Warum wir hohe Zinsen haben

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Natürlich leben wir in einem Tiefzinsumfeld. Tiefe Nominalzinsen. Aber Hand aufs Herz: ist nicht der eigentlich relevante Zins der Realzins, sprich: Nominalzins minus Inflationsrate. Hier sieht die Geschichte ziemlich anders aus.

Illustration Alexander Glandien

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Senat in Rom hebt Immunität auf

Die Staatsanwaltschaft Reggio Calabria hat die Verhaftung eines Senators verlangt, weil er zum okkulten Spitzengremium (der „Cupola“) der kalabrischen `Ndrangheta gehören soll. Wenn die Vorwürfe zutreffen sollten, kann man hier sehen, wie die Mafien vorgehen, um Staat, Wirtschaft und Institutionen zu unterwandern.

In geheimer Abstimmung (154 Ja-Stimmen, 110 Nein-Stimmen, 12 Enthaltungen) hat der römische Senat dem Antrag der Richter Federico Cafiero De Raho und Giuseppe Lombardo, die die Vorermittlungen „Mamma Santissima“ (Mafia-Jargon für den obersten Boss) koordinieren, stattgegeben und die Immunität des Senators Antonio Caridi aufgehoben. Die Abstimmung war möglich geworden, nachdem der Senatspräsident Piero Grasso gegen den heftigen Widerstand verschiedener Senatsmitglieder die Änderung der Tagesordnung verfügt und die Abstimmung an den Anfang der Sitzung verlegt hatte.

Die Staatsanwaltschaft von Reggio Calabria geht davon aus, dass die `ndrangheta sich neu organisiert hat, d.h., dass das strategische Vorgehen der kriminellen Organisation von einem höchsten Gremium geplant und organisiert wird, das aus Personen besteht, die in Politik, Wirtschaft und Finanzwelt wichtige Funktionen bekleiden und den „Soldaten“ der `ndrangheta völlig unbekannt sind. Nur wenige hochrangige Bosse scheinen in die Identität der einzelnen Mitglieder eingeweiht zu sein.

Schon am 15. Juli wurden vier der fünf vermutlichen Mitglieder der Cupola verhaftet: zwei Anwälte, einer davon ein ehemaliger Abgeordneter der sozialdemokratischen Partei Italiens, ein Parteisekretär der Mitte-Rechts-Koalition in Kalabrien und ein ehemaliger Mitarbeiter der Region. Nachdem der Senat nun dem Antrag der Justiz zugestimmt hat, hat sich der Senator Antonio Caridi (der zu einer Parlamentariergruppe aus 14 Senatoren gehört, die alle auf den Listen von Rechts-Parteien 2013 in den Senat gewählt worden waren) im römischen Gefängnis Rebibbia den Behörden gestellt.

Vorgeworfen wird diesen Personen, zur geheimen „Cupola“ der `ndrangheta zu gehören, die das strategische Vorgehen der gesamten kriminellen Organisation bestimmt. Dieses Gremium soll systematisch und im Verborgenen mit bestimmten Kreisen in Politik, Wirtschaft und Institutionen interagieren mit der Absicht, sie zu unterwandern und sich für die Interessen der Organisation gefügig zu machen.

Die Zeitung „il fatto quotidiano“ veröffentlicht einige Abhörprotokolle aus der Zeit der Wahlkampagne für die Regionalwahlen in Kalabrien 2010. Gesprächspartner: Jimmy Giovinazzo, der laut Staatsanwaltschaft Mitglied des Clans Raso-Gullace-Albanese ist und jahrelang als „unverdächtiger Mittelsmann“ und als Sprecher des Bosses Raso fungiert hat.

Am anderen Ende der Leitung der Senator Antonio Caridi, für den Jimmy, wie die Abhörprotokolle belegen, zahllose Treffen mit „Personen, die dich wählen wollen“ organisiert hat. Caridi soll den Sprung in die regionale Politik 2010  dank der über 11000 Stimmen, die die `ndrangheta ihm „besorgt“ hat, geschafft haben. In einem anderen Abhörprotokoll aus dem Hause des Bosses Pelle hört man, wie über den Senator gesprochen wird: Dass man „näher an den Senator rankommen“ müsse, denn sein Referat sei „sehr wichtig für die Beziehung zu den Banken, eigentlich für alles“!

Die Rekonstruktion der Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Caridi nach seiner Wahl in den Senat (2013 über die Listen des „Popolo della libertà“ – die damalige Berlusconi-Koalition „Volk der Freiheit“) sich für die Unterstützung durch die `ndrangheta entsprechend revanchiert hat– durch Vergabe von Posten und Zuweisung von öffentlichen Geldern. Antonio Caridi bestreitet dies.

