Frauen.
Fast ein Drittel sieht Geldverdienen als Aufgabe der Maenner
Money

Schweizer Milliarden-Schock trifft auch Deutschland

Die Schweizer Notenbank hat im ersten Halbjahr einen Rekordverlust von mehr als 50 Milliarden Schweizer-BankenFranken eingefahren. Die Bilanz liest sich wie die eines Hedgefonds. Warum das auch uns etwas angeht.

Währungshüter haben diesen Namen nicht ohne Grund. Sie sollen den Wert des Geldes, denn um nichts anderes handelt es sich bei der Währung, stabil halten. Doch seit der Krise geht es um viel mehr. Das hat Folgen, wie die Bilanz der Schweizer Notenbank zeigt.  

Schweizer-Banken

Die Schweizerische Nationalbank, wie sie offiziell heißt, weist für das erste Halbjahr den Rekordverlust von über 50 Milliarden Franken (47,4 Milliarden Euro) aus. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der Summe, die Deutschland jedes Jahr für die Bereiche Verkehr und digitale Infrastruktur, Bildung und Forschung sowie Gesundheit ausgibt.

Das bleibt nicht ohne Folgen auch für uns. Die Welt beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Milliardenverlust für deutsche Sparer, Konsumenten und Bürger.

Wie kann eine Notenbank plötzlich so viel Geld verlieren?…..
Warum der Schweizer Banken-Schock auch Deutschland trifft

Das Anwerben reicher Auslaender durch Banken zur Steuerhinterziehung hat in der Schweiz System

Das Anwerben reicher Auslaender durch Banken zur Steuerhinterziehung hat in der Schweiz System

Könnte das mächtige China wirklich daran scheitern?

Pekings Probleme:  Die Welt blickt ängstlich auf die chinesischen Börsen- und Wirtschaftsturbulenzen. Doch die großen Probleme liegen in ganz anderen Bereichen.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde strauchelt. China war es aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gewohnt, wirtschaftlich von Rekord zu Rekord zu eilen. Doch nun: der größte Kursrutsch an Chinas Börsen Shanghai und Shenzhen seit acht Jahren. Eine Berg-und-Talfahrt der Kurse. Chinas Führung reagiert mit Stützungskäufen, die USA und Europa blicken ängstlich auf den Giganten.

Der plagt sich allerdings mit noch ganz anderen Schwierigkeiten, deren Lösung mindestens ebenso dringlich ist. Dazu zählen Umweltprobleme ebenso wie Korruption, demografische Fehlentwicklung, regionale Konflikte, Missachtung der Menschenrechte oder das dramatische Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich.

Eine Übersicht…

Wachstum und Umweltverschmutzung
Großmacht ohne Wasser
Korruption und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich
Demografische Fehlentwicklung
Die Missachtung der Menschenrechte
Konflikte in der Region mit den Nachbarn
Daran koennte das maechtige China wirklich scheitern

Dieter Huthmacher www.w-t-w.org/en/dieter-huthmacher/ www.doppelfant.de

Dieter Huthmacher
www.w-t-w.org/en/dieter-huthmacher/
www.doppelfant.de

Finanziellen Selbstverteidigung

Kommentar: Wenn das Papier-Wertesystem kollabiert, dann sind Bargeldbestände unter der Matratze nur noch Altpapier. Möglich, dass es wieder zum Tauschhandel kommt: Ein Perserteppich für einen Zentner Kartoffeln. Der nichts hat oder nur Papier, der hat Pech.

Anlegen in der Schuldenkrise: Strategien zur «finanziellen Selbstverteidigung»
Staaten drohen in der Krise auf die Vermögen von Sparern zuzugreifen.

