Frauen zahlen den höchsten Preis

Wie man superreich wird

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Besonders Frauen leiden unter dieser fatalen Schieflage. Das derzeitige Wirtschaftssystem fußt auf ihrer konsequenten Ausbeutung. Weltweit werden Frauen schlechter bezahlt als Männer. Überproportional oft arbeiten sie in schlecht bezahlten Berufen und in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Sie leisten unbezahlte Pflege- und Sorgearbeit im Umfang von schätzungsweise 10 Billionen US-Dollar jährlich und subventionieren damit die globale Wirtschaft. Frauen funktionieren für die Wirtschaft – die Wirtschaft aber nicht für die Frauen….news.oxfam.de

Forderungen: Extreme Ungleichheit beenden!

Die zukünftige Bundesregierung muss Ungleichheit abbauen – zwischen Arm und Reich, zwischen Frauen und Männern – in Deutschland und weltweit. Diese konkreten Maßnahmen fordert Oxfam.

82 Prozent des globalen Vermögenswachstums gingen im letzten Jahr an das reichste Prozent der Weltbevölkerung, während das Vermögen der ärmeren Hälfte der Welt bevölkerung stagnierte. Diese extreme Ungleichheit hält Menschen in Armut gefangen, zerstört den gesellschaftlichen Zusammenhalt, ist ökonomisch kontraproduktiv und in der Konsequenz für uns alle katastrophal. Dies sind Folgen politischer Entscheidungen, die geändert werden können und müssen: Um die weltweit rasant zunehmende Ungleichheit zu überwinden, brauchen wir gerechte Steuern, faire Einkommen für Frauen und Männer sowie Investitionen in Bildung und Gesundheit für alle. Das muss die zukünftige Bundesregierung dafür tun:

Steuervermeidung von Konzernen und Superreichen stoppen!
Steuervermeidung
Faire Einkommen für Frauen und Männer durchsetzen!
Einkommen
In Bildung und Gesundheit für alle investieren!
Bildung

Forderungen extreme Ungleichheit beenden

Bericht EN-Reward Work Not Wealth

Nobelpreisträger Pissarides „Trump nimmt den Armen und gibt den Reichen“

Donald Trump stellt sich gern als Anwalt der kleinen Leute dar. Doch seine Steuerreform erhöht die Ungleichheit, warnt Nobelpreisträger Pissarides in Davos. Für Deutschland hat er eine besondere Botschaft…Der Spiegel

Italien: Versuch, einen Mafia-Prozess unter den Teppich zu kehren – aber weshalb?

Der seit Mai 2013 in Palermo laufende Prozess zur „Trattativa“ ist am 14. Dezember 2017 in seine Schlussphase getreten: Die die Anklage vertretenden Staatsanwälte halten ihre Plädoyers – und wer informiert darüber?

Ausführliche Artikel erscheinen in der Internetzeitung Antimafiaduemila und in „il fatto quotidiano“, und von Radio Radicale werden die Gerichtssitzungen stets live übertragen. Die Lokalausgabe Palermo der „Repubblica“, eine Zeitung, für die hervorragende Mafia-Experten arbeiten, zitiert immerhin wiederholt zentrale Aussagen der Anklage.

Gibt man den Namen des „Corriere della Sera“ und das entsprechende Thema ein, erscheint genau ein Artikel, der vom 14. Dezember, als mit dem ersten Plädoyer von Nino di Matteo die Schlussphase des Prozesses begann. Mit dem Namen „La Stampa“ liefert das Netz ebenfalls nur einen Artikel zum Thema: Der Boss Provenzano habe den Boss Riina an die Carabinieri verkauft.

Weitere Stichproben? Sizilien? Il giornale di Sicilia? Der einzige Artikel zum Thema ist vom Dezember 2014; Und die andere große Zeitung in Sizilien “La Sicilia” – nichts, oder habe ich da etwas übersehen?

