Brasiliens Wirtschaft in Bedrängnis

Brasilien steckt in einer der schwersten Rezession seit Jahrzehnten. Das Land hofft jedoch auf wirtschaftliche Impulse durch die Olympischen Spiele. Doch die dürften gering ausfallen, wie die Erfahrung zeigt.

Die Gründe der gegenwärtigen Rezession hängen mit dem Verfall der Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt eng zusammen. Brasilien ist immer noch stark abhängig von dem Export seiner Rohstoffe. Hinzu kommen strukturelle Probleme: Der Staat spielt in Brasiliens Wirtschaft eine wesentliche Rolle, sei es mit der Finanzierung der armen Bevölkerung oder der Vergabe von Aufträgen an Großunternehmen. Dies geht jedoch zu Lasten von Wettbewerb und Produktivität. Und es fördert die Korruption – zutage getreten beim Petrobras-Skandal, in den auch führende Politiker verwickelt sind.

Ab kommendem Donnerstag wird der Senat über die endgültige Amtsenthebung der seit drei Monaten vom Amt suspendierten Präsidentin Dilma Rousseff abstimmen. Ihre Absetzung gilt als sicher. Der Präsidentin ist es seit Mai nicht gelungen, das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden – und das, obwohl Michel Temer, ihr ins Amt nachgerückter Vize, in der Bevölkerung ähnlich unbeliebt ist wie sie… NZZ

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

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Tipps für Whistleblower

Heise richtet Plattform für Whistleblower ein

Immer wieder sorgen Whistleblower mit ihren Enthüllungen für weltweite Skandale und müssen dann untertauchen. Der Heise-Verlag will das mit einer Plattform ändern und verspricht deutschsprachigen Whistleblowern totale Anonimität. haz.de/Nachrichten

1. Tipps für Tippgeber.
Bei der Sicherheit für Whistleblower gibt es keine universellen Ratschläge; man muss seine Vorkehrungen an den eigenen Bedarf anpassen, ohne dass es dabei allzu unbequem wird. Das gilt auch für die folgenden Tipps für Tippgeber.

Grundvoraussetzung ist ein sicheres und sauberes System; nutzen Sie Antiviren-Software und halten Sie System und Anwendungen auf dem aktuellen Stand.

2. Nicht im Firmen-Netz
Es ist eine schlechte Idee, Informationen oder Daten von Ihrem Arbeitsplatz oder überhaupt aus dem Netz Ihrer Firma zu verschicken. Sie hinterlassen dabei immer Spuren. Selbst wenn es bei den Informationen gar nicht um Ihre Firma geht, gefährden Sie Ihren Job, weil diese nicht in diesen Vorgang involviert sein will.

3. USB-Stick benutzen
Wenn Sie Daten weitergeben wollen, kopieren Sie diese auf einen USB-Stick. Am besten verschlüsseln Sie den etwa mit dem TrueCrypt-Nachfolger VeraCrypt. So ist sichergestellt, dass ohne Ihr Zutun niemand auf diese Informationen zugreifen kann. Alternativ können Sie zum Beispiel auch ein ZIP-Archiv mit einem Passwort schützen. Das können Sie etwa mit dem kostenlosen Tool 7zip erstellen. Am besten verwenden Sie dabei das 7z-Format, das anders als ZIP-Dateien auch die im Archiv enthaltenen Dateinamen verschlüsselt.

4. Auf HTTPS-URL achten
Sie können den heise Tippgeber dann später ohne großes Risiko etwa bei sich zu Hause nutzen. Achten Sie auf die exakten Schreibweise der URL https://heise.de/tipps und das grüne Schloss-Symbol. Brechen Sie bei eventuellen Zertifikatswarnungen sofort ab. Durch die https-Verschlüsselung weiß selbst jemand, der Ihre Internet-Verbindung überwacht, nicht, ob Sie gerade heise-Security-News via HTTPS lesen (das ist mittlerweile möglich) oder uns über den heise Tippgeber Informationen zuspielen.

5. Uploads verschlüsseln
Über das anonyme Kontaktformular können Sie uns nur Text, aber keine Dateien übermitteln. Bei weniger brisanten Dingen können Sie jedoch die (verschlüsselten) Daten etwa bei einem One-Click-Hoster wie transfer.sh hochladen und uns die URL und Passwort über das heise-Tippgeber-Kontaktformular übermitteln. Beachten Sie dabei jedoch, dass der Upload-Server unter Umständen Ihre IP-Adresse protokolliert. Im Zweifelsfall sollten Sie lieber unseren sicheren Briefkasten via Tor nutzen.