…..und was lehrt uns ein Blick in die Schweiz? In der Schweiz nicht mehr sicher

Marilena Nardi www.w-t-w.org/en/cartoon/marilena-nardi http://www.marilenanardi.it

Marilena Nardi
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Eva Klose Antimafia

Internetkriminalität / Cybercrime

Das Bundeskriminalamt BKA informiert:  20JahreOnline_Buehne
Die moderne Gesellschaft ist global vernetzt,
wir kommunizieren in Sekundenschnelle mit Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern weltweit. Mit den positiven Möglichkeiten der Internetnutzung gehen aber auch negative Begleiterscheinungen einher: Cyberkriminellen bieten sich vielfältige Tatgelegenheiten.
Straftaten verlagern sich ins Internet, neue Kriminalitätsphänomene entstehen.

Cybercrime. Wie in kaum einem anderen Deliktsbereich – ist so eine kontinuierlich steigende Kriminalitätsentwicklung zu bilanzieren. Cybercrime umfasst die Straftaten, die sich gegen das Internet, Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten oder mittels dieser Informationstechnik begangen werden.

Was ist das Darknet.
Es gibt einen Teil des Internets, den die wenigsten Menschen kennen: Das Darknet ist ein Netzwerk, in dem der Standort von Websites genauso wenig bekannt ist wie die Identität der Nutzer. Diese fast perfekte Anonymität nutzen Whistleblower und Dissidenten ebenso wie Drogendealer und Waffenverkäufer.

Täter, die Straftaten im Darknet begehen, kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Überwiegend sind sie männlich, zwischen 23 und 35 Jahren alt. Der „digitale Jedermann“ kann hier illegale Waren anbieten und bestellen. Es braucht keine vertieften IT-Kenntnisse.
Tatort Internet
Abschlussbericht_Dunkelfeldstudie
Darkweb

Clinton gegen Trump Geld entscheidet

Entscheidet am Ende das Geld. Der US-Wahlkampf geht, nachdem Clinton und Trump als Kandidaten feststehen, in die nächste Runde. Bisher standen Hillary Clinton wesentlich mehr Wahlkampfgelder zur Verfügung als ihrem Konkurrenten Donald Trump.

Die Demokratin hat Spenden von mehr als 274 Millionen US-Dollar gesammelt. Milliardär Trump zahlte viel aus der eigenen Tasche und verweigerte Großspenden, kam so aber auch nur auf 98,7 Millionen Dollar.

Braucht man Geld, um Präsident oder Präsidentin der USA zu werden?
Ein Blick auf die Budgets der letzten Wahlen zeigt: Scheinbar schon. Das Budget von Barack Obama war so hoch, wie keines zuvor. Mit jeweils fast 700 Millionen Dollar gewann er die Wahlen 2008 und 2012. Vorgänger George W. Bush konnte ebenfalls auf ein üppigeres Budget zurückgreifen als seine Kontrahenten. Für die Wahl in diesem Jahr würden die Vorzeichen damit ganz auf Clinton stehen. Allerdings konnte Donald Trump bereits seine republikanischen Konkurrenten Rubio, Cruz und Bush ausstechen, die allesamt mehr Spendengelder gesammelt hatten als er.
Auf das Geld kommt es an

Schweiz rechnet mit Verschlechterung der Finanzlage

Schweizer erwarten Verschlechterung ihrer finanziellen Situation. Die Schweizer erwarten, dass sich ihre finanzielle Situation in Zukunft verschlechtern wird. Auch bezüglich der wirtschaftlichen Gesamtsituation sind sie skeptisch, so das Staatssekretariats für Wirtschaft Seco.

Die Stimmung der Schweizer Konsumenten bleibt verhalten. Dies geht aus einer Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervor, welche die Lage im zweiten Quartal untersuchte. Zwischen April und Juli veränderte sich der Schweizer Konsumentenstimmungsindex nicht, sondern lag mit einem Wert von minus 15 Punkten unter dem langfristigen Mittel von minus 9 Punkten – zum fünften Mal in Folge. 1200 Personen wurden für die Studie befragt. Konsumentenstimmungsindex

Generell zeigte sich folgendes Stimmungsbild: Die Beurteilung der allgemeinen Wirtschaftslage ist nach wie vor pessimistisch, ebenso wie die Einschätzung zur künftigen finanziellen Situation und die erwarteten Möglichkeiten, Ersparnisse zu bilden. Die Einschätzung der zu erwartenden Arbeitslosigkeit hat sich hingegen leicht verbessert. Die Befragten schätzten die Preiserhöhungen in den vergangenen 12 Monaten als deutlich stärker ein als noch im April. Auch in den kommenden 12 Monaten werden stärkere Preissteigerungen erwartet. Die allgemeine Wirtschaftslage wird weiterhin relativ pessimistisch eingestuft. Langfristperspektiven 2016

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann www.swen.ch/

Silvan Wegmann
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Reale Renditen

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.

