Der Euro wird doch schwächer

Enttäuschende Daten lassen den Kurs unter 1 Dollar 34 fallen.

Die europäische Einheitswährung steht leicht unter Druck. Am Dienstag waren mit $ 1.3365 rund 4% weniger als vor drei Monaten nötig, um einen Euro zu erwerben. Der Trend zeigt weiter nach unten

Die europäische Einheitswährung ist in den vergangenen Wochen gegen den Dollar leicht unter Druck geraten. Am Dienstag waren $ 1.3365 nötig, um einen Euro erwerben zu können – knapp 4% weniger als noch vor drei Monaten. Inzwischen hat der Kurs sowohl den mittelfristigen Aufwärtstrend nach unten durchbrochen, der vor zwei Jahren aufgrund der legendären « Whatever it takes»-Rede des EZB-Präsidenten Mario Draghi etabliert worden war, als auch den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Beides hat zumindest für technisch orientierte Marktteilnehmer eine gewisse Relevanz.
Der Euro wird doch schwaecher

markusbuelow.blogspot.com

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Dax erholt sich, aber wie lange?

Börse Frankfurt

Der Dax kann sich fangen und geht wieder auf Erholungskurs. Krisen und Sanktionen belasten die Stimmung zwar weiter, doch am Dienstag ist erst einmal Erholung angesagt. Schafft der Dax dauerhaft die Wende?

Noch am Montag sah es so aus, als würde der Dax die Bären nicht mehr los: Krisen, enttäuschende Unternehmenszahlen und Konjunktursorgen lasteten auf dem Leitindex. Nach einer verlustreichen Vorwoche konnte sich der Dax auch in der neuen Woche nicht aus dem Abwärtssog befreien. Der Leitindex verlor am Montag 0,61 Prozent und schloss bei 9.154 Punkten.

Doch am Dienstag schüttelt der Dax im Vormittagshandel die Bären ab. Der Index legt 0,7 Prozent auf 9.221 Punkte zu.
Dax erholt sich, aber wie lange
Dax startet Erholungsversuch

Kommen hohe Risiken am Ende teuer?

Weltwirtschaft: Sind die scheinbar erreichte Stabilität des Weltfinanzsystems oberflächlich und die Vermögenspreise irrational.

Christof Leisinger berichtet: Tiefe Zinsen haben die Finanzmärkte beflügelt und Anleger in komatösen Optimismus versetzt. Abrupte Rückschläge bringen sie zurück in die fragile Realität.
An den Finanzmärkten wird es turbulenter. Hatten unglaublich tiefe Volatilitäten bei Investments über fast alle Regionen und Anlageklassen hinweg den Eindruck erweckt, als ob sich Investoren in der besten aller Welten wähnten, so hat sich das schnell geändert.
Hohe Risiken kommen am Ende teuer

www.risknet.de

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Sind wir finanzielle Analphabeten?

„Wir sind finanzielle Analphabeten“

Das schwäbische Autoren-Duo Marc Friedrich und Matthias Weik kritisiert den naiven Umgang der Deutschen mit Geld. Und fordert Warnhinweise auf Anlageprodukten von Banken

Herr Friedrich, Herr Weik, vor zwei Jahren haben Sie Ihr erstes Buch über die Finanzkrise geschrieben, herausgegeben von einem kleinen Wissenschaftsverlag. „Der größte Raubzug der Geschichte“, so der Titel, stand 82 Wochen auf der Spiegel- Bestsellerliste.
Was hatten Sie denn mitzuteilen, das so einschlug?

Wenn sich ein Deutscher ein Handy kauft, vergleicht er Preise und Tarife, recherchiert im Internet oder marschiert in verschiedene Läden. Kostet das Ding irgendwo zehn Euro weniger, fährt er dafür kilometerweit. Aber wenn es um sein sauer erarbeitetes Geld und dessen Anlage geht, betritt er die nächstbeste Bank, sieht einen Berater und denkt: „Der hat einen Anzug an und steht in einem prächtigen Gebäude, der scheint seriös zu sein.“ Dann gibt er ihm sein Erspartes und wundert sich, dass nach 20 Monaten 30 Prozent weniger auf seinem Konto sind. Diese Fahrlässigkeit ist schon erschreckend!..
Wir sind finanzielle Analphabeten
Analphabetismus

Tiefere Inflation und weniger Arbeitslose

René Höltschi berichtet: Entspannung in Europa? Im Euro-Raum ist die jährliche Inflationsrate im Juli unerwartet auf 0,4% gesunken. Derweil setzte sich der allmähliche Rückgang der hohen Arbeitslosigkeit im Juni fort.

