Entmachtet die Finanz-Elite von Basel Banken und Regierungen in Europa?

Die Finanz-Elite von Basel entmachtet Banken und Regierungen in Europa

DWN berichtet: Unbemerkt von der Öffentlichkeit übernimmt unter dem Projekt-Namen „Basel IV“ die Kontrolle über die Geldzuteilung in Europa. Mit dem Schreckgespenst der „Ansteckungsgefahr“ hat sich der Basler Ausschuss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ zum mächtigsten Regime Europas entwickelt. Das Ziel: Die zentraleSteuerung aller Geldflüsse und Wirtschaftsprozesse in Europa.

Beabsichtigt wird die zentrale Steuerung aller Finanzinstitute. Anschließend wird beschrieben, wie das Basel-Regime die zentrale Lenkung der Finanzwirtschaft realisiert, denn auf diese Entwicklung wird die prognostizierte globale Staatsfinanzierungskrise Mitte 2014 zurückgehen. So führt die EU in der Finanzwirtschaft nur das aus, was das Regime vorgibt. Es wird aufgezeigt, wie das Regime in der augenblicklichen Krise Legenden nutzt, um in seinem Sinne Regierungs- und Parlamentsentscheidungen zu steuern.
Die Finanz-Elite von Basel entmachtet Banken und Regierungen in Europa

Diskrete R unde Zentralbanker und IWF-Manager, die kuenftig die Vorgaben für die Geld- und Wirtschaftspolitik liefern wollenSie sind zwar die Zeremonienmeister, wie hier in Ypern zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Doch die Staats- und Regierungschefs der EU müssen den Vorgaben eines weit mächtigeren Regimes folgen. Es sitzt in Basel und versammelt in diskreter Runde Zentralbanker und IWF-Manager, die künftig die Vorgaben für die Geld- und Wirtschaftspolitik liefern wollen.
BIZ

Zwangsjacke für den Finanzsektor

Umstrittene Vorlage zum Finanzdienstleistungsgesetz

Die neuen Gesetze zum Schutz von Bankkunden werden die Beratung
noch komplizierter und teurer machen. (Bild: M. Ruetschi / Keystone)
Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Regeln zur Verstärkung des Kundenschutzes im Finanzsektor sind umstritten. Zu reden geben Ideen für ein Schiedsgericht, einen Prozesskostenfonds, Gruppenvergleiche und die Beweislastumkehr.

«Was ich nicht verstehe, das kauf ich lieber nicht.» Das ist eine Grundregel der Finanzanlage. Doch die Behörden in Europa trauen den Anlegern offenkundig nicht zu, dass sie sich an diese Maxime halten. Die EU-Finanzdienstleistungsrichtlinie Mifid und das durch die Finanzkrise inspirierte Erweiterungsstück Mifid II enthalten weitgehende Regeln zum Anlegerschutz.

Umkehr der Beweislast

Die in einer früheren Anhörung viel kritisierte Idee der Umkehr der Beweislast für die Einhaltung der Informations- und Aufklärungspflichten hat es in die Vorlage geschafft. Wenn ein Kunde zum Beispiel eine Bank auf Schadenersatz verklagt und dabei behauptet, dass die Bank ihre Informationspflichten vernachlässigt habe, soll diese Behauptung als richtig gelten, wenn die Bank nicht das Gegenteil beweist. Diese das Rechtsempfinden verletzende Beweislastumkehr begründet das Finanzdepartement mit praktischen Erwägungen: Die Vernachlässigung von Informationspflichten sei durch den Kunden fast nicht beweisbar, und wenn das Finanzinstitut die gesetzlichen Dokumentationspflichten erfülle, könne es auch die Erfüllung der Informationspflicht leicht nachweisen.
Zwangsjacke fuer den Finanzsektor

www.aehrpeh.de

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Zeit für Argentinien und sein Schuldenproblem

Buenos Aires. Im Schuldenstreit mit Hedgefonds hat Argentinien etwas Zeit gewonnen. Die Regierung wies zwar an, Staatsanleihen-Zinsen über 832 Millionen Dollar zu zahlen, die am Montag fällig werden. Das zuständige US-Gericht entschied am Donnerstag aber, die Zahlung zu blockieren.