Die Internet-Zeitung Linformazione.eu spricht von einem „gut versteckten Prozess“, der so entsetzlich unbequem sei für das Establishment, weil sich neben den Superbossen der Cosa Nostra Politiker, darunter Berlusconis engster Mitarbeiter und Freund Marcello Dell’Utri, und hohe Ränge der Carabinieri wegen „Angriffs auf ein staatliches Gremium“ verantworten müssen. Gemeint ist mit dieser juristischen Formulierung*, dass 1992 nach der Bestätigung der Urteile des Maxiprozesses gegen Cosa Nostra und nach der Ermordung des sizilianischen Politikers Salvo Lima** im März, italienische Staatsvertreter durch Vermittlung einiger Carabinieri Verhandlungen mit der Cosa Nostra und Totò Riina aufgenommen haben, angeblich mit dem Ziel, die Phase der blutigen Attentate der Cosa Nostra zu beenden.

Auch der jetzige Bürgermeister von Neapel, Luigi De Magistris, (er hatte als Staatsanwalt mehrere Ermittlungsverfahren wegen Korruption geleitet, die ihm dann nach und nach entzogen wurden, so dass er 2009 seine Tätigkeit als Staatsanwalt aufkündigte und in die Politik ging) meldet sich zu diesem doch bemerkenswerten Schweigen der Medien zu Wort: „Es gibt ein echtes System, das noch sehr stark ist in unserem Land und nicht erträgt, dass man zur Wahrheit vordringt.“ In seinem Interview, das er dem „fatto quotidiano“ gab, meint er, die Italiener dürften ja nichts über den Prozess wissen, weil er sich mit der Verantwortung „im Herzen des Staates“ befasse. Nachgefragt, was er mit dem „echten System“ meine, verweist er darauf, dass zum ersten Mal Anfang der achtziger Jahre der Prozess über die Geheimloge P2 von Licio Gelli (in die auch Berlusconi eingeschrieben war) diese Art kriminelles System rekonstruiert habe. Natürlich habe seitdem das System andere Formen, anderen Methoden, aber das Ziel sei unverändert das Gleiche: die Macht. Es handle sich um ein System, das im Innern des Staates die Fäden ziehe, und das eine Allianz aus Vertretern der Institutionen, aus Hochfinanz und organisierter Kriminalität bilde.

Als verantwortlich für die verschiedenen Versuche, den Prozess zu verhindern oder wenigstens an eine andere Staatsanwaltschaft zu verlegen, nennt De Magistris den ehemaligen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano (der zu Zeiten der Attentate Parlamentspräsident war) und den im Prozess wegen Falschaussage angeklagten damaligen Innenminister Nicola Mancino. Beide Politiker haben übrigens auch eine entscheidende Rolle dabei gespielt, als man De Magistris die Korruptionsermittlungen in Kalabrien und der Basilicata weggenommen hatte. Das Interview beendet De Magistris mit dem Appell, aufmerksam zu beobachten, was sich im jetzigen Wahlkampf abspiele: Man spreche nirgends von Mafia, „entweder weil man einfach gerade nicht daran denkt, oder weil einem das Wissen fehlt. Auch wer sich als Bewegung präsentiert, die etwas ändern will, begnügt sich mit Parolen. In Wahrheit sind die Mafien in das Mark des Staates eingedrungen. Du brauchst deshalb einen eisernen Willen, sie zu bekämpfen, und vor allem: du darfst nicht erpressbar sein!“

*Artikel 338 des italienischen Strafgesetzbuches
**Salvo Lima, Politiker der Democrazia Cristiana und Mitglied der Mafia, war Giulio Andreottis Verbindungsmann in Sizilien
antimafiaduemila

Die Strippenzieher

Wer mehr wissen möchte über den „gut versteckten Prozess“:
Palermo Connection und kein Ende
Solidaritaet mit Nino di Matteo

Und der Dokumentarfilm: (englisch-italienisch)

Schweizer Immobilien Boom am Ende?

Erlenbach: Luxus-Villen werden Ladenhüter.
Nobelhaus von Ex-Vontobel-Banker Bachmann sollte versteigert werden – Keiner griff zu – Immopreise an Goldküste im Fall…insideparadeplatz.ch

Nun hätte man erwartet, dass die Liegenschaft rasch weggeht. Immerhin waren die Behörden bereit, die 9-Zimmer-Villa mit 5 Nasszonen, Sauna, Hallenbad, Fitnessraum, riesiger Terrasse mit Blick auf den Zürichsee zum Preis der Hypothekenschulden abzutreten – zum Selbstkostenpreis quasi.

