Boomende US-Wirtschaft schafft immer mehr neue Jobs

Eine so lange Erfolgssträhne gab es zuletzt vor 20 Jahren, erklärte das Arbeitsministerium am Freitag. Damit rückt eine Zinserhöhung durch die Notenbank Fed näher, zumal auch die Löhne zulegten und damit einen anhaltenden Aufschwung der konsumabhängigen weltgrößten Volkswirtschaft signalisieren.

„Der Arbeitsmarkt hat erheblich an Schwung gewonnen“, sagte Ökonom Robert Wood von der Berenberg Bank. Vor allem Dienstleister und Einzelhändler heuerten in Erwartungen eines starken Weihnachtsgeschäfts mehr Mitarbeiter an. Aber auch Industrie und Baubranche stellten verstärkt ein. Das positive Bild wird noch dadurch abgerundet, dass der Stellenzuwachs im September und Oktober um insgesamt 44.000 höher ausfiel als bislang angenommen. Die US-Wirtschaft strotzt derzeit vor Kraft: In den beiden zurückliegenden Quartalen zusammen wuchs sie so stark wie seit 2003 nicht mehr.
Boomende US-Wirtschaft schafft immer mehr neue Jobs
Employers demand Facebook passwords

Ukrainisches Parlament bestätigt Investment-Bankerin Natalia Jaresko als Finanzministerin

 Ukraine: US-Investment-Bankerin ist neue Finanzministerin

Die amerikanische Investment-Bankerin Natalia Jaresko bekam im Eilverfahren die ukrainische Staatsbürgerschaft, damit sie Finanzministerin von „Jaz“ Jazenjuk werden kann. Sie ist CEO bei einem staatlichen amerikanischen Finanzinvestor. Vor ihrer Tätigkeit in der Finanzbranche war sie Angestellte beim US-Außenministerium. Auch der neue Wirtschaftsminister – ein blitzeingebürgerter Litauer – ist Investment-Banker. Die Oligarchen in der Ukraine dürften sich die Augen reiben.
Ukrainisches Parlament bestaetigt neue Regierung
Natalie A. Jaresko, Finanzministerin.

Potenzial für eine neue Finanzkrise hat zugenommen

Weltwirtschaft und Finanzmärkte

Die Liquidität der Finanzmärkte ist durch schärfere Aufsicht und veränderte Strukturen reduziert worden. Das Potenzial einer neuen Finanzkrise ist gestiegen.
An den globalen Kapitalmärkten haben die Bewertungen ein so hohes Niveau erreicht, dass starke Korrekturen nur noch eine Frage der Zeit und der auslösenden Faktoren zu sein scheinen. Eine solche Entwicklung wäre keine Überraschung, denn korrigierende Bewegungen sind Teil normaler Marktzyklen. Gegenwärtig sorgen sich aber Marktkommentatoren und Aufsichtsbehörden zunehmend, ob die Kapitalmärkte auf Grund der vielen strukturellen und regulativen Veränderungen und Eingriffe noch fähig sind, auf höhere Volatilität und Kurseinbrüche zu reagieren und effizient zu funktionieren. Damit stellt sich die Frage, inwieweit die Massnahmen, die eine Wiederholung der Finanzkrise verhindern sollen, die Basis für eine neue Krise gelegt haben.
Divergierende Entwicklungen.
Das Potenzial für eine neue Finanzkrise hat zugenommen
Finanzkrise

Schweiz: Politisch gewollte Geldwäsche?

Geldwäscherei-Regeln
Nationalrat will hohe Bargeldzahlungen weiterhin erlauben

Der Nationalrat hat seinen Widerstand gegen strengere Regeln zur Bekämpfung der Geldwäscherei noch nicht ganz aufgegeben: Er will weder Bargeldzahlungen über 100 000 Franken verbieten noch Händler in die Pflicht nehmen. Der Widerstand bröckelt aber.
Der Bundesrat möchte die Geldwäscherei-Regeln dem internationalen Standard anpassen und so verhindern, dass die Schweiz auf einer schwarzen Liste landet. In diesem Rahmen schlug er unter anderem vor, Bargeldzahlungen über 100 000 Franken zu verbieten. Der Ständerat war damit einverstanden, der Nationalrat lehnte das Verbot hingegen ab.
Am Donnerstag hatte der Nationalrat nun über einen Kompromiss zu entscheiden, den seine Kommission vorlegte: Anstelle des Verbots sollte eine Sorgfaltspflicht für Händler eingeführt werden.
Nationalrat will hohe Bargeldzahlungen weiterhin erlauben
Geldwaesche

OECD-Einschätzung Die Eurozone bleibt Sorgenkind der Weltwirtschaft

Die Wirtschaftskraft der Eurozone besorgt die OECD. Sie sei eine große Gefahr für das weltweite Wachstum.