Die seit Monaten sehr geringe Teuerung im Euro-Raum ist im Juli nochmals gesunken. Laut einer ersten Schätzung des EU-Statistikamts Eurostat vom Donnerstag ging die jährliche Inflation auf 0,4% zurück, nachdem sie in den beiden Vormonaten 0,5% betragen hatte. Die an der Veränderung der Konsumentenpreise gegenüber demselben Vorjahresmonat gemessene Teuerung hat damit den tiefsten Stand seit Oktober 2009 erreicht und sie liegt seit nunmehr zehn Monaten unter 1%. Der erneute Rückgang überraschte etwas: Von Nachrichtenagenturen befragte Ökonomen waren im Vorfeld im Durchschnitt von einem unveränderten Wert von 0,5% ausgegangen.
Tiefere Inflation und weniger Arbeitslose
Inflation

 

Ruhe vor dem Sturm?

Bedeutung tiefer Volatilitäten

Normalität oder Ruhe vor dem Sturm an den Märkten?

Im historischen Vergleich sehr geringe Kursschwankungen über alle Anlageklassen hinweg führen zur Gefahr, Risiken von Geldanlagen zu unterschätzen. Das gilt vor allem auch für viele Zertifikate.

Christof Leisinger berichtet:  Mit Blick auf die russische Annektierung der Halbinsel Krim, die verworrenen Ereignisse im Osten der Ukraine und auf den hohen Blutzoll bei den kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten scheint die Welt zwar zunehmend aus den Fugen zu geraten. Die Anleger lassen sich jedoch bis jetzt davon kaum beeindrucken. Sie scheinen Kursrückschläge bei Aktien und Anleihen trotz kontrovers diskutierten Bewertungs-Kennziffern als günstige Kaufgelegenheiten zu begreifen und legen sich entsprechende Papiere in ihre Depots. Historisch tiefe Volatilitäten.
Normalität oder Ruhe vor dem Sturm an den Märkten

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann

Silvan Wegmann
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Wachstumsdynamik reduziert in der arabischen Welt

Konjunkturspiegel:

Rico Kutscher berichtet: Die Konjunktur in der arabischen Welt hat sich im vergangenen Jahr Erdoelproduzentendeutlich abgeschwächt. Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) reduzierte sich bei den Erdölexporteuren auf rund 2%; in den Vorjahren war
die Dynamik noch mehr als doppelt so hoch. Hauptursachen sind die reduzierten Fördermengen wichtiger Marktteilnehmer wie Saudiarabien sowie der Ausfall des Erdölproduzenten Libyen, wo teilweise weniger als ein Drittel der verfügbaren Kapazität genutzt werden. Das Chaos in Libyen, welches von Streiks über Blockaden bewaffneter Gruppen bis hin zum Putsch gegen den amtierenden Regierungschef reicht, hat dazu geführt, dass der Anteil des Landes an der weltweiten Erdölproduktion 2013 auf 1,1% gesunken ist – von 1,7% (2012).

Die Golfstaaten nutzen ihre Erdöleinnahmen weiterhin, um von diesen Erlösen unabhängiger zu werden. Diese Diversifikationsstrategie erfolgte 2013 aber mit geringerer Geschwindigkeit als noch in den Vorjahren, da die langsamer verlaufende Weltkonjunktur die Nachfrage nach Erdöl gedrosselt hat. Grosse Infrastrukturprojekte, beispielsweise für die Weltausstellung 2020 in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder die Fussball-WM 2022 in Katar sowie der Metro-Bau in Saudiarabiens Hauptstadt Riad, sorgen dennoch für ansehnliche BIP-Wachstums-Raten. Einige Erdölexporteure am Golf, die allesamt über grosse Haushaltsüberschüsse verfügen, müssen sich allerdings über steigende Inflationsraten (teilweise deutlich über 3%) sowie eine Überhitzung der Immobilienmärkte Sorgen machen.

Problematisch ist die Situation weiterhin in der Islamischen Republik Iran. Zwar ist durch die Neuaufnahme der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm viel Hoffnung für die Wirtschaft des Landes aufgekeimt, aber von einer Besserung kann noch nicht gesprochen werden. Die offiziellen Inflationsraten liegen weiter bei über 35%, und die tägliche Erdölproduktion ging laut neusten statistischen Daten von BP um 6% auf 3,5 Mio. Fass zurück. Der Weltmarktanteil Irans für Erdöl reduzierte sich von 4,2% auf 4,0%.

