Grenzsteuern?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.


Einkommenssteuern werden in aller Regel in Prozenten des Einkommens entrichtet. Bei steigendem Einkommen steigen aber nicht nur die absoluten Beträge, sondern auch die Steuersätze (Progression). Die Grenzsteuern besagen, um wieviel der Steuersatz bei steigendem Einkommen ansteigt.

Rudolf Schuppler www.w-t-w.org/en/cartoon/rudolf-schuppler

Rudolf Schuppler
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Videos Kategorie Finanzkompetenz

Was bedeutet Italiens Bankenkrise für Anleger?

Italiens Banken sitzen auf mehr als 300 Milliarden Euro fauler Kredite. Auch für Anleger in Deutschland ist das eine schlechte Nachricht. Denn die Banken sind untereinander eng verflochten. Das geht auch den Rest der Euro-Zone an. Denn die Banken sind untereinander eng verflochten. Allein für deutsche Institute stehen 84 Milliarden Euro auf dem Spiel.

Investoren beginnen damit, in großem Umfang Gelder aus Europa abzuziehen und in den USA anzulegen. Europas Aktienfonds registrierten vergangene Woche die höchsten jemals gemessenen Abflüsse. Die USA profitieren dagegen auf ganzer Linie – Aktien und Anleihen von Firmen und sogar Städten melden hohe Zuflüsse. Begründet wird die Entwicklung mit zunehmenden Sorgen der Investoren im Hinblick auf die Schieflage im italienischen Bankensektor. Auf diesen entfallen mit geschätzt 360 Milliarden Euro an ausfallgefährdeten Krediten rund ein Drittel aller problematischen Papiere in Europa.

Die deutschen Banken haben nicht nur Milliarden Euro an italienischen Risiken in ihren Büchern, sondern auch 16,5 Milliarden Euro an Bankanleihen. Weit vorne die Deutsche Bank, die nach eigenen Angaben Ende 2015 auf 15,8 Milliarden Euro italienischer Risiken saß, darunter rund 750 Millionen Euro bei italienischen Banken. Inzwischen sind es sogar 840 Millionen. Vielleicht auch ein Grund für den Chefökonom der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau, 150 Milliarden Euro Steuergelder zur Stützung der europäischen Banken zu verlangen.

Die Deutsche Bank ist aber keinesfalls allein. Während der Branchenprimus in Italien eher an Firmen und Privatkunden verliehen hat, stehen bei der Commerzbank allein 10,8 Milliarden Euro italienischer Staatsanleihen in den Büchern. Und 500 Millionen bei den italienischen Banken.Geldflucht

Wirtschaftsfreiheit in der EU

Die angebliche Regulierungswut der EU hat zum Brexit beigetragen.

Eine Analyse des liberalen schwedischen Instituts Timbro, das den Effekt der EU-Mitgliedschaft auf die wirtschaftliche Freiheit in den betroffenen Staaten untersucht hat, kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. EU-Mitgliedschaft bringt mehr wirtschaftliche Freiheit. Untersuchungsbasis bilden jene rund 20 Länder, die von 1973 bis 2007 der EU beigetreten sind.

Matthias Müller berichtet: Für die Messung der wirtschaftlichen Freiheit stützt sich das Papier auf die bekannten Indizes des amerikanischen Fraser-Instituts. Dessen Index-Skala reicht von 0 bis 10 und beruht auf einer Vielzahl von Kriterien wie Regulierungsdichte, Offenheit gegenüber internationalem Handel, Grösse des Staatssektors und Verlässlichkeit des Rechtsstaats. Ironischerweise sagt die Studie (28 Lander Senare), dass die EU-Mitgliedschaft mehr wirtschaftliche Freiheit bringt.

