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Pensionskasse


Wir vergleichen die Nachsteuer-Rendite eines gemischten Portfolios in Abgängigkeit davon, ob es als Direktanlage gehalten wird oder indirekt über einen Einkauf in die Pensionskasse. Erstaunliche Differenzen!

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann www.swen.ch/

Silvan Wegmann
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Videos Kategorie Finanzkompetenz

Schäuble für globale Finanzsteuer

Die Folgen des Brexit-Votums und des Putschversuches in der Türkei machen den G20-Staaten Sorgen. Die Top-Wirtschaftsmächte wollen sich aber nicht beirren lassen – und arbeiten an gerechteren Steuersystemen.

Über die Finanztransaktionssteuer wird seit Jahren diskutiert. Doch jedes Land scheut sich, weil es Kapitalflucht fürchtet. „Es muss global gemacht werden“, sagt der deutsche Finanzminister.

Auf dem Treffen äußerte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, ihre Besorgnis, dass das schwache Wachstum der Weltwirtschaft „von politischen Ereignissen bedroht ist“, ohne auf die Entwicklung im Vereinigten Königreich und in der Türkei einzugehen. Nach dem Putschversuch wollen die anderen G20-Staaten die Türkei aber drängen, auch nach Verhängung des Ausnahmezustandes die rechtsstaatlichen Regeln einzuhalten. Eine entsprechende Passage in der Abschlusserklärung war gleichwohl bis zuletzt noch offen.

Finanzminister liefern bloß Lippenbekenntnisse

Finanztransaktionssteuer Klemme

Jeder zweite Arbeiter künftig ein Roboter?

In einer Studie beleuchtet die Beratungsgesellschaft Deloitte die Automatisierung der Schweizer Wirtschaft. Demzufolge biete der Einsatz von Robotern in manchen Branchen große Chancen der Effizienzsteigerung, während in anderen Bereichen viele Stellen gestrichen werden dürften.

In der Schweiz sind die Auswirkungen der Automatisierung sichtbar: Tätigkeiten, die kaum durch Automatisierung ersetzt werden können, sind in den letzten 25 Jahren stark gewachsen, während Tätigkeiten mit hoher Automatisierungswahrscheinlichkeit kaum gewachsen sind oder sogar abgenommen haben.

In den nächsten Jahren und Jahrzehnten könnten fast 50% der Beschäftigten durch Automatisierung ersetzt werden.

In den letzten 25 Jahren wurden jedoch insgesamt mehr Stellen geschaffen als verdrängt. Automatisierung dürfte deshalb auch in Zukunft mehr Chancen als Risiken bieten.

Zukunftschancen gibt es über alle Qualifikationsstufen hinweg. Dies gilt insbesondere für Stellen, bei denen es auf Kreativität, soziale Interaktion und hochwertigen Kundenservice ankommt.

Für Unternehmen bietet die fortschreitende Automatisierung eine Chance, wenn sie ihre Geschäftsprozesse frühzeitig anpassen.

Preise und Margen lassen sich durch Betonung des Kundenerlebnisses verbessern, zusätzlich einfachere und schlankere Strukturen durch Fokussierung auf das Design implementieren.

Durch Automatisierung sinken die Grenzkosten der Produktion und es entsteht mehr Spielraum bei der Preisgestaltung. (Deloitte)
Innovation Automation Report-CH

Reinhold Löffler

Reinhold Löffler

Gold dreckige Geschäfte der Schweizer Raffinerien mit Peru

Die glänzenden Geschäfte mit dem edlen Metall

Mit Gold werden Bürgerkriege finanziert und Drogengelder gewaschen. Für Gold werden Menschen ausgebeutet und die Natur zerstört. Derzeit werden jährlich rund 2400 Tonnen gefördert.

Wichtigster Abnehmer und einer der großen Umschlagplätze ist die Schweiz. Hier beginnt die Spurensuche: Woher kommt das Gold und was weiß der Kunde über seine Herkunft? Rund ein Fünftel des Rohgoldes ist nämlich sogenanntes „Konfliktgold“.

Es wurde illegal gefördert und auf dunklen Wegen gehandelt. Leidtragende sind dabei die Minenarbeiter – zum Beispiel in Peru.

