Banken Stress Test

Beim Banken Stresstest geraten Deutsche Bank und Commerzbank unter Druck. Allerdings, Europas Großbanken haben von der Bankenaufsicht ein insgesamt recht ordentliches Zeugnis für ihre Krisenfestigkeit bekommen.

„Das Ergebnis zeigt Widerstandsfähigkeit im EU-Banken-Sektor als Ganzes dank erheblicher Kapitalaufstockung“, heißt es in dem Bericht der Bankenaufsicht EBA, der am Freitag in London veröffentlicht wurde.

Demnach erwiesen sich die in den vergangenen Jahren deutlich erhöhten Kapitalpuffer als vergleichsweise stabil. Bei der Commerzbank und der Deutschen Bank riss der Test zwar überdurchschnittlich große Löcher in die Kapitaldecke. Sie behaupteten sich aber dennoch über den zuvor als kritisch erachteten Marken

Beim Stresstest haben italienischen Banken insgesamt nicht so schlecht abgeschnitten wie befürchtet. Es wurden stärkere Ausreißer erwartet. Die italienische Bankenkrise ist damit aber nicht überstanden. Der Markt wird weiter Druck auf sie ausüben, ihre Bilanzen zu bereinigen.
2016-EU-wide-stress-test-FAQ
2016-EU-wide-stress-test-Results
Europa braucht endlich starke Medikamente in heilsamer Dosis – nicht in trügerischer Sicherheit wiegende Beruhigungsmittel. Der derzeitige Stresstest ist wenig geeignet, das Vertrauen in die europäische Bankenlandschaft wiederherzustellen. NZZ

Roger Schmidt www.karikatur-cartoon.de

Roger Schmidt
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Wenn einem alles gehört

«Putin gehört in Russland alles» Die Panama Papers zeigen konkret, wie der russische Präsident seine Kassen füllt, sagt Antikorruptionskämpfer Alexei Nawalny.

@juli_anh berichtet: Ihr Blog über Korruption in Russland machte Sie zu einem der bekanntesten Oppositionellen. Was ist für Sie an den Panama Papers, die Steuer- und Geldwäscherei­delikte ans Licht bringen, neu?

Wir wussten ungefähr, wie die putinsche Korruption funktioniert: Er hat Freunde, diese Freunde gewinnen staatliche Ausschreibungen und verdienen damit Milliarden. Diese Milliarden sind wie ein gemeinsamer Topf, aus dem er sich bedienen kann. Jetzt stellt sich heraus, dass es ausserdem noch eigene Kassen Putins gibt. Und wir sehen, wie sie gefüllt werden. Dass das, was dem Cellisten Sergei Roldugin gehört, eine Kasse von Putin ist, daran habe ich keinen Zweifel.

Aber der Name Putin taucht nicht auf in den Dokumenten auf.
Die Indizien sind eindeutig: Erstens: Roldugin ist ein enger Freund Putins. Zweitens: Es gibt keine Erklärung dafür, weshalb er auch nur annähernd über solche Summen verfügen sollte. Mit zwei Milliarden Dollar wäre er der reichste Musiker auf dem Planeten. Drittens: Die Art und Weise, wie diese Kasse gefüllt wurde – indem Staatsunternehmen Straftaten begangen haben, durch Insiderhandel, nicht zurückgezahlte Kredite. Warum sollten die so etwas tun?…..tagesanzeiger.ch
Putin gehoert in Russland alles
Liebesgrüsse aus Moskau

Arend van Dam www.w-t-w.org/en/arend-van-dam/ www.arendvandam.com

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Bangt Grossbritannien um seine Vermögensverwaltung?

Grossbritannien hat in der Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden europaweit einen Marktanteil von 37%. Könnte das  ein Grund sein, für eine gute Verhandlungsposition beim Brexit?

Das Vereinigte Königreich verwaltet einen Marktanteil von rund 37% und ist mit Abstand der grösste Markt für institutionelle Vermögensverwaltung in Europa. Es handelt sich um rund 6100 Mrd. Euro, dreimal so viel wie das britische Bruttoinlandprodukt. Darin spiegelt sich, dass Kunden aus anderen Ländern, wie etwa Fonds aus Luxemburg, Irland oder von den Cayman Islands, ihre Vermögensverwaltung aus London heraus betreiben. Frankreich als Nummer Zwei hat einen Marktanteil von 20% und verwaltet viel weniger ausländisches Kapital. Als Absatzmarkt ist Grossbritannien hinter Deutschland die Nummer Zwei. Es gibt in Britannien viele Pensionskassen und Versicherer, die nicht vorwiegend in Obligationen investieren, sondern auch stark in Aktien und alternative Anlagen.

Bei Immobilienanlagen gibt es bereits erste Brexit-Opfer. Die größten britischen Immobilienfonds haben ihre Pforten geschlossen. Zwei Wochen nach dem Brexit-Votum haben sie 18 Milliarden Pfund (rund 21 Milliarden Euro) an Anlegergeldern weggeschlossen, die Sparer kommen vorläufig nicht an ihr Geld.

Neuanleger sollten auf jeden Fall den rechtlichen Status im Auge behalten, den die EU und Großbritannien aushandeln werden.