Freiheit ist in sich selbst etwas Positives. Wirtschaftliche Freiheit kann aber auch Mittel zum Zweck sein. Hunderte von Studien haben in den letzten Jahrzehnten nach Zusammenhängen zwischen der Wirtschaftsfreiheit und wirtschaftlichen Leistungsdaten gesucht. Die Ergebnisse sind nicht einhellig, in der Tendenz dominieren aber die positiven Zusammenhänge. Laut einem 2014 publizierten Literaturüberblick über rund 200 Studien zeigten über zwei Drittel der Untersuchungen einen positiven Zusammenhang zwischen dem Grad der Wirtschaftsfreiheit und Ergebnisdaten wie Wohlstand, Wirtschaftswachstum und Zufriedenheit der Bevölkerung. Was die Briten nicht hören wollen…/NZZ
Economic Freedom of the World/PDF

Arend van Dam www.w-t-w.org/en/arend-van-dam/

Arend van Dam
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Wieviel Geld hat mein Arzt von Pharmafirmen erhalten?

119 Millionen Euro haben die Pharmafirmen im vergangenen Jahr für Vortragshonorare, Fortbildungen und Reisespesen an Ärzte bezahlt. Allein aus diesem Topf flossen im Schnitt 1646 Euro an jeden der Ärzte.

Datenbank: Wie viel Geld hat mein Arzt angenommen?
Für mehr als 20.000 Ärzte und Fachkreisangehörige in Deutschland ist jetzt bekannt, wie viel Geld sie 2015 von Pharmafirmen erhalten haben. Gehört Ihr Arzt dazu? Die interaktive Karte zeigt die Details. 71.000 Ärzte erhalten Geld von der Pharmaindustrie. Erstmals werden diese Interessenkonflikte nun öffentlich.

Unabhängig trotz Zahlungen?
Seit Jahren streiten Experten darüber, welchen Einfluss die Zahlungen der Pharmaindustrie auf die Mediziner haben. Die meisten Ärzte glauben, dass sie unbestechlich seien, auch wenn sie sich von der Industrie sponsern lassen. Legendär ist mittlerweile eine Studie aus einem Krankenhaus in Kalifornien.

Dort wurden die Ärzte gefragt, ob sie bei der Auswahl von Medikamenten durch Pharmareferenten beeinflusst werden. 61 Prozent gaben an, sie ließen sich „gar nicht“ beeinflussen. Dann wurden die gleichen Ärzte gefragt, ob sich ihre Kollegen durch Pharmavertreter beeinflussen lassen. Diesmal waren 84 Prozent der Ansicht, dass sich die anderen gelegentlich bis häufig beeinflussen lassen.

Nach einer gemeinsamen Auswertung der Daten veröffentlichen CORRECTIV und „Spiegel Online“ nun erstmals eine Datenbank* mit den Namen von 20.489 Mediziner, die im vergangenen Jahr Geld von der Pharmaindustrie erhalten haben. Jeder Internetnutzer kann in dieser Datenbank nun Ärzte nach Namen, Ort und Postleitzahl suchen.
Spiegel/an diese Ärzte zahlten Pharmafirmen Geld
*Die Datenbank funtioniert momentan nur bei Spiegel
Geld von der PharmaindustrieEs gibt Stimmen die den Transparenzkodex der Pharmaindustrie für puren Aktionismus halten. Es sei nur eine weitere Maßnahme, um sich der Öffentlichkeit als sauber zu präsentieren. Die Zahlungen der Pharmaindustrie beeinflussen die Ärzte massiv . Das sei durch eine Vielzahl von Studien erwiesen. Es wird endlich Zeit, dass wir aus dieser Erkenntnis die Konsequenzen ziehen und eine pharma-unabhängige Fortbildung für Ärzte begründen. Aber dazu fehlt der politische Wille. Medizin auf dem Prüfstand

Geld von Pharmakonzernen: Warum Ärzte schweigen

Ist Monsanto für Bayer so interessant?