Swiss Gold Refiner Accused of Money Laudering

Mafia in Pforzheim

Warum Deutschland für Berufskriminelle ein idealer Nährboden ist.
Um aus dem sonnigen Sizilien nach Pforzheim zu ziehen, braucht man einen guten Grund. Einige suchen Arbeit. Andere folgen Verwandten. Oder ihrer großen Liebe. Wieder andere haben Dreck am Stecken und suchen nun ein ruhiges Plätzchen, eine gänzlich unauffällige, mittelgroße Stadt in Baden-Württemberg, um in Ruhe ihren Geschäften nachzugehen. So, wie Giovanni Zanetti*. (*Namen geändert)

Giovanni Zanetti*, ein Mann Mitte 40, saß in Italien über zehn Jahre in Haft wegen illegalen Waffenbesitzes und Mitgliedschaft in einer mafiösen Vereinigung. Sein Bruder, ebenfalls wegen Mafia-Delikten verurteilt, war mindestens sechs Jahre im Knast.
2007 ziehen die beiden nach Pforzheim. Und nun geht es plötzlich steil aufwärts. Innerhalb weniger Jahre kaufen die Brüder Wohnungen und Häuser im Wert von mindestens 1,5 Millionen Euro. Das belegen Akten, die CORRECTIV vorliegen. Unter anderem besitzen sie ein Hotel mitten in der Stadt.

David Schraven Margherita Bettoni Olaf Lorch-Gerstenmaier Cecilia Anesi Giulio Rubino. Recherche in Kooperation mit der Pforzheimer Zeitung und dem RTL-Nachtjournal.
Mafia in Pforzheim

Mafia Gangstern

Paypal auch an der Ladenkasse?

Deal mit Visa öffnet Paypal weg zu Ladenkassen. Der Online-Bezahldienst Paypal will über eine Partnerschaft mit Visa auch ins Geschäft an den Ladenkassen vorstoßen.

Mit dem Deal sollen Paypal-Kunden an allen Karten-Terminals bezahlen können, die kontaktlose Zahlungen mit Visa-Karten unterstützen. Dieser Service soll zunächst in den USA verfügbar sein.

Aktuell werden in großem Stil Lesegeräte für Kontaktlos-Zahlungen per NFC-Nahfunk eingeführt, die Umrüstung soll in den nächsten Jahren abgeschlossen werden. Damit sollen auch Zahlungen per Smartphone ermöglicht werden. Über den Deal mit dem Kreditkarten-Konzern kann Paypal unter anderem mit Apple Pay auf iPhones oder Samsung Pay auf Smartphones des südkoreanischen Marktführers konkurrieren. Für Paypal ist es der bisher größte Vorstoß, auch zum Bezahlen in Läden genutzt zu werden.

Paypal und Visa beendeten damit auch ihren langjährigen Konflikt. Visa war unzufrieden damit, dass Paypal Kunden dazu verleitete, ihre Accounts beim Online-Dienst direkt mit ihren Bankkonten statt mit ihren Kreditkarten zu verbinden. Dem Konzern entging so Geschäft. Zugleich rückte Visa selbst ins Geschäft mit Online-Zahlungen und digitalen Brieftaschen vor und machte damit Paypal Konkurrenz.

Der Deal werde die Umsätze mit Visa-Karten erhöhen, sagte der Chef des Kreditkarten-Konzerns, Charlie Scharf, in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Zu der Vereinbarung gehört auch, dass Paypal den Banken, die Visa-Karten ausgeben, mehr Daten über Transaktionen geben wird.

Die beiden Unternehmen legten gleichzeitig aktuelle Quartalszahlen vor. Paypal gab bekannt, dass die Zahl aktiver Kunden im vergangenen Quartal um elf Prozent auf 188 Millionen zulegte. Der Umsatz wuchs um 15 Prozent auf 2,65 Milliarden Dollar und der Gewinn kletterte um sechs Prozent auf 323 Millionen Dollar. Die Firma gehörte bis vor einem Jahr zur Handelsplattform Ebay und ist seitdem eigenständig.

