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Kategoriearchiv: Finanzen
Einmaleins der Geldreformen
Lautet die Zukunft des Geldsystems auf den Namen Bitcoin?
Vollgeld, Bitcoin, Bargeldabschaffung, Free Banking, Goldstandard und Weiteres wird immer wieder als Grundreform des Geldsystems diskutiert. Zeit für einen Kurzüberblick über die wichtigsten Ideen.
Markus Diem Meier berichtet: Die Geldpolitik der grossen Zentralbanken steht diesen Dezember wieder besonders im Fokus. Am vergangenen Donnerstag hat die Europäische Zentralbank ihre Sondermassnahmen ausgeweitet: mit einer Absenkung ihrer Negativzinsen auf -0,3 Prozent für Einlagen der Banken und einer Verlängerung ihrer Staatsanleihenkäufe (Quantitative Easing) bis zum März 2017. Am kommenden Donnerstag ist die Schweizerische Nationalbank an der Reihe. Sie steht weiter unter Druck, etwas gegen den hohen Aussenwert des Frankens und die relativ schwache Wirtschaftsentwicklung zu tun. Noch eine Woche später folgt die US-Notenbank, von der erstmals seit dem August 2007 wieder eine Zinserhöhung erwartet wird.
Mindestens so stark wie die unmittelbaren geldpolitischen Entscheide der Notenbanken interessieren aber seit der Finanzkrise grundlegendere Fragen wie jene, wie denn das Geld- und Finanzsystem fundamental reformiert werden könnte. NMTM ging auf einige Ideen schon ein. Hier folgt nun ein kurzer Überblick über die Ziele, die Nachteile und die Chancen der am meisten genannten Vorschläge:..
Einmaleins der Geldreformen
Eine Frau für alle Fälle?
CS-Verwaltungsrätin Noreen Doyle ist seit Oktober die erste Frau an der Spitze der traditionsreichen britischen Bankvereinigung BBA. In ihrer Karriere betrat sie häufig Neuland.
Gerald Hosp berichtet: Noreen Doyle war schon häufig «die erste Frau». In ihrer mehr als 40-jährigen Karriere in der Finanzbranche, die als besonders männerdominiert gilt, durchbrach sie mehrfach die sogenannte gläserne Decke – eine Metapher für die begrenzten Aufstiegschancen für Frauen. Im Oktober wurde sie zur ersten Frau an der Spitze der British Bankers‘ Association (BBA), der traditionsreichen Branchenvereinigung der britischen Banken. Bei der Schweizer Grossbank Credit Suisse (CS) war ihr Multi-Verwaltungsrätin Vreni Spoerry im obersten Gremium zuvorgekommen; die amerikanisch-irische Doppelbürgerin, seit 2004 im Verwaltungsrat der Bank, stieg im vergangenen Jahr zur Vizepräsidentin auf.
Sieben Brüder
In die Finanzbranche rutschte Doyle über ein Praktikum. Sie fing in den 1970er Jahren in New York bei der Bankers Trust Company an, die vor der Übernahme durch die Deutsche Bank 1999 eines der grössten Finanzinstitute der USA war. Sie habe immer darauf gedrängt, dass ihr damaliger Arbeitgeber sie nach Paris oder London schicke, erzählt Doyle. Daraus wurde zunächst nichts: Statt in europäisches Flair einzutauchen, ging es nach Houston, ins Herz der texanischen Ölindustrie, die ebenfalls eine Branche mit Männern mit einem grossen Ego ist. Damals befand sich die texanische Ölbranche im Niedergang. Es blitzt eine Eigenschaft von Doyle auf. Sie sieht in allem das Positive: Durch die Probleme habe sie viel mehr als in einer boomenden Sparte gelernt.
Zurück in New York, übernahm sie als erste Frau bei der Bankers Trust Company eine Führungsposition. In den 1980er Jahren wurde sie zur Spezialistin für Übernahmen mit einem hohen Fremdkapitalanteil. 1990 klappte der Sprung über den Grossen Teich nach London doch noch. Zwei Jahre später fing sie bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) an und stieg dort – als erste Frau – zur Vizepräsidentin der Organisation auf. Danach wurde sie in den Verwaltungsrat der CS gewählt. Doyle leitet zudem das oberste Gremium des britischen Ablegers der Schweizer Bank.
Die Frau für alle Fälle

Hilft viel Geld gar nicht viel?
Über 50 Jahre erhielten arme Länder 4000 Mrd. $ an öffentlicher Entwicklungshilfe. Das Wachstum hat sich aber nicht verbessert. Welche Konsequenzen sind zu ziehen? Zwei Ökonomen geben Auskunft.