Bayer hat sein Übernahmeangebot für den umstrittenen US-Biotechnologiekonzern-Agrarkonzern Monsanto noch einmal aufgestockt. Statt 122 US-Dollar will der Dax-Konzern nun 125 US-Dollar pro Anteilsschein zahlen, wie das Unternehmen mitteilte. Bei rund 440 Millionen ausstehenden Aktien entspräche das einem Aufschlag von rund 1,3 Milliarden Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro) gegenüber dem bisherigen Angebot von 62 Milliarden Dollar (gut 55 Milliarden Euro).

Nachdem das Monsanto-Management die Offerte zuletzt als zu niedrig zurückgewiesen hatte, wird seit längerem über einen Preisaufschlag spekuliert. Wie Bloomberg nun berichtet, sei der Vorstand Monsantos gespalten, ob man mit einem der deutschen Unternehmen fusionieren oder unabhängig bleiben sollte.

Monsanto-Aktien legten am Mittwoch um mehr als zwei Prozent zu, blieben damit aber weiter deutlich unter dem von Bayer gebotenen Preis.

Was macht Monsanto für Bayer so interessant?
Für Bayer wäre es der grosse Wurf. Auf einen Schlag würden die Leverkusener zur Nummer eins auf den Märkten für Saatgut und Pflanzenschutz aufsteigen. Bayer würde sich dadurch wichtige Schlüsseltechnologien etwa bei genverändertem Saatgut bei weiteren Anwendungen erschliessen. In Kombination mit den klassischen Unkraut-, Pilz- und Schädlingsvernichtern könnte so eine geballte Macht entstehen. Auch in den Umbau des Konzerns passt der Schritt. So würde Bayer den Wandel vom chemisch-pharmazeutischen Mischkonzern zum Spezialisten rund um die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze abrunden. Die Reputationsprobleme von Monsanto in den Griff zu bekommen, traut sich Bayer offenbar zu.

www.timoessner.de  /http://www.timoessner.de/2016/05/bayer-sondiert-monsanto/

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Timoessner.de Bayer sondiert Monsanto

Femokratie auf dem Vormarsch?

In den Händen dieser Frauen liegt Europas Zukunft

Den formatlosen Männern folgen wie von Zauberhand Frauen, die die Staatskunst in diesen elementaren Krisenzeiten besser zu beherrschen scheinen. Was es mit der neuen Femokratie auf sich hat.

Können wir auf eine Ära der Vernunft hoffen?  Erst Angela Merkel in Deutschland, jetzt Theresa May in Großbritannien, bald vielleicht Hillary Clinton in den USA – spätestens wenn drei große westliche Nationen zur gleichen Zeit in weiblicher Hand liegen, dann soll das eherne Zeitalter männlicher Gewalt endlich enden und durch ein neues, besseres abgelöst werden. Dabei weiß man spätestens seit Barack Obama: Randgruppen machen auch keine bessere Politik – wenn man Frauen ausnahmsweise mal dazuzählen darf.

Weibliche Fixsterne in der internationalen Politik sind auch die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet (nach einer Pause im Jahr 2014 für eine zweite Amtszeit gewählt), die liberianische Präsidentin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf (2006), die Ministerpräsidentin von Bangladesch, Sheikh Hasina (2009) sowie die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye (2013). Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wurde vom Parlament suspendiert. Taiwan (Tsai Ing-wen) und die Marshall-Inseln (Hilda Heine) bekamen neue Präsidentinnen. Seit dem Vorjahr amtiert in Namibia eine Regierungschefin (Saara Kuungogelwa-Amadhila), während in Mauritius (Ameena Gurib-Fakim) und Nepal (Bidhya Devi Bhandari) Präsidentinnen ihr Amt antraten.

Wie konnten ein solches Frauenmomentume entstehen? Ist das über Jahrzehnte etablierte Old-Boys-Network der mächtigen Männer der Politik etwa unbemerkt von einem Ladys-Club unterwandert worden; bricht jetzt ein Machtmatriarchat an?

Oder sind Frauen ein Garant für durchdachte Politik?

