Trader wetten auf die Kurserholung

Anstieg am Aktienmarkt

Michael Rasch berichtet: Für Trader besonders interessant erscheint der DAX. Erstens ist er prozentual am stärksten gefallen und könnte sich somit auch am stärksten erholen. Für Trader besonders interessant erscheint der DAX. Erstens ist er prozentual am stärksten gefallen und könnte sich somit auch am stärksten erholen.

Die Volatilität ist in die Märkte zurückgekehrt – schlägt nun die Stunde der Trader? Seit Anfang Juli sind DAX, SMI und Dow Jones in der Spitze um etwa 10%, 6% und 4,5% gefallen. Nach diesen deutlichen Abschlägen sind die Indizes tendenziell überverkauft, und einige Beobachter nehmen an, dass der Markt reif für eine Erholung sei. Diese hat am Freitag in den USA und am Montag in Europa auch bereits eingesetzt.
So wetten Trader auf die Kurserholung

Wetten

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Exot unter Gleichen

Wirtschaft im Gespräch

Yvonne Helble berichtet: Auf die Frage, warum gerade ein Inder, für Schweizer Verhältnisse immer noch eher ein Exot, das Executive-Search-Unternehmen Egon Zehnder leite, gebe es keine einfache Antwort, sagt Firmenchef Rajeev Vasudeva. Vielmehr habe sich das so im Laufe der Jahre ergeben. Ausgerüstet mit Bachelor-Abschlüssen in Ökonomie und Rechtswissenschaften vom St. Stephen’s College bzw. von der Universität Delhi sowie einem MBA der Universität Michigan, wählte Vasudeva zunächst den Einstieg ins Consulting-Geschäft bei der Gesellschaft Touche Ross in Detroit. Der ehemalige Wirtschaftsprüfer gründete dann 1986 in Delhi seine eigene Beratungsfirma, die primär internationale Konzerne beim Markteinstieg auf dem Subkontinent unterstützte. Um auf dem lokalen Absatzgebiet zu reüssieren, waren seine Kunden auf hochqualifizierte Führungskräfte angewiesen. Deshalb erweiterte Vasudeva 1988 die Palette an Services und bot zusätzlich Executive-Search-Dienstleistungen an. Angesichts der zunehmenden globalen Konkurrenz, der dieser Sektor in Indien in den neunziger Jahren ausgesetzt war, beschloss er jedoch 1995, sich mit einem der führenden Unternehmen der Branche zusammenzuschliessen.
Exot unter Gleichen
Exoten

Volatilität als Weckruf

Weltwirtschaft und Finanzmärkte : Steigende Volatilität als Weckruf

Andreas Uhlig berichtet: Die Verschärfung der geopolitischen Spannungen, die schwächere Entwicklung des Wirtschaftswachstums in Europa und der neuerliche Zahlungsausfall Argentiniens hinterlassen Spuren an den Märkten.

Die Volatilität an den Finanzmärkten hat wieder zugenommen. Marktkommentatoren weisen auf Folgen der Krisenbekämpfung und notwendige Änderungen der Politik hin.

Notenbankern und Marktkommentatoren hatten in den vergangenen Monaten die fallende Volatilität der Finanzmärkte und die geringe Beachtung, die Anleger und Händler anscheinend den gestiegenen Risiken entgegengebracht hatten, wachsendes Unbehagen bereitet. Nun aber haben die Verschärfung der geopolitischen Spannungen, die schwächere Entwicklung des Wirtschaftswachstums in Europa und der neuerliche Zahlungsausfall Argentiniens Spuren hinterlassen.
Steigende Volatilitaet als Weckruf

 Volatilität als Weckruf

Ermittlungen Sal. Oppenheim-Prozess

Es geht um Untreue, Erpressung und Beihilfe zur Untreue: Die Staatsanwaltschaft Köln weitet ihre Ermittlungen gegen Ex-Führungskräfte der Privatbank Sal. Oppenheim aus. Die Behörde verschwieg allerdings Details.

Der 17-jährige Salomon Oppenheim gründet in Bonn ein Kommissions- und Wechselhaus.
Seit der Beinahe-Pleite ihrer früheren Mutter Sal. Oppenheim gehörte die BHF zur Deutschen Bank. Diese bekam im Frühjahr nach langem Ringen mit der Finanzaufsicht Bafin schließlich grünes Licht, die BHF an den vom früheren Dresdner-Bank-Vorstand Leonhard Fischer geführten Finanzinvestor RHJ zu verkaufen.
Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen aus
Schwere Vorwürfe gegen ehemalige Sal. Oppenheim-Chefs
Betrug

 

