Zentralbanker auf Arbeitssuche

Fed-Konferenz in Jackson Hole

Die Frage, wie ausgelastet die US-Wirtschaft und vor allem der Arbeitsmarkt sind, entscheidet über den weiteren Kurs der Notenbank Fed. Sie ist aber nicht einfach zu beantworten.
Von Donnerstag bis Samstag findet einmal mehr das Jackson-Hole-Symposium der Federal Reserve Bank of Kansas City im US-Gliedstaat Wyoming statt. Zentralbanker und andere Wirtschaftspolitiker, zugewandte Ökonomen und Vertreter des Privatsektors werden dieses Jahr über das Thema Arbeitsmarktdynamik diskutieren. Dabei steht naturgemäss der US-Arbeitsmarkt im Vordergrund, sind diesbezügliche Einschätzungen – neben den Entwicklungen an der Preisfront – doch am relevantesten für den Kurs der amerikanischen Notenbank Fed. Im Zentrum des Interesses steht die Frage, wie stark ausgelastet die US-Wirtschaft nach der schweren Rezession von 2007–2009 derzeit ist.
Zentralbanker auf Arbeitssuche
Yellen-Dashboard

Der mysteriöse Ölpreis-Verfall

Geld Rohstoffe: Kriege und Krisen beherrschen wichtige Ölförderländer. Solche Lagen ließen früher den Ölpreis steigen. Doch dieses Mal sinkt er – und es scheint kein Halten zu geben. Dafür gibt es drei Gründe

In der Ukraine droht der Konflikt mit den Separatisten zu einem offenen Krieg mit Russland auszuarten. Russland ist der größte Ölproduzent der Welt. Im Irak rücken die Islamisten vor – und in Bagdad gibt es keine funktionsfähige Regierung. Irak ist die Nummer sechs bei der Ölförderung.

In Westafrika breitet sich Ebola immer weiter aus. Dort liegt auch Nigeria, der größte Ölversorger Afrikas. Und dann sind da noch die Kriege in Gaza und Syrien, die zwar kein Öl produzieren, aber die internationale Krisenstimmung zusätzlich anheizen.

Vor wenigen Jahren hätte einer dieser Konflikte gereicht, um den Ölpreis explodieren zu lassen. So schnellte der Kurs selbst im Frühjahr 2011 noch bis auf 126 Dollar je Barrel (159 Liter), als der Arabische Frühling, die Freiheitsbewegung in vielen arabischen Ländern, begann. Doch diesmal brennt es an gleich an mehreren Ecken, die Welt ist so unsicher wie lange nicht mehr. Doch der Ölpreis sinkt. Warum..?
Der mysterioese Oelpreis-Verfall

Andreas Prüstel

Andreas Prüstel

Spanien: Wohlstand auf wackligen Säulen

Spaniens Mittelschicht

Privatkonsum und Bauindustrie gehörten bis vor kurzem zu den wichtigsten Motoren der spanischen Wirtschaft. Mit dem Einbruch beider Wachstumstreiber wurden auch die Aufstiegsträume vieler Spanier zerstört.

Cornelia Derichsweiler berichtet:  «Se alquila», zu vermieten, prangt an so mancher Ladentür im Madrider Stadtviertel Retiro. Hier, in einem der gutbürgerlichen Quartiere der spanischen Hauptstadt, hat auch Javier Gonzalo vor einem Jahr mit viel Enthusiasmus ein Reformhaus eröffnet. Jetzt muss er schliessen. Die Kundschaft habe sich zwar gern in seinem Laden umgeschaut, sagt er mit einem resignierten Achselzucken. Verkauft aber habe er so gut wie gar nichts. Die hohen Miet- und Energiekosten seien ihm dann schliesslich über den Kopf gewachsen. Auch seine Frau und sein Schwager waren im Laden beschäftigt. Sie alle stehen nun auf der Strasse. Der Friseursalon gegenüber hat sich gerade einmal ein halbes Jahr halten können. Andere Läden in der Strasse sind schon seit Monaten zu vermieten.
Wohlstand auf wackligen Saeulen
Wohlstand auf wackligen Säulen

 

Wie die Ukraine gestohlene Millionen zurückholen will

Gesperrte Janukowitsch-Gelder
Balz Bruppacher berichtet: Kiew will die Gelder des ehemaligen Präsident der Ukraine,
Wiktor Janukowitsch, zurück.