Bei Visa drückte im vergangenen Quartal die Integration des Europa-Geschäfts drückt den Gewinn. Im vergangenen Quartal verdiente der Finanzkonzern 412 Millionen Dollar. Dabei schlugen die Belastungen im Zusammenhang mit der Eingliederung von Visa Europe mit knapp 1,9 Milliarden Dollar zu Buche. Im Vorjahresquartal hatte es noch einen Gewinn von 1,7 Milliarden Dollar gegeben. Der Umsatz wuchs unterdessen um 3,2 Prozent auf 3,63 Milliarden Dollar.
Quelle dpa.

www.webdonuts.com/

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Der leitende Oberstaatsanwalt aus Palermo schlägt Alarm

Oberstaatsanwalt Roberto Scarpinato analysiert die Verflechtungen von Wirtschaft und Mafien, wie sie sich aus den Ermittlungen zu aktuellen Mafia-Prozessen ergeben, und beschreibt, wie sich die Mafien bei ihren Geschäften die „Gesetze des freien Marktes“ zunutze machen.

Vorbemerkung: Der Begriff Legalität ist definiert als „Beachtung der Gesetze“ und „Handeln im Rahmen der Gesetze“. Der Begriff wird in Italien häufiger verwendet als z.B. in Deutschland.

Aus Anlass der Gedenkfeierlichkeiten zum 24. Jahrestag des Bombenattentats auf den Antimafia-Richter Paolo Borsellino am 19. Juli 1992 trafen sich Vertreter des ANM (nationale italienische Richter-Vereinigung) in Palermo, um die aktuelle Situation im Kampf gegen die Mafia zu reflektieren.

Ich zitiere hier aus einem Artikel (von Francesca Mondin und Miriam Cuccu) der Online-Zeitung Antimafiaduemila, der wesentliche Äußerungen des leitenden Oberstaatsanwalts von Palermo Roberto Scarpinato und des nationalen Antimafia-Staatsanwalts Franco Roberti wiedergibt.

Roberto Scarpinato: Das große Versprechen, dessen Erfüllung nach den Attentaten von 1992 möglich erschien, dass man Legalität und wirtschaftliche Entwicklung vereinen könnte, ist bis heute nicht wahr geworden und ist eine verpasste Gelegenheit: Sizilien ist die ärmste Region Italiens mit der stärksten wirtschaftlichen Ungleichheit. Aber das größte Problem ist ein Phänomen, das ganz versteckt abläuft: Die Legalität ändert gerade ihre DNA: Wenn die Legalität früher, zu Borsellinos Zeiten, Rechte garantierte, so entwickelt sich heute in Riesenschritten eine „verträgliche“ Legalität, die den Rechten ihre Macht entzieht und sie den Erfordernissen des Marktes unterordnet. Ein Phänomen, das eine Politik verantwortlich macht, (…), die nicht bemerkt, dass sie an Glaubwürdigkeit verliert, wenn sie keine soziale Gerechtigkeit und Gleichheit herstellt.“

Ein anderes Problem, so betont Franco Roberti, sei die „Verbreitung und die Verwurzelung der Mafia auch im Ausland, während die internationale Zusammenarbeit erst noch in Gang gesetzt werden muss. Es besteht in den verschiedenen Ländern eine große Ungleichheit bei den zur Verfügung stehenden Handhaben, die uns nicht erlauben, an die Vermögen der Mafiosi heranzukommen, wenn sie sich im Ausland aufhalten. Die Korruption ist jetzt das bevorzugte Mittel, das die Mafia einsetzt, so wie sie früher das Mittel der Einschüchterung benützte.

Deshalb haben wir für den Artikel 416 des Strafgesetzbuches, der die Zugehörigkeit zur Mafia bestraft, vorgeschlagen, Korruption als „erschwerenden Umstand“ hinzuzunehmen.“ Am Ende seiner Rede fordert Roberti die italienische Regierung auf, die Bekämpfung der Mafia als Priorität in ihr Programm aufzunehmen.