Damit erhält das Land nun eine 30-tägige Frist, um sich mit den Hedgefonds zu einigen. Diese hatten sich nicht an den beiden Schuldenschnitten beteiligt, die Argentinien 2005 und 2010 mit 93 Prozent seiner Gläubiger vereinbart hatte. Das Oberste US-Gericht hatte zuletzt ein Urteil der Vorinstanz bestätigt, wonach der Staat erst die Hedgefonds auszahlen muss, bevor die anderen Gläubiger bedient werden können.

Beide Zahlungen gleichzeitig kann sich das Land nach Angaben des Wirtschaftsministeriums nicht leisten. Fließt das Geld nicht, wird das als sogenannter technischer Zahlungsausfall gewertet und Argentinien stünde erneut vor der Pleite.
Streit mit Hedgefonds
Argentina

Chinas umstrittene Antikorruptionskampagne

Erschütterungen im Machtgefüge

Die Antikorruptionskampagne des chinesischen Staats- und Parteichefs fordert immer neue Köpfe. Sie ist auch ein machtpolitisches Disziplinierungsinstrument. Der Grat zwischen Stärkung und Schwächung der Partei ist dabei sehr schmal.
Erst war es nur ein Gerücht, dann kam am Mittwoch die Bestätigung: Su Rong, einer von 23 stellvertretenden Vorsitzenden der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes, ist wegen «Verstössen gegen die Disziplin» abgesetzt worden. Dahinter verbergen sich Ermittlungen wegen Korruption. Diese werden zunächst innerhalb der Kommunistischen Partei durchgeführt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit folgen darauf Parteiausschluss, Anklage und Verurteilung.
Neue «Tiger»
Die Konsultativkonferenz ist ein beratendes Gremium parallel zum Nationalen Volkskongress, die Vizevorsitzenden sind meist Funktionäre auf dem Abstellgleis ihrer Karriere. Trotzdem ist Su, der bis 2013 nacheinander Parteichef in drei Provinzen gewesen war, der bis jetzt höchste Amtsträger, gegen den im Rahmen der Antikorruptionskampagne offiziell vorgegangen wird.

Das macht Su zu einem neuen Vorzeigebeispiel für das Bonmot des Staats- und Parteichefs Xi Jinping, der Kampf gegen Bestechung und Bereicherung werde Opfer unter «Tigern» (hohen Beamten) und «Fliegen» (niedrigen Chargen) fordern. Ein anderer «Tiger», der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, Liu Tienan , der im Mai 2013 seinen Posten verloren hatte, wurde am Dienstag formell wegen Bereicherung angeklagt. Wenige Tage vorher war bekanntgeworden, dass mit Ling Zhengce ein hoher regionaler Funktionär aus der Provinz Shanxi wegen Korruption abgesetzt worden war, der mit dem inneren Pekinger Machtapparat verbunden war. Sein jüngerer Bruder, Ling Jihua, war langjähriger Sekretär und Vertrauter des früheren Staats- und Parteichefs Hu Jintao, war aber im Zuge eines Skandals um den Unfalltod seines Sohnes in einem Ferrari auf einen weniger einflussreichen Posten abgeschoben worden.
Der Zugriff auf Ling Zhengce dürfte ein Zeichen sein, dass die Nähe zu Parteigrössen nicht vor Verfolgung schützt und dass auch Ling Jihua von den Umständen seiner Versetzung doch noch eingeholt werden könnte. Die Unberechenbarkeit und wohl auch Willkür, welche die Kampagne auszeichnet, spiegelt sich in diesen Fällen. Im Unterschied zum Vorgehen gegen die Seilschaften des ehemaligen obersten Sicherheitschefs und Mitglieds im Ständigen Ausschuss des Politbüros der KP, Zhou Yongkang , vor allem in der Provinz Sichuan und in der Erdölindustrie scheint Su, Liu und Ling wenig zu verbinden. Aber die Frage bleibt, weshalb es wen zu welchem Zeitpunkt trifft, wenn davon auszugehen ist, dass das gesamte System von Korruption durchzogen ist und kaum ein Parteifunktionär seine Hände in Unschuld waschen kann.
Erschütterungen im Machtgefüge
china

Rohstoffhandelsgrossmacht Schweiz ein intransparentes schwarzes Loch

Regeln gegen Korruption
Vorerst halbe Transparenz im Rohstoffbereich

Davide Scruzzi berichtet: Offenlegungspflicht im Bereich Rohstoffe: Die Wirkung der Transparenz und die tatsächlichen Interventionsmöglichkeiten von Politik, Behörden und Organisationen müssen sich erst noch zeigen. Der Bundesrat will Firmen im Rohstoffabbau verpflichten, Zahlungen an Staaten zu deklarieren. Kritiker bemängeln, diese Regelung werde kaum Auswirkungen haben.

