Wenn Krankenkassen krank machen

Langfristig arbeitsunfähig geschriebene Patienten fühlen sich von Gutachtern des Medizinischen Dienstes häufig schikaniert, die Zahl der Beschwerden wächst. Es geht um Milliardenkosten

Die Frau, Ende 40, ist eine Sozialarbeiterin mit schwerer Depression. Über Wochen schon fehlt sie bei der Arbeit in einem Problemviertel in ihrer Großstadt. Sie schafft es trotz ärztlicher Behandlung nur mit Mühe, ihren Alltag zu Hause zu bewältigen, nachts findet sie kaum Schlaf. Zukunftsängste lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Dass ihre Erkrankung und vor allem ihre Arbeitsunfähigkeit auch der Krankenkasse schwere Sorgen bereiten, ahnt die Patientin noch nicht. Drei Monate später wird es ihr mitgeteilt. Dann nämlich kommt die Aufforderung zur Kontrolluntersuchung beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Die Gutachter wollen im Auftrag der Kasse prüfen, ob die Patientin tatsächlich immer noch nicht an ihre Arbeitsstelle zurückkehren kann oder ob sie trotz Krankschreibung eigentlich schon wieder einsatzfähig ist. Im Kern geht es darum, ob die Versicherte noch Anspruch auf das Krankengeld hat, das die Kasse ihr seit Wochen überweist.

Vielfach aber werden die Patienten im Unklaren gelassen über den Hintergrund der Aufforderung und über die Möglichkeiten, ihre Widerspruchsrechte auszuschöpfen. Sie fühlen sich zerrieben zwischen der Sorge um den Arbeitsplatz bei längerer Krankheit, dem Wunsch Genesung sowie dem Drängen der Krankenkasse.
Wenn Krankenkassen krank machen

Igor Kravarik

Igor Kravarik

Kann Frau mit neuen Technologien sehr viel Geld verdienen?

Neues Internet-Zeitalter:  Der Computer als intelligente Maschine
Die Analytiker an der Wall Street begeistern sich für die Möglichkeiten des Web 3.0.

Krim Delko, New York berichtet: Eine neue Phase des Internets bricht dann an, wenn die Analytiker einen Namen dafür gefunden haben. Mit Web 3.0 könnte das der Fall sein. Der Begriff wird für die Verbindung von Computernetzwerken mit künstlicher Intelligenz verwendet.

Mit neuen Technologien lässt sich sehr viel Geld verdienen. Das war so bei der Eisenbahn, beim Auto, beim Computer und gilt heute erst recht beim Internet. Die Analytiker und Broker an der Wall Street sehen derzeit eine neue Phase der technologischen Entwicklung – und sie haben mit Web 3.0 auch bereits einen Namen dafür gefunden.
Der Computer als intelligente Maschine
Digital-visualization-of-a-cyborg

Zwei Seelen kämpfen in der Spenderbrust

Verhaltensökonomie: Neue Erkenntnisse zeigen, dass nicht nur Eigennutz zu wirtschaftlicher Tätigkeit führen.

George Szpiro, Lake Tahoe berichtet: Eigennutz ist nicht die einzige Gefühlsregung, die Menschen zu wirtschaftlichem Handeln treibt.Verhaltensforscher gelangen im Zusammenhang mit der Spendenbereitschaft zu überraschenden Erkenntnissen.

Siebzehn Jahre bevor Adam Smith, der Begründer der klassischen Nationalökonomie, 1776 sein Opus magnum «The Wealth of Nations» veröffentlichte, hatte er ein anderes Werk unter dem Titel «Theory of Moral Sentiments» herausgebracht. In dem späteren, berühmteren Werk legte er dar, wie die Handlungen rationaler, eigennütziger Menschen mittels freien Wettbewerbs zu wirtschaftlichem Wohlstand führen. Angetrieben vom Willen, den eigenen Wohlstand zu maximieren, finde die Gemeinschaft automatisch zum bestmöglichen Resultat.
Zwei Seelen kaempfen in der Spenderbrust
zwei Seelen kämpfen in der Brust

Vor dem Alibaba-Börsengang tauchen Probleme auf

Geld Onlinehandel

Der chinesische Onlineriese Alibaba wickelt mehr Umsatz ab als Amazon und Ebay zusammen. Investoren freuen sich auf den größten Börsengang der Geschichte. Doch plötzlich tauchen Überraschungen auf.

Es klang einfach zu schön, um wahr zu sein. In kürzester Zeit hatte sich der chinesische Onlinehändler Alibaba zum Star der Branche hochgearbeitet. Während gegen den Konkurrenten Amazon Schriftsteller protestieren, Mitarbeiter murren und die Aktie hinter dem allgemeinen Markt zurückbleibt, feiert Alibaba einen Rekord nach dem anderen.
Vor dem Alibaba-Boersengang tauchen Probleme auf
alibaba1

Wie die Ukraine gestohlene Millionen zurückholen will

Gesperrte Janukowitsch-Gelder
Balz Bruppacher berichtet: Kiew will die Gelder des ehemaligen Präsident der Ukraine,
Wiktor Janukowitsch, zurück.

