Falsche Angaben über gute Löhne und Arbeitsbedingungen

Amnesty kritisiert Missbrauch von Hausangestellten in KatarHausangestellte

Frauen würden mit falschen Angaben über gute Löhne und Arbeitsbedingungen in den Golfstaat gelockt, heißt es in dem Bericht. Dort angekommen, müssten sie aber sieben Tage die Woche mit vielen Überstunden arbeiten. Viele der Befragten berichteten, ihre Arbeitgeber hätten sie geschlagen, an den Haaren gezogen oder sie die Treppe hinuntergestoßen. Einige hätten entgegen den Abmachungen Hundert-Stunden-Wochen ohne einen freien Tag, mindestens drei der befragten Frauen wurden vergewaltigt. Einige Frauen beschrieben, dass sie nicht einmal das Haus verlassen durften.

Amnesty forderte die Regierung in Doha auf, „endlich ihre Versprechungen umzusetzen“ und das Arbeitsrecht zu ändern. Zudem müsse der Strafbestand der sogenannten illegalen Beziehungen abgeschafft werden. In Katar riskieren Frauen, die sexuellen Missbrauch anzeigen, dass gegen sie wegen außerehelichen Beziehungen ermittelt wird. Diese werden in Katar in der Regel mit einem Jahr Haft und Abschiebung geahndet.
Amnesty kritisiert Missbrauch von Hausangestellten in Katar

Amnesty kritisiert Missbrauch von Hausangestellten in Katar

Grundausbildung in Finanzfragen

Prof. Dr. Erwin W. Heri berichtet: Grundausbildung in Finanzfragen – im angelsächsischen Raum “Financial Literacy” genannt – ist seit der Finanzkrise zu einem viel diskutierten Thema geworden. Dies sowohl in der Finanzindustrie als auch bei Konsumentenschützern, Regulatoren und damit auch in Politik und Öffentlichkeit. In den USA ist die Thematik weit oben in der Prioritätenliste des Weissen Hauses. So weit oben, dass Barack Obama den April des letzten Jahres zum “Financial Literacy Month” deklariert hat, mit dem erklärten Ziel, “to improve the understanding of financial principles and practices (of all Americans)”

Irgendeinmal werden wir erkennen, dass ein Minimum an Grundwissen in Wirtschafts-, Geld- und Finanzfragen zum Rüstzeug gehört, welches die Gesellschaft jungen Menschen mit auf ihren Weg geben sollte. Bis wir soweit sind, sollten die Wirtschaft und insbesondere die Finanzindustrie die offensichtlichen Lücken zu füllen versuchen.
Grundausbildung in Finanzfragen

W-T-W Financial Literacy Month

W-T-W Financial Literacy Month

w-t-w.org/en/finance/financial-literacy

Rekordhöhe Steuereinnahmen steigen

Erstes Quartal
Steuereinnahmen steigen auf Rekordhöhe

Der beste März aller Zeiten: Die Steuereinnahmen steigen weiter – vor allem das Aufkommen für die Lohnsteuer steigen. Genauso wie die Umsatzsteuereinnahmen, denn der private Konsum zieht an.

Mehr Geld für den Staat: Im ersten Quartal sind die
Steuereinnahmen gestiegen.

Der robuste Aufschwung treibt die Steuereinnahmen immer weiter in die Höhe. Im März nahmen Bund und Länder 7,2 Prozent mehr Geld von Bürgern und Wirtschaft ein. Das berichtet das Handelsblatt unter Verweis auf Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium. Mit einem Steueraufkommen von 55,4 Milliarden Euro sei dies der beste März aller Zeiten für die Finanzminister von Bund und Ländern gewesen.

Mit dem starken März-Ergebnis summiert sich das Plus für das erste Quartal nun auf 3,7 Prozent; damit war der Zuwachs etwas stärker, als bei der vergangenen Steuerschätzung für das Gesamtjahr 2014 vorhergesagt. Anfang Mai wird eine neue Steuerschätzung veröffentlicht.

Die Staatskassen profitieren vor allem vom robusten Arbeitsmarkt. Dank hoher Beschäftigung und steigender Löhne stieg das Lohnsteueraufkommen im ersten Quartal um sieben Prozent. Sichere Jobs und steigende Einkommenserwartungen trieben überdies den privaten Konsum, was dem Staat wiederum Einnahmen aus der Umsatzsteuer bescherte: Im ersten Quartal legte das Aufkommen der wichtigsten Einzelsteuer um 2,8 Prozent zu.
Steuereinnahmen steigen auf Rekordhoehe

Waldemar Mandzel www.w-t-w.org/en/waldemar-mandzel www.w-mandzel.de

Waldemar Mandzel
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www.w-mandzel.de

Geschäfte mit dem Hunger?

Wird die Ernährung die Menschheit künftig spalten?

Preise für Nahrung explodieren
Werden natürliche Lebensmittel durch Dürre und Spekulationen künftig nur für die Super-Reichen erschwinglich sein?
Wegen der hohen Lebensmittelpreise werden natürliche Lebensmittel zu einem Luxus-Artikel für die Eliten. Muss der Rest der Menschheit muss sehen, wo er bleibt?

