Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Der Wert einer Obligation lässt sich über eine einfache Zinsrechnung bestimmen. Eine einfache Übung, die aber von grosser Bedeutung ist für das Verständnis der Entwicklung an den Wertschriftenmärkten. Wer Freude an technischen Finessen hat, kann sich zusätzlich die Details in unserem Tech-Video „Anleihe: Preis und Verfallrendite“ zu Gemüte führen.
Autorenarchiv: Diana Latona
Weiblichen Beschäftigte von Armut gefährdet
Immer mehr Frauen arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge in Teilzeit-, immer weniger in Vollzeitjobs.
Die Zahl der vollzeitbeschäftigten Frauen ging demnach zwischen 2001 und 2014 um knapp eine Million auf 7,5 Millionen zurück. 2014 arbeiteten 6,3 Millionen Frauen in sozialversicherungspflichtigen Teilzeitjobs – ein Zuwachs von 2,5 Millionen. 5,3 Millionen weibliche Beschäftigte hatten ausschließlich einen Minijob. Gemessen an allen Beschäftigungsverhältnissen von Frauen fiel die Vollzeitquote von 55 Prozent im Jahr 2001 auf 40 Prozent im Jahr 2014. Dabei stieg die Zahl der Frauen mit Job seit 2001 um 1,7 Millionen, ihre Erwerbsquote nahm von 63,0 Prozent auf 72,4 Prozent zu.
Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann sagte der Zeitung, der Zuwachs finde vor allem in Branchen mit geringen Verdiensten statt. „Weil zugleich die Zahl der Vollzeitbeschäftigten zurückgegangen ist, steigt der Anteil der weiblichen Beschäftigten, die von Armut gefährdet sind.“ Jede elfte Frau sei inzwischen betroffen.
Immer mehr Frauen arbeiten in Teilzeitjobs

Auch China dreht an Zinsschraube
Die chinesische Notenbank hat den Leitzins für die Kreditvergabe zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten gesenkt. Dies spiegelt Chinas Ängste vor einem Abschwung.
Schneller als allgemein erwartet, hat die People’s Bank of China (PBoC) am Wochenende die Leitzinsen für die Kreditvergabe und Spareinlagen um jeweils 25 Basispunkte auf 5,35% bzw. 2,5% gesenkt. Dieser Schritt war von Analytikern wegen der nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik und der im Januar mit 0,8% niedrigsten Inflationsrate seit fünf Jahren zwar erwartet worden, weshalb in China auch die Angst vor Deflation wächst. Sie gingen jedoch von einem späteren Zeitpunkt für eine geldpolitische Lockerung aus. Damit hat die chinesische Notenbank zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten an der Zinsschraube gedreht: Ende November vergangenen Jahres hatte sie – erstmals seit zweieinhalb Jahren – den Leitzins für die Kreditvergabe um 0,4 Punkte auf 5,6% und jenen für Spareinlagen um 0,25 Punkte auf 2,75% verringert. Und Anfang Februar hatte sie den Mindestreservesatz um 50 Basispunkte auf 19,5% gesenkt.
Warten auf den Volkskongress
Der geldpolitische Aktionismus zeigt, mit welchem Argwohn Chinas Machthaber die wirtschaftliche Eintrübung verfolgen.
China dreht weiter an Zinsschraube