Teuer und lästig internationale Geldtransfer

Zahlungsverkehr: Banken und Geldtransfer-Unternehmen machen beim
Geldwechsel gerne einen „guten Schnitt“.
Christof Leisinger berichtet: Banken und andere Dienstleistungsunternehmen verlangen für die Übermittlung von Geld über Ländergrenzen hinweg oft hohe Gebühren und Wechselkurszuschläge. Langsam aber kommen innovative Konkurrenten auf.
Europa mag in Bezug auf seine bürokratischen Institutionen keinen besonders schmeichelhaften Ruf haben, manchmal jedoch täuscht er. Denn die Einführung von Sepa , der Single Euro Payments Area beziehungsweise dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, ist ein Fortschritt. Sie standardisiert Zahlungen über die Grenzen hinweg und macht sie im Vergleich zur Vergangenheit und auch mit anderen Regionen im besten Fall einfacher, günstiger und schneller.
Internationale Geldtransfers – oft teuer und laestig
Giving money

Finanzwelt voller Blasen

Risikoforscher Sorbette: „Die Finanzwelt ist voller Blasen“

Der Schweizer Didier Sornette zählt zu den weltweit führenden Risikoforschern und leitet den Lehrstuhl für unternehmerische Risiken an der Technischen Hochschule Zürich.
€uro am Sonntag: Herr Sornette, wie definieren Sie eine Blase?
Didier Sornette: Wir sprechen von Blasen, wenn wir superexponentielles Preiswachstum feststellen. „Super“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass im mathematischen Sinne die Wachstumsrate der Wachstumsrate wächst.
Können Sie das konkret erklären?
Wenn etwa die relative Preisänderung für Gold im ersten Jahr fünf, dann 15 und im dritten Jahr um 25 Prozent beträgt, dann ist die Gefahr einer Übertreibung gegeben.
Die Finanzwelt ist voller Blasen
Finanzwelt voller Blasen

Rezession erschreckt Euroraum

Draghi nimmt Italien ins Gebet – Rezession erschreckt Euroraum

Einen Tag nachdem Daten zeigten, dass die drittgrößte Volkswirtschaft des Euroraums im vergangenen Quartal überraschend geschrumpft ist, hat der Präsident der Europäischen Zentralbank auf die unzureichenden Strukturreformen seines Landes und Hemmnisse für Investitionen verwiesen. Zuvor hatte er in seinen einleitenden Bemerkungen die ungleichmäßige Erholung in der Region beklagt.

„Ich sage immer wieder dasselbe – ich meine bezüglich der Reformen am Arbeitsmarkt, an den Produktmärkten, beim Wettbewerb, im Rechtswesen und so weiter und so weiter“, sagte Draghi, der früher Präsident der italienischen Notenbank war, am Donnerstag in Frankfurt. Der EZB-Rat hatte auf seiner Sitzung die Leitzinsen unverändert auf Rekordtiefs belassen. „Das wären Reformen, die in der Tat kurzfristig Nutzen bringen und dies unter Beweis gestellt haben.“

Die Kommentare erhöhen den Druck auf den italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi, eine Wende herbeizuführen in einer Volkswirtschaft mit einer Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 40 Prozent und einer Rezession, welche die aufkeimende Konjunkturerholung in der Währungsunion abwürgen könnte. Die Kommentare des EZB-Präsidenten zu seinem Heimatland waren unverblümter als sonst, was den Unterschied zu Ländern wie Spanien, die mehr Strukturanpassungen durchgeführt haben, erhöht.

„Draghi hat nachdrücklich Strukturreformen gefordert und darauf verwiesen, dass es nun reichliche Belege gibt, dass Länder, die Wirtschaftsreformen durchgeführt haben, eine stärkere konjunkturelle Entwicklung aufweisen als der Rest der Eurozone“, sagt Riccardo Barbieri, Chefökonom Europa bei Mizuho International Plc in London. „Das klingt nach einer starken Ablehnung des Konzepts, das Italiens neuer Ministerpräsident verfolgt.“

„Ich stimme Draghi vollkommen zu“, sagte Renzi gegenüber dem Fernsehsender La7 laut der Nachrichtenagentur Ansa. „Was der EZB-Präsident gesagt hat, ist unantastbar; wir müssen Italien wieder auf Kurs bringen, um es wettbewerbsfähiger zu machen.“

Der italienische Ministerpräsident, der vierte seit 2011, hatte, als er im Februar das Amt übernahm, umfassende Reformen bei Wirtschaft und politischem System versprochen. Der 39jährige hatte Veränderungen angekündigt, um den Arbeitsmarkt flexibler zu machen, das Rechtssystem voranzubringen und die öffentliche Verwaltung effizienter zu gestalten.

Indes hat die italienische Notenbank im vergangenen Monat ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 0,2 Prozent gesenkt, weniger als ein Drittel ihrer vorherigen Schätzung.

