Stellen große Vermögen ihre Strategie auf Sicherheit um?

Globalisierung

Hedgefonds-Manager kaufen weltweit Agrarland und Flugpisten in entlegenen Ländern. Sie erwarten soziale Unruhen aufgrund der wachsenden Ungleichheit zwischen Arm und Reich. Ein Davos-Insider berichtet, die Wirtschaftselite habe das Vertrauen in die Politik zur Lösung der Krise verloren.

Die wachsende Ungleichheit der Einkommen stand beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum WWF in Davos ganz oben auf der Agenda. Die zunehmende Umverteilung hin zu einigen wenigen wurde jüngst in einer Studie von Oxfam erneut deutlich, wie die New York Times berichtet. Der Studie zufolge wird das reichste Prozent der Weltbevölkerung im nächsten Jahr mehr als die Hälfte des globalen Reichtums kontrollieren. Die 80 reichsten Menschen der Welt besitzen dann zusammen 1,9 Billionen Dollar – etwa genau so viel wie 3,5 Milliarden Menschen am unteren Ende der Einkommenspyramide.
Große Vermoegen stellen Strategie auf Sicherheit um
Handelsblatt / An Problemen mangelt es nicht beim Weltwirtschaftsforum – nur an Lösungen.
Institute for New Economic Thinking
Hedge Fund Managers

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Im Rentenalter beginnt der Entsparprozess. Machen riskante Anlagen hier noch Sinn oder muss man jetzt radikal umdenken. Wenn man in unterschiedlichen „Pockets“ denkt, kann man auch hier noch über längerfristig höher rentierende Anlagen nachdenken.
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Gedanken einer preisgekrönte Ökonomieprofessorin

Ökonomieprofessorin Hélène ReyRey

Peter A. Fischer berichtet über Davos. Im Trubel des World Economic Forums wirkt die erst 44-jährige Französin eher unauffällig. Doch sobald Hélène Rey spricht, wird klar, dass da jemand mit Leib und Seele bei der Sache ist. Während fast einer Stunde bleibt kaum Zeit für Persönliches, dann merkt die in London lehrende Ökonomieprofessorin mit viel US-Erfahrung plötzlich, dass sie längst am nächsten Termin erwartet wird. «Sie brauchen doch nichts über mich zu schreiben», sagt sie lächelnd, «es hat doch genug Spass gemacht, zu debattieren.» Wir verabreden uns auf später.
Nachdenken ueber was man will
Keynesian Sharks

Biosimilars – ein potenziell gigantisches Geschäft

Pharmaindustrie

Dem Markt für Biosimilars wird eine rosige Zukunft vorausgesagt. Bis es so weit ist, werden allerdings noch einige Hürden zu überwinden sein.

Für die Novartis-Tochter Sandoz hat das Jahr gut begonnen. Am 7. Januar wurde bekannt, dass der Onkologie-Beratungsausschuss der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) empfohlen hat, ein vom Unternehmen entwickeltes Biotech-Imitat namens Zarxio zur Vermarktung zuzulassen. Auf den ersten Blick scheint das nicht mehr zu sein als eine gewöhnliche Meldung über einen behördlichen Alltags-Entscheid; bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die Ankündigung eine epochale Wende bedeuten könnte. Zarxio ist ein sogenanntes Biosimilar, Imitat eines biotechnologisch fabrizierten Medikaments, und die Herstellung dieser Art von Produkt könnte sich in den nächsten Jahren, wenn die Originalpräparate den Patentschutz verlieren, zum grossen Geschäft entwickeln; IMS Health geht von einem Marktpotenzial von 28 Mrd. $ aus. Bedeutsam ist der Zarxio-Entscheid des FDA-Gremiums möglicherweise deshalb, weil er einen wichtigen Schritt zur Erschliessung und Entwicklung dieses Potenzials darstellt.
Biosimilars – ein potenziell gigantisches Geschäft
Health Care

Was ist eigentlich Peer-to-Peer Banking

Peer-to-Peer-Kredite (englisch peer-to-peer lending oder person-to-person lending) sind peer-to-peer-lendingKredite, die direkt von Privatpersonen an Privatpersonen (engl. „peer to peer“) als Privatkredite vergeben werden, ohne dass ein Finanzinstitut, wie z. B. eine Bank, als Vermittler auftritt.

