Anlagefonds? Klar doch!

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Wenn ich es mir nicht leisten kann, einfach in alle Aktien des Marktes zu investieren, was gibt es für Alternativen um trotzdem vernünftig zu diversifizieren? Die Kollektivanlage. Das nachfolgende Video zeigt, wie sie funktioniert.
Gemeinschaftstopf

Staatsanwaltschaft klagt Top-Banker Fitschen an

Co-Chef der Deutschen Bank. Staatsanwaltschaft klagt Top-Banker Fitschen an

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, und mehrere ehemalige Top-Manager der Bank wegen versuchten Prozessbetrugs im Kirch-Verfahren angeklagt.
Staatsanwaltschaft klagt Deutsche-Bank-Chef Fitschen an

Einstellung gegen Bußgeld hatte Fitschen abgelehnt

Vor der Anklageerhebung hatte das bayerisches Justizministerium den Entwurf auf dem Tisch gehabt, aber offenbar keine Einwände erhoben. Die fünfte Strafkammer am Landgericht unter Vorsitz von Peter Noll muss nun prüfen, ob es zum Prozess kommt, und falls ja, gegen wen.

Fitschen hatte vor einigen Monaten das Angebot der Münchner Staatsanwaltschaft abgelehnt, 500.000 Euro Bußgeld wegen Verletzung seiner internen Aufsichtspflichten zu zahlen. Damit wäre das Verfahren gegen ihn ohne Anklage beendet gewesen. Anschließend hätte für Fitschen aber die Gefahr bestanden, dass die Bankenaufsicht Bafin gegen ihn vorgeht. Schlechter als für Fitschen sieht es für Ackermann, Breuer, Börsig und von Heydebreck aus. Sie sollen, im Gegensatz zu Fitschen, als Zeugen bei Gericht versucht haben, die Justiz hinters Licht zu führen. In Kreisen von Verfahrensbeteiligten wird davon ausgegangen, dass es zumindest zu einem Prozess gegen Breuer kommt. Er gilt als Hauptbeschuldigter.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen

Schockwellen in der türkische Wirtschaft

Einbruch des Handels mit dem Irak

Die türkische Bauwirtschaft leidet stark unter den Spannungen im Irak.
Die Türkei leidet unter dem Chaos auf ihrem zweitwichtigsten Absatzmarkt, dem Irak. Ankara sucht deshalb intensivere Handelsbeziehungen mit Russland.
Die Kriegswirren im Irak haben für die türkischen Exporteure einschneidende Auswirkungen. So brachen die Ausfuhren im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 46% ein; im vergangenen Monat betrug die Einbusse laut dem Verband der türkischen Exporteure 27%. Der Irak, wohin primär Baumaterialien, Textilien und Lebensmittel geliefert werden, ist für die Türkei nicht irgendein exotischer Absatzmarkt, sondern nach Deutschland der zweitwichtigste Abnehmer. Transportunternehmer, die sich seit dem Vormarsch des Terrornetzwerks Islamischer Staat (IS) noch über die Grenze wagen, müssen auf Routen ausweichen, die statt fünf bis sechs Tage zehn bis elf Tage in Anspruch nehmen, was die Transporte verteuert.
Die tuerkische Wirtschaft leidet an Schockwellen
Türkische Wirtschaft leidet an Schockwellen

Janet Yellen beruhigt Märkte mit den Worten „considerable time“

Die Fed signalisiert eine weiterhin lockere Geldpolitik und lässt die Leitzinsen unverändert. Andreas Oswald berichtet:  Die Anleihekäufe werden weiter reduziert. Und dann sagte sie noch den entscheidenden Satz, um die Märkte zu beruhigen. Der Dax steigt vorbörslich.
Die US-Notenbank Federal Reserve streicht ihre Konjunkturhilfen weiter zusammen und hält vorerst an ihrem Bekenntnis zu niedrigen Zinsen fest. Die Zentralbanker um Fed-Chefin Janet Yellen signalisierten jedoch gleichzeitig, dass sie die Zinszügel im kommenden Jahr stärker als bislang erwartet straffen könnten. Die Währungshüter entschieden am Mittwoch, die monatlichen Wertpapierkäufe um weitere zehn auf 15 Milliarden Dollar zu reduzieren und den Leitzins zugleich bei null bis 0,25 Prozent zu belassen. Dann sagte Janet Yellen einen wichtigen Satz, um die Märkte zu beruhigen. Die Fed wolle noch eine „considerable time“, eine “geraume Zeit“ nach dem für Ende Oktober anstehenden Auslaufen der Konjunkturhilfen die Zinsen niedrig halten.
considerable time
'We've spent considerable time on it now.