Frauen an der Macht: Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon, die britische Innenministerin Theresa May und Bundeskanzlerin Angela Merkel (v.l.)

Foto: REUTERS, Getty Images, Montage Stefan Eisenberg

Foto: REUTERS, Getty Images, Montage Stefan Eisenberg

Unternehmerinnen in Kyrgyzstan

Die Hauptstädte Berlin und Bischkek liegen 4500 Kilometer Luftlinie entfernt, wirtschaftlich spielt Kirgistan für Deutschland praktisch keine Rolle – und doch gibt es einen triftigen Grund, warum Kanzlerin Merkel erstmals dort ist. Was macht die Ex-Sowjetrepublik besonders?

Stabile Demokratie und relativ liberal. In der Region gibt es jede Menge Staaten, die vom Idealbild einer stabilen Demokratie ziemlich weit entfernt sind. Kirgistan kommt hier eine Sonderrolle zu: Das Land gilt als stabile parlamentarische Demokratie und als relativ liberal. Diesen Kurs will die Kanzlerin mit ihrem Besuch unterstützen. „Wir haben eine große Hochachtung für den eigenständigen Weg, den Kirgisistan seit 2010 geht“, sagte Merkel.
Merkel in Kirgisistan


Geld aus Russland wichtigste Devisenquelle

Das Land verfügt über Bodenschätze wie Gold, Kohle, Öl oder Kupfer. Trotzdem ist die wirtschaftliche Lage vieler Kirgisen schlecht, jeder Dritte lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Die Verflechtungen der ehemaligen Sowjetrepublik mit Russland sind nach wie vor eng. Kirgistan ist Teil der Eurasischen Wirtschaftsunion, zu der neben Russland und Kirgistan auch Weißrussland, Kasachstan und Armenien gehören. Wichtigste Devisenquelle sind die Geldüberweisungen kirgisischer Arbeitsmigranten aus dem Ausland – vor allem aus Russland, wo etwa 500.000 Kirgisen leben.
Women Entrepreneurs in KyrgyzstanUnternehmerinnen in Kyrgyzstan

Zehnjährige Bundesanleihe mit negativer Rendite

BundesanleihenErstmals erzielt Deutschland bei
der Ausgabe einer zehnjährigen Bundesanleihe einen Negativzins.
Der Staat erhält damit Geld von den Gläubigern – statt Zinsen zahlen zu müssen. Das Anleihen-Kaufprogramm der EZB drückt die Renditen bei Euro-Staatsanleihen.

Das war wahrlich ein historischen Moment den die Finanzmärkte in der vergangenen Woche erlebten. Die Senkung des Leitzinses im Euroraum durch die EZB zu Beginn dieses Jahres sowie die Angst vor einem Brexit lässt das Geld in sicherer Häfen fließen. Staatsanleihen wirtschaftlich starker Länder wie Deutschland sind in solchen Situationen sehr gefragt. Je größer die Nachfrage umso geringer die Verzinsung. Anders formuliert: wer Geld hat, wird bestraft.

Mittlerweile sind die Renditen zahlreicher Anleihen in den negativen Bereich gerutscht – vor allem bei zweijährigen oder fünfjährigen Papieren der meisten Eurozonen-Länder, wie aus einer Aufstellung auf pigbonds.info ersichtlich wird. Drei Staaten geben aktuell negative zehnjährigen Anleihen heraus – neben Deutschland auch die Schweiz und Japan.

Andreas Prüstel

Andreas Prüstel

Korruption und Geldwäsche in Schweizer Grossbank?

Macht die Schweizer Aufsichtbehörde Finma jetzt auch die Grossbank UBS dicht?
Wer nach 8 Jahre der Finanzkrise immer noch nichts von Compliance und Verantwortung hören möchte und Systemkritiker als Nörgler und Rachsüchtige abtut, dem ist nicht zu helfen. Die Finanz- und Schwarzgeldkrise wurde nicht genutzt, um eine funktionierende internationale Compliance aufzuziehen. Eine Bank wie die UBS hat nunmal eine gewisse Verantwortung, egal wie die Konti der überweisenden Banken gelautet haben.