Christoph Eisenring berichtet: Für Länder südlich der Sahara wie den Südsudan ist die Entwicklungshilfe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Schweiz und Deutschland haben über die letzten Jahre die öffentliche Entwicklungshilfe stark ausgebaut. In der Schweiz verdoppelte sich der Betrag innert zehn Jahren auf 3,5 Mrd. $ (wobei der starke Franken half), in Deutschland stieg er von 10 Mrd. auf 16 Mrd. $. Unlängst hat Berlin zudem beschlossen, über die kommenden vier Jahre die Entwicklungsausgaben gegenüber den ursprünglichen Plänen um 8 Mrd. € aufzustocken. Doch sind die bisherigen Erfahrungen so gut, dass man die staatlichen Aktivitäten ausbauen sollte, statt etwa die Steuern zu senken oder das Geld in die Infrastruktur zu stecken?
Seit 1960 haben die Industriestaaten rund 4000 Mrd. $ den Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt. Martin Paldam von der Universität Aarhus hat 141 Studien seit den 1970er Jahren ausgewertet, die den Effekt der Entwicklungshilfe auf das Wirtschaftswachstum untersucht haben. Sein Fazit ist enttäuschend: Im Schnitt gibt es keinen Zusammenhang, die Korrelation ist praktisch null. Wessen Forschung von Entwicklungshilfeorganisationen finanziert wurde, weise zudem signifikant positivere Effekte aus als unabhängige Forscher, sagt Paldam. Gerade für Länder südlich der Sahara ist die Entwicklungshilfe mit im Schnitt 14% Anteil an der Wirtschaftsleistung bedeutend. Man müsste deshalb einen positiven Effekt erwarten, findet ihn aber nicht. Für Paldam liefert die Forschung somit keine Rechtfertigung, die Hilfe weiter auszuweiten.
Entwicklungshilfe Viel Geld hilft nicht viel
Wiederholungstäter Schweizer Banken im Fifa-Skandal?
Geldüberweisungen mit Erklärungsbedarf. Das umfassende Geständnis eines Argentiniers könnte Julius Bär unter Druck setzen. Auch andere Banken müssen beweisen, Sorgfaltspflichten eingehalten zu haben.
Sebastian Bräuer berichtet: Das umfassende Geständnis eines Argentiniers könnte Julius Bär unter Druck setzen. Der argentinische Geschäftsmann Alejandro Burzaco hat bewegte Zeiten hinter sich. «Wir gehen alle ins Gefängnis», soll er schon im Mai 2014 anderen Fussballfunktionären bei einem Treffen in Florida zugeraunt haben. Als die Ermittler ein Jahr später in den Suiten des Zürcher Hotels Baur au Lac zuschlugen, hatte er Glück. Burzaco war schon am Frühstücksbuffet und konnte nach Italien entkommen. Zwei Wochen später stellte er sich doch, zunächst aber nur, um in den USA sämtliche Vorwürfe zu bestreiten.
Am Donnerstag meldete das US-Justizministerium eine erneute Kehrtwende. Burzaco habe sich am 16. November schuldig bekannt, Teil einer kriminellen Verschwörung gewesen zu sein und Geldwäscherei betrieben zu haben. Burzaco soll Funktionäre bestochen haben, um der Firma Torneos y Competencias, bei der er Chairman war, die Medienrechte an Grossveranstaltungen zu sichern.
Für Julius Bär ist sein umfassendes Geständnis keine gute Nachricht. Die Ermittler in den USA gehen davon aus, dass verdächtige Transfers über ein Konto der Torneos-Tochterfirma FPT Sports bei der Schweizer Privatbank in Zürich abgewickelt wurden. Konkret standen bisher Überweisungen von 5 Mio. $ am 17. Juni 2013 und 1,7 Mio. $ am 11. September 2013 auf das FPT-Konto im Fokus. Letztlich soll das Geld über Umwege in die Hände südamerikanischer Funktionäre geraten sein. Anzunehmen ist, dass Burzaco deutlich mehr über die Hintergründe der Transfers und mögliche weitere Geschäfte weiss und das auch den Staatsanwälten erzählt hat, um eine mildere Strafe zu erreichen. Ob und wie häufig dabei der Name Julius Bär fiel, bleibt vorerst unbekannt: Das Protokoll seines Geständnisses wurde vom zuständigen Gericht in New York versiegelt.
Auch die schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma / Aufsicht schaut weg und hilft vertuschen) steht mit verschiedenen Banken wegen Fragen rund um die Fifa-Affäre in Kontakt. «Wir klären ab, wie die Banken die Bestimmungen des schweizerischen Aufsichtsrechts in diesem Kontext umgesetzt haben», sagt ein Sprecher. Insbesondere gehe es darum, ob die in den Geldwäschereibestimmungen festgelegten Sorgfaltspflichten eingehalten worden seien.
Die Rolle der Schweizer Banken im Fifa-Skandal
Das Schwanken des Dollars
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Anlagen jedwelcher Art in Fremdwährungen enthalten immer ein “Paketrisiko”. Einerseits das Risiko der Anlage selbst und andererseits das Währungsrisiko. Im Video wird die relative Größenordnung der beiden Risiken untersucht. Wundern Sie sich.