6. Anonym durch Tor
Die Nutzung von Tor beim Übermitteln brisanter Daten bietet mehr Anonymität. Um das mit maximalem Schutz zu kombinieren, ist unser sicherer Briefkasten für heise Tippgeber als Tor-Service realisiert. Sie erreichen ihn über den Tor-Browser, den Sie einfach herunterladen, installieren und starten

7. Anonym am Hotspot
Selbst eine Überwachung Ihrer Internet-Verbindung zeigt damit nicht mehr als die Tatsache, dass Sie Tor benutzt haben. Auch das können Sie vermeiden, indem Sie nicht Ihr eigenes Netz, sondern ein öffentlich zugängliches benutzen, also etwa einen offenen Hotspot.

8. Rückstandsfrei durch Tails
Sie hinterlassen immer noch Spuren auf Ihrem PC. Möglicherweise bereits auf Ihrem System platzierte Überwachungs-Software kann trotz Tor-Verschlüsselung auf die brisanten Informationen zugreifen und auch protokollieren, wann und wem Sie sie übermittelt haben. Starten Sie deshalb auf dem Rechner das speziell gesicherte, garantiert saubere Live-System Tails. Es wickelt alle Internet-Verbindungen über Tor ab. Und wenn Sie den PC später neu starten, gibt es darauf keine Spuren mehr von dem, was Sie unter Tails damit gemacht haben.

9. Meta-Daten entfernen
Bleiben die Daten selbst: Es kann natürlich sein, dass diese Daten Hinweise auf Ihre Identität geben. Sie können diese zum Teil selbst entfernen, etwa mit dem in Tails enthaltenen Metadata Anonymisation Toolkit (MAT). Wir empfehlen allerdings, dass Sie die Daten lieber im Originalzustand belassen und dem Investigativ-Team der c’t-Redaktion vertrauen, dass wir verantwortungsbewusst mit den von Ihnen gelieferten Informationen umgehen. Wir werden dabei alles uns Mögliche tun, um Ihre Identität zu schützen und Schaden von Ihnen fernzuhalten.

10. STFU
Der wichtigste Tipp für Whistleblower überhaupt: Reden Sie mit niemandem über Ihre geheimen Aktivitäten. Viele anonyme Whistleblower fliegen nicht etwa wegen verräterischer Spuren auf, sondern durch Verrat im persönlichen Umfeld. Chelsea Manning, die uns damals noch als Bradley die Augen für Kriegsverbrechen im Irak („Collateral Murder“) öffnete, sitzt heute in einem US-Gefängnis, weil sie sich dem Ex-Hacker Adrian Lamo anvertraut hatte und der die Information an US-Behörden weitergab. Heise.de/security

www.ben-jennings.com

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Ein finanzpolitisches Experiment

Rothschild zur Geldpolitik: Wir erleben das größte Experiment der Geschichte.Rothschild

DWN berichtet: Eine Koryphäe der Finanzbranche, Jacob Rothschild – Leiter der Investmentgesellschaft RIT Capital Partners – warnt vor den negativen Folgen der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken. Niedrige Leitzinsen, negative Renditen auf einige Staatsanleihen sowie Anleihe-Kaufprogramme einiger Zentralbanken seien Teil des größten geldpolitischen Experiments der Weltgeschichte. Die langfristigen Folgen dieser Politik, so Rothschild, seien vollkommen unabsehbar.

Der Investment-Banker Lord Rothschild ist sich nicht sicher, wie das größte Experiment der Geschichte der Geldpolitik enden wird. Bisher hat sein Unternehmen glänzend daran verdient. Rothschild sieht die größten Risiken im Westen.

Zuvor hatten bereits andere bekannte Investoren auf die Folgen der derzeitigen geldpolitischen Ausrichtung großer Zentralbanken hingewiesen, unter anderem Bill Gross von Janus Capital:

In dem Halbjahresbericht von RIT geht Rothschild auf die gegenwärtige Situation ein: „In den vergangenen sechs Monaten haben die Zentralbanker das größte Experiment der Geldpolitik in der Weltgeschichte weitergeführt. Wir befinden uns in unbekanntem Territorium und es ist deshalb unmöglich, die unbedachten Konsequenzen sehr tiefer Leitzinsen, der Tatsache, dass rund ein Drittel aller Staatsschulden eine negative Rendite aufweist, sowie der massiven Anleihe-Kaufprogrammen abzuschätzen.