Die UBS gerät mitten in den Skandal um den maroden malaysischen Staatsfonds 1MDB. Der Blog Sawarak Report, der den Sumpf von Beginn weg ausgehoben hatte, rückt die UBS ins Zentrum.

Die NZZ berichtet darüber. Fast 2 Milliarden Dollar fragwürdige Zahlungen des Fonds sollen auf einem UBS-Konto in Singapur gelandet sein, das dubiosen Partnern des Malaysia-Regimes gehört haben soll.

Die UBS landet damit wie die Tessiner BSI, die Coutts Bank Schweiz und die Falcon Bank Schweiz im Strudel rund um 1MDB, ein Skandal internationaler Grossdimension. Die Bundesanwaltschaft ist intensiv am Ermitteln.

Die Nummer 1 des Schweizer Finanzplatzes ist sogar möglicherweise der mit Abstand grösste Finanzmitspieler im undurchsichtigen, vermutlich hochkorrupten Geldwäschereifall. Das ist brisant. Denn nun stellt sich die Frage, ob die Schweizer Aufsichtsbehörden mit gleich langen Ellen messen. Ist die Finma fair, geht sie gegen alle gleich hart vor? Oder gibt es Banken, die von den Behörden mit Samthandschuhen angepackt werden?….Insideparadeplatz

UBS Singapore Held The Fake Aabar’s Account And Received IMDB Global’s Cash From BSI!

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann www.swen.ch/

Silvan Wegmann
www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann
www.swen.ch/

Befreiung von den Fesseln des Heimmarktes?

Macht uns der Widerstand gegen Freihandel ärmer? Viele Menschen fürchten sich vor Freihandel. Doch wirtschaftliche Abschottung ist die grössere Gefahr. Für Europa gilt dies heute mehr denn je. Deshalb ist das Freihandelsabkommen TTIP eine Chance. Dass der Westen so wohlhabend ist, verdankt er der Handelsliberalisierung im 20. Jahrhundert. Jetzt wachsen besonders in Deutschland die Vorbehalte gegen Ceta und TTIP.

Diese Woche versuchen die Europäische Union und die USA, ihr geplantes Freihandelsabkommen TTIP ein gutes Stück näher an die Ziellinie zu bringen.
Nicht nur der freie Handel mit Gütern und Dienstleistungen ist in der modernen Wirtschaftswelt wichtig. Auch der ungehinderte Zugang zu Direktinvestitionen aus dem Ausland bringt Wohlstand. Investitionen, egal ob in- oder ausländische, erhöhen den Kapitalstock einer Volkswirtschaft, was Wachstum und Beschäftigung begünstigt. Wer behauptet, internationaler Handel bringe wenig, am wenigsten den ärmeren Ländern, liegt falsch. Laut der Weltbank und anderen Institutionen ist in den neunziger Jahren das Pro-Kopf-Einkommen von Entwicklungsländern, die Handelshemmnisse abgebaut haben, dreimal so schnell gewachsen wie jenes von abgeschotteten Entwicklungsländern. Auch laut der OECD waren Länder, die sich wirtschaftlich geöffnet haben, stets erfolgreicher in Wachstum und Entwicklung als verschlossene.
Seizing the benefits of trade  for emplyment and growth.

Derweilen protestieren in der EU die Gegner des Abkommens, weil sie fürchten, es wird Hormonfleisch, Chlorhühner, Fracking, Gentechnik oder die Übermacht der Grosskonzerne bringen. Doch hinter den Kundgebungen, mit denen die Demonstranten den Deal noch bachab zu schicken hoffen, steckt mehr: ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber dem Handel ohne Grenzen zum Ausland.

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Dr. Jan Tomaschoff
www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/