Bei den Lebensmitteln droht eine massive Spaltung der Welt: Wegen zahlreicher Naturkatastrophen und Finanzspekulationen werden die Preise in den kommenden Jahren explodieren. Eine denkbare Variante: Die Feudal-Eliten können sich das teure „natürliche“ Essen leisten. Für den Rest der Menschheit (99%) gibt es Fressen aus dem Computer. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Natuerliche Lebensmittel kuenftig nur fuer die Super-Reichen
Bio Bauernhof

IWF: Unternehmen in Europa sind überschuldet

IWF warnt: Unternehmen in Europa sind überschuldet.IWF Lagarde

Deutsche Wirtschafts Nachrichten berichten: Hohe Verschuldung, niedrige Inflation und finanzielle Ungleichgewichte gefährden das europäische Finanzsystem. Zudem sind Unternehmen Europas stark überschuldet.

Jene europäischen Firmen, die mit ihrem Vorsteuer-Gewinn nicht einmal die Zinsen auf ihre Schulden leisten können, liegt in Italien zwischen 20 bis 30 Prozent, in Spanien und Portugal zwischen 30 und 40 Prozent.

Zudem sei das Finanzsystem in Europa noch zu anfällig. Hohe Verschuldung, niedrige Inflation und finanzielle Ungleichgewichte sind akute Risiken. Davor warnt der IWF in seinem Global Financial Stability Report für April 2014.

Die Märkte vertrauen zwar den Banken in der Eurozone wieder, doch die faulen Kredite haben sich seit 2009 auf 800 Milliarden Euro verdoppelt. Der IWF empfielt daher, Banken zu schließen, die nicht mehr zu retten sind. Neben dem überschuldeten Unternehmenssektor sind zudem auch die Staatsschulden in vielen Ländern zu hoch.

World Economic and Financial Surveys
IWF: Global Financial Stability Report
Moving from Liquidity- to Growth-Driven Markets

bernd-zeller-cartoons.de

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Exporte: Geliehene Stärke

Deutsche Exportgüter sind so gut, auch weil sie besonders viele importierte Teile beinhalten.

Der Rückgang des deutschen Anteils am Weltexport von zwölf Prozent im Jahr 1990 auf knapp acht Prozent im Jahr 2012 wird gemeinhin dem Aufkommen exportstarker Entwicklungs- und Schwellenländer zugeschrieben. In der Tat stieg in dieser Zeit der entsprechende Anteil dieser Länder am weltweiten Handel von 23 auf 44 Prozent an. Doch die deutschen Verluste auf dem Weltmarkt fanden nicht erst mit dem Boom der Schwellenländer im vergangenen Jahrzehnt statt. Die relative Exportschwäche trat bereits in den neunziger Jahren auf und lässt sich mit den besonderen Bedingungen nach der Wiedervereinigung erklären: ein größerer Heimatmarkt, eine starke Nachfrage nach nicht gehandelten Gütern (Wohnungs- und Straßenbau), eine beginnende Lohnangleichung zwischen alten und neuen Bundesländern und damit einhergehend eine reale Aufwertung der Einkommen. Kurz: eine Stärkung des Binnenmarkts.

Zu welcher Exportstärke die deutsche Wirtschaft dann aber wieder zurückfand, zeigt sich im Industriegüterbereich. Dort konnte Deutschland zwischen 2000 und 2012 seinen Anteil am Welthandel auf etwas über zehn Prozent steigern, und das, obwohl die Entwicklungs- und Schwellenländer in dieser Zeit von 30 auf 43 Prozent zulegten.
Geliehene Staerke

tjeerdroyaards.typepad.com

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Haben Frauen ein gutes Händchen?

Vermögensverwalterin im Interview
„Frauen haben oft ein besseres Händchen“

Wo kommt die Rendite her? Diese Frage treibt konservative Anleger und ihre Berater um. Vermögensverwalterin Anja Welz erklärt, welche Investments jetzt infrage kommen und was Frauen bei der Geldanlage anders machen.
Finden Frauen Geld unsexy?

Auf keinen Fall! Dass Banker und Vermögensverwalter überwiegend Männer sind, ist historisch gewachsen. Wie in vielen anderen Branchen auch. Aber wir holen auf, zumal Frauen ja auch oft ein besseres Händchen haben, wenn es um Geld geht.

Was machen Frauen denn anders bei der Geldanlage?

