Finanztechnologie – FinTechs im Visier

Finanztechnologie (auch verkürzt zu Fintech bzw. FinTech) ist ein Sammelbegriff für moderne Technologien im Bereich der Finanzdienstleistungen.

Weltweite Bank-Aufseher nehmen junge FinTechs ins Visier. Die Banken machen gegen junge Unternehmen mobil, die ihnen das Geschäft abjagen wollen. Die Finanzaufseher wollen die sogenannten FinTechs regulieren, womit viele ihr Geschäftsmodell verlieren könnten. Die Unternehmen versuchen, in der Vertrauenskrise bei den Banken Alternativen zu schaffen. Nicht nur das Bargeld, auch Innovationen im Finanzbereich geraten unter Druck.

Der Finanzstabilitätsrat (FSB) der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wird sich womöglich bald Start-up-Unternehmen aus dem Umfeld der Bankenbranche vorknöpfen. Damit könnte es für sie Regeln geben, die Innovationen erschweren oder sogar verhindern, wenn diese zulasten der Stabilität des gesamten Finanzsystems gehen, berichtet Reuters. Die Vorgaben der globalen Aufseher müssten sicherstellen, dass durch technologische Veränderungen ausgelöste systemische Risiken beherrschbar seien, so der FSB-Vorsitzende Mark Carney, der zugleich Chef der britischen Notenbank ist. Gleichzeitig dürften Innovationen aber auch nicht unterdrückt werden.

Carney ergänzte in dem Brief an Notenbanker und Finanzminister der G20-Länder, der FSB werde im März über die weiteren Schritte beraten. Es ist das erste Mal, dass die sogenannten FinTechs von den weltweiten Branchenaufsehern näher unter die Lupe genommen werden. Derzeit schießen viele junge und noch kleine Unternehmen aus dem Boden, die die herkömmlichen Banken mit neuen Geschäftsmodellen und IT-Lösungen herausfordern oder sie sogar überflüssig machen wollen.

Die digitale Erschütterung der Finanzdienstleistungen
Die digitale Erschütterung der Finanzdienstleistungen

Finanz-Reformideen für die Eurozone?

Eine neue Stelle für Jörg Asmussen. Joerg Asmussen
Die nächste Wendung in der Karrieregeschichte des ehemaligen Staatssekretärs Jörg Asmussen: Jetzt soll er neue Ideen für eine Reform der Währungsunion entwickeln.

Nun soll Asmussen künftig offenbar in einem Gremium an dem Bericht zur Reform der Währungsunion arbeiten – zusammen mit dem früheren italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta, dem früheren französischen Handelskommissar Pascal Lamy und dem Berliner Ökonomen Henrik Enderlein. Es gehe um „praktikable Vorschläge für eine vertiefte finanzpolitische Zusammenarbeit in der Eurozone“, so Asmussen…
Eine neue Stelle für Joerg Asmussen
Europe

Deutsche Börse unterliegt künftig britischem Recht

Die geplante Fusion zwischen Deutscher und Londoner Börse soll ihren Sitz in London haben. Die neue Superbörse soll eine Aktiengesellschaft nach britischem Recht sein. Kritiker fürchten, dass viele Entscheidungskompetenzen nach London abwandern werden. Die Deutsche Börse und ihr britisches Pendant, die London Stock Exchange (LSE), haben am Freitag weitere Details ihrer geplanten Fusion bekannt gegeben. Demnach soll die geplante Superbörse ihren Sitz in London haben und eine Aktiengesellschaft nach britischem Recht sein. Ein Hauptsitz solle aber weiter in Frankfurt am Main bleiben, teilte die Deutsche Börse mit.
Deutsche Boerse unterliegt kuenftig britischem Recht

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann
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Frauen haben ein geringes Finanzwissen

So gering ist das Finanzwissen auf dieser Welt

Frauen haben ein geringeres Finanzwissen als Männer. Die Deutschen wurden mal wieder abgehängt. Und überhaupt verfügt nur jeder dritte Weltbürger über Grundwissen zu Finanzen. All das sind Ergebnisse einer Studie, welche die Weltbank vorlegte.
Vier Fragen stellten die Weltbank, Standard & Poor’s und die George Washington University. Vier Fragen, die zeigen sollten, wie es um das Basiswissen zum Thema Finanzen auf der ganzen Welt bestellt ist. Lag ein Befragter drei Mal richtig, zählt er bereits zur Riege der Gebildeten. Und das sind die Ergebnisse:..

Frauen schneiden schlechter ab als Männer
Ein auffälliges Ergebnis der Studie ist, dass Frauen demnach weniger Ahnung von Finanzen haben als Männer. Während 35 Prozent der Männer weltweit als gebildet auf dem Gebiet gelten, sind es bei den Frauen nur 30 Prozent. Der Unterschied sei sowohl bei Industrienationen als auch bei Entwicklungsländern vorzufinden.