Studie: Viele Fonds sind ihr Geld nicht wert

S&P hat tausende Aktienfonds analysiert. Bis zu 90 Prozent scheitern am Vergleichsindex
London/Wien – Viele Fondsmanager sind ihr Geld nicht wert. Das ist kurz zusammengefasst das Ergebnis einer Studie von S&P Dow Jones Indices, einem der größten Indexanbieter weltweit. Deren Analysten haben sich Aktienfonds über ein, drei und fünf Jahre angesehen und mit ihren jeweiligen Benchmarks verglichen, also den Aktienindizes als Vergleichsmaßstab. Europäische Aktienfonds wurden etwa mit dem S&P Europe 350 verglichen. Für verschiedene Anlageklassen und insgesamt tausende Fonds haben die S&P-Experten Wertungslisten (Scorecards) erstellt, die Erträge nach den Fondskosten analysiert.
Die Analysten machen zwar viel Aufsehen darum, dass im vergangenen Jahr, als die europäischen Aktienmärkte eine tolle Performance von 20,97 Prozent abgeliefert haben, die Mehrheit der Europa-Aktienfonds an dieser Vorgabe gescheitert ist (bei Eurozonen-Aktienfonds sogar drei Viertel). Doch Fonds sind aufgrund ihrer Kostenstruktur vor allem für längere Zeiträume gedacht. Auf Sicht von fünf Jahren scheiterten immerhin noch 64 Prozent aller aktiven europäischen Aktienfonds an ihren Messlatten. Noch schlimmer sieht es bei globalen Aktienmandaten aus, dort sind es 90 Prozent.
Auch bei den Schwellenländer-Märkten, die gerne als weniger effizient und daher als gutes Jagdgebiet für Aktienschnäppchen bezeichnet werden, haben sich viele Fondsmanager die Zähne ausgebissen. 87,7 Prozent scheiterten am Schwellenländer-Index in den vergangenen fünf Jahren.
Zusätzlich liefern die S&P-Analysten noch weiteres Datenmaterial. Sie haben etwa die kapitalgewichteten Erträge mit Fonds ermittelt. Dabei haben sie sich angesehen, wie sich der durchschnittliche Investor mit aktiven Fonds geschlagen hat, denn die Erträge wurden mit dem verwalteten Fondsvermögen gewichtet. Die Zahlen zeigen, dass große Fonds tendenziell höhere Erträge hatten (mit Ausnahme von US-Produkten und französischen Fonds
Studie- Viele Fonds sind ihr Geld nicht wert

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia

 

Verunsicherung an Europas Obligationenmärkten

Schottischer Separatismus als Vorbild

Anne-Barbara Luft berichtet für NZZ:  In England und der gesamten Euro-Zone würde man ein lautes Aufatmen vernehmen, sollte die Mehrzahl der Schotten am kommenden Donnerstag mit «Nein» stimmen. Dieses Wahlergebnis würde eine Vielzahl offener Fragen und Unsicherheiten aus der Welt schaffen. Mit einem «Ja» zur Unabhängigkeit hingegen würden die ungeklärten finanziellen und ökonomischen Folgen und die Verunsicherung noch deutlich steigen. Denn theoretisch müssten vor dem 24. März 2016 zahlreiche schwierige Entscheidungen getroffen werden. Während dieses Verhandlungsprozesses könnten neue Probleme und Unsicherheiten aufkeimen – die destabilisierende Wirkung auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte Grossbritanniens und der Euro-Zone wäre gewiss. Spanische Bonds als Verlierer
Schottischer Separatismus als Vorbild

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

Wir wollen keine Belehrung, sondern 300 Milliarden

Schuldenkrise:  Italiens Premierminister fordert von der EU mehr Geld für Investitionen. Und das könnte er bekommen. Die Euro-Gruppe will mehr Wachstum schaffen, auch mit Steuergeld. Doch das finden nicht alle gut.

Italiens Premierminister Matteo Renzi begann am Freitag seinen Arbeitstag, einen vollen, wie er schrieb, auf seine eigene Weise: mit einer Fünferreihe von Tweets.