Die meisten Ökonomen rechnen damit, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr wieder in Schwung kommen wird.

Die Eurozone bleibt nach Einschätzung der OECD das Sorgenkind der Weltwirtschaft. Und darunter leiden auch die Aussichten für die deutsche Konjunktur.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schraubte ihre Wachstumsprognosen für 2015 nun drastisch nach unten. Die globalen Krisen, eine schleppendere Nachfrage aus China, vor allem aber die Wachstumsschwäche der Eurozone bremsten Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft.
„Großes Risiko für weltweites Wachstum“
OECD-Einschaetzung Die Eurozone bleibt Sorgenkind der Weltwirtschaft
OECD in latest Economic Outlook

China modernisiert Asien

China hat sich in den vergangenen zwei Wochen nicht lumpen lassen. Rund 50 Milliarden aiibDollar stellt die chinesische Führung für die Gründung der von ihr initiierten Asiatischen Infrastruktur-Investment-Bank AIIB zur Verfügung. Die neue Entwicklungsbank soll den Bau von Häfen, Schienen und Stromleitungen in ganz Asien finanzieren und tritt damit in Konkurrenz zur existierenden Asien-Entwicklungsbank (ADB), die bisher maßgeblich von Japan und den USA finanziert wird. Weitere 40 Milliarden Dollar vergibt sie für den Bau einer sogenannten neuen Seidenstraße, die die historische Handelsroute zwischen der Volksrepublik über Zentralasien bis nach Europa wiederbeleben soll.

Und auch in Afrika investiert China kräftig. Der staatliche Eisenbahnkonzern CRCC (China Railway Construction Corporation) hat am Donnerstag den Zuschlag für den Bau einer 1.400 Kilometer langen Schienenstrecke in Nigeria erhalten. Die Anschubfinanzierung des Auftrages im Gesamtwert von insgesamt knapp zwölf Milliarden Dollar wird von China getragen. Es handelt sich um den bislang größten, jemals von einem chinesischen Unternehmen im Ausland abgeschlossenen Auftrag.

Vor allem die USA und Japan sehen darin ein Zeichen, dass China versucht, seinen weltweiten politischen Einfluss auszubauen. Daran ist sicherlich etwas dran. Für die chinesische Führung haben diese großzügigen Investitionen in erster Linie aber einen ganz anderen Grund: Sie weiß nicht wohin mit ihrem vielen Geld.
China modernisiert ganz Asien
Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB)

Wo die Ultra-Reichsten der Erde wohnen

Eine unglaubliche Zahl: Von mehr als sieben Milliarden Erdenbürgern kontrollieren gerade worldmapeinmal 211.000 Menschen 13 Prozent des weltweiten Vermögens. Besonders die Zahl der „Halbmilliardäre“ wächst.

Die reichsten Menschen der Welt werden laut einer neuen Studie noch reicher. Lediglich 0,004 Prozent der Erwachsenen der Welt besitzen inzwischen fast 30 Billionen Dollar (24 Billionen Euro) und kontrollieren damit 13 Prozent des gesamten Vermögens der Welt, heißt es in der aktuellen Studie der Schweizer Bank UBS und der Beratungsfirma Wealth-X.

Die Zahl der Reichen und ihr Vermögen ist zuletzt stetig angestiegen und wird dies laut Prognose auch künftig tun.