Roberto Scarpinato: Ein (weiteres) Problem ist, dass man sich heute an die Behauptung gewöhnt hat, dass die Mafien eben Teil der Politik und der Wirtschaft Italiens seien. In Wirklichkeit aber muss man drei Gesichter der Mafia auseinanderhalten: die traditionelle Mafia, die Freimaurer-Mafia, und die Mafia, die sich an den Regeln des Marktes orientiert. Die traditionelle Mafia befand sich schon ab 1992 in großen Schwierigkeiten wegen der Einschnitte bei den öffentlichen Ausschreibungen, bei der Verwendung von Steuergeldern und bei der Vergabe von Bauaufträgen. Damals hatte man sich die Privilegien mit Politikern geteilt, (…) heute aber (…) ist der Zugang zu den öffentlichen Geldern und zu den wirklich großen Geschäften einer Elite vorbehalten, und so haben wir jetzt das gemeine Volk der Mafiosi, das eine Verarmung hinnehmen muss so wie das auch in der Bürgerschaft geschieht, während die Mafia-Eliten bzw. die Freimaurer-Mafia die großen Geschäfte macht und dabei die Organisation der Mafien weiter entwickelt. Z.B. hat die ‚Ndrangheta ein neues Organ geschaffen, das kollegial vorgeht, sozusagen eine „Super-Cupola“, die aus einer kleinen Elite besteht – bevorzugt aus Freimaurer-Kreisen – und die für sich eigene Regeln aufgestellt hat.

Und dann gibt es die Mafia, die sich auf einem Markt bewegt, der nicht mehr so aggressiv ist wie der bisherige, bei dem man Geschäfte mit dem Mittel der Erpressung macht, weil man jetzt eine Service-Leistung anbietet, die der andere akzeptieren kann oder nicht. Dies ist ein Ergebnis der Ermittlungen zum Prozess „Aemilia“(Prozess gegen die ‚ndrangheta in der Emilia-Romagna) , wo es im betroffenen Gebiet keinen Widerstand gibt, weil alles unter dem Blickwinkel „Nachfrage und Angebot“ gesehen wird. Ein Problem ist, dass diese Vorgehensweise von der EU legitimiert wurde, die seit 2014 erlaubt, Erträge aus Prostitution und Drogengeschäften zum Bruttoinlandsprodukt dazuzuzählen, weil es sich dabei um Service-Leistungen handele.

Das ist eine schizophrene Situation, auf der einen Seite arbeiten wir für die Seite der Legalität, auf der anderen legitimieren wir die Mafia-Wirtschaft.“

„Mit dieser völlig veränderten Situation“, so Scarpinato, „kommen wir wahrscheinlich eines Tages plötzlich zur Einsicht, dass es die Mafia nicht mehr gibt: Weil wir als Mafia nur die bezeichnen, die mit Erpressung arbeiten, während wir nicht mehr in der Lage sein werden, die Freimaurer-Mafia zu erkennen. Oder wir werden sagen müssen, dass die Mafia eben Teil des freien Marktes ist, weil sie fester Bestandteil des Finanzkapitalismus geworden ist, der auf diese Weise zu einer der realen Mächte geworden ist.“

„Das Gesetz ist für alle gleich“
Antimafiaduemila.com

A judge's robe lies in Milan's High Court in this undated file photo. A national magistrates' strike is taking place Tuesday, May 25, 2004, to protest against the governments' reforms of the judicial order. (AP Photo/Giuseppe Aresu)

A judge’s robe lies in Milan’s High Court in this undated file photo. A national magistrates‘ strike is taking place Tuesday, May 25, 2004, to protest against the governments‘ reforms of the judicial order. (AP Photo/Giuseppe Aresu)

 Das Erfolgrezept der Mafia – Unsichtbarkeit

Malaysischer Skandalfonds

US-Vorgehen gegen Staatsfonds bringt malaysischen Premier unter Druck. Mit dem Einschreiten der US-Justiz steigen die Chancen, dass der Skandal um Malaysias Staatsfonds ausgeleuchtet wird. In Singapur wartet man auf Ergebnisse bezüglich  Involvierung von UBS und DBS.

Die Ankündigung der USA, aus dem skandalgeschüttelten malaysischen Staatsfonds 1MDB Werte über eine Milliarde Dollar zu beschlagnahmen, setzt Ministerpräsident Najib Razak unter Druck. Oppositionsführer Wan Azizah Wan Ismail forderte am Donnerstag den Rücktritt des Regierungschefs. Das Volk wolle dessen Amtsverzicht, damit sich nicht der Eindruck des Machtmissbrauchs und der Vereitelung einer umfassenden Untersuchung der Vorwürfe gegen Staatsfonds verfestige, sagte der Oppositionschef. Regierungschef Razak ist Aufsichtsratsvorsitzender des Fonds.

