US-Wirtschaft schafft mehr Arbeitsplätze als erwartet

Es entstanden 288.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit 212.000 gerechnet. Im April und im Mai waren insgesamt 29.000 neue Stellen mehr hinzugekommen als zunächst gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank im Juni auf 6,1 Prozent, das niedrigste Niveau seit September 2008. Ökonomen hatten hier einen unveränderten Wert von 6,3 Prozent erwartet. An den US-Börsen zogen die vorbörslichen Kurse im Zuge der Zahlen an.

Die US-Wirtschaft war im ersten Quartal wegen des eisigen Winters auf das Jahr hochgerechnet noch um 2,9 Prozent geschrumpft. Dank der Frühjahrsbelebung ging es dann am Jobmarkt bergauf. Am Mittwoch hatte auch der private Arbeitsvermittler ADP von einem deutlichen Aufwärtstrend berichtet.
US-Wirtschaft schafft mehr Arbeitsplaetze als erwartet

Fed-Chefin sieht Grenzen der Geldpolitik

Zentralbanken
Fed-Chefin sieht Grenzen der Geldpolitikyellen

Die Geld- und Zinspolitik ist nach Einschätzung von US-Notenbank-Chefin Janet Yellen kein geeignetes Instrument zur Stabilisierung der Finanzmärkte – dazu seien stattdessen klare Regeln nötig.

„Die Geldpolitik hat enge Grenzen, um Finanzstabilität zu gewährleisten“, sagte Yellen in Washington. Die Zinspolitik solle nicht wegen Stabilitätsrisiken geändert werden. Eine verbesserte Gesamtüberwachung sei notwendig, um Stabilitätsrisiken frühzeitig zu erkennen. Um beispielsweise einer Überhitzung an bestimmten Märkten entgegen zu wirken, seien regulatorische Instrumente zu bevorzugen.

Yellen räumte jedoch ein, dass diese Instrumente noch nicht ausreichend erforscht seien und man noch „viel zu lernen“ habe. Zinserhöhungen seien hingegen ein sehr grobes Instrument. Eine negative Nebenwirkung könnten etwa steigende Arbeitslosenzahlen sein. Eine ähnliche Position wie die Fed vertritt auch die Bank of England. Die britische Notenbank hatte in der vergangenen Woche eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um einer Überhitzung am Immobilienmarkt entgegen zu treten.

Wegen der ultralockeren Geldpolitik der Fed haben die Aktien- und Anleihenmärkte in jüngster Zeit starke Gewinne verzeichnet. Experten warnen deswegen vor neuen Blasen. Yellen sieht diese Gefahr offensichtlich nicht: Die Währungshüter sollten sich weiter darauf konzentrieren, für Geldwertstabilität und Vollbeschäftigung zu sorgen, sagte sie.
Fed-Chefin sieht Grenzen der Geldpolitik

Aufgeblähtes EU-Bankensystem

Hohes Verschuldungsniveau

Die hohe Verschuldung als «Achillesferse» der Finanzhäuser.

Europas Banken stecken weiterhin im Umbruch. Das Aufräumen in den Bilanzen der Finanzinstitute geht weiter. Das Bankensystem gilt derweil als aufgebläht.
Der europäische Bankensektor kämpft auch fast sechs Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise mit deren Konsequenzen. Dies zeigen die jüngsten Warnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die in ihrem am Wochenende publizierten Jahresbericht die hohe Verschuldung der Banken als deren «Achillesferse» bezeichnet. Finanzhäuser, die die nötigen Anpassungen nach der Krise versäumt hätten, hätten weiterhin Schwachstellen in ihren Bilanzen – zum einen direkt durch übermässig verschuldete Kreditnehmer, zum anderen infolge des Schuldenüberhangs, der die wirtschaftliche Erholung bremse.

Drohende Bussen
Für besonders gravierend halten die BIZ-Ökonomen die Lage in Europa, auch wenn die Banken im vergangenen Jahr ihre Bemühungen verstärkt hätten. Gemäss einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg dürften die Banken in der EU seit September 2013 hartes Eigenkapital in Höhe von 25 Mrd. € aufgenommen haben. Zudem gewinnt auch nachrangiges Kapital wie «Contingent Convertibles» (Coco) an Bedeutung. Um das Vertrauen der Finanzmärkte zurückzugewinnen, müssen die Banken in einer Reihe von krisengeschüttelten Ländern gemäss BIZ aber ihre Bilanzen weiter sanieren, indem sie Abschreibungen vornehmen und ihr Eigenkapital aufstocken.
Aufgeblaehtes EU-Bankensystem
Banken

Plünderung der Ukraine

Die Ukraine wurde geplündert – mit westlicher Hilfe.