Kurz und knapp blies er hinaus in die Welt: Italien werde die Drei-Prozent-Grenze der Neuverschuldung einhalten. Das täten ohnehin nur wenige in der EU, twitterte Renzi. „Von Europa erwarten wir uns also keine Belehrungen, sondern die 300 Milliarden an Investitionen“, die der neue Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker versprochen habe.

Her mit dem Geld: Diese forsche Ansage setzt den Ton für ein Treffen der Euro-Finanzminister in Mailand und damit den Ton für die auffrischende Debatte über ein Ende des Sparens in Europa.
Wir wollen keine Belehrung, sondern 300 Milliardenschneemann-geld-her-oder-ich-foehne

Betrug, Geldwäsche, illegale Währungsgeschäfte und Steuerflucht

Ermittlungen gegen Tochter des usbekischen Präsidenten Karimow

Taschkent – In Usbekistan ermitteln die Behörden gegen die älteste Tochter des langjährigen Präsidenten Islam Karimow. Die Staatsanwaltschaft teilte am Mittwoch mit, sie ermittle gegen „G. Karimowa“ wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation.

Ein usbekischer Aktivist bestätigte, dass es sich dabei um die Unternehmerin, Pop-Sängerin und frühere UN-Botschafterin  handelt. Sie soll bei ihrem Präsidentenvater in Ungnade gefallen sein und seit Ende 2013 in Hausarrest sitzen.
Haftstrafen

Bereits im Juli waren mehrere Menschen aus Karimowas Umfeld von einem Militärgericht zu Haftstrafen verurteilt worden, darunter ihr mutmaßlicher Lebensgefährte Rustam Madumarow. Ihnen wurden Betrug, Geldwäsche, illegale Währungsgeschäfte und Steuerflucht vorgeworfen. Der Standard
Geldwaesche, illegale Waehrungsgeschaefte und Steuerflucht
Gulnara Karimova
Schweiz konfisziert Millionen von Praesidententochter

Am Währungsmarkt wird es turbulenter

Devisenmarkt: Eine Mehrheit befürwortet die Abspaltung Schottlands.

Eine Umfrage, die eine Mehrheit für die Abspaltung Schottlands von Grossbritannien ausweist, setzt das britische Pfund unter Druck. Der Euro dagegen spürt die Folgen einer sehr lockeren Geldpolitik. Der jüngste, verzweifelt und zugleich zweifelhaft erscheinende Griff der Europäischen Zentralbank (EZB) in die geldpolitische Trickkiste sorgt am Devisenmarkt ebenso für Kursnervosität wie die blutigen Scharmützel im Osten der Ukraine und neuerdings das Ergebnis einer Umfrage, welche kurz vor der Volksabstimmung erstmals eine Mehrheit für die Unabhängigkeit Schottlands ergab.
Am Waehrungsmarkt wird es turbulenter

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann

Börsensteuer bringt Fiskus Milliardenbetrag

Die Börsensteuer wird der Untersuchung zufolge die Wirtschaft kaum hemmen.

Studie: Kaum Folgen für Wirtschaft. Börsensteuer bringt Fiskus Milliardenbetrag

Elf EU-Länder beschließen im Alleingang die Beteiligung der Finanzinstitute an den Kosten der Bankenrettung. Die dazu erhobene Finanztransaktionssteuer bringt einer Studie zufolge allein Deutschland fast 18 Milliarden Euro.

Die in Europa geplante Einführung einer Umsatzsteuer auf Finanzmarktgeschäfte soll einem Bericht zufolge allein dem deutschen Fiskus jährliche Erlöse von mindestens 17,6 Milliarden Euro einbringen. Das gehe aus einem Gutachten der dänischen Beratungsgesellschaft Copenhagen Economics im Auftrag des Bundesfinanzministeriums hervor, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Demnach seien theoretisch sogar Einnahmen von bis zu 88 Milliarden Euro möglich. Da aber gewiss Geschäfte wegfallen oder verlagert würden, werde am Ende wohl deutlich weniger zusammenkommen.
Die Autoren des Gutachtens gehen der Zeitung zufolge davon aus, dass es bei Einführung der Finanztransaktionssteuer in den elf willigen Staaten zu starken Ausweichreaktionen der betroffenen Geldhäuser kommen wird, die das Steueraufkommen schmälern. So könnten Aktienemissionen in andere Länder verschoben und einzelne Wertpapierarten durch niedriger besteuerte Derivatkonstruktionen ersetzt werden.
Boersensteuer bringt Fiskus Milliardenbetrag
Fiskus