Gegen 1Malaysia Development Berhad (1MDB) laufen in mehreren Ländern Untersuchungen wegen Geldwäsche. Sowohl 1MDB als auch Najib haben ein Fehlverhalten bestritten.

Bei den Vermögenswerten, die die USA beschlagnahmen wollen, handelt es sich um Luxusimmobilien in New York und Kalifornien, um Gemälde von Vincent van Gogh und Claude Monet sowie um ein Bombardier-Flugzeug, wie aus der Klageschrift hervorgeht. Zudem sollen mehrere Millionen aus dem Fonds unrechtmäßig in die Finanzierung des Films „The Wolf of Wall Street“ von Martin Scorsese geflossen sein. Deshalb verlangen die USA auch Einnahmen des Films.
WSJ.com/asia
NZZ.ch /Malaysischer Skandalfonds
Malaysia what wrong

Wasser kostbarer als Gold

Jordanien ist ein kleines, wirtschaftlich schwaches und extrem wasserarmes Land. Dennoch hat das Königreich über eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen. Das birgt viele Probleme.

Knapp 650 000 Schutzsuchende aus Syrien hat das Uno-Flüchtlingshilfswerk in Jordanien seit 2012 registriert. Von über einer Million sprechen unabhängige Beobachter, von bis zu zwei Millionen regierungsnahe Kreise. Nur etwa 20 Prozent von ihnen leben in einem der drei syrischen Flüchtlingslager. Da höhere Flüchtlingszahlen mehr Hilfsgelder bedeuten, sind die Angaben mit Vorsicht zu geniessen. Inzwischen hat Jordanien indes seine Grenzen zu Syrien und zum Irak geschlossen – aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, aber auch aus Angst vor terroristischer Infiltration. Auf den Ansturm der Flüchtlinge war das kleine Land mit seiner heimischen Bevölkerung von 6,6 Millionen einfach nicht vorbereitet: Besonders in den strukturschwachen Städten des Nordens stiegen die Mieten, wurden Wasser und Wohnraum immer knapper, fielen die Löhne. Dass die Einheimischen dies hinnahmen und es bisher nicht zu grösseren Protesten kam – ein Wunder.

Geplant ist der Bau einer gigantischen Pipeline, die dem Roten Meer jährlich 300 Millionen Kubikmeter Wasser entziehen wird. 65 bis 85 Millionen Kubikmeter sollen davon entsalzt und den Anrainern als Trinkwasser verkauft werden. Die Kosten werden auf rund 890 Millionen Franken schätzt . Sollten alle Bauphasen wie geplant bis 2024 abgeschlossen sein, könnte das Megaprojekt über 9 Milliarden Franken kosten. NZZ
Wasserkrise in Jordanien
Wasser wird kostbarer als Gold

Wasser in der Wüste

EuGH Gläubigerbeteiligung

EuGH-Urteil könnte Italien zu professioneller Banken-Rettung zwingen.

Zur Rettung von Banken dürfen in der EU auch Anteilseigner und Gläubiger herangezogen werden. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg urteilte im konkreten Fall über die Sanierung slowenischer Geldhäuser im Jahr 2013. Die Regierung hatte die Institute mit über drei Milliarden Euro vor dem Kollaps bewahrt, die einen Berg fauler
Kredite angehäuft hatten. Dabei waren auch Bankaktionäre und Besitzer von Wertpapieren zur Kasse gebeten worden. Wie der EuGH betonte, verstößt dies nicht gegen Unionsrecht.

Das jüngste EuGH-Urteil zur Bankenrettung stärkt die Steuerzahler und verlagert das Risiko auf die Gläubiger – also in der Regel auf andere Banken. In Italien erhöht sich damit der Druck auf eine gesetzeskonforme und professionelle Sanierung der maroden Banken. Die Regierung Renzi muss allerdings vielen Anlegern erklären, dass sie ihr Geld teilweise verlieren.
Pressemitteilung des EuGH  v. 19.07.2016
CURIA – DokumenteItalia Bank