Joep Bertrams www.yoopdeloop.com

Joep Bertrams
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Eva Klose Antimafia Engagement

Eva Klose und ihr Team berichten für W-T-W Women and Finance über Korruption, Organisierte Kriminalität und die Antimafia Bewegung. Eines der Ziele ihrer Beiträge ist es, in Italien vorhandenes Knowhow auch für deutschsprachige Länder verfügbar zu machen.

Eva führt zusammen mit Kollegen und Kolleginnen in den Gymnasien Baden-Württembergs ein interdisziplinäres Projekt zum Thema Antimafia durch. Sie steht seit  Jahren in ständigem Kontakt mit verschiedenen Institutionen, Vereinen und Experten in Deutschland und Italien.

Designed Dieter Huthmacher www.w-t-w.org/en/dieter-huthmacher www.dieter-huthmacher.de

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www.w-t-w.org/en/dieter-huthmacher
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Eva Klose/ Porträt

Team Beiträge
Der leitende Oberstaatsanwalt aus Palermo schlägt Alarm
Das Erfolgrezept der Mafia Unsichtbarkeit
Italien Streit um die strengen Haftbedingungen für Mafiabosse
Beschlagnahmung wirksame Waffe gegen OK
Ndrangheta kauft im Tessin alles auf

Crowdinvesting-Plattformen

Crowdinvesting hat in Österreich 2016 im ersten Halbjahr 13,5 Millionen Euro gesammelt.
Trotz rasanten Wachstums ist das Aufkommen in Österreich noch bescheiden. Die britische Plattform www.crowdcube.com allein hat zwischen 2011 und 2016 426 Projekte finanziert und dafür umgerechnet 207,4 Millionen Euro gesammelt. Auf den deutschen Plattformen www.seedmatch.de und www.companisto.com wurden zwischen 2011 und 2015 38,8 Millionen Euro für Investitionen aufgetrieben.

Im gesamten Jahr 2015 waren es 8,7 Millionen Euro Wien – Im ersten Halbjahr 2016 wurde um 4,8 Millionen Euro mehr Geld über heimische Internetplattformen investiert als im ganzen Jahr 2015, zeigt die Statistik der heimischen Crowdinvesting-Plattformen der Wirtschaftskammer Österreich. 13,5 Millionen Euro waren es im Halbjahr, 25,3 Millionen Euro insgesamt seit 2013. Unter Crowdfunding versteht man Investitionen von Privatpersonen über Internetplattformen für dort präsentierte Projekte. Diese fallen meist in die Kategorien Start-up, Immobilien oder Umweltprojekte.

Die Personen, die ab einem fixierten Beitrag investieren können, hoffen bei Umsetzung des Projekts auf eine hohe Rendite. Bei höheren Investitionen winken zusätzliche Vergünstigungen. Besonders hoch war die Anzahl der Projekte im ersten Quartal 2016. Es gab 18 erfolgreiche Finanzierungen und nur eine gescheiterte. Im ersten Halbjahr wurden 34 Projekte über Crowdfunding finanziert. Ein Anstieg sei auf das Alternativfinanzierungsgesetz zurückzuführen. Seitdem die Investitionsmöglichkeit 2013 auch in Österreich angekommen ist, wurden insgesamt 106 Projekte über zehn Websites mit insgesamt 25.298.586 Euro finanziert – darunter über 13,5 Millionen in den ersten sechs Monaten 2016. Derzeit sind in Österreich diese zehn Crowdinvesting-Plattformen tätig. ..
derstandard.at
Crowdfunding

Am Freitag ist Banken-Stresstest

Zittern vor einem schwarzen Freitag. Am Freitag werden die Ergebnisse des Banken-Stresstests veröffentlicht. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse eine neue Welle der Unsicherheit in den Finanzmärkten auslösen. In Deutschland stehen die beiden Großbanken Deutsche Bank und Commerzbank im Fokus.

Die Deutsche Bank ist das einzige deutsche Geldhaus, das vom Finanzstabilitätsrat als systemrelevant eingestuft wird. Sie muss zwei Prozent Kapital vorhalten. Der britische Neu-Chef John Cryan greift momentan durch und zeigt mit einem umfangreichen Stellenabbau und dem Streichen der Dividende Härte.

Konzernchef John Cryan hatte das Jahr 2016 zum Übergangsjahr erklärt und mehrfach betont, er schließe nach dem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro 2015 rote Zahlen für das laufende Jahr nicht aus. Der Start 2016 fiel allerdings trotz turbulenter Märkte besser aus als erwartet. Zwar brach der Überschuss im ersten Quartal zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte auf 236 Millionen Euro ein. Analysten hatten jedoch mit 300 Millionen Euro Verlust gerechnet.

Die italienischen Institute schieben noch einen Berg fauler Kredite von 360 Milliarden Euro vor sich her. Dort ist inzwischen eine Debatte über ein neues Rettungspaket entbrannt.
Die Börsen fürchten einen unerfreulichen Freitag.
Geschäftsbericht DB

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
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G20-Finanzministerin Treffen in Chengdu

Die G20-Finanzminister wollen nach ihrem Treffen in Chengdu Zuversicht ausstrahlen. Nach dem geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der EU ist ihre Botschaft zwar „Alles halb so schlimm“, Ungewissheit aber bleibt.