Für 2014 ist der Internationale Währungsfonds (IMF) zuversichtlich, dass die Erdölexportstaaten Nordafrikas und des Nahen Ostens infolge des Wirtschaftsaufschwungs in den Abnehmerländern deutlich zulegen werden. Die Stimulierung des Privatsektors sowie die Reduzierung der vielerorts hohen Arbeitslosigkeit bleiben aber (neben dem komplexen politischen Umgestaltungsprozess) für die arabische Welt zentrale Herausforderungen.
Sharia Resistance

Mutmaßlicher Anlagebetrug sorgt für Schlagzeilen

Cynk-Aktie: Der pure Wahnsinn

In den USA sorgt ein spektakulärer Fall von mutmaßlichem Anlagebetrug für Schlagzeilen: Eine Internetaktie steigt erst um 36.000 Prozent, jetzt bricht sie ein. Ein Lehrstück über eine alte Masche in der neuen Börsenwelt. Eigentlich ist es erstaunlich, dass sie überhaupt noch etwas wert ist. Die Aktie von Cynk Technology war von der US-Börsenaufsicht SEC für zehn Tage vom Handel ausgesetzt worden. Eine Art Schutzsperre. Nachdem der Handel mit dem Papier wieder möglich war, brach der Kurs sofort ein.

Am Freitag fiel die Aktie um 85 Prozent. Ein Anteilsschein kostet jetzt 2,10 Dollar – und das ist wohl immer noch ein Vielfaches dessen, was angemessen wäre. Cynk weist keinen Umsatz aus und hat nur einen Mitarbeiter. Es handelt sich um ein Online-Netzwerk, das anscheinend keine echten Mitglieder hat, und das bis vor kurzem kaum einer kannte. Jetzt hat die Firma zweifelhafte Berühmtheit erlangt. „Bei dieser Sache ließ sich wahrscheinlich eine Menge Geld machen und verlieren“, sagt Michael Block, Chefstratege bei Rhino Trading Partners.
Der pure Wahnsinn
'Dad! - Mum's cheating again!'

Geben Daten aus China Auftrieb?

Börse in Japan

An der Tokioter Börse herrscht Freude über die lockere Geldpolitik der Bank of Japan. Die Aktienbörsen in Tokio haben am Montag zugelegt. Konjunkturdaten aus China, wonach die dortigen Industrieunternehmen im Juni knapp 18% mehr verdienten als vor einem Jahr, versetzten die Investoren in Kauflaune.

Sorgen wegen der Lage in der Ukraine blieben zwar bestehen, hiess es, aber es mache sich etwas Erleichterung breit, dass die Auswirkungen in Grenzen gehalten werden.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte stieg bis Mittag um fast 0,5%. Der breiter gefasste Topix gewann 0,4%.

nicholsoncartoons.com.au

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Täuscht Schäuble die Öffentlichkeit über Risiken?

Bankenunion
„Schäuble täuscht die Öffentlichkeit über Risiken“
Der Berliner Professor Markus C. Kerber zieht gemeinsam mit vier anderen Klägern abermals vor das Verfassungsgericht. Wieder will er ein Projekt der Euro-Retter zu Fall bringen. Der Ausgang ist offen.

Sebastian Jost Wirtschaftsredakteur berichtet:   Die roten Roben sind längst zum roten Tuch geworden. Bei so manchem Notenbanker stellen sich die Nackenhaare auf, wenn er an die Karlsruher Richter denkt. Mag die Führung der Europäischen Zentralbank (EZB) in offiziellen Verlautbarungen auch größten Respekt vor dem Bundesverfassungsgericht zum Ausdruck bringen: Das hat mit der jüngeren Rettungsgeschichte der Notenbank zu tun.
Das kritische Urteil des obersten deutschen Gerichts zum Staatsanleihen-Programm OMT empfinden nicht wenige im Frankfurter Euro-Tower als pure Anmaßung. Wo käme man denn hin, wenn nun in jedem Land nationale Gerichte anfingen, über die Geldpolitik der EZB zu urteilen, schäumten manche auf den Zentralbankfluren. So werde Europa noch zum Flickenteppich. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der in Finanzdingen immer mehr zusammenwächst, wenn im Herbst die Bankenunion an den Start gehen soll.
Schaeuble taeuscht die Oeffentlichkeit ueber Risiken
Schaeuble