Die Regierung der Ukraine intensiviert ihre Anstrengungen, um das im Ausland vermutete Vermögen des Janukowitsch-Regimes zu repatriieren. In Bern sind drei Rechtshilfegesuche eingegangen.
Die Schweiz gehörte zu den ersten Ländern, die nach dem Sturz von Wiktor Janukowitsch Ende Februar eine vorsorgliche Sperre für die Vermögen des ehemaligen Präsidenten und von dessen Entourage verfügten. Gestützt auf eine Verordnung des Bundesrats sowie aufgrund von Geldwäscherei-Strafverfahren der Bundesanwaltschaft und der Genfer Justiz sind seither rund 100 Millionen Franken eingefroren worden. Noch ist der Nachweis aber nicht erbracht, dass es sich dabei um unrechtmässig erworbenes Vermögen des Janukowitsch-Regimes handelt.
Wie die Ukraine gestohlene Millionen zurueckholen will
Ukraine

Wenn Frauen zu gut rechnen können

Wenn Frauen zu gut rechnen können
Das Ende der Caveman-Theorie: Frauen haben emotionale Intelligenz, Männer nur Intelligenz. Aber warum? Ist der Neandertaler in uns schuld oder das Steinzeitliche um uns herum?
Dass Frauen nicht einparken und Männer nicht zuhören können, wissen wir. Die Frage ist, warum. Es sind die Gene, antworten die Verteidiger des Status Quo. Frauen sind seit den Steinzeit-Tagen, da sie sich in der Höhle um die Brut kümmern mussten, auf Empathie programmiert, Männer hingegen mussten sich damals als Jäger in der Wildnis zurecht finden und verstehen es darum heute besser, einen Smart-TV zu programmieren.
Wenn Frauen zu gut rechnen koennen
Diese Frau gewinnt die Fields Medaille fuer Mathematik
cartoon_10

Die unendlich Reichen werden noch reicher

Mehr Milliardäre
Das reichste Prozent der Weltbevölkerung ist noch reicher als gedacht. Neue Zahlen zeigen, dass Milliardäre bei Umfragen bewusst tief stapeln. Ein weiteres Geheimnis: Mit viel Geld kann man viel Geld verstecken.
Der Reichtum des wohlhabendsten Prozents der Weltbevölkerung ist im wahrsten Sinne des Wortes unermesslich. Staaten gehen dadurch Milliarden an Steuergeldern verloren und es wird immer schwieriger, verlässliche Daten zur Ungleichheit weltweit zu gewinnen.

Wie aus zwei unabhängig voneinander veröffentlichten Studien hervorgeht, wird der Wohlstand der Superreichen zu gering eingeschätzt. Ein Teil ihrer Reichtümer ist in Steueroasen versteckt; zudem antworten die Milliardäre nicht auf Umfragen, wie aus den Untersuchungen von Philip Vermeulen, einem Volkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) beziehungsweise von Gabriel Zucman von der London School of Economics hervorgeht.
Die unendlich Reichen werden noch reicher
Rich

Tritt die Wirtschaft in der Euro-Zone auf der Stelle?

Deutschland und Frankreich schwach

Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat im Frühjahr überraschend nur stagniert. Vor allem eine Flaute in den drei grössten Volkswirtschaften sorgte dafür, dass das Bruttoinlandprodukt (BIP) im Währungsraum zwischen April und Juni auf dem Niveau des Vorquartals verharrte, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,1% gerechnet. In Deutschland schrumpfte die Wirtschaft überraschend um 0,2% und damit so stark wie seit gut einem Jahr nicht mehr. In Frankreich gab es nur eine Stagnation. Und Italien rutschte mit einem Minus von 0,2% zurück in die Rezession.
Wirtschaft in der Euro-Zone tritt auf der Stelle
Auf der Stelle treten

Diese Frau gewinnt die Fields-Medaille für Mathematik

Die in Teheran geborene Maryam Mirzakhani ist seit 2008 Professorin an der Stanford University gewinnt den „Nobelpreis für Mathematik“

Maryam Mirzakhani von der Stanford University ist die erste Frau, die mit der begehrten Fields-Medaille ausgezeichnet wird – nach 52 Männern. Sie hat eine wichtige Theorie weiterentwickelt.
Es gibt keinen Nobelpreis für Mathematik. Doch es gibt die seit 1936 verliehene Fields-Medaille, die in der Fachwelt ein großes Prestige genießt, das dem eines Nobelpreises durchaus vergleichbar ist. Deshalb wird diese Würdigung nicht selten als „Nobelpreis für Mathematik“ bezeichnet.

Bislang durften 52 Mathematiker die alle vier Jahre an zwei bis vier Wissenschaftler vergebene Fields-Medaille entgegennehmen. Diese 52 Mathematiker waren allesamt Männer. Keine Frau hat es bislang geschafft, in den Olymp der Mathematik aufgenommen zu werden.
Diese Frau gewinnt den Nobelpreis fuer Mathematik
Maryam-MirzakhaniMaryam Mirzakhani (37) von der Stanford-Universität forscht im Bereich der riemannschen Geometrie. Mithilfe dieser im 19. Jahrhundert von Bernhard Riemann begründeten Theorie lassen sich Winkel, Längen, Abstände und Volumen messen.

In einem riemannschen Raum gelten überraschende Gesetze: So sind die kürzesten Strecken zwischen Punkten nicht zwingend Geradenstücke, sondern können gekrümmt sein. Was Mirzakhani erforscht, ist auch im Zusammenhang mit Albert Einsteins Relativitätstheorie entscheidend.