Bezüglich der Risiken schreibt Rothschild: „Währenddessen bleibt das Wachstum kraftlos, mit schwacher Nachfrage und Deflation in vielen Teilen der entwickelten Welt. Viele der Risiken, auf die ich im vergangenen Jahr hingewiesen habe, bleiben bestehen: Tatsächlich hat sich die geopolitische Lage weiter verschlechtert. Das Vereinigte Königreich ist aus der EU ausgetreten, die Präsidentschaftswahlen in den USA im November werden ungewöhnlich angespannt sein, während die Situation in China unklar bleibt und sich das Wachstum der Weltwirtschaft abschwächt. Konflikte im Nahen Osten bleiben bestehen und werden wahrscheinlich in den kommenden Jahren nicht gelöst werden können. Deren Konsequenzen haben wir bereits während der Terroranschläge in Frankreich, Deutschland und den USA zu spüren bekommen.

RIT hat angesichts dieser Risiken sein Portfolio angepasst, wobei Gold wieder eine größere Rolle spielt: „In Zeiten wie diesen bleibt der Erhalt des Vermögens das wichtigste Ziel. Bei Aktien haben wir unser Engagement von 55 Prozent auf 44 Prozent abgesenkt. Unser Engagement bei Pfund Sterling wurde im vergangenen Halbjahr auf 34 Prozent heruntergefahren, wobei Währungen rund 25 Prozent des gesamten Portfolios ausmachen. Wir haben Gold und Edelmetalle zum Ende des Monats Juni auf 8 Prozent aufgestockt.“

Seit Auflegung des RIT im Jahr 1988 konnte Rothschild eine Gesamtrendite von ungefähr 2000 Prozent erzielen.

Stock Market Graphs

Sind Frauen Teil der Lösung?

Saudis planen die Abkehr vom Öl. Nach einem Milliarden tiefen Haushaltsloch im vergangenen Jahr wird Saudi-Arabien immer bewusster, dass es Reformen braucht, um die Wirtschaft unabhängiger vom schwarzen Gold zu machen. Mit dem Programm „Vision 2030“ soll die Kehrtwende gelingen.

Die günstige Energieversorgung des Landes solle für den Ausbau des Industriesektors genutzt werden. Zentral sind auch geplante Privatisierungen zur Steigerung von Bruttoinlandsprodukt und Beschäftigung. Zudem sollen Strom und Wasser sparsamer eingesetzt und der Sektor der erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Ob sich das ultrakonservative Königreich damit auch gesellschaftlich modernisiert, bleibt aber fraglich. Auf dem Arbeitsmarkt beschreiben die saudischen Herrscher auch ein Potenzial, dass sie bislang weitgehend vernachlässigt haben: Die Frauen. Diese seien „ein großer Vorteil“, heißt es im Reformpapier.

Mehr als die Hälfte aller Universitätsabschlüsse in Saudi-Arabien werde von Frauen gemacht. Die Talente sollen weiter gefördert werden.  In die produktiven Fähigkeiten von Frauen soll investiet werden und es soll ihnen ermöglicht werden, ihre Zukunft zu verbessern und an der Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft mitzuwirken. So modern sich das für die Saudis anhört, so vorsichtig scheint das angestrebte Ziel. Frauen sollen künftig statt 22 Prozent der Arbeitskräfte 30 Prozent stellen. Um ihr wirtschaftliches Potenzial aber wirklich auszuschöpfen, müsste das Land den Frauen unter anderem das Autofahren erlauben und sie damit unabhängiger machen. Das tut es nach wie vor nicht. Falls es entsprechende Überlegungen überhaupt gibt, haben sie den Weg aus dem Präsidentenpalast hinaus noch nicht gefunden…It is my pleasure to present Saudi Arabia’s Vision for the future….
Frauen auf neuen Wegen in Saudi-Arabien

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

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Fintech, FinTech….

Finanztechnologie (auch verkürzt zu Fintech bzw. FinTech) ist ein Sammelbegriff für moderne Technologien im Bereich der Finanzdienstleistungen. Fintech ist ein Kofferwort und setzt sich aus den Wörtern financial services und technology zusammen.