Die Autoren der Studie geben allerdings zu bedenken: Frauen neigen eher dazu, eine Frage mit „Ich weiß nicht“ zu beantworten, wenn sie sich nicht sicher sind. Das sei auch bei dieser Erhebung der Fall gewesen.

Das Wissen steigt mit dem Einkommen
Je mehr ein Mensch verdient, desto eher hat er Ahnung von Finanzen. Durchschnittlich seien in reicheren Haushalten etwa 30 Prozent finaziell gebildet, während es in den ärmeren nur 23 Prozent sind.

Das Basiswissen ist auch in den Altersgruppen unterschiedlich verteilt. Über 55 Prozent der unter 35-Jährigen gelten als gebildet, bei den 35 bis 50-Jährigen sind es noch einmal sieben Prozentpunkte mehr.

Allerdings: Die Rate der Wissenden nimmt bei den über 50-Jährigen dann wieder ab. Und für die Menschen, die älter als 65 sind, wird sie sogar noch einmal geringer.
So gering ist das Finanzwissen auf dieser Welt
Financial Literacy Around the World: Study
WOMEN TRAIL MEN IN FINANCIAL LITERACY

Das Geschäft mit dem Fühlen

Internet der Dinge. Die Welt beginnt zu fühlen

Der Wirbel um die grosse Vernetzung legt sich langsam. Nun werden neue Funknetze ausgerollt, und Produkte für das Internet der Dinge kommen auf den Markt. Der Kampf ums grosse Geschäft hat begonnen…

Wie Geld verdienen?
Für die Mobilfunkanbieter könnte das Internet der Dinge zu einer Goldmine werden. Jedes Gerät, das an das Internet angeschlossen wird, ist schliesslich potenziell eine neue Umsatzquelle. Doch ganz so einfach ist es nicht. Die Technik für das Internet der Dinge sei zwar kein Problem mehr, sagt John Gagnerud, Verkaufsmanager bei Ericsson. Die Monetarisierung sei aber noch eine Herausforderung. Es brauche neue Geschäftsmodelle, die derzeit erst entwickelt würden.

Grundsätzlich gibt es für Firmen drei Arten, Geld zu verdienen. Erstens muss ein Sensor mit dem Netz verbunden werden. Ein solcher Anschluss ist wie jeder Internetanschluss kostenpflichtig. Zweitens müssen die Daten auf einer Plattform aggregiert und ausgewertet werden. Schliesslich gilt es, drittens, darauf aufbauend Dienstleistungen und Produkte anzubieten – beim Beispiel mit der Fahrradlampe sind das der Notfallservice und die Informationen zum Strassenzustand für die Städte.

Einig scheint man sich in der Branche zu sein, dass man mit dem Internetanschluss alleine nicht das grosse Geld machen kann. Vielmehr muss ein Unternehmen möglichst umfassend die Wertschöpfungskette abdecken. Noch ist unklar, wer hier welches Stück vom Kuchen abkriegt. So scheint beispielsweise der Netzwerkausrüster Nokia daran interessiert zu sein, bis auf die Dienstleistungsebene vorzustossen. Wie sich die drei Schweizer Mobilfunkanbieter positionieren können, wird interessant sein. Noch spannender ist aber, wie sich die hiesige Wirtschaft der Herausforderung stellen wird. Es ist zu hoffen, dass es nicht zuerst knallen muss, damit die Unternehmen erwachen.
Die Welt beginnt zu fuehlen
Fuehlende Dinge

Verschwendung von Steuergeldern bei Integration

Korruptionsverdacht am Lageso. Schmiergeldverdacht: 51.000 Euro in bar beschlagnahmt
Schäuble warnt vor Verschwendung von Steuergeldern bei Integration. Bundesfinanzminister Schäuble fordert mehr Disziplin beim Einsatz von Steuergeldern für die Integration von Flüchtlingen. Offenbar kommen Gelder wegen einer unkoordinierten Planung nicht bei den Flüchtlingen an. Im Berliner Lageso gab es zudem Verhaftungen wegen Korruption.

Die Bundesregierung investiert alleine in diesem Jahr eine Milliarde Euro zusätzlich in die Integration und Sprachförderung von Migranten. Der haushaltspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Eckhardt Rehberg, sagte, die Regierung müsse dringend für ein abgestimmtes Konzept sorgen. Der Bericht offenbare eine kaum zu überschauende Anzahl an Maßnahmen durch die verschiedenen Ministerien. Er forderte: „Teure und ineffiziente Doppelstrukturen müssen umgehend beseitigt werden.“ Die betroffenen Ministerien müssten nachweisen, dass sie die zur Verfügung gestellten Gelder effizient einsetzten, bevor sie zusätzliches Geld zur Sprachförderung und Integration forderten…
Schmiergeldverdacht- 51.000 Euro in bar beschlagnahmt

www.koufogiorgos.de

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Geld verdienen mit krebsgefährdend eingestuftem Pflanzengift Glyphosat

EU will Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Für Monsanto deutet sich ein Erfolg in Europa an: Die EU-Kommission will das von der WHO als krebsgefährdend eingestufte Pflanzengift Glyphosat für weitere 15 Jahre zulassen. Die Grünen warnen vor der Entscheidung. Monsanto könnte erneut der Durchbruch in Europa gelingen.

Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Darauf wies der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Martin Häusling, am Mittwoch in Brüssel laut AFP hin. Aus Kreisen der Kommission verlautete, die Entscheidung werde am 7. und 8. März in einem Ausschuss zusammen mit Experten und Vertretern der EU-Mitgliedstaaten fallen.

Mit der Verlängerung der Zulassung bis 2031 verstoße die EU-Kommission gegen das Vorsorge-Prinzip und werfe „alle Bedenken von Wissenschaftlern über Bord“, kritisierte Häusling. „Die EU-Kommission hat offenbar nicht die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger im Blick, sondern die Interessen der Agrarindustrie wie die des Herstellers des Pestizids, Monsanto“, bemängelte Häusling. Seinen Angaben zufolge soll die Wiederzulassung „weitgehend ohne Mengen- und Anwendungsbeschränkung“ erfolgen…
EU will Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlaengern
Glyphosat harmlos

Moody’s sieht Brasilien auf Ramschniveau

Wirtschaftskrise: Es gibt Spekulationen über ein Amtsenthebungsverfahren von Praesidentin Rousseff
Präsidentin Rousseff. Erst Fitch, dann Standard & Poor’s, nun Moody’s: Brasiliens Bonität besitzt in den Augen der großen Ratingagenturen nur noch Ramschstatus. Die Notenbank ist wegen zunehmender Kreditausfälle besorgt.

Brasilien steckt im Jahr der Olympischen Spiele in Rio in einer schweren Wirtschafts- und Schuldenkrise. Nun hat mit Moody’s die letzte der drei führenden Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des Landes auf Ramschstatus herabgestuft. Moody’s senkte die Bonität um gleich zwei Stufen auf die Note „Ba2“. Zuvor hatten bereits Fitch und Standard & Poor’s die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas auf Ramschniveau herabgestuft.

Dass die Bonität eines Landes gleich um zwei Noten herabgestuft wird, ist ungewöhnlich. Moody’s begründete das damit, dass dies das schiere Ausmaß des finanziellen Niedergangs durch Wirtschafts- und Schuldenkrise widerspiegele. Das einst boomende Land ist von Korruptionsskandalen und Rezession geplagt. So ist die Wirtschaft im vergangenen Jahr geschrumpft und die Industrieproduktion regelrecht eingebrochen. Die Regierung hat darauf mit einem drastischen Sparpaket reagiert…
Moodys stuft Brasilien auf Ramschniveau herab
Brasilien

Geldwäsche auf dem Finanzplatz Lettland

Eine Drehscheibe zweifelhaften Rufs. Lettland muss der Geldwäscherei den Hahn abdrehen, wenn es in die OECD aufgenommen werden will. Nach Jahren der Passivität scheint sich die Politik nun endlich ans Werk zu machen.

Rudolf Hermann brichtet: Riga wird Licht bringen müssen in das lukrative, doch intransparente Geschäftsgebaren der lettischen Banken. Es sind bedenkenswerte Zahlen, die das Netzwerk investigativer Journalisten «Re:Baltica» unlängst auf den Tisch gelegt hat . Zwei Drittel der in Lettland registrierten Banken widmen sich laut dieser Agentur vornehmlich dem Geschäft mit «Non-Residents», also Personen mit Wohnsitz im Ausland. Die zuhanden von Ausländern verwalteten Einlagen machen demnach 52% der Gesamteinlagen aus (siehe Grafik) und entsprechen etwa 40% des lettischen Bruttoinlandprodukts. Rund 80% der an solchen Konten wirtschaftlich Berechtigten sollen in Staaten der ehemaligen Sowjetunion leben, vor allem in Russland und der Ukraine, und sie könnten ihre Mittel bei Bedarf praktisch über Nacht abziehen. Für die Banken sind laut «Re:Baltica» die Beziehungen zu Ausländern einträglich; das Auslandgeschäft werfe pro investierten Euro 19 Cents ab, das Inlandgeschäft bloss 9. Jahrelanges Laissez-faire…..Geldwaesche auf dem Finanzplatz Lettland

„Ah, die Verstärkung aus Lettland ist da – willkommen an Bord!“ Foto: JF

„Ah, die Verstärkung aus Lettland ist da – willkommen an Bord!“ Foto: JF