Draghi ließ durchblicken, dass die mangelnden Reformen Investoren abschrecken, und er verwies auf Italiens sehr niedriges Niveau an Privatinvestitionen. Er sagte, dass dies zwar für den Euroraum insgesamt gelte, verglichen mit anderen Teilen der Welt, es jedoch teilweise auf unzureichende Strukturreformen zurückzuführen sei.

„Gewiss sind es nicht die Kapitalkosten, da die Zinsen, die nominalen und die realen Zinsen, niedrig sind und in einigen Teilen des Euroraums seit einiger Zeit negativ sind“, erklärte der EZB-Präsident. „Diese generelle Unsicherheit, die durch mangelnde Strukturreformen entsteht, ist ein sehr mächtiger Faktor, der von Investitionen abschreckt.“

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen
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Markt und Moral

Zahlungsunfähiges Argentinien.

Michael Rasch berichtet; Der Kapitalismus habe der Welt gegeben, was sie brauche: einen höheren Lebensstandard für eine ständig steigende Zahl von Menschen. Das hat bereits der liberale Ökonom Ludwig von Mises vor Jahrzehnten gelehrt. Und weil viele Menschen dies zumindest intuitiv erkannt oder durch die Globalisierung selbst erfahren haben, setzt sich der Kapitalismus als Wirtschaftsform immer mehr durch, wenngleich sich viele mit dem Begriff (soziale) Marktwirtschaft viel wohler fühlen. Allerdings gibt es im Kapitalismus auch Verlierer, und es kommt immer wieder zu bemerkenswerten, nicht auf den ersten Blick durchschaubaren Vorgängen. Der jüngste ist der technische Zahlungsausfall von Argentinien, weil sich das Land nicht mit Gläubigern, vor allem amerikanischen Hedge-Funds, einigen konnte. Angesichts einer potenziellen Rendite der Hedge-Funds von rund 1500 Prozent in wenigen Jahren war in Argentiniens Regierung und unter entrüstet aufschreienden Linken schnell von Geierfonds, obszönem Profit und der Perversion der Macht im Kapitalismus die Rede. Einmal mehr orteten sie ein zutiefst unmoralisches Verhalten der Finanzbranche. Halten die Fakten dieser Diffamierung stand?

Durch Hyperinflation vernichtete Vermögen
Der Markt und die Moral
Moral-Hazard

Neigen Frauen zum Geld ausgeben ? Keineswegs!

Der Konkurrenzkampf zwischen den Banken und Sparkassen zeigt Wirkung.
Johanna Goodyear berichtet:  So versuchen die Geldhäuser mittlerweile, ihren Kunden nicht mehr nur allein möglichst attraktive Konditionen zu bieten. Auch beschäftigen sich die Kreditinstitute mittlerweile oftmals auch ganz grundlegend damit, welche Art von Angeboten die Kunden überhaupt anspricht – zum Beispiel in Bezug auf die Geldanlage. Um dies herauszufinden, führen die Banken oftmals Umfragen durch, deren Ergebnisse im Regelfall veröffentlicht werden. So zum Beispiel im Rahmen einer jüngst durchgeführten Kundenbefragung der MoneyYou-Bank, die sich auf das Sparen im Allgemeinen bezog.

Die Ergebnisse der erwähnten Umfrage sind vor allem auch deshalb interessant, weil sie sich auf eine spezielle Kundengruppe bezogen. So befragte das Bankhaus 500 seiner weiblichen Kunden im Alter von 25 und 55 Jahren bezüglich ihrer Vorstellungen zum Thema „Sparen“.
Frauen neigen zum Ausgeben von Geld ?  Keineswegs !
Frauen sparen

Unruhe an den Finanzmärkten

An den Finanzmärkten macht sich Unruhe breit

Der Dax fällt unter 9000 Punkte, die Anleger flüchten in Sicherheit. Als Folge sinkt die Verzinsung deutscher Staatsanleihen auf ein historisches Tief. Experten warnen: Der Absturz wird weitergehen.

Frank Stocker berichtet: Der Dax sinkt. Als Folge flüchten die Anleger in SicherheitDer Absturz an den Börsen hat sich am Freitag dramatisch verschärft. Der Deutsche Aktienindex (Dax) sank unter 9000 Punkte und fiel zeitweise wie ein Stein. Erst kurz vor 8900 Zählern machte er wieder halt und erholte sich ein wenig. Gleichzeitig flohen die Anleger massenhaft in deutsche Staatsanleihen. Deren Renditen erreichten in der Folge ein neues Allzeittief. „Das Motto dieser Tage heißt, raus aus allem was mit Aktien zu tun hat, rein in Sicherheit“, sagte ein Händler.
An den Finanzmaerkten macht sich Unruhe breit

Georg Zitzmann

Georg Zitzmann