Warum Vanille immer teurer wird

Vanillekrise. Vor ein paar Jahren kostete ein Kilogramm Vanille noch 30 Euro, heute sind es rund 500 Euro.  Es ist allerfdings nicht ungewöhnlich, dass Rohstoffe wie Haselnüsse und Vanille starken Preisschwankungen ausgesetzt sind.

Der Preis für das weltweit begehrte Naturaroma von 30 Euro auf 500 Euro pro Kilo angestiegen – Wird nun die beliebteste Eissorte teurer? Die sogenannte Bourbon-Vanille, die nur aus den Gebieten Madagaskar, La Réunion oder den Komoren stammt, ist derzeit kaum zu bekommen. Verkauft werde derzeit zunehmend so genannte Tahiti-Vanille aus Papua Neuguinea, deren Aroma weniger weich und sanft ist. Das Gewürz Vanille wird aus den fermentierten Kapselfrüchten einiger Orchideenarten gewonnen. Die Ernte 2016 im wichtigsten Anbauland Madagaskar, einem Inselstaat vor der Küste Afrikas, ist sehr schlecht ausgefallen. Eingesetzt wird echte Vanille vor allem in der Nahrungsmittelindustrie, aber auch von Parfumherstellern.

Die Vanille ist ein Gewürz, das aus den fermentierten Kapselfrüchten („Schoten“) verschiedener Arten der Orchideen-Gattung Vanilla gewonnen wird. Der Name stammt über das französische vanille vom spanischen vainilla („kleine Hülse oder Schote“, zu. Vanille in Stangenform wird auch als Königin der Gewürze bezeichnet.

Der US Aktienmarkt erklimmt immer neue Höhen

Die glorreichen Sechs Facebook, Apple, Netflix und Google (bzw. deren Mutter Alphabet) sowie Amazon und Microsoft verhelfen US-Aktien zum Plus. Der US-Aktienmarkt erklimmt immer neue Höhen. Ohne einige wenige Titel wären die Rekorde jedoch nicht möglich. Für manchen Beobachter ist das ein Warnsignal.

Schier unaufhaltsam strebt der amerikanische Aktienmarkt neuen Höhen entgegen. Am Donnerstag war es wieder so weit: Der S&P-500-Index, der die Kursentwicklung der 500 teuersten US-Unternehmen abbildet, erklomm ein neues Rekordhoch. Das «alte» hatte er nicht einmal zwei Wochen vorher erreicht. Noch vor der Jahresmitte hat der S&P 500 damit im Jahr 2017 schon um rund 8% zugelegt. Zum satten Plus haben jedoch bei weitem nicht alle Aktien beigetragen. Dies hat sich in den vergangenen Wochen noch einmal zugespitzt, was so manchen Beobachter beunruhigt. ..Wird die Kursrally langsam unheimlich?

Die glorreichen Sechs

Investionen in Klimaschutz zahlen sich aus

OECD-Studie: Klimaschutz bringt Wachstumsschub für alle G20-Staaten.

Investitionen in Klimaschutz fördern wirtschaftliches Wachstum, unterlassener Klimaschutz führt zu Wachstumseinbußen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer neuen Studie, welche die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD heute beim Petersberger Klimadialog in Berlin vorgestellt hat. Die Studie mit dem Titel „Investieren in Klimaschutz, investieren in Wachstum“ wurde vom Bundesumweltministerium unterstützt und im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft erstellt. Sie zeigt, dass eine Klimaschutzpolitik, die struktur- und fiskalpolitisch unterfüttert wird, sich auf die volkswirtschaftliche Leistung aller G20-Staaten positiv auswirkt.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Die OECD-Studie belegt: Klimaschutz zahlt sich aus. Eine ehrgeizige Klimaschutzpolitik, die durch geeignete Wachstumsmaßnahmen ergänzt wird, führt für die G20-Staaten im Schnitt zu einer höheren gesamtwirtschaftlichen Leistung von fast 5 Prozent im Jahr 2050. Wenn sie schnell und gut gemacht ist, bringt Klimapolitik also auch wirtschaftliche Gewinne – und zwar für alle. Das ist unsere Botschaft an die G20.“

Nur mit unverzüglichen Treibhausgasminderungen können Wachstumseinbußen vermieden werden, so die OECD-Studie. Die kommenden 10-15 Jahre sind dafür der Schlüsselzeitraum, da dann die Weichen für den Neubau und Umbau öffentlicher wie privater Infrastrukturen gestellt werden. Auch ohne Klimaschutz seien dafür bis 2030 rund 95 Billionen US-Dollar erforderlich, 6,3 Billionen US-Dollar pro Jahr. Ein Ausrichten der Planungen auf die Pariser Klimaziele erfordere zwar pro Jahr etwa 0,6 Billionen US-Dollar mehr an Investitionen – diese würden jedoch allein durch daraus resultierende Treibstoffeinsparungen von etwa 1,7 Billionen US-Dollar pro Jahr kompensiert werden, so die Berechnungen der OECD.