Mehr Geld für den Verteidigungsetat?
Verteidigung: Schäuble verspricht mehr Geld für Sicherheit
Der Finanzminister will mehr Mittel für die Bundeswehr bereitstellen, kündigt er in einem Interview an. „Die Welt ist leider unsicherer geworden“, sagt Schäuble. Allerdings soll der Wehretat erst 2017 steigen.
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verspricht einen höheren Verteidigungsetat ab dem Jahr 2017. „Natürlich werden wir angesichts der Krisen und Instabilitäten in der Welt in den nächsten Jahren höhere Leistungen für Verteidigung schultern müssen“, sagte Schäuble der „Bild am Sonntag“.
Der Finanzminister will für drei Ressorts künftig mehr Geld ausgeben: „Ich habe vorgeschlagen, dass wir die Ausgaben für Entwicklungshilfe moderat steigern. Und wir werden in den kommenden Jahren mehr für Verteidigung und innere Sicherheit ausgeben müssen. Die Welt ist leider unsicherer geworden.“
In den vergangenen Monaten waren massive Mängel an der Ausrüstung der Bundeswehr bekanntgeworden. Deutschland gibt nur 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus. Die Nato hat sich 2 Prozent zum Ziel gesetzt.
Bisher hat das Verteidigungsministerium mit Hinweis auf fehlende finanzielle Spielräume Forderungen von Verteidigungsexperten nach mehr Panzern und mehr Soldaten bei der Panzertruppe abgewehrt.
Schäuble verspricht mehr Geld für Sicherheit

Das ist die mächtigste Hedgefonds-Chefin der Welt
Bluetrend ist der wichtigste Hedgefonds der Managerin Leda Braga, den sie von Genf aus führt. Er schnitt zu Jahresstart sensationell ab. Damit ist sie die erfolgreichste weibliche Hedgefonds-Chefin.
Leda Braga: Die Brasilianerin hat ihr Büro in Genf.
Sie hat allen Grund, dieser Tage guter Laune zu sein. Der wichtigste Hedgefonds der 48-jährigen Brasilianerin – der 8,4 Milliarden Dollar schwere BlueTrend – erzielte im Januar einen Ertrag von rund 9,5 Prozent. Das ist einer der grössten Zugewinne unter Hedgefonds weltweit.
Es war der erste Monat, in dem sie nach der Abspaltung von Michael Platts Bluecrest Capital Management nach 14 Jahren auf eigene Rechnung handelte. Ihr neues Unternehmen, Systematica Investments, beinhaltet unter anderem den Bluetrend-Fonds. Sie verwaltet jetzt mehr Geld als jeder andere Hedgefonds, der von einer Frau alleine geführt wird.
Das ist die mächtigste Hedgefonds-Chefin der Welt

Hat Russland genug von Putins Bereicherung?
Russland sorgt nicht nur wegen der äusserst umstrittenen geopolitischen Abenteuer auf der Krim und im Osten der Ukraine für Schlagzeilen, sondern auch wegen der schwachen Wirtschaft. An beidem dürfte sich auf absehbare Zeit wenig ändern, fürchtet Bill Browder – wenngleich sich der Rubel in den vergangenen Tagen mit zum Teil deutlichen Kursgewinnen etwas vom vorhergehenden Schwächeanfall erholt hat. Der heute in London lebende Amerikaner, der in seinen besten Jahren von Moskau aus mit einem auf Russland spezialisierten Hedge-Fund Schwellenländer-Investments salonfähig gemacht und dabei Milliarden verdient, aber auch wieder verloren hat, ist skeptisch, was Russlands weitere Zukunft anbelangt.
Der Autor des an diesem Montag in Deutschland auf den Markt kommenden autobiografischen Buchs « Red Notice – Wie ich Putins Staatsfeind Nr. 1 wurde » nimmt im Gespräch kein Blatt vor den Mund, was seine Meinung über die Vergangenheit, die aktuelle Lage und die mögliche Entwicklung in Russland, aber auch was seine eigenen Ziele und Risiken anbelangt.
Das russische Volk hat genug von Putins Bereicherung

Was ist eine Rente wert?
Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Renten – regelmässige Zahlungen – spielen eine wichtige Rolle für das Verständnis der Entwicklungen an den Wertschriftenmärkten. Wir erläutern die grundsätzlichen Überlegungen und die für das Verständnis notwendigen Begriffe. Wer sich für technische Details interessiert, kann unser Tech-Video „Barwert einer Annuität“ konsultieren.