Doch nichts ging. Niemand schlug zu, kein Käufer war bereit, gut 17 Millionen fürs das Riesenhaus mit all den Annehmlichkeiten wie eigener Grossgarage auf den Tisch zu blättern.

Heinrich Schwarze–Blanke
www.w-t-w.org/en/heinz-schwarze-blanke

 

Steueroasen- Totalversagen der EU

Die EU hat ihre schwarze Liste der Steueroasen halbiert – nach nur einem Monat. Unter den Begnadigten ist ausgerechnet Panama, aber auch die Mongolei. Ein Brief genügte, um von der Liste zu verschwinden…
Ausgerechnet Panama. Der Skandal um die Panama Papers hatte die schwarze Liste erst möglich gemacht, die Anfang Dezember 2017 nach monatelangem Gezerre von den EU-Staaten eingeführt wurde. Schon damals gab es Kritik: Nur 17 Länder befanden sich auf der Liste, darunter weder die USA, die sich am internationalen Informationsaustausch nicht beteiligen, noch die britischen Überseegebiete oder EU-Steueroasen wie Malta oder die Niederlande. Und Sanktionen waren auch nicht vorgesehen.

„Jetzt ist die schwarze Liste lächerlich“ …Spiegel.de

Die Streichung einiger Kandidaten wie Panama bleibt in Brüssel hochgradig umstritten. Der mittelamerikanische Staat kam vor zwei Jahren wegen der Enthüllungen in den „Panama Papers“ über die Geschäfte einer Steuerkanzlei, die Kunden aus aller Welt beim Verstecken von Geld vor dem Fiskus half, in die Schlagzeilen.

Die EU hatte nach anderthalbjähriger Vorbereitung erst Anfang Dezember die „Schwarze Liste“ von insgesamt 17 Ländern außerhalb der EU verständigt, gegen die es steuerrechtliche Bedenken gibt. Auf ihr befinden sich nach der Streichung noch neun Länder und Gebiete: Bahrain, Guam, die Marschall-Inseln, Namibia, Palau, Samoa, Amerikanisch-Samoa, St. Lucia sowie Trinidad und Tobago. Gut 45 Staaten hatten bereits damals signalisiert, ihre Steuerpraktiken in den Blick zu nehmen, um zu verhindern, dass sie auch auf den Index der EU geraten….DW.com

Der deutsche Finanzminister hält das Vorgehen für „absolut gelungen“.
Kritik an der Kürzung der schwarzen Liste kam vor allem aus dem Europäischen Parlament. „Mit Panama eine der weltführenden Steueroasen zu begnadigen, ist ein fatales Signal im Kampf für mehr Steuergerechtigkeit“, sagte der CSU-Abgeordnete Markus Ferber. „Die schwarze Liste von Steueroasen war von Anfang an ziemlich unglaubwürdig, jetzt ist sie regelrecht lächerlich.“ Der Grünen-Politiker Sven Giegold forderte, die Zusagen der fraglichen Staaten zu veröffentlichen. „Die Finanzminister müssen offenlegen, warum sie die acht Steueroasen als vertrauenswürdig einstufen.“ Zudem sollten nicht nur Staaten außerhalb der EU in die Verantwortung genommen werden. „Die Europäische Union muss auch vor der eigenen Haustür kehren und die EU-Mitgliedstaaten Irland, Luxemburg, die Niederlande und Malta auf die schwarze Liste setzen.“…sueddeutsche.de

„Lächerlich“…FAZ

Linke-Chef: Totalversagen der EU
Die EU-Finanzminister haben Dienstag fast die Hälfte der als Steueroasen gebrandmarkten Länder und Gebiete nach nur anderthalb Monaten wieder von ihrer schwarzen Liste genommen…maz-online

Der Grünen-Europaparlamentarier Sven Giegold kritisierte das Vorgehen der EU-Finanzminister als zu intransparent. „Die Finanzminister müssen offenlegen, warum sie die acht Steueroasen als vertrauenswürdig einstufen“, sagte er.

Organisierte Kriminalität – Was geht das Frauen an?