Die Branche junger Finanzdienstleister mit Internetplattformen als Basis sieht inzwischen auch Berlin als attraktiven Standort. Rund 70 solcher Fintech-Unternehmen sind in der Hauptstadt beheimatet, doppelt so viele wie in der Bankenmetropole Frankfurt, wie aus einer Studie der landeseigenen Investitionsbank Berlin (IBB) hervorgeht. In diese Start-up-Firmen seien im vergangenen Jahr knapp 80 Millionen Euro Wagniskapital geflossen.

Unternehmen der Finanztechnologie (FinTechs) sind eine Chance für Berlin als Wirtschaftsstandort und Finanzplatz. Bei FinTechs handelt es sich um Unternehmen, die technologiegetriebene und digitalisierte neue Finanzprodukte anbieten. So ermöglicht etwa das Start-up „Cringle“ Bargeldüberweisungen zwischen Freunden.

„Weltsparen“ bietet festverzinsliche Papiere an, die kaum eine Bank verkauft. Mit „Lendico“ können sich Internetnutzer gegenseitig Kredite gewähren. Das sind nur drei Beispiele für Finanzdienstleistungen der neuen Art.Einige dieser Unternehmen können schnell zu Marktführern im Finanzbereich heranwachsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch vorgelegte Analyse der Investitionsbank Berlin IBB.

Möglicherweise werden wir ein differenzierteres Finanzsystem ansteuern, das auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt und die Interessen vieler Bevölkerungsgruppen berücksichtigt. Nicht bloß ökonomische Effizienz, sondern auch soziale und umwelttechnische Gesichtspunkte einbezieht, damit die Gesellschaft für alle funktionieren kann . Es wird wohl eine komplexe Aufgabe. Big Data ist keine abgegrenzte, fertig ausgeformte Technologie, sondern eine besondere Herausforderung und liegt im Zusammenspiel der sich ständig weiterentwickelnden Einzelkomponenten.
Die Grenzen der Digitalisierung
Fintech

Deutsche Start-ups: Mehr Finanzierungen, aber weniger Geld

Kapitalgeber haben im ersten Halbjahr deutlich weniger Geld in deutsche Start-ups investiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung EY. Der Gesamtwert der Investitionen sei von knapp zwei Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 957 Millionen Euro zurückgegangen und habe sich damit mehr als halbiert.

Im europäischen Ländervergleich ist Deutschland laut der Studie auf den dritten Platz hinter Großbritannien (2,2 Milliarden Euro) und Schweden (1,0 Milliarden Euro) zurückgefallen. Auch hat Berlin den Titel als Europas Start-up-Hauptstadt verloren: 520 Millionen Euro wurden in Berliner Start-ups investiert. London kam auf 1,3 Milliarden Euro, Stockholm auf 1,0 Milliarden Euro und Paris auf 673 Millionen Euro.

In Deutschland konnte mit Soundcloud ein Online-Musikdienst das meiste Risikokapital anziehen – allerdings erhielt das Berliner Unternehmen mit 62 Millionen Euro1 bedeutend weniger als Spotify. Die Münchener Xolution GmbH, ein Verpackungsspezialist, erhielt in einer Finanzierungsrunde 45 Millionen Euro. Ebenfalls aus München stammt das Fitness-Start-up eGym, das insgesamt 41 Millionen Euro erhielt.

„Auf den ersten Blick wirken die Zahlen bedenklich“, sagte Peter Lennartz von EY. „Doch ein zweiter Blick zeigt ein positives Bild: Immer mehr deutsche Start-ups erhalten frisches Kapital.“
EY-Start-up-Barometer
Start up Unternehmer

Russlands Privatisierungen von Staatsbesitz

Russlands Wirtschaft setzen der Ölpreiszerfall und die westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt schwer zu. Dies lastet auch auf den Staatsfinanzen.