In vielen Analysen des Renditepotentials von Anlageklassen wird ausschliesslich von nominellen Renditen gesprochen. Beim einfachen Vergleich von Anlageklassen ist dies vernünftig. Aber langfristig entscheiden natürlich die realen (d.h. um die Inflation bereinigten) Renditen über den Erfolg oder Misserfolg der Anlagetätigkeit.

Petra Kaster www.w-t-w.org/en/petra-kaster www.petrakaster.de

Petra Kaster
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Gefordert wird mehr Schutz für Whistleblowern in Europa

Es ist nicht akzeptabel, dass Europa mutige Bürger im Regen stehen lässt, die große persönliche Nachteile im Interesse des Gemeinwohls auf sich genommen haben. Die EU-Kommission muss direkt nach dem Sommer eine Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern vorlegen, wie es das Europaparlament mehrfach parteiübergreifend gefordert hat.

Der skandalöse LuxLeaks-Prozess zeigt, dass wir dringend einen europäischen Schutz von Whistleblowern in ganz Europa brauchen.

Luxemburg fordert harte Strafen gegen Enthüllungs-Journalist.
Die Luxemburger Staatsanwaltschaft ist gegen ein Urteil zum LuxLeaks-Prozess in Berufung gegangen. Offenbar strebt sie härtere Strafen gegen einen Journalisten und zwei Whistleblower an, welche die dubiosen Steuerpraktiken des Fürstentums offengelegt haben. Kritiker sprechen von einem Anschlag auf die Pressefreiheit.
EU fordert entschlosseneres Vorgehen gegen Steueroasen
Luxemburg fordert harte Strafen gegen Enthüllungs-Journalist

Der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament, Sven Giegold, kritisiert die Entscheidung zur Berufung scharf:

Das ist ein dreister Angriff auf die Pressefreiheit. Luxemburg will noch härtere Strafen gegen die LuxLeaks-Whistleblower Antoine Deltour und Raphaël Halet und vor allem den Journalisten Edouard Perrin. Die beiden Helden der Steuergerechtigkeit haben mehr im Kampf gegen Steuerdumping erreicht als 20 Jahre europäischer Politik. Es gehört zur Berufsbeschreibung von Journalisten, geheime Informationen zu verbreiten und mit Hinweisgebern zu arbeiten. Es ist unerträglich, dass die Whistleblower überhaupt bestraft wurden. Die Berufung der Luxemburger Justiz ist jedoch der Gipfel der Ungerechtigkeit. Offensichtlich sieht die Luxemburger Justiz den Freispruch für den Journalisten Perrin als Standortnachteil für den Finanzplatz.


Whistleblower

 

Geldwäsche Erdogans Sohn Bilal

Geldwäsche: Die Staatsanwaltschaft von Bologna ermittelt gegen Erdogans Sohn Bilal.

Gegen Bilal Erdogan, der – mit Frau und Kindern – im Sommer 2015 plötzlich seinen Wohnsitz nach Bologna verlegt hat, offiziell um seine Doktorarbeit an der John Hopkins University fertig zu stellen, hat die Bologneser Staatsanwaltschaft ein offizielles Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche eröffnet. Ausschlaggebend war die Anzeige des türkischen Unternehmers Murat Hakan Huzan, der als politischer Gegner des türkischen Präsidenten Erdogan nach Frankreich geflüchtet ist und dort um politisches Asyl gebeten hat. Bilal Erdogan wird beschuldigt, bei seiner Einreise riesige Geldsummen nach Italien geschmuggelt zu haben, die er aus dem Verkauf von Erdöl des Islamischen Staates an Abnehmer-Staaten erzielt haben soll.

In einem Interview, das der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dem Fernsehsender RAINews24 gegeben hat, teilt das Staatsoberhaupt der Türkei nach allen Seiten aus: Seine Vorwürfe richten sich gegen Barack Obama und die USA, gegen Europa – und explizit gegen Italien. „Die Mogherini (Vertreterin der Außenpolitik in Brüssel) eilt sofort nach Paris, wenn dort 5 oder 6 Leute sterben. In der Türkei spielt sich ein Staatsstreich gegen die Demokratie ab, und zu uns ist niemand gekommen!“ empört er sich. Aber noch viel schlimmer ist seiner Meinung nach das in Bologna eröffnete Verfahren gegen seinen Sohn Bilal: Ermittlungen – „und keiner weiß, warum.“ Und er fährt fort: „ Diese Sache könnte die Beziehungen Italiens zu Ankara gefährden, Italien sollte sich lieber um die Mafia kümmern als um meinen Sohn.“