Oxfam prangert die Spaltung der Gesellschaft an

Oxfam prangert Ungleichheit an 2043 Milliardäre – 3,7 Milliarden Menschen in Armut

Die Reichen werden immer reicher – und die Spaltung der Gesellschaft immer größer, konstatiert die Hilfsorganisation Oxfam vor dem Treffen der Weltwirtschaft in Davos. Das Wirtschaftsforum WEF will Antworten finden.

„Der Milliardärs-Boom ist kein Zeichen einer florierenden Wirtschaft, sondern ein Symbol für das Scheitern der Wirtschaftsordnung“, kritisierte Oxfam-Direktorin Winnie Byanyima. Oxfam forderte, die Steuervermeidung von Konzernen und Superreichen zu stoppen, faire Einkommen für Frauen und Männer durchzusetzen und in Bildung und Gesundheit für alle zu investieren.

Warnung vor tieferen Rissen der Gesellschaft

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) will sich bei seiner am Dienstag beginnenden Tagung in Davos als Motor für Zusammenarbeit anbieten. „Derzeit mangelt es an Kooperation und Verständnis“, sagte WEF-Präsident Borge Brende angesichts von Krisen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Das Treffen bringe verschiedenste Akteure zusammen – „und wir bieten die Plattform, um Zusammenarbeit zu fördern“….2043 Milliardäre – 3,7 Milliarden Menschen in Armut

Pre-Meeting Press Conference
@wef

 

Kryptowährungen: Ist Bitcoin am Ende?

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin befindet sich in einem steilen Abwärtstrend. Soviel lässt sich sagen. An der weltgrößten Börse Bitstamp werden derzeit rund 11.270 Dollar bezahlt, auch wenn der Kurs schon einmal kurzzeitig weniger als 10.000 Dollar betrug. Damit beträgt das Minus seit dem Höchstkurs am 11. Dezember 42 Prozent. Auch an anderen Handelsplätzen ist der Preis in den vergangenen fünf Wochen mittlerweile um fast die Hälfte gefallen.

Bitcoin und Co. werden in einem monetär stabilen Umfeld nur wenig an der Hackordnung ändern. Bitcoin und andere Kryptowährungen fordern das staatliche Währungsmonopol heraus. Die Befürworter dieser privaten Währungen betonen, dass auch beim Geld der Wettbewerb zu einem besseren Ergebnis führen wird. Doch gar so einfach ist die Sache nicht…Ist privates Geld das bessere Geld?

Wer an eine Bitcoin-Blase glaubt, hat null kapiert.
Der heftige Kursturz des Bitcoin senkt den Preis, aber nicht den Wert. Denn die Kryptowährungen stehen für ein dezentrales Finanzsystem und eine Welt, die Hunger auf Experimente hat.

Platzt jetzt die Blase? Es scheint, als ob viele Finanz-Experten erleichtert aufatmen. Endlich passiert das, was sie die ganze Zeit vorausgesagt haben. Bitcoin und die restlichen Kryptowährungen fallen auf den Wert, der ihnen zusteht: null. Seit Dezember hat Bitcoin immerhin mehr als 50 Prozent seines Kurses eingebüßt.

Viele andere Coins sind auch in den Keller gerauscht. Es wird verzweifelt nach Gründen gesucht. Verbote in Korea oder das chinesische Neujahrsfest, zu dem traditionell Anlagen in Bargeld gewandelt werden, um Geschenke zu kaufen. Doch langsam. Ist es wirklich eine Blase, die gerade platzt?

Im vergangenen Jahr hat es eine eindrucksvolle Rallye bei Kryptowährungen gegeben. Alle Ampeln standen das ganze Jahr auf Grün. Es ging nur noch nach oben. Wer früh mit übersichtlichen 250 Euro zum Beispiel in Ether eingestiegen war, durfte sich am Ende des Jahres über den Gegenwert eines Luxusurlaubes in der Karibik freuen. Das lockte schließlich auch viele Nicht-Experten und Abenteurer in den Markt.

Das ist auch ein Grund dafür, dass dieser Kryptomarkt so volatil, undurchschaubar und schwer einzuschätzen ist. Denn hier hat sich inzwischen eine bunte Mischung aus Techfreaks, Glücksspielern und Überzeugungstätern versammelt.