Videos Kategorie Finanzkompetenz
Bleiben Ölpreise niedrig?
Opec verschiebt Entscheidung zur Produktionskürzung. Die Ölpreise sind im Keller. Für Förderländer ist die Situation gefährlich, die Opec will dennoch noch nicht handeln. Verbraucher können sich freuen.
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) lässt trotz des derzeitigen Überangebots an Rohöl weltweit ihre Förderpolitik weitgehend unverändert. „Wir können derzeit keine Zahlen festlegen, und haben beschlossen, die Entscheidung auf kommendes Jahr zu verschieben“, sagte Opec-Generalsekretär Abdalla Salem El-Badri am Freitag in Wien. Die Preise für Rohöl und in der Folge für Benzin, Diesel und Heizöl dürften damit absehbar niedrig bleiben.
Die Organisation hatte sich bei vergangenen Treffen auf 30 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag als Förderziel geeinigt. Zuletzt hatte das Ölkartell jedoch um die 32 Millionen Fass pro Tag gefördert und damit maßgeblich zu einem erheblichen Überangebot beigetragen. In den kommenden Monaten dürfte sich daran nun wenig ändern.
Das Kartell wolle zunächst die weitere Entwicklung beobachten und dann gegebenenfalls bei einem Folgetreffen reagieren, hieß es. Einer der Gründe dafür ist laut Generalsekretär El-Badri der Iran. Es wird nach dem Kompromiss im Atomstreit erwartet, dass die Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik im kommenden Jahr fallen werden. Das Land könnte dann wieder mehr Öl liefern. Es sei jedoch unklar, wann dies der Fall sein werde, sagte El-Badri. Aus Analystensicht zeigt das Ergebnis jedoch, dass die Opec intern gespalten und derzeit handlungsunfähig ist. Marktanteile gegen Schieferöl-Produzenten verteidigen..
Oelpreise bleiben niedrig
Wenden sich Börsianer von traditionellen Werbeanbietern ab?
Bannerwerbung am Ende? Werbeblocker haben die Diskussion angeheizt, wie man in Zukunft Werbung effektiv an den Mann und die Frau bringen kann. Traditionelle Formen scheinen ausgedient zu haben.
Krim Delko berichtet: Aufgezwungene Werbebanner nerven nicht nur die Internetbenutzer. Auch an der Wall Street sehen die Auguren wenig Zukunft für diese Geschäftspraxis. Betroffen davon sind allerdings nicht alle Werber im Internet. Google und Facebook gelten als Vorreiter einer neuen Art der Werbefinanzierung und halten daher dem Druck noch stand.
Bannerwerbung am Ende?
Mit der Lancierung des neuen Betriebssystems iOS 9 hat Apple unter anderem die Diskussion über Werbung im mobilen Internet angeheizt. Apple bietet die Möglichkeit, Inhalte zu blockieren. Es handelt sich dabei mehrheitlich um ungewollte Werbung, die auf einer Webseite auftaucht und dank der neuen Funktion ferngehalten werden kann. Der Schritt hat in der Technologiegemeinde für einige Aufregung gesorgt, zumal sich viele Medienanbieter im Internet durch Werbung finanzieren.
Es haben sich inzwischen zwei Lager gebildet: Auf der einen Seite stehen die Medienunternehmen, die mit ihren Publikationen Geld verdienen wollen und das auf die gute alte Weise der (aufgezwungenen) Werbung tun. Auf der anderen Seite beginnen sich die Internetbenutzer zu wehren, die sich von den Bannern und anderen Werbemethoden belästigt fühlen…
Bannerwerbung am Ende
Freihandelsabkommen EU-Vietnam steht
Erster Vertrag mit Investitionsgericht. Die EU und Vietnam haben am Mittwoch ihre Freihandelsverhandlungen formell abgeschlossen. In der Schlussphase hat Vietnam dem neuen Brüsseler Modell für den Investorenschutz zugestimmt.
René Höltschi berichtet: «Done deal with Vietnam», frohlockte die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch in ihrem Blog. Die beiden Partner haben gleichentags anlässlich eines Besuchs einer hochrangigen Delegation unter Leitung des vietnamesischen Ministerpräsidenten Nguyen Tan Dung in Brüssel die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen formell abgeschlossen. Schon Anfang August hatten sie eine politische Grundsatzeinigung gemeldet, mit dem Zusatz, es seien noch «einige offene technische Fragen» zu klären...
Freihandelsabkommen EU-Vietnam steht
Bond …. Zero Bond
Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Ein Zero-Bond ist eine Anleihe, deren Verzinsung mit Zins- und Zinseszins am Ende der Laufzeit ausbezahlt wird. Das Video beleuchtet eine Reihe von Spezifika dieser Anlageklasse.