Die führenden Industrie- und Schwellenländer G20 sehen sich für mögliche Folgen des geplanten Brexits gut gewappnet. „Die Länder der G20 sind gut aufgestellt, um pro-aktiv potenzielle wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen anzugehen, die sich aus dem Votum im Vereinigten Königreich ergeben“, hieß es in der Erklärung, die die Finanzminister nach zweitägigen Beratungen im chinesischen Chengdu verabschiedet hatten. „Für die Zukunft hoffen wir, dass Großbritannien ein enger Partner der EU ist“, heißt es in dem Papier weiter. Die G20-Staaten stellten darin aber auch fest, dass das Brexit-Votum der Briten die Ungewissheit für die Weltwirtschaft noch verstärke.

G20-Staaten geben Signal der Stabilitaet
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sieht zwar Unsicherheiten durch das Brexit-Votum, doch bestehe Einigkeit in der G20, dass die Weltwirtschaft „ihren Erholungspfad fortsetzen dürfte“ – mit insgesamt verhaltenem Tempo und einer leichten Verstärkung im Jahr 2017. Auch in Deutschland sei die Konjunktur weiter kräftig. Für 2017 und 2018 sei aber „eine begrenzte Bremswirkung“ durch das Brexit-Votum zu erwarten.G20 Finazministertreffen in Chengdu

Zweifel an der Austeritätpolitik?

Zwei Pfeiler der aktuellen Geld- und Wirtschaftspolitik werden vermehrt infrage gestellt: Die Austeritätspolitik sei praktisch am Ende, und die quantitative Lockerung funktioniere nicht.

Seit Januar ist die Industrieproduktion in Deutschland rückläufig. Bezogen auf dem Nach-Finanzkrisen-TiefIndex von 2010 fiel er – kalender- und sasonbereinigt -von 111,3 auf 108,8 also 2,5 %-Punkte. Allein im Mai lag das Niveau um 0,3 % unter dem des Vorjahres Monat Mai 2015. Dies blieb – so Eurostat – nicht ohne Auswirkung auf die Eurozone, die mit 0,5 % über dem Mai 2015 stagnierte, Die Eurostat-Tabellen sind nur eine Facette, da die Standortverlagerungen in der EU bzw. Eurozone nicht abgebildet werden (Index von 2010: Eurozone 103,3/Eu total 104,4).

Übergang zur Stimulierung
Die Tage der Austerität («Gute Medizin schmeckt bitter») scheinen gezählt zu sein. Sich bereits von ihr zu verabschieden scheint Grossbritannien. Als Folge des Brexit-Entscheids wird die neue Regierung das Ziel, bis 2020 einen Haushaltüberschuss zu erzielen, nicht verfolgen. Zwar dürften die Haushaltpläne erst im Herbst bekannt werden, doch Capital Economics nimmt an, dass das Ausmass der bisher für die nächsten Jahre geplanten Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen reduziert werde. Gleichzeitig verschiebe in Japan die Regierung immer wieder das Datum der weiteren Erhöhung der Umsatzsteuer und plane zudem mit einem Zusatzhaushalt einen Anschub von 2% des Bruttoinlandproduktes. Auch in anderen Ländern wie Kanada und Südkorea werde die Finanzpolitik gegenwärtig gelockert.

Sind die Tage der Austerität gezählt?

Petra Kaster www.w-t-w.org/en/petra-kaster www.petrakaster.de

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PK Einkauf? klar

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Pensionskasse


Wir vergleichen die Nachsteuer-Rendite eines gemischten Portfolios in Abgängigkeit davon, ob es als Direktanlage gehalten wird oder indirekt über einen Einkauf in die Pensionskasse. Erstaunliche Differenzen!

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann www.swen.ch/

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Videos Kategorie Finanzkompetenz

Schäuble für globale Finanzsteuer

Die Folgen des Brexit-Votums und des Putschversuches in der Türkei machen den G20-Staaten Sorgen. Die Top-Wirtschaftsmächte wollen sich aber nicht beirren lassen – und arbeiten an gerechteren Steuersystemen.

Über die Finanztransaktionssteuer wird seit Jahren diskutiert. Doch jedes Land scheut sich, weil es Kapitalflucht fürchtet. „Es muss global gemacht werden“, sagt der deutsche Finanzminister.

Auf dem Treffen äußerte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, ihre Besorgnis, dass das schwache Wachstum der Weltwirtschaft „von politischen Ereignissen bedroht ist“, ohne auf die Entwicklung im Vereinigten Königreich und in der Türkei einzugehen. Nach dem Putschversuch wollen die anderen G20-Staaten die Türkei aber drängen, auch nach Verhängung des Ausnahmezustandes die rechtsstaatlichen Regeln einzuhalten. Eine entsprechende Passage in der Abschlusserklärung war gleichwohl bis zuletzt noch offen.

Finanzminister liefern bloß Lippenbekenntnisse

Finanztransaktionssteuer Klemme