Sie agieren vorsichtiger, haben mehr Geduld, können Risiken oft besser einschätzen und liefern nicht selten auch höhere Renditen ab. Das gilt übrigens nicht nur für Profis, sondern auch für Privatanlegerinnen, wie Auswertungen von Onlinebrokern gezeigt haben.
Frauen haben oft ein besseres Haendchen

Lilah Geldanlage

 

Korruption in China: Der fetteste Tiger der Geschichte

In China laufen offenbar Ermittlungen in einem Korruptionsfall, der zum größten in der Geschichte der Volksrepublik werden könnte. Im Zentrum: ein Top-Politiker, der als Chef eines Öl-Konzerns steinreich wurde.
Peking/Hamburg – Kurz vor seinem Antritt als chinesischer Staatspräsident prägte Xi Jinping ein Bild, das seither symbolisch für seinen Kampf gegen Korruption steht.
Xi erklärte, die Kommunistische Partei (KP) werde in Zukunft nicht nur „Fliegen“ fangen, also niedere Beamten der Bestechlichkeit überführen, sondern auch „die Tiger“, chinesische Spitzenkräfte, für Verschwendung zur Verantwortung ziehen. Gegen Song Lin, Vorstandsvorsitzender des mächtigen staatseigenen Konzerns Resources Holdings, wird bereits ermittelt.
Doch auch Top-Politiker stehen im Fokus der Behörden. Mehr als ein Jahr nach Xis Ausspruch sieht es danach aus, als hätten die Behörden mit Zhou Yongkang den fettesten Tiger in der Geschichte der Volksrepublik umzingelt.
Korruption in China: Der fetteste Tiger der Geschichte

Korruption in China 2

Online-Kredite von Mensch zu Mensch ?

Volles Risiko
Im Netz werben immer mehr Kreditportale mit hohen Renditen und günstigen Zinsen. Das Neueste stammt von den Zalando-Gründern. Aber wie hoch ist das Risiko für die Nutzer?

Sie haben den Online-Schuhhändler Zalando zu einem Umsatz von fast zwei Milliarden Euro geführt und Internetfirmen wie die Partnervermittlung eDarling und das Gutscheinportal Groupon erfolgreich am Markt etabliert: Die Brüder Marc, Oliver und Alexander Samwer zählen mit ihrer Investmentgesellschaft Rocket Internet zu den bekanntesten Investoren der deutschen Start-up-Szene. Vor einigen Monaten wurde ein neues Projekt gestartet. Der Kreditmarktplatz Lendico soll Kreditsuchende und Geldanleger direkt miteinander verbinden und Verbrauchern eine Alternative zur Bank bieten.
Online-Kredite

Volles Risiko

Das Verhalten der Finanzminister ein Armutszeugnis.

Das oberste deutsche Finanzgericht duckt sich weg.

Martin Greive Die Welt, berichtet: Skrupellose Banken nutzten jahrelang Schwächen im Steuerrecht aus, prellten den Fiskus um Milliardenbeträge. Doch der Bundesfinanzhof setzt dem Treiben kein Ende.

Die Erwartungen an den Bundesfinanzhof waren groß. Das oberste Finanzgericht sollte endlich Licht ins rechtliche Dunkel der dubiosen Cum-Ex-Geschäfte bringen. Doch am Ende trauten sich die Steuerrichter kein Grundsatzurteil zu. Damit haben sie niemandem einen Gefallen getan – auch sich selbst nicht.

Das Verfahren vor dem Bundesfinanzhof belegt einmal mehr, wie verworren Cum-Ex-Geschäfte sind. Die Richter verhandelten nur einen kleinen Ausschnitt der hochkomplexen, über viele verschiedene Konstruktionen getätigten Transaktionen. Aus rechtlicher Perspektive mag es da verständlich sein, aus einem dieser Einzelfälle kein Grundsatzurteil ableiten zu wollen.

Allerdings sind inzwischen über 50 Cum-Ex-Verfahren anhängig. Der Fiskus könnte um einen zweistelligen Milliardenbetrag geprellt worden sein. Angesichts dieser Dimension wird der Bundesfinanzhof um ein Grundsatzurteil nicht herumkommen. Es wäre besser gewesen, das Urteil wäre früher als später gekommen.

Banken ließen sich mehrfach Steuern erstatten

Doch unabhängig davon, ob Gerichte die Geschäfte für legal oder illegal erklären werden, lassen sich schon jetzt Lehren aus dem Skandal ziehen. Die Aktiengeschäfte zeigen einmal mehr, wie skrupellos Finanzinstitute jede Schwachstelle im Steuersystem ausnutzen. Selbst wenn die Geschäfte legal gewesen sein sollten – moralisch verwerflich waren sie in jedem Fall. Einem normalen Steuerzahler ist jedenfalls nicht zu erklären, warum ein Finanzinstitut sich mehrfach Steuern erstatten lässt, die nur einmal angefallen sind. Diese Milliarden, die Investoren dem Staat abluchsen, fehlen am Ende für Schulen und Straßen.

Allerdings darf sich die Politik in diesem Fall nicht beschweren. Jahrelang hat sie trotz Warnungen dem Treiben tatenlos zugesehen. Das Verhalten der verantwortlichen Finanzminister, vor allem Hans Eichel und Peer Steinbrück, war ein Armutszeugnis. Ihre Nachfolger sollten sich jetzt wenigstens Gedanken machen, wie solch ein Steuerschlupfloch künftig früher gestopft werden kann.
Das Verhalten der verantwortlichen Finanzminister, vor allem Hans Eichel und Peer Steinbrueck, war ein Armutszeugnis.