Jetzt sorgt die geplante Teilprivatisierung des Ölunternehmens Baschneft für Unruhe in Wirtschaft und Politik. Der mittelgrosse Rohölproduzent in Staatsbesitz soll im Jahresverlauf zu 50% verkauft werden und stösst damit auf Interesse der beiden Branchenriesen Rosneft und Lukoil. Einige Regierungsvertreter kritisieren, dass Russland mit einem Verkauf an Rosneft seinen Besitz nicht wie vorgesehen versilbern, sondern nur verlagern würde. NZZ

In Russlands Staatskasse klafft ein grosses Loch. Gestopft werden soll es mit Geldern aus der Privatisierung von Staatsunternehmen. Doch wer darf für das Tafelsilber bieten? Das letzte Wort hat da Präsident Putin.
Bashneft

Die wackeligen Renten

Bundesbank sieht Renteneintrittsalter langfristig bei 69 Jahren

Die Konditionen für künftige deutsche Rentner werden sich verschlechtern. Unvermeidbar ist eine Erhöhung des Rentenalters auf 69. Zudem muss Berlin die Prognosen laut Bundesbank endlich aktualisieren.

Langfristig steuert Deutschland auf ein grosses Problem bei der Alterssicherung zu. Das umlagefinanzierte Rentenversicherungssystem in Deutschland gerät aufgrund des demografischen Wandels, also der steigenden Lebenserwartung und der zugleich sinkenden Geburtenrate, an seine Grenzen.

Die wechselnden Regierungen schieben die Lösung des Problems auf die lange Bank, weil sie es sich derzeit noch leisten können. Wichtige Vorausberechnungen enden zudem an der kritischen Grenze im Jahr 2030. In diese Wunde legt nun die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht den Finger.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

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Digitalisierung der deutschen Wirtschaft

Der grenzüberschreitende Austausch von Daten kurbelt den Handel an. So beeinflussen die Datenströme die Entwicklung der Weltwirtschaft.

Deutschland schöpft den wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung bei weitem nicht aus: Aktuell nutzt das Land nur 10 Prozent seines digitalen Potenzials – und damit weitaus weniger als der EU-Durchschnitt (12 Prozent) oder Länder wie Großbritannien (17 Prozent), die Niederlande und Schweden (je 15 Prozent) oder die weltweit führenden USA (18 Prozent). „Wenn Deutschland sein digitales Potenzial optimal nutzen würde, könnte das Bruttoinlandsprodukt bis 2025 um einen Prozentpunkt jährlich zusätzlich wachsen – das sind umgerechnet insgesamt rund 500 Milliarden Euro“, stellt McKinsey-Seniorpartner Karel Dörner fest. Für ganz Europa ergebe sich ein zusätzliches Potenzial von 2,5 Billionen Euro. Dies sind die zentralen Ergebnisse der Studie „Digital Europe„, die das McKinsey Global Institute (MGI) am Donnerstag in Paris vorgestellt hat. Der volkswirtschaftliche Think Tank der Unternehmensberatung hat dafür erstmals einen „Industry Digitisation Index“ erstellt, der alle relevanten Branchen berücksichtigt und einen Digitalisierungsgrad für jedes Land berechnet.

Deutschland verschenkt 500 Milliarden Euro Potenzial. McKinsey

Es sind nicht mehr nur die klassischen Handelswege, die den Takt der Weltwirtschaft maßgeblich bestimmen. Der digitale Austausch von Gütern, Dienstleistungen, Finanzströmen, Fähigkeiten, Ideen und Daten über Grenzen hinweg erzielt mittlerweile einen großen Anteil des weltweiten Wachstums. Internationale Datenströme tragen mehr zur Schaffung neuer Jobs bei als der traditionelle Warenverkehr – Welthandel 2.0.

2,8 Billionen Dollar des globalen Wachstums sind auf die internationalen Datenströme zurückzuführen – im Vergleich zu 2,7 Billionen Dollar aus dem Warenverkehr. Insgesamt erhöhten die globalen Güter-, Kapital- und Datenflüsse die weltweite Wirtschaftsleistung um 7,8 Billionen Dollar (10 Prozent). Ein wesentlicher Treiber dieses Trends: E-Commerce-Plattformen. Bereits zwölf Prozent des globalen Warenverkehrs sind heute allein auf internationalen E-Commerce zurückzuführen.

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Dr. Jan Tomaschoff
www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Wie Warren Buffett? Klar!

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Warren Buffett ist ein sogenannten Value Investor. Was unterscheidet diesen Anlagestil von anderen Anlagestilen, beispielsweise demjenigen eines Growth-Investors. Wir zeigen die Unterschiede und präsentieren Performancezahlen.

davegranlund.com

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