Geldwäsche untergräbt die Entwicklung demokratischer Staaten. Gerhard Schick fordert Konsequenzen aus der Veruntreuung staatlicher Mittel, die über internationale Finanzströme organisiert wird.

Die Ukraine steht vor der Pleite. 14 bis 18 Milliarden Euro hat der IWF in Aussicht gestellt. Ein kleiner Betrag angesichts der Summen, die in den vergangenen Jahren veruntreut wurden. Die abgesetzte Regierung habe es ermöglicht, dass dutzende Milliarden Euro ins Ausland geschafft wurden. So beschrieb es Arsenij Jazenjuk, der Ministerpräsident der Übergangsregierung, vor dem Ukrainischen Parlament.

Geldwäsche als destabilisierender Faktor
„Es waren Europas Banken, die es der Familie Janukowitsch leicht gemacht haben, Gelder zu waschen“, sagt Daria Kaleniuk, eine Aktivistin der ukrainischen Nichtregierungsorganisation Anti-Corrupt Action in Kiew. Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, mit der All-Ukranian Bank of Development bei Geschäften im Euro- und Dollar-Raum kooperiert zu haben. Direkte Verbindungen zu der Bank, die vom Präsidentensohn Alexander Janukowitsch geführt wurde, bestreitet man in Frankfurt. Der Verdacht, dass in der Geschäftsbeziehung einfach eine weitere Bank zwischengeschaltet wurde, ist nicht dementiert worden. In der Schweiz ist ein Geldwäscheverfahren gegen Alexander Janukowitsch eingeleitet worden, der dort eine Firma für Rohstoffhandel besitzt, die in kürzester Zeit ein Vermögen von einer halben Milliarde Euro bilden konnte.

Im Falle des Janukowitsch-Clans geht es nicht nur um Einnahmen aus Rohstoffoligopolen, sondern in erheblichem Umfang um Staatsgelder, die über verschiedene Kanäle abgeflossen sind, gewaschen wurden und nun in Privatbesitz sind. Neben der maroden Wirtschaft hat die Korruption zu einem Ausbluten der Ukraine geführt. Dabei geht es nicht nur um Janukowitsch. Ähnliche Vorwürfe trafen auch befreundete Oligarchen und die Oppositionspolitikerin Julija Tymoschenko sieht sich seit Jahren Vorwürfen der Veruntreuung von Steuergeldern und Vorteilsnahmen ausgesetzt.
Als die westlichen Staaten in der zweiten Stufe der Sanktionen im Krim-Konflikt mit Russland Konten einzelner Personen eingefroren haben, wurde bezweifelt, ob auf diesen Konten überhaupt noch relevante Beträge vorhanden waren. Es sollte uns Grünen darum gehen, langfristig und nachhaltig dafür zu sorgen, dass kriminell erwirtschaftetes Vermögen erkannt, festgestellt und eingezogen wird – egal ob es aus der Veruntreuung von Steuergeldern, aus Wirtschaftskriminalität oder organisierter Kriminalität stammt.

Geldwäschebekämpfung – ein vernachlässigtes Instrument
Diejenigen, die weltweit auf illegalem Wege zu Geld kommen, sind darauf angewiesen, an vermeintlich sauberen Finanz- und Wirtschaftsstandorten mit hohen Vermögenswerten wie Deutschland das Geld zu waschen und in legale Investments umzuwandeln. Wenn wir in Deutschland an dieser Stelle weiter nachlässig bleiben, sind wir verantwortlich dafür, dass die demokratische Entwicklung anderer Länder untergraben wird, sowohl in Staat, als auch in Gesellschaft und Wirtschaft. Langfristig entsteht übrigens auch in Deutschland ein hoher Schaden, wenn aus illegal erworbenen Vermögen „legale“ wirtschaftliche Macht wird. Wer Geld waschen will ist bereit deutliche Abschläge in Kauf zu nehmen. Diese sind aber für fair agierende Mitbewerber nicht zu leisten – die Märkte verlieren ihre Funktionsfähigkeit.