In der Debatte um die Schattenseiten von Aktivitäten der Rohstoffbranche in Entwicklungsstaaten geht es oft um Korruption wie auch um das undurchsichtige Versickern von Abgaben und Steuern, die in diesen Ländern von Firmen geleistet werden. Dieses Problem will nun der Bundesrat angehen, wenn in die auf Ende Jahr hin angekündigte Vorlage zur Aktienrechtsrevision auch neue Transparenzbestimmungen integriert werden sollen.

Neu sollen Zahlungen an staatliche Stellen im Zusammenhang mit der Förderung von Mineralien, Öl, Gas und Holz jährlich offengelegt werden. Die Regelung soll dabei für börsenkotierte sowie «grosse in der Rohstoffförderung tätige Unternehmen» gelten, wie der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Durch eine gezielte Angleichung der Schweizer Regulierung an jene der USA und der EU soll vermieden werden, dass der Schweiz Standortnachteile erwachsen – ein konstantes Anliegen des Bundesrates. Rohstoffhändler werden in diesem Sinne explizit von der Regelung ausgenommen, der Bundesrat würde aber die gesetzliche Kompetenz erhalten, die Regelungen bei einer Erweiterung der internationalen Standards auch auf Handelsfirmen auszudehnen.

Weil die neue Regelung also – zumindest vorerst – auf Unternehmen beschränkt sein soll, die Rohstoffe direkt abbauen, dürften die Auswirkungen auf die Schweiz sehr limitiert sein. Die meisten hierzulande ansässigen Firmen der Rohstoffbranche sind nämlich im Handel tätig. Ein hier ansässiges Förderunternehmen wie Glencore Xstrata wird indes ohnehin von solchen Transparenzrichtlinien erfasst, weil es im EU-Raum an der Börse kotiert ist. Nicholas Turin vom Bundesamt für Justiz gibt aber zu bedenken, dass zunehmend Handelsunternehmen in Förderaktivitäten einsteigen, so dass der Kreis der betroffenen Firmen auch in der Schweiz anwachsen könnte.
Die Nichtregierungsorganisationen «Erklärung von Bern» und Swissaid bezeichnen den bundesrätlichen Bericht und das Vorgehen als «schizophren». Einerseits werde richtigerweise festgestellt, dass aufgrund undurchsichtiger Finanzflüsse in den Förderstaaten deren Bevölkerung oft nicht aus der Armut herauskomme, andererseits bleibe mit der Beschränkung auf Förderfirmen die «Rohstoffhandelsgrossmacht Schweiz» ein «intransparentes schwarzes Loch».
Die Wirkung der Transparenz und die tatsächlichen Interventionsmöglichkeiten von Politik, Behörden und Organisationen müssen sich erst noch zeigen; derzeit haben weder die EU noch die USA die Regelungen umgesetzt.

Aufnahme: Verschmutzung durch Kupferabbau, Geamana, Rumänien / NZZ
Rohstoffe

Was ist daraus geworden „3,0 ist 3,0 ist 3,0“ ?

Diskussion um Reform des Stabilitätspaktswww.spasszeichner.de
Einfallstor für Rechenkünstler und Trickser

Bau einer Brücke in Griechenland: Europäische Sozialdemokraten fordern, staatliche Investitionen, die Jobs schaffen oder für Reformen anfallen, aus den erlaubten Defizitzahlen herauszurechnen.

Ulrich Schäfer berichtet:  Angriff auf den Stabilitätspakt: Europas Sozialdemokraten fordern, dass Länder mehr Schulden machen dürfen, wenn sie das Geld im Kampf gegen eine Krise investieren. Das ist gefährlich. Sinnvoller wäre es, wenn die Krisenländer mehr Zeit bekommen – und Deutschland mehr Verantwortung übernimmt.