Demnach gelten weltweit 211.275 Menschen als ultra-reich, das heißt, sie besitzen ein Vermögen über 30 Millionen Dollar. Davon haben 2325 Menschen mehr als eine Milliarde Dollar.
Wo die Ultra-Reichsten der Erde wohnen
Wealth-X and UBS present Ultra Wealth Report 2014
Wealth-X-world-ultra-wealth-report
Video
Inequality

Streit um Geld und Macht

EU-Budget
Streit um Geld und Macht

EU-Budget: Den Unterhändlern des Ministerrats und des EU-Parlaments ist es zum zweiten Mal innert dreier Jahre nicht gelungen, sich bis zum Ablauf der vorgesehenen Frist in der Nacht auf Dienstag zu einigen

Die EU-Staaten und das EU-Parlament haben sich nicht auf das EU-Budget 2015 einigen können. Nun muss die Kommission einen neuen Vorschlag vorlegen.
Ht. Brüssel Die Verabschiedung des EU-Haushalts 2015 wird zur Zitterpartie. Den Unterhändlern des Ministerrats (Gremium der Mitgliedstaaten) und des EU-Parlaments ist es zum zweiten Mal innert dreier Jahre nicht gelungen, sich bis zum Ablauf der vorgesehenen Frist in der Nacht auf Dienstag zu einigen. Nun muss die EU-Kommission einen neuen Vorschlag vorlegen, was sie nach eigenen Angaben innert Tagen tun will. Auf dessen Basis beginnen neue Verhandlungen. Ist bis Ende Jahr noch immer kein Haushalt verabschiedet, greift die Zwölftel-Regel: Die EU darf dann jeden Monat eine Summe ausgeben, die maximal einem Zwölftel des Jahreshaushalts 2014 oder des Kommissionsentwurfs für 2015 entspricht (der kleinere der beiden Beträge gilt).
Streit um Geld und Macht

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia

Junkers Steueroase Luxemburg

Kommentar zu Junckers Steuerproblem: Wegducken geht nicht mehr.

Darf ein Mann die EU-Kommission führen, der sein eigenes Land in eine Steueroase verwandelt hat? Die Debatte ist überfällig – und Jean-Claude Juncker sollte nicht länger so tun, als seien Nachfragen Majestätsbeleidigung.

Europa hat ein Problem, ein sehr ernstes sogar. Vordergründig geht es um die Frage, welche Steuersparmodelle in Luxemburg in der Amtszeit von Ex-Premier Jean-Claude Juncker eingefädelt wurden, und wie viele Milliarden anderen EU-Staaten dadurch entgingen. Das eigentliche Problem dieser Affäre liegt tiefer, es lautet: Nehmen wir die neue europäische Demokratie, von der auch Juncker gerne redet, wirklich ernst?
Der Luxemburger verweist stolz darauf, Europas erster „Spitzenkandidat“ gewesen zu sein, von den Bürgern gleichsam direkt zum Chef EU-Kommission gewählt.
Als Geburtsstunde von mehr Demokratie innerhalb der Gemeinschaft feierten viele diesen Moment. Leider haben diese Optimisten eins vergessen: So richtig ernst haben Europas Politiker es mit der schönen neuen Demokratie wohl nie gemeint.
Denn dass die EU-Bürger ihre Kandidaten wirklich kennen lernen sollen, längst selbstverständlich in den USA, ist in Europa nicht vorgesehen. Deshalb kann es Juncker nach wie vor doppelt geben – als (ehrlich) überzeugten Europäer, aber auch als listigen Ex-Regierungschef, der einst aus Luxemburger Eigeninteresse schärfere Steuerabkommen blockierte.

Wie das zusammenpassen soll, hat er im Wahlkampf nie schlüssig erklärt.
Das musste er auch nicht. Seine politischen Gegner wie SPD-Herausforderer Martin Schulz schielten früh auf ein Bündnis mit Juncker und stellten ihm aus Machtkalkül keine allzu unbequemen Fragen.
Junckers Steuerproblem
tagesschau.de/wirtschaft/luxemburg-steuern

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen

Sanierungsplan nach der Pleite

Richter Steven Rhodes genehmigte am Freitag einen Sanierungsplan, nachdem Vertreter der Stadt sich mit Pensionären und anderen wichtigen Gläubigern geeinigt hatten.
Rhodes nannte das Konzept der „Detroit Free Press“ zufolge „fair und vernünftig“. Insolvenzverwalter Kevyn Orr sprach von einer „historischen Entscheidung“. Detroit bewege sich auf einem Weg hin zu finanzieller Stabilität. Allerdings wird ein vom Staat Michigan eingesetztes Komitee mindestens ein Jahrzehnt lang überwachen, wie die Stadt mit ihren Finanzen umgeht.
Neuanfang für Pleitestadt Detroit – Richter genehmigt Sanierungsplan
Detroit