Geschäfts- und Investmentbanken positionieren sich umfassend im Peer-to-Peer-Banking. Diese Methode war entstanden, weil die Kunden das Vertrauen in die Banken verloren haben. Nun wenden sich die Banken dem Modell selbst zu, um einem Schicksal wie die Musik-Industrie zu entgehen.
Banken investieren in Peer-to-Peer Banking
Peer to Peer Kredite

Zuckerberg lässt Milliarden springen

Der Betreiber des weltgrössten sozialen Netzwerkes, Facebook, hat sich auch im vierten Quartal gut entwickelt. Der von Facebook zuvor in Aussicht gestellte Kostenanstieg aber ist bereits im vollen Gang. Die Aktionäre sind offensichtlich bereit, angesichts Zuckerbergs grosser Visionen zunächst einmal kleine Brötchen zu backen.

Der Gründer und Chef des sozialen Netzwerkes, Facebook, hat am Mittwoch einmal mehr daran erinnert, welches Ausmass seine Ambitionen haben. So erklärte Mark Zuckerberg anlässlich der nachbörslichen Bekanntgabe der Quartalszahlen abermals, dass es sein Ziel sei, eines Tages jeden Bürger dieser Welt mit den von Facebook angebotenen Leistungen zu erreichen. Von diesem Ziel ist Facebook zwar noch weit entfernt, aber mit 1,4 Mrd. Nutzern (gemessen im Dezember) – das sind 26% als im Vorjahresmonat – erreicht es so viele Kunden, wie kein anderes soziales Netzwerk.

Zuckerberg hat überdies im letzten Geschäftsjahr abermals gezeigt, dass er nicht nur grosse Visionen hat, sondern diese auch Schritt für Schritt umsetzt. So hat er diverse Firmen wie Whatsapp oder Instagram dazugekauft. Diese werfen noch mehrheitlich kaum Umsätze ab. Das Kerngeschäft allerdings, also die Vermarktung der Facebook-Seiten als Werbeträger, das hat Zuckerberg im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem im Mobilbereich kräftig ausgebaut. Dieser wird immer wichtiger, weil immer mehr Nutzer Facebook etwa von einem Smartphone oder Tablet aus aufsuchen – nämlich 85%. War mobile Werbung beim Börsengang von Facebook kaum existent machte sie im vierten Quartal nun 69% der Werbeeinnahmen aus, nach 66% im direkten Vorquartal und 53% im Vorjahresquartal. Generell vermochte Facebook pro Nutzer mehr Umsatz zu genieren: Der Umsatz pro Nutzer stieg im vierten Quartal im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 31% auf $2.81 an.

Virtuell und künstlich

Das alles sind respektable Erfolge. Bei der Stange aber werden Facebooks Aktionäre wohl durch Zuckerbergs Visionen gehalten. Im vergangenen Jahr hatte er diese via eines Zeitplanes ausgelegt: So soll Video im Anzeigengeschäft innert drei Jahren zu einem wesentlichen Umsatzgenerator ausgebaut werden. Innert fünf Jahren sollen für die Neuakquisitionen Whatsapp und Instagram Geschäftsmodelle stehen und in zehn Jahren will er alle Erdenbürger erreichen mit einer Produktpalette, die weit über das heutige Facebook hinausgeht und künstliche Intelligenz und virtuelle Welten umfasst.
Konzernchef will Milliarden investieren
Facebook

Griechenlands Finanzmärkte brechen ein

Privatisierungen stoppen und Beamtenapparat aufstocken: Die Anleger in Griechenland finden wenig Gefallen an den ersten Plänen der neuen Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras. Die Finanzmärkte des Landes stürzen ab – besonders hart trifft es die Banken.Die Banken verloren an der Börse bis zu 30 Prozent an Wert. Der Aktien-Leitindex ASE in Athen brach zeitweise um fast neun Prozent ein. Seit dem Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza unter Führung von Alexis Tsipras hat sich der Aktienwert der National Bank of Greece fast halbiert. Die Aktionäre der Piräus Bank müssen seit Wochenbeginn ebenfalls einen dramatischen Kursverfall verkraften. Die Anteile der Alpha Bank und der Eurobank Ergasias sanken um 43 und 41 Prozent im Wert.

Auch der Handel mit griechischen Staatsanleihen war betroffen, viele Anleger stießen ihre Papiere ab. Die starken Verkäufe führten zu fallenden Kursen. Im Gegenzug stiegen die Renditen kräftig. Bei Papieren im freien Handel mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg die Rendite um 0,92 Prozentpunkte auf 10,15 Prozent.
Griechenlands Finanzmaerkte brechen ein.
Nur Mut Griechenland