Kurz darauf meldet sich der italienische Premier Matteo Renzi zu Wort: „In Italien gibt es eine autonome und unabhängige Justiz, die gemäß den Gesetzen agiert und gegen jede Form der Illegalität vorgeht. Unsere Richter sind der italienischen Verfassung verpflichtet und nicht dem türkischen Präsidenten. Dieses System heißt bei uns „Rechtsstaat“ und wir sind stolz darauf!“ Auch das italienische Außenministerium äußert sich zu Erdogans Vorwürfen: „Die italienische Justiz und die Polizei bekämpfen erfolgreich die Mafien und brauchen deshalb keine Ermunterung von irgendeiner Seite.“ Außerdem verurteilt es noch einmal ausdrücklich den versuchten Staatsstreich des 15. Juli und äußert seine Sorge, die es mit der ganzen Europäischen Union teile, über die Vorfälle, die im Augenblick in der Türkei im Gange seien.

Zu ergänzen ist vielleicht, dass diese Nachricht in den italienischen Online-Zeitungen als eine der letzten erscheint.

Tjeerd Royaard www.tjeerdroyaards.com/

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Eva Klose Antimafia

In Asien leben die meisten Reichen

Nordamerika ist  nur noch auf Rang zwei. Weltweit gibt es immer mehr Millionäre. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Reichen. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Capgemini hervor.

In Europa stieg die Zahl der Millionäre um 4,8 Prozent auf 4,2 Millionen. Deutschland verzeichnete ein überdurchschnittliches Plus von 5,1 Prozent auf 1,2 Millionen Vermögende. „Mit einer der größten Treiber war der deutliche Anstieg der Immobilienpreise“, sagte Capgemini-Experte Klaus-Georg Meyer.

Nordamerika rutschte den Angaben zufolge im weltweiten Vergleich auf Rang zwei ab. Dort besaßen 4,8 Millionen Reiche (plus zwei Prozent) 16,6 Billionen Dollar. Weltweit stieg das Vermögen der Millionäre um 4 Prozent auf 58,7 Billionen Dollar. Bis 2025 könnten es 100 Billionen Dollar sein, sagte Meyer. Nicht berücksichtigt wurden selbst genutzte Immobilien, Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgegenstände.

Original: Waldemar Mandzel www.w-t-w.org/en/waldemar-mandzel www.w-mandzel.de

Original: Waldemar Mandzel
www.w-t-w.org/en/waldemar-mandzel
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Schneller, billiger, schlauer

Die Roboter-Weltstatistik 2016 der International Federation of Robotics IFR zeigt beim weltweiten Absatz von Industrie-Robotern im Jahr 2015 eine Rekordmarke von 248.000 Einheiten. Der weltweite Absatz von Industrie-Robotern hat 2015 einen neuen Höchstwert von 248.000 Einheiten erreicht. Das ist ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich der globale Automationsboom fort, der nach der Wirtschaftskrise 2009 einsetzte.

Schon jetzt lohnen sich Industrieroboter nicht mehr nur in den klassischen Hochlohnländern. In China sind in den vergangenen Jahren Dutzende Millionen Jobs in der Industrie verlorengegangen. Ein Elektroteilehersteller lässt im Süden des Landes gerade eine Fabrik bauen, in der Roboter 90 Prozent der menschlichen Arbeiter ersetzen.

Der Arbeitsmarkt steht vor einem schnellen, allumfassenden und potenziell zerstörerischen Wandel. Industrieroboter werden immer günstiger und leistungsfähiger; gleichzeitig macht die künstliche Intelligenz rasante Fortschritte. Im Agrar-, Industrie- und Dienstleistungssektor sind Millionen Jobs gefährdet. Die Produktivität dürfte indes deutlich steigen. Manche Experten fürchten soziale Unruhen, andere glauben, dass die Sozialleistungen bald großzügiger ausfallen und die Menschheit deutlich weniger arbeiten muss.

Arbeitsmarkt der Zukunft: Die Jobfresser kommen
Der Gesellschaft könnte bald die Arbeit ausgehen. Die Folge davon müssten aber nicht zwangsläufig soziale Unruhen sein. Zumindest dann nicht, wenn die Politik auf den Wandel geschickt reagiert.

Die Maschinen-Revolution könnte einen entscheidenden Vorteil haben. Die Produktivität würde so stark ansteigen, dass sich die Gesellschaft bald deutlich stärkere soziale Netze leisten könne. Selbst ein bedingungsloses Grundeinkommen sei denkbar.

Zumindest in diesem Szenario bräuchte der Mensch künftig kaum noch zu arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Er hätte dann plötzlich sehr viel Zeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Er müsste sich dann fragen, wozu er eigentlich auf der Welt ist. Es sei denn, er baut sich auch dafür eine Maschine. Einen Computer, der die Frage, was der Mensch ist, ein für alle Mal klärt.
Industrieroboter