Deutschland und die Europäische Union steuern regelmäßig bei ihrer Geldwäschegesetzgebung nach, der Vollzug der Gesetze kommt dagegen nur schleppend voran. Deutschland hatte bis zu einem Vertragsverletzungsverfahren nicht einmal alle Aufsichtsbehörden benannt. Bei der letzten Novellierung des Geldwäschegesetzes räumten die Länder offen ein, dass sie die Umsetzung alleine nicht leisten können. Dass am Ende der Anteil des gewaschenen Geldes, der tatsächlich eingezogen wird, weiterhin bei einem Promilleanteil von dem liegt, was nach Expertenschätzungen jedes Jahr gewaschen wird, ist dann auch wenig überraschend. Deutschland gilt unter ExpertInnen als Geldwäsche-Paradies.

Die Bundesregierung nimmt beim Thema Geldwäsche auf europäischer Ebene leider keine aktive Rolle ein. So setzt sie sich gegen die vom Europäischen Parlament geforderte Einführung eines sogenannten „Registers der wirtschaftlich Berechtigten“ ein, obwohl sie sich richtigerweise im Rahmen einer G8-Erklärung dazu bekannt hatte. Ohne ein solches Register wird es jedoch weiterhin schwierig bleiben, Transparenz in undurchsichtige Geschäfte zu bringen, in denen Geldwäscher ihr Unwesen treiben.

Der Immobilienhandel ist im Nicht-Finanzsektor das Sorgenkind in der deutschen Geldwäschebekämpfung. Baden-Baden hat sich beispielsweise einen zweifelhaften Ruf als Kaufparadies für ansprechende Domizile erworben, in dem die Kauf-Finanzierung eine untergeordnete Rolle spielt. Das BKA hat in einer Studie die Anfälligkeit des Immobiliensektors für Geldwäsche dargelegt. Passiert ist seit dem nichts.

Dass die All-Ukranian Bank of Development ihre Geschäfte so problemlos abwickeln konnte zeigt, dass auch der Finanzsektor weiterhin ein Einfallstor für Geldwäsche ist – aus dem Finanzsektor kommen praktisch alle Verdachtsanzeigen auf Geldwäsche. Es braucht eine schonungslose Analyse, über welche Kanäle Vermögen verschoben und gewaschen wurden. Es muss dringend umgesteuert werden, die Bundesregierung und ihre Behörden stehen hier in der Pflicht.

Es ist an der Zeit zu handeln
Die Gesetzgebung stützt sich im Wesentlichen auf die Empfehlungen der Financial Action Task Force. Es entsteht der Eindruck, dass sich der Kampf Deutschlands und der EU gegen Geldwäsche auf die Umformulierung der Empfehlungen in Gesetze erschöpft. Nötig wäre aber ein eigener Ehrgeiz, auf Basis ordentlicher Gesetze den kriminellen Akteuren das Handwerk zu legen. Im Moment ist kein Paradigmenwechsel oder gar Durchbruch im Kampf gegen die Geldwäsche in Sicht, es fehlt an scharfen und wirksamen Instrumenten, die ad-hoc zur Verfügung stehen. Hier rächt sich das jahrelang mangelhafte Engagement in Deutschland und in der EU. Wir sollten darauf aktiv und nicht mit Ohnmacht reagieren.
Grüne mögen befürchten, dass es hier um eine massive Ausweitung der gesetzlichen Möglichkeiten für die Sicherheitsbehörden geht. Das ist aber gar nicht der Fall. Entscheidend ist, die bisherigen Normen effektiv umzusetzen und illegales Vermögen konsequent einzuziehen. Dafür nötig ist eine gemeinsame Bund-Länder-Strategie, mit der das Ziel einer wirksamen Geldwäsche-Prävention gemeinsam vorangetrieben wird…..
Die Ukraine wurde gepluendert – mit westlicher Hilfe.
Grüne

Wenigstens bekommt man sein Geld zurück

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Erwin W. Heri

Bei einer (mündelsicheren) Staatsanleihe mit Laufzeit von 10 Jahren erhält man nach 10 Jahren sein Geld wieder zurück – deswegen ist sie vermeintlich risikolos. Wie riskant waren in der Vergangenheit aber Aktien, wenn man sie a priori 10 Jahre hat halten wollen?
Kein Risiko eingehen

Bitcoin ist in Kalifornien legales Zahlungsmittel

Heise online berichtet:  Zusammen mit verschiedenen Regionalgeldern und Bonuspunkt-Systemen erkennt ein neues Gesetz in Kalifornien nun auch digitale Währungen wie Bitcoin offiziell als Zahlungsmittel an.

Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, hat Ende vergangener Woche ein Gesetz unterzeichnet, das digitale Währungen wie Bitcoins, verschiedene Regionalgelder sowie Bonuspunkt-Systeme zu legalen Zahlungsmitteln im US-Bundesstaat erklärt. Damit wurde die bisherige Regelung aufgehoben, die für den Zahlungsverkehr allein die gesetzliche Währung US-Dollar vorsah.

Der kalifornische Politiker Roger Dickinson (Demokraten) erklärte, dass damit eigentlich nur anerkannt werde, was sowieso schon längst üblich und verbreitet sei. In einer Zeit sich weiter entwickelnder Bezahlsysteme dürfe man die Nutzung alternativer Geldformen nicht ignorieren. So haben in diesem Jahr haben bereits mehrere große US-Unternehmen begonnen, Bitcoin zu akzeptieren – unter anderem der Satellitenfernsehnetz-Betreiber Dish und das Reiseportal Expedia.

Die Klärung der rechtlichen Grauzone in Kalifornien bedeutet aber keine Gleichstellung zum staatlich gedeckten US-Dollar: So könnten die Bürger etwa keine Steuern in Bitcoin entrichten. Die US-Steuerbehörde IRS hatte bereits im März klargestellt, dass sie Kryptowährungen als Vermögenswert vergleichbar zu Aktien einstufe. Im Mai hatte die US-Wahlkommission FEC gestattet, dass politische Einflussgruppen Bitcoin-Spenden akzeptieren dürfen.

Die gute Seite der MedailleSelbst wenn Bitcoin als Währung scheitert – die Technologie dahinter ermöglicht interessante neue Anwendungen.

Die gute Seite der Medaille

Kunden heben Gelder ab

Kunden heben Gelder ab
EU genehmigt bulgarische Staatshilfe für Bankensektor

Reuters:  Die EU-Kommission hat grünes Licht für staatliche Hilfen für das möglicherweise von Kriminellen attackierte bulgarische Bankensystem gegeben. Die Europäische Kommission teilte am Montag mit, man werde der Bitte Bulgariens nach Verlängerung einer Kreditlinie über umgerechnet rund 1,7 Mrd. € nachkommen. Diese Massnahme sei «angemessen» und notwendig, um in der derzeitigen Lage das Bankensystem mit genügend Liquidität zu versorgen. Das Geld fliesse vorsorglich, um das Finanzsystem zu stabilisieren. An sich seien Bulgariens Banken gut mit Kapital ausgestattet verglichen mit anderen Ländern in der EU.

In Bulgarien war es zu einem Kundenansturm auf zwei grosse Banken des Landes gekommen, nachdem ein möglicher Angriff auf die Bankenbranche bekannt geworden war. Nach Angaben von Regierung und Notenbank wollten Kriminelle mit über Internet und SMS-Botschaften verbreiteten Falschinformationen die Bürger dazu bewegen, ihr Geld abzuheben. Und tatsächlich taten dies Kunden der First Investment Bank und der Corporate Commercial Bank (Corpbank) in Scharen. Die Zentralbank übernahm daraufhin die Kontrolle über die Corpbank. Am Montag bildeten sich erneut lange Schlangen vor Bankautomaten und Schaltern.
Der Präsident des Landes, Rossen Plewneliew, gab am Sonntag nach einem Treffen mit Vertretern der Parteien, der Zentralbank und dem Finanzminister eine Garantie für die Sparguthaben ab. Die Institute würden ihren normalen Betrieb aufrechterhalten. Plewneliew sagte, bei der Verfolgung der Verantwortlichen müssten die Gesetze voll ausgeschöpft werden. Die Banken seien stabil, würden gut beaufsichtigt und verfügten über genügend Kapital. «Es gibt keine Bankenkrise», sagte er. Das Staatsoberhaupt räumte allerdings ein, dass es eine Vertrauenskrise gebe. Die nationale Sicherheitsbehörde nahm nach eigenen Angaben fünf Verdächtige wegen des Falls fest. Einer von ihnen sei wieder freigelassen worden.