Die Regierung der Ukraine intensiviert ihre Anstrengungen, um das im Ausland vermutete Vermögen des Janukowitsch-Regimes zu repatriieren. In Bern sind drei Rechtshilfegesuche eingegangen.
Die Schweiz gehörte zu den ersten Ländern, die nach dem Sturz von Wiktor Janukowitsch Ende Februar eine vorsorgliche Sperre für die Vermögen des ehemaligen Präsidenten und von dessen Entourage verfügten. Gestützt auf eine Verordnung des Bundesrats sowie aufgrund von Geldwäscherei-Strafverfahren der Bundesanwaltschaft und der Genfer Justiz sind seither rund 100 Millionen Franken eingefroren worden. Noch ist der Nachweis aber nicht erbracht, dass es sich dabei um unrechtmässig erworbenes Vermögen des Janukowitsch-Regimes handelt.
Wie die Ukraine gestohlene Millionen zurueckholen will
Ukraine

Wenn Frauen zu gut rechnen können

Wenn Frauen zu gut rechnen können
Das Ende der Caveman-Theorie: Frauen haben emotionale Intelligenz, Männer nur Intelligenz. Aber warum? Ist der Neandertaler in uns schuld oder das Steinzeitliche um uns herum?
Dass Frauen nicht einparken und Männer nicht zuhören können, wissen wir. Die Frage ist, warum. Es sind die Gene, antworten die Verteidiger des Status Quo. Frauen sind seit den Steinzeit-Tagen, da sie sich in der Höhle um die Brut kümmern mussten, auf Empathie programmiert, Männer hingegen mussten sich damals als Jäger in der Wildnis zurecht finden und verstehen es darum heute besser, einen Smart-TV zu programmieren.
Wenn Frauen zu gut rechnen koennen
Diese Frau gewinnt die Fields Medaille fuer Mathematik
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Die unendlich Reichen werden noch reicher

Mehr Milliardäre
Das reichste Prozent der Weltbevölkerung ist noch reicher als gedacht. Neue Zahlen zeigen, dass Milliardäre bei Umfragen bewusst tief stapeln. Ein weiteres Geheimnis: Mit viel Geld kann man viel Geld verstecken.
Der Reichtum des wohlhabendsten Prozents der Weltbevölkerung ist im wahrsten Sinne des Wortes unermesslich. Staaten gehen dadurch Milliarden an Steuergeldern verloren und es wird immer schwieriger, verlässliche Daten zur Ungleichheit weltweit zu gewinnen.

Wie aus zwei unabhängig voneinander veröffentlichten Studien hervorgeht, wird der Wohlstand der Superreichen zu gering eingeschätzt. Ein Teil ihrer Reichtümer ist in Steueroasen versteckt; zudem antworten die Milliardäre nicht auf Umfragen, wie aus den Untersuchungen von Philip Vermeulen, einem Volkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) beziehungsweise von Gabriel Zucman von der London School of Economics hervorgeht.
Die unendlich Reichen werden noch reicher
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Finanzwissen im Internet: Social Media und das Thema Finanzen

Finanzwissen im Internet: Social Media und das Thema Finanzen

Finanzprodukte werden immer komplexer und auch komplizierter. Der deutsche Anleger investiert, wenn er denn überhaupt sparen will oder kann, zurzeit in unlukrative Anlageinstrumente. Der Grund ist sicherlich die niedrige Rendite, jedoch spielen immer auch ein Mix aus Risiko, Sicherheitsgedanke und fehlendes Know-how für Finanzthemen eine Rolle. Über Social Media Plattformen könnten Anbieter und Dienstleister potenzielle Kunden – bilden.