Michael Ferber berichtet: Geschlossene Banken, nur noch 60 € am Tag am Bancomaten und Kapitalverkehrskontrollen – in Griechenland ist dieses Schreckensszenario Realität geworden. Aus Sicht der europäischen Sparer war das ein weiterer negativer Höhepunkt in der Schuldenkrise. In den vergangenen Jahren haben auch die Regierungen in Zypern und Spanien auf die Gelder von Sparern zugegriffen. Vieles spricht dafür, dass solche Nachrichten die Anleger auch in den kommenden Jahren begleiten werden.  Ratschläge von Vermögensverwaltern (sofern sie unabhängig sein sollten), wie eine Anlagestrategie der «finanziellen Selbstverteidigung» für Anleger und Sparer aussieht, können den einen oder anderen Denkanstoss geben.
Sparguthaben im Fokus.
Strategien zur finanziellen Selbstverteidigung
Self Defense

Verschwendung unserer hart verdienten Erträge

Der Neue: Deutsche-Bank-Chef John CryanJohn Cryan

Erfolg im Investmentbanking: Deutsche Bank verdreifacht Gewinn. Deutschlands größtes Geldhaus kommt langsam aus der Krise: Gut laufende Investmentgeschäfte steigern den Gewinn der Deutschen Bank deutlich. Ihr neuer Chef John Cryan will sie dennoch radikal neu ausrichten.

John Cryan ist noch nicht einmal einen Monat an der Spitze der Deutschen Bank. In einer E-Mail an die Mitarbeiter spricht er nun schon Klartext. Was darin steht, dürfte kaum einem der Banker gefallen.

Die Beschäftigten der Deutschen Bank müssen sich unter dem neuen Co-Vorstandschef John Cryan auf harte Einschnitte einstellen. In einer am Donnerstag versandten E-Mail an die gut 98.000 Mitarbeiter kündigte der seit Anfang Juli amtierende Cryan „eine Reihe wichtiger Veränderungen“ noch in diesem Jahr an.
Verschwendung unserer hart verdienten Ertraege
John Cryan

Sollte Deutschland den Euro verlassen?

„Statt Griechen sollten Deutsche den Euro verlassen“
An den Finanzmärkten wird zunehmend ein Euro-Austritt Deutschlands diskutiert: der „Gexit“. Würde die Bundesrepublik die Euro-Zone verlassen, so IWF-Experten, „gäbe es keine Verlierer“.

Das Kunstwort „Grexit“ hat es in den vergangenen Wochen endgültig in den aktiven Sprachschatz der Deutschen geschafft. Nach mehr als sechs Monaten Schuldenstreit zwischen Athen und den internationalen Kreditgebern war der Austritt Griechenlands aus dem Euro – aus Greece und Exit setzt sich Grexit zusammen – so nahe wie nie zuvor und das Wort damit in aller Munde. Nachdem sich Griechenland mit seinen Geldgerbern aber doch noch geeinigt hat, und damit ein Grexit vorerst vom Tisch ist, könnte jetzt eine neue Wortkreation Karriere machen: der Gexit.
Statt Griechen sollten Deutsche den Euro verlassen

Waldemar Mandzel www.w-t-w.org/en/waldemar-mandzel/ www.w-t-w.org/de/cartoon/

Waldemar Mandzel www.w-t-w.org/en/waldemar-mandzel/

 

Kinderbetreuung von der Steuer absetzen

Kosten für die Kinderbetreuung können von der Steuer abgesetzt werden. Das gilt für ein Au-Pair oder Kindermädchen. Und auch für Eltern, die das Betreuungsgeld in Anspruch nehmen.

Wer sein Kind zu Hause betreut, kann einen Anspruch auf Betreuungsgeld haben. Wird zeitweise beispielsweise ein Au-pair oder ein Babysitter beauftragt, den Nachwuchs zu betreuen, können diese Kosten als Sonderausgaben die Steuer mindern.

„Eltern müssen nicht befürchten, dass der Sonderausgabenabzug wegen des Betreuungsgeldes gekürzt wird“, stellt Constanze Grüning vom Bund der Steuerzahler klar und macht auf eine entsprechende Kurzinformation des Finanzministeriums Schleswig-Holstein aufmerksam.