Ermutigendes Urteil gegen die Schweizer Rechtssprechung
Die Methode des nicht Verfolgen von Straftaten und Strafanzeigen, die unerbittliche Strafverfolgung von Whistleblower und einem ausgeklügelten Mobbingsystem hat dem parasitären Schweizer System zu großem Erfolg verholfen.

das rigide schweizer Bundesgericht in die Schranken zu weisen. Ein ermutigendes Urteil für alle rechtschaffenden ehrliche Bürger der Schweiz. Der Ruf der Schweiz leidet unter Korruption und der organisierte Kriminalität.
Urteil gegen die Schweiz
Judgment concerning Switzerland
Judgment Haldimann v. Switzerland conviction of journalists for an interview using a hidden camera
Singapur: Milliarden für die Zukunft
Wie Singapur überleben will. In der Ausgabensteigerung um 14% spiegeln sich neue Prioritäten, globale Herausforderungen, sozialer Ausgleich und etwas Wahlkampf.
Erstmals seit 2009 erlaubt sich Singapur wieder ein nennenswertes Budgetdefizit. In der Ausgabensteigerung um 14% spiegeln sich neue Prioritäten, globale Herausforderungen, sozialer Ausgleich und etwas Wahlkampf.
Jahrelang hat Singapur dem Grundsatz nachgelebt, dass auch der Staat nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt. Haushaltsdefizite waren entsprechend verpönt; Ausnahmen wurden jeweils in Krisenzeiten erlaubt, etwa während der Asienkrise vor fünfzehn Jahren und 2009. Jetzt, für den anstehenden Haushalt 2015/16, ist erstmals ein nennenswertes Defizit eingebaut, ohne dass Krise herrschte.
Innovation und Fairness.
Man muss aber die Relationen bewahren. Der budgetierte Fehlbetrag von 6,7 Mrd. sing. $ – das entspricht rund 4,7 Mrd. Fr. – beläuft sich auf bloss 1,7% des Bruttoinlandprodukts. In jedem anderen Land wäre das ein Sparhaushalt, auch mit Blick auf das Wirtschaftswachstum, das nach 2,9% im vergangenen Jahr für 2015 auf 2% bis 4% veranschlagt wird. Die Republik steht gemäss Einschätzung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Tharman Shanmugaratnam, der auch das Amt des Finanzministers ausübt, an einem Scheideweg. Es gehe darum, in Singapur den Motor des zukunftsorientierten innovativen Wachstums anzuwerfen und darüber hinaus eine fairere Gesellschaftsstruktur zu schaffen, die Rücksicht auf die Schwächeren und Älteren nehme.
Wie Singapur überleben will

Warum die Banken nicht zur Ruhe kommen
Paradeplatz in Zürich: Immer neue Skandale lassen die Bankenwelt erzittern.
Die US-Behörden nehmen offenbar den Edelmetallhandel von mehreren Grossbanken unter die Lupe. Im Raum steht der Verdacht der Manipulation. Es wäre der dritte grosse Skandal in weniger als drei Jahren.
Bereits zum dritten Mal in den vergangenen Jahren geraten global agierende Grossbanken unter Manipulationsverdacht. Das neue Thema ist die Preisbildung bei Gold, Silber, Platin und Palladium. Denn die Ermittlungen der amerikanischen Behörden wegen mutmasslicher Betrügereien beim Handel mit Edelmetallen gehen offenbar weiter. Dies, nachdem im vergangenen Jahr mehrere europäische Aufsichtsbehörden ihre eigenen Ermittlungen in diesem Bereich eingestellt hatten.
Im Visier der US-Aufseher sind offenbar mindestens zehn globale Banken, wie das amerikanische «Wall Street Journal» berichtet. Verdächtigt werden demnach auch die Schweizer Institute UBS und Credit Suisse. Im Raum stehen ähnliche Praktiken wie beim Devisenhandel-Skandal (Forex-Skandal) für den sechs Banken im November zu Strafzahlungen von über vier Milliarden Dollar verurteilt wurden.
«Schwerwiegende Fehlverhalten»
Warum die Banken nicht zur Ruhe kommen