Obwohl Bulgarien eines der ärmsten EU-Länder ist und Probleme mit Korruption und Vetternwirtschaft hat, gilt das Finanzsystem als stabil. Die Vorgänge im Bankensystem treffen das Land allerdings in einer politisch ohnehin schwierigen Lage. Die von den Sozialisten geführte Regierung hat einen baldigen Rücktritt angekündigt. Termin für eine vorgezogene Parlamentswahl ist der 5. Oktober. Plewneliew kündigte nun an, das Parlament aufzulösen und am 6. August eine Übergangsregierung einzusetzen.
Kunden heben Gelder ab
Bulgaria

BIZ-Chef warnt vor Lockerung des Stabilitätspakts

Geldpolitik: Wer Wachstum will, darf nicht zu neuen Schulden ermuntern, sagt Jaime Caruana, Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Er greift die EZB für ihre lockere Geldpolitik an und warnt vor Blasen an den Märkten.

Basel Jaime Caruana, Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ, fordert einen zügigen Abbau der Staatsschulden. „Eine Wirtschaftspolitik, die ein stärkeres und mehr nachhaltiges Wachstum fördern will, darf nicht mehr so sehr von neuen Schulden getrieben sein“, sagte Caruana. „Die Erfahrungen mit einer Lockerung der Stabilitätskriterien sind nicht besonders gut.“
Stabilitaetskriterien

Können Kraftakte die Folgen der Krise mildern?

Solidarität in Portugal : Kraftakte gegen die Folgen der Krise

Thomas Fischer : Trotz drastischer Austerität hat bisher in Portugal der soziale Friede halbwegs gehalten, nicht zuletzt dank solidarischer Hilfe. Im Land wächst ein Know-how im Kampf gegen Not und Unterernährung.

Als arm oder bedürftig erscheinen manche der Frauen und Männer, die gegen 19 Uhr ins «soziale Restaurant» von Setúbal strömen, auf den ersten Blick kaum. Eine chic-leger gekleidete Dreissigerin erzählt, dass sie als Lehrerin keine feste Stelle gehabt habe und nun gar keine Arbeit mehr finde. Auch zwei rüstige Männer in ihren Fünfzigern wirken hier fremd. Ins Klischee passen eher eine dunkelhäutige Einwanderin und eine arbeitslose frühere Arbeiterin der städtischen Strassenreinigung. Sie will indes nicht an einem der gedeckten Tische speisen, sondern zu Hause mit ihrem Mann, einem ebenfalls arbeitslosen Anstreicher, und den beiden gemeinsamen Töchtern. Am Tresen, wo andere mit Tablett anstehen, lässt sie sich das Essen – heute gibt es Thon mit Bohnen und Kartoffeln – in mitgebrachte Plasticbehälter abfüllen. Schlechte Aussichten
Kraftakte gegen die Folgen der Krise

Dario

Dario

Auch in der Schweiz- Renminbi-Hub rückt näher

Renminbi-Hub rückt näher

Thomas Wyss berichtet:  China und die Schweiz haben in Sachen Renminbihandel eine Absichtserklärung unterzeichnet – zwar erst auf Stufe Bankbranchenverbände, aber ein Währungsabkommen soll demnächst ausgelöst werden.Das Memorandum of Understanding wurde im Rahmen des ersten Chinese-Swiss Financial Round Table unterzeichnet, zu dem aus China der Governor der chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan, und Chen Yuannian, Generalsekretär des Bankbranchenverbands CBA, anreisten. Insgesamt umfasste die chinesische Delegation rund vierzig Personen, was die Bedeutung des Treffens unterstreicht.Aus der Schweiz nahmen Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf, SNB-Präsident Thomas Jordan, SBVg-Präsident Patrick Odier, CS-Präsident Urs Rohner, Julius-Bär-CEO Boris Collardi sowie Alt-Bundesrat und ehemaliger UBS-Präsident Kaspar Villiger teil.Widmer-Schlumpf, Jordan und Zhou Xiaochuan kamen an derselben Veranstaltung zu einem bilateralen Treffen zusammen. «Bei diesem Treffen wurde die Zusammenarbeit zur Internationalisierung des Renminbis bekräftigt. Es wurde vereinbart, den Finanzdialog im kommenden Jahr in China weiterzuführen», heisst es in einer Stellungnahme des Finanzdepartements.
China