Theo Waigel hat, als Bonn noch Bundeshauptstadt und er noch Bundesfinanzminister war, die wichtigste Schuldenregel in Europa mal in einem prägnanten Satz zusammengefasst: „3,0 ist 3,0 ist 3,0.“ Der CSU-Politiker wollte damit sagen, dass nur jene Länder der Währungsunion angehören dürfen, die sich pro Jahr Kredite in Höhe von allenfalls drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts leisten. Alles darüber ist verboten.
Einfallstor für Rechenkünstler und Trickser
Was ist daraus geworden 3,0 ist 3,0 ist 3,0

Zoll entdeckt Container mit Tausenden Bankakten

Geldwäsche, Offshore Konten und Verschleierung des wirtschaftlichen Eigentümers schädigen zukünftige Generationen .Container mit Bankakten

Der Spiegel berichtet: Offshore-Konten: Zoll entdeckt Container mit Tausenden Bankakten.

Der Zoll hat im Hamburger Hafen Container mit Unterlagen zu Konten bei einer Schweizer Privatbank beschlagnahmt. Darunter sollen sich auch Daten deutscher Steuersünder befinden – und solche der Bin-Laden-Familie. 

Hamburg – Im Hamburger Freihafen hat der Zoll zwei Container mit Unterlagen beschlagnahmt, darunter offenbar auch Offshore-Kontodaten mutmaßlicher deutscher Steuerhinterzieher und der saudi-arabischen Familie des getöteten Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden. Dem „Focus“ zufolge beschlagnahmten Fahnder die Fracht aus dem Steuerparadies Cayman-Inseln schon am 20. Mai. Zumindest ein Teil der Fracht kommt der „Welt am Sonntag“ zufolge aus der Niederlassung der Schweizer Privatbank Coutts – die Tochter der Royal Bank of Scotland ist bekannt als Bank der englischen Queen.

Die Beamten schalteten Steuerfahnder aus Düsseldorf ein. Diese werteten das Material dem Bericht zufolge auf der Suche nach Steuersündern aus. Vermutlich landeten die Papiere versehentlich aus dem karibischen Steuerparadies in Hamburg. „Normalerweise wandern solche Unterlagen in den Reißwolf“, sagte ein Finanzbeamter dem „Focus“.Die „Welt am Sonntag“ berichtete, der Bank zufolge hätten die Unterlagen in ein Dateneinlagerungszentrum in Genf gebracht werden sollen. In einer Stellungnahme des Bundesfinanzministeriums heißt es der Zeitung zufolge, der Vorgang befinde sich in einem „engen Zusammenhang mit einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren durch Dienststellen der Steuerfahndung des Landes NRW“.

Nach dem Kauf diverser Steuer-CDs zu Schweizer Bankkonten sind damit erstmals umfangreiche Daten zu Offshore-Geschäften in Deutschland aufgetaucht. Die Bank bestätigte den Vorgang: Im Rahmen einer Neuordnung „findet derzeit ein Umzug von Unterlagen von den Cayman Islands in unser bestehendes Dateneinlagerungszentrum statt“, zitiert die Zeitung eine Sprecherin. Das sei ein normaler Ablauf, es gebe aber „unseres Wissens keine Ermittlungen gegen die Trust Company.“ Die Bank arbeitet demnach mit den Behörden zusammen.

Nordrhein-Westfalen hatte schon 2012 für eine Million Euro eine CD der Coutts-Bank mit Daten von mehr als tausend vermögenden Deutschen angekauft, die zum Teil im großen Stil Steuern hinterzogen haben sollen.

Die Zeitung zitiert „eingeweihte Kreise“ zum aktuellen Fahndungserfolg des Zolls: „Wenn solch ein Beweismittel praktisch bei uns vorbeigeflogen kommt, ist es doch unsere Pflicht zuzuschlagen. Wir wissen ja, wer Offshore-Geschäfte gemacht hat.“ Das Bundesfinanzministerium wollte sich demnach nicht näher äußern.

Die Cayman-Inseln gelten als Steuerparadies und als diskretes Geldversteck für Wohlhabende und Kriminelle aus aller Welt. Die Coutts Bank war zuletzt nicht nur wegen der gekauften Steuer-CD in die Schlagzeilen geraten. Vor zwei Jahren griff die britische Finanzaufsicht FSA die Bank scharf an. Coutts gehe inakzeptable Risiken ein, Kriminellen oder Despoten aus den Krisenregionen dieser Welt bei der Geldwäsche behilflich zu sein – zum Beispiel Herrschern in Libyen, Syrien oder Zimbabwe.
Steuerzahler und Schmarotzer

Informationen zum Thema Korruption

Crash oder Superzyklus?