Bildung in der Schule hat nicht viel mit der Vermittlung ökonomischer Prinzipien zu tun. Weder haben wir ein ausgeprägtes Bildungssystem zum Verständnis unternehmerischen Handelns noch werden Zusammenhänge von Finanzmärkten vermittelt. Nicht nur seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 und der Eurokrise haben Sparer Sorge um ihr Geld. Neben Vertrauensbildung spielt Wissen eine große Rolle, um nachvollziehbare und profunde Entscheidungen in finanziellen Angelegenheiten zu treffen.
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Finanzwissen im Internet /PDF

Social Media und das Thema Finanzen

Social Media und das Thema Finanzen

 

Trader wetten auf die Kurserholung

Anstieg am Aktienmarkt

Michael Rasch berichtet: Für Trader besonders interessant erscheint der DAX. Erstens ist er prozentual am stärksten gefallen und könnte sich somit auch am stärksten erholen. Für Trader besonders interessant erscheint der DAX. Erstens ist er prozentual am stärksten gefallen und könnte sich somit auch am stärksten erholen.

Die Volatilität ist in die Märkte zurückgekehrt – schlägt nun die Stunde der Trader? Seit Anfang Juli sind DAX, SMI und Dow Jones in der Spitze um etwa 10%, 6% und 4,5% gefallen. Nach diesen deutlichen Abschlägen sind die Indizes tendenziell überverkauft, und einige Beobachter nehmen an, dass der Markt reif für eine Erholung sei. Diese hat am Freitag in den USA und am Montag in Europa auch bereits eingesetzt.
So wetten Trader auf die Kurserholung

Wetten

Wetten

Deutlicher Preisrutsch bei Rohstoffen

Die internationalen Rohwarenmärkte im Juli.

Karl Felder berichtet: Positiv entwickelt hat sich erneut Arabica-Kaffee, der im Juli um fast 14% zulegen konnte und auch in den ersten Augusttagen keinerlei Anzeichen von Müdigkeit zeigte

Die Korrekturen im Juli führten das Preisniveau international gehandelter Rohwaren beinahe wieder auf den Stand vom Jahresanfang zurück.

Im Juli sind die Preise international gehandelter Rohwaren deutlich gefallen. Der Bloomberg-Commodity-Index gab fast 5% Terrain preis, womit die seit Jahresbeginn erzielten Avancen von rund 7% bis Ende Juli grösstenteils verloren gegangen sind. Eine noch grössere Einbusse von 5,9% verzeichnete der energielastige Index von Goldman Sachs (GSCI), während als einzige Kennzahl jene der London Metal Exchange (LME) um knappe 1,6% zulegen konnte. Der LME-Basisindex war in den ersten Augusttagen im Gegensatz zu den übrigen Kennzahlen sogar gestiegen.
Deutlicher Preisrutsch bei Rohstoffen

Andreas Prüstel

Andreas Prüstel

Draghi hält die Füße still

EZB-Sitzung

Die Ausgangslage vor der EZB-Sitzung ist schwierig: Es gibt schlechte Konjunktur-Nachrichten und ein Fünf-Jahres-Tief bei der Inflation. Dennoch wird die EZB wahrscheinlich keine weiteren Maßnahmen beschließen.

EZB-Chef Mario Draghi: Auf der heutigen Ratssitzung wird wahrscheinlich viel diskutiert. Die meisten Experten erwarten aber keine konkreten Maßnahmen. Quelle: dpa
Es war ein Novum. Ausgerechnet Bundesbank-Chef Jens Weidmann hat sich in der vergangenen Woche für höhere Löhne ausgesprochen. Drei Prozent Lohnerhöhung seien drin, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Zuvor hatte die Bundesbank jahrzehntelang für moderate Lohnabschlüsse plädiert.
Draghi haelt die Fueße still
Füsse still halten