Die einen wollen vor allem schnelles Geld, die anderen glauben an den Wert der Coins. Aber was genau soll denn der Wert von Bitcoins und Ether sein? Haben die Dinger überhaupt einen Wert?

Steht dem Bitcoin ein realer Wert entgegen? Banker und Anlage-Gurus wie Warren Buffet verneinen. Mit anderen Worten: Es gibt nichts, was diese digitalen Taler wertvoll macht.

Ist Bitcoin am Ende?
Angesichts der jüngsten Kursverluste triumphieren derzeit die Bitcoin-Skeptiker. Die Anhänger sind verunsichert. Doch für einen Abgesang ist es wohl noch zu früh…Abgesang

Umweltprobleme sind ein grösseres Risiko als die Wirtschaft

Die Lektüre des «Global Risk Report» im Vorfeld des Jahrestreffens des WEF ist ungemütlich: Die Befragten sind pessimistischer als noch ein Jahr zuvor. Gar Kriege mit Beteiligung von Grossmächten werden nicht ausgeschlossen. Für Aufhellung sorgt die Wirtschaft….NZZ

Es ist auffällig, dass zur Finanzkrise 2007/2008 die Wirtschaftsrisiken überwogen haben. Jetzt werden diesen Themen, zumindest in den oberen Rängen, keine grösseren Auswirkungen mehr zugesprochen. Ab dem Jahr 2011 haben die Umweltthemen die Überhand gewonnen. Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass die Wahrnehmung von Risiken für ein kommendes Jahr ein Kind der Erfahrungen des laufenden Jahres ist. In einer längeren Betrachtung der Entwicklung der Risiken lassen sich jedoch längerfristige Befindlichkeiten der WEF-Befragten herausfiltern.

Zehn Jahre nach der Finanzkrise zeigen die jüngsten Wirtschaftszahlen weltweit einen Aufschwung. Dies könnte eine Möglichkeit bieten, nichtökonomische Probleme beherzt anzugehen. Es könnte sich aber auch um eine Illusion handeln. Im Bericht wird deshalb auch vor Nachlässigkeit gewarnt. So sieht sich die Weltwirtschaft immer noch dem Problem des billigen Notenbankgeldes und der hohen Preise für Vermögenswerte, einem grossen Schuldenberg und Spannungen im Finanzsystem gegenüber. Ein Risiko dürfte auch die geringere Feuerkraft der Wirtschaftspolitik bei einer erneuten Krise sein. Es kommen die unsicheren Auswirkungen des technischen Wandels auf die Arbeitsverhältnisse und der aufkeimende Protektionismus hinzu.

The lovely graphic above is from The New Yorker more https://www.newyorker.com/cartoons

Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone

Deutschland wirkt derzeit nicht nur reformunwillig, sondern auch reformunfähig und nicht gerade besonders Führungsstark. Angela Merkel fehlt die geeignete Mannschaft um Europa zu modernisieren und voran zu bringen.

Angesichts der Risiken für eine neue Finanzkrise fordern deutsche und französische Ökonomen grundsätzliche Reformen in der Eurozone. Die Europäische Währungsunion habe nach wie vor erhebliche Schwächen, ihre institutionelle und finanzielle Architektur sei instabil, heißt es in einem Papier, das in Berlin vorgestellt wurde. Die Autoren fordern darin unter anderem, die undurchsichtigen Schuldenregeln des Maastricht-Vertrages zu ändern und ein europäisches Sicherungssystem für Sparguthaben einzurichten…Die Zeit

Reuters-  Der CDU-Europapolitiker David McAllister hat davor gewarnt, dass die EU nur wenige Monate Zeit für grundlegende Reformen etwa der Euro-Zone hat.

„In 2018 haben wir rund zwölf Monate Zeit bis zum Beginn des Europawahlkampfs“, sagte der CDU-Politiker am Montag in einem Reuters-Interview. Dies sollte man auch bei den Diskussionen in Berlin berücksichtigen, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europäischen Parlament (EP). „Die Regierungsbildung sollte so ablaufen, dass Deutschland in 2018, wenn Entscheidungen anstehen, auch handlungsfähig ist.“ Dies betreffe etwa die Reformen der Euro-Zone oder der Bankenunion.