Die beiden schwäbischen Bestseller-Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich warnen vor manipulierten Aktienmärkten und Zinsen. Die „größten Zocker“ an den Aktienmärkten sind die Notenbanken. Bei einem Aktien-Crash wird es auch bei jenen Notenbanken gewaltig krachen. Dann sind die Steuerzahler dran – mit unabsehbaren Folgen.

Doch der Crash würde auch viele Probleme lösen.

Der systematische Betrug von etlichen Protagonisten der Finanzbranche ist erschreckend und scheint endlos zu sein. Nach und nach kommen immer wieder neue Betrugsvorwürfe ans Licht der Öffentlichkeit:

Liborzins – manipuliert!
Euribor – manipuliert!
Tibor – manipuliert!
Devisen – manipuliert!
Rohstoffmärkte – manipuliert!
Energiemärkte – manipuliert!
Aktienmärkte – ?

Was ist mit den Aktienmärkten? Die haben ein viel kleineres Volumen wie z.B. der Libor. Sollte es dann nicht möglich sein auch diese nach Lust und Laune nach oben oder unten zu bewegen? Für uns war dies schon lange so gut wie sicher.

Belgien-Zentrale der UBS in Brüssel: Verdacht der Geldwäsche

Steuerflucht und Geldwäsche: Behörden durchsuchen
Wohnung von Belgien-Chef der UBS
Die UBS steht erneut im Visier der Steuerfahnder: Der Chef der belgischen Tochter der Schweizer Großbank wurde von einem Richter vernommen, Ermittler durchsuchten seine Wohnung. Das Geldinstitut soll Kunden bei der Steuerflucht geholfen haben.

Erst im Mai war ein ehemaliger UBS-Banker in den USA zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte dem Urteil zufolge reichen Amerikanern geholfen, ihr Geld unbemerkt vom heimischen Finanzamt in der Schweiz anzulegen.

Der Sprecher der UBS erklärte schriftlich, dass die Bank „in absoluter Achtung“ des Gesetzes operiere. UBS toleriere keine Handlungen, die darauf hinausliefen, dass Kunden ihren steuerlichen Pflichten nicht nachkämen.

Die UBS steht auch in anderen Ländern im Verdacht, Kunden mit dem Verstecken von Schwarzgeld geholfen zu haben. Dies gilt etwa für Deutschland und Frankreich. In den USA konnte die größte Schweizer Bank 2009 erst mit der Bezahlung einer Strafe von 780 Millionen Dollar ein Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung beenden.
Steuerflucht und Geldwaesche

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

Schweiz: Chefaufseher will viel härtere Strafen für kriminelles Verhalten

Börsen-Konferenz in Zürich
Chefaufseher will viel härtere Strafen für kriminelles Verhalten

Fehlverhalten von Finanzmarktteilnehmern müsse viel strenger als bisher bestraft werden, fordert David Wright. Dazu gehören für den Wertpapier-Chefaufseher auch stark abschreckende Gefängnisstrafen.
Kriminelles Verhalten von Finanzmarktteilnehmern müsse viel strenger als bisher bestraft werden, forderte David Wright am Donnerstag in einer Ansprache auf dem Jahrestreffen des Verbandes europäischer Börsenbetreiber (Fese) in Zürich. Für den Generalsekretär der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (Iosco) gehören dazu auch längere Gefängnisstrafen, wie er im Gespräch konkretisierte. Dies ist für den «Chefaufseher» eine Quintessenz der Skandale der vergangenen Jahre, zu denen etwa der Libor-Skandal zählte, als Marktteilnehmer nicht einmal vor der Manipulation von solch fundamentalen Benchmark-Indizes zurückgeschreckt seien.

Es müsse künftig klar sein, dass kriminelles Verhalten sogar zu Gefängnisstrafen führen könne, die das Leben einzelner Personen komplett auf den Kopf stellten.
Chefaufseher will viel haertere Strafen für kriminelles Verhalten
Chefaufseher will viel haertere Strafen für kriminelles Verhalten