Für Kinder, die nach dem 1. August 2012 geboren wurden, können Eltern Betreuungsgeld beantragen, wenn sie sie zu Hause betreuen. Eltern, die sich gelegentlich externe Hilfe für die Kinderbetreuung holen, können die dafür anfallenden Aufwendungen in der Steuererklärung als Sonderausgaben angeben. So können jährlich maximal 6000 Euro an Betreuungskosten geltend gemacht werden. Davon werden Zweidrittel der Betreuungskosten, also höchstens 4000 Euro, steuerlich berücksichtigt.

Zu beachten ist, dass ein Au-Pair oder Kindermädchen nicht bar bezahlt wird. Kinderbetreuungskosten können steuerlich nur berücksichtigt werden, wenn die Bezahlung über ein Konto der Betreuungsperson oder der Betreuungseinrichtung erfolgt. Dies hat auch der Bundesfinanzhof bestätigt.
Kinderbetreuung

Kunsthandel – Genf wäscht am weißesten

Kaum etwas ist so undurchsichtig wie der Kunstmarkt: Ein Bericht der Schweizer Regierung offenbart nun die listigen Methoden, mit denen Geld durch Kunst gewaschen wird. Sie decken sich mit der Praxis des Kunstberaters Yves Bouvier.

Was haben der Kunstmarkt und der internationale Terrorismus gemein? Der Verkauf geplünderter Schätze durch den „Islamischen Staat“ ist da ein Nebenaspekt. Die Analogie besteht in der undurchsichtigen Finanzierung. Seit die Banken den strengen Gesetzen gegen die Geldwäsche unterliegen, hat sich diese auf den Kunstmarkt verlagert. Wie sie funktioniert, kann man in einer von der Schweizer Regierung veröffentlichten Studie auf 150 Seiten nachlesen: „Bericht über die nationale Beurteilung der Geldwäscherei- und Terrorismusfinanzierungsrisiken in der Schweiz“.

Überall verlieren die Zollfreilager an Bedeutung. Nur die „Ports Francs“ in Genf werden dank ihrer „Spezialisierung auf die Lagerung hochwertiger Güter“ immer größer: „Wertvolle Weine, Schmuck, Kunstwerke, Kulturgüter“. Es können auch „Banknoten, Münzen, Diamanten und Edelsteine, Edelmetalle, Schmuck, Alkoholika und Spirituosen, Tabak, Kunstgüter und Antiquitäten“ sein, für die inzwischen eine „Bestandesaufnahme“ vorgeschrieben ist. „In Genf kommt der Uhrenhandel hinzu“, schreiben die Verfasser. Bis 2007 galten Zollfreilager als „ausländisches Territorium“, das hieß: sie waren mehr oder weniger rechtsfreie Räume.

Im Februar wurde der „König des Genfer Zollfreilagers“ Yves Bouvier im Fürstentum Monaco verhaftet. Er ist der wichtigste Mieter und Minderheitsaktionär des Lagers (die Mehrheit gehört dem Staat). In den vergangenen Jahren hat Bouvier die „Free Ports“ in Singapur, wo der Schweizer seinen offiziellen Wohnsitz hat, und Luxemburg aufgebaut. Nach Monaco war er zu seinem Kunden Dmitri Rybolovlev gereist, dem er für zwei Milliarden Franken Kunst verkauft hatte. Die Einladung war eine Falle, die Anklage lautet auf Betrug und Geldwäsche. Bouvier war Berater des russischen Oligarchen und mit ein paar Prozenten an jedem seiner Deals beteiligt. Doch er soll die Bilder über eine eigene Gesellschaft gekauft und mit zweistelligen Millionenaufschlägen an seinen Auftraggeber weitergereicht haben. Auf Fotos aus Rybolovlevs Appartement erkannte eine der Picasso-Erbinnen Werke, die aus einem Depot gestohlen wurden. Um eine Milliarde sei er von Bouvier betrogen worden, klagt Rybolovlev.
Kunsthandel – Genf wäscht am weißesten

www.kunstprofil.com

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Kunst und Geldwäsche