„Natürlich spielt Deutschland im Konzert der EU-Regierungen als größte und stärkste Volkswirtschaft eine besondere Rolle“, sagte McAllister zu den Erwartungen auch der EU-Partner an die Bundesrepublik. „Die EU-Politik wird das Jahr 2018 wesentlich bestimmen“, sagte er mit Blick auf die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vorgelegten Reformvorschläge. Dazu müsse sich die künftige Bundesregierung positionieren.

Die Union strebt derzeit Sondierungsgespräche mit der SPD zur Bildung einer neuen großen Koalition an. Die Regierungsbildung dürfte sich ziehen. 

janson-karikatur.de

STEPS TOWARDS COMPLETING EUROPE’S ECONOMIC AND MONETARY UNION: A ROADMAP

Deutsch-italienische Polizei-Operation Styx gegen die kalabrische Mafia

Insgesamt wurden 186 Personen in Italien und Deutschland festgenommen. Unter den festgesetzten Personen in Deutschland ist vor allem Mario L. zu erwähnen, der bis vor kurzem in Stuttgart eine Pizzeria betrieb, in der in den 90er Jahren der damalige Ministerpräsident (CDU) Günther Oettinger, Stammgast war. Bei den Festnahmen in Italien fällt auf, dass nur 9 Personen direkte Clanmitglieder sind, der „Rest“ sind Beamte, Politiker (darunter der Präsident der Provinz Crotone) und Unternehmer.
Süddeutsche/ Italien und Deutschland Razzia

Finanz Experte zu Festnahmen in Baden-Württemberg:
Das habe „den Clan empfindlich getroffen.

Bei einer Razzia gegen den kalabrischen Mafia-Clan ‚Ndrangheta Farao-Marincola sind in Deutschland und Italien zahlreiche Verdächtige festgenommen worden. In Baden-Württemberg waren es vier

Internationaler Schlag gegen Mafia. Vier Festnahmen in Baden-Württemberg

Bei einer Razzia gegen den kalabrischen Mafia-Clan ‚Ndrangheta Farao-Marincola sind in Deutschland und Italien zahlreiche Verdächtige festgenommen worden. In Baden-Württemberg waren es vier.


 

 

 

 

 

Petra Reski:
Paviane auf freier Wildbahn
Die grosse Deutsche- Wäscherei

„An diese Passage aus „Bei aller Liebe“ musste ich denken, und daran, dass man in Italien Il tempo è galantuomo sagt, die Zeit ist ein Gentleman, als ich auf der Liste der 186 Verhafteten der Mafia-Razzia „Stige“ den Namen eines „erfolgreichen italienischen Unternehmers“ las – ein alter Bekannter, über dessen erstaunliche Karriere, Fähigkeiten und Freundschaften ich bereits in Mafia und Von Kamen nach Corleone geschrieben habe. Seine wichtigste Freundschaft war natürlich die zum ehemaligen Ministerpräsidenten Günther Oettinger – der aber, wie er zu versichern nicht müde wird, schon lange keinen Kontakt mehr zu ihm hat…..“

Kostas Koufogiorgos
www.koufogiorgos.de

In Deutschland hat die Mafia leichtes Spiel

*Styx war für die alten Griechen der Fluss, der die Oberwelt von der Unterwelt trennt.

Geldwäsche Paradies Deutschland dank mangelnder Kontrolle

Diktatoren, Kriminelle, Konzerne, Super- und Ultrareiche – sie alle lieben Steueroasen. Schätzungsweise 130 Milliarden Euro gehen den Staaten jedes Jahr verloren, weil Geld auf Schwarzgeldkonten verschwindet oder in komplizierten Geflechten aus Briefkastenfirmen versteckt wird. Der Investigativ-Journalist Frederik Obermaier und der Steueranalyst Markus Meinzer erklären, wie das System funktioniert und warum die Staaten so wenig gegen den organisierten Steuerbetrug unternehmen.

Die Gäste im Planet Wissen-Studio mit den Moderatoren Birgit Klaus und Dennis Wilms.
Steueroasen-Betrug mit Ansage

Organisierte Kriminalität – Was geht das Frauen an?