Hendricks: „Wir haben jetzt die große Chance, wirtschaftliches Wohlergehen und Klimaschutz miteinander zu verbinden. Das rät uns die OECD. Wir müssen die Infrastruktur weltweit sowieso ausbauen oder erneuern. Jetzt kommt es darauf an, das im Einklang mit den Pariser Klimazielen zu tun. Neue Kohlekraftwerke dürften sich zum Beispiel als falsche Investitionsentscheidung erweisen.“

Die OECD-Studie unterstreicht zudem, wie wichtig langfristige Klimaschutzpläne sind. Wie in Deutschland bereits im Klimaschutzplan 2050 angelegt, kommt es auf ein Zusammenspiel verschiedener Politikbereiche an, um ambitionierten Klimaschutz zu betreiben, Wirtschaftswachstum zu fördern und die Transformation hin zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem sozialverträglich zu gestalten.

 

Nel Ioan Cozacu
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Draghi will festhalten an der geldpolitischen Strategie

Die Wirtschaft läuft gut, die Inflation zieht an. Die Hauptziele der EZB scheinen erreicht. Trotzdem weicht man in Frankfurt nicht von der bisherigen Geldpolitik ab. Die Hoffnung auf Änderungen im Juni wurde gedämpft. Die EZB fürchtet die Risiken ihrer Tiefzinsen. Sie sorgt sich über einen etwaigen Import höherer Zinsen aus den USA, das Aufflammen der Staatsschuldenkrise und die anhaltende Verwundbarkeit des Bankensektors.

Zur jüngsten Konjunkturentwicklung äußerte sich Draghi zuversichtlich. Das makrokönomische Umfeld verbessere sich, sagte Draghi. Die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbank stützten eine widerstandsfähige und breit angelegte Konjunkturerholung. Diese habe auch zu einer Stabilisierung des Finanzsektors beigetragen.

Harm Bengen
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China erstmals seit 1989 abgestuft von Moody’s

Die US-Ratingagentur Moody’s hat China zum ersten Mal seit 1989 abgestuft.  Moody’s warnt vor stark steigenden Schulden in China – und senkt erstmals seit fast drei Jahrzehnten Pekings Kreditwürdigkeit. Die kommunistische Führung reagiert pikiert.

Wie die amerikanischen Bonitätsprüfer mitteilten, sinkt die Bewertung um eine Stufe auf A1. In der Skala von Moody’s ist das die fünftbeste Note. Es ist die erste Abstufung seit 1989. Zugleich wurde der Ausblick von negativ auf stabil gesetzt, weshalb eine weitere Abstufung zunächst nicht zu erwarten ist. Die chinesische Führung wehrte sich gegen das aus ihrer Sicht unangebrachte Urteil.

Kritisch sehen die Analysten von Moody’s vor allem die Schuldensituation Chinas. Sie erwarten, dass die landesweite Verschuldung in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Die geplanten Wirtschaftsreformen dürften diesen Prozess zwar verlangsamen, nicht aber aufhalten. Weil die politische Führung hohen Wert auf ein starkes Wirtschaftswachstum lege, werde sie weiterhin konjunkturstützende Maßnahmen ergreifen. Dies bringe eine höhere Verschuldung mit sich.

Das Finanzministerium in Peking warf Moody’s eine verfehlte Methodik vor, bei der ein «pro-zyklischer Ansatz» verfolgt werde. Zudem unterschätze die Ratingagentur die Fähigkeit Chinas, wirtschaftliche Strukturreformen durchzuführen. Derartige Reformen, die auch der Öffnung der chinesischen Wirtschaft zugute kommen können, erachten Ökonomen als mitentscheidend für das künftige Wachstumspotenzial.

Das Finanzministerium sieht zudem keine nennenswerte Änderung in seiner Risikoeinschätzung der Schuldenlage. Das sieht Moody’s anders: Die Ratingagentur erwartet, dass die staatliche Schuldenquote, also die Staatsverschuldung im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum, bis zum Ende des Jahrzehnts graduell ansteigen werde.

Mit 45 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werde die direkte Staatsverschuldung dann auf dem Niveau anderer Länder liegen, die ähnlich wie China bewertet sind. Auch die indirekte Staatsverschuldung, etwa über die Lokalregierungen, sowie die Verschuldung der Haushalte und der staatseigenen Betriebe werde weiter steigen. Die Gesamtverschuldung Chinas beträgt schon jetzt rund 250 Prozent des BIP.

Positiv verweist die Ratingagentur dagegen zum einen auf die schiere Größe und das schnelle Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft. Zum anderen werden die hohen Ersparnisse der Haushalte und der immer noch riesige Devisenberg des Landes genannt. Dieser ist seit Mitte 2014 zwar um eine Billion US-Dollar geschrumpft, beträgt aber immer noch rund drei Billionen Dollar. Dies gebe der Notenbank reichlich Spielraum zur Stabilisierung der Landeswährung und zur Vermeidung von Kapitalflucht.

Die Reaktion an den Finanzmärkten auf die Ratingentscheidung hielt sich in Grenzen. Am chinesischen Aktienmarkt stabilisierten sich die Kurse nach einem Minus zu Handelsbeginn wieder. Chinas Landeswährung Yuan, die in Grenzen durch den Staat kontrolliert wird, fiel ebenfalls nur zeitweise zurück.

Chinas Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren an Schwung verloren, wenngleich sich zuletzt eine Stabilisierung abzeichnete und das Wachstum zum Jahresstart positiv überraschte. Von den zweistelligen Wachstumsraten, die jahrelang verzeichnet wurden, ist aber nichts mehr zu sehen. Chinas Wirtschaft soll nach Regierungswillen umgebaut und nachhaltiger aufgestellt werden, weg von einer starken Exportorientierung, hin zu mehr Binnennachfrage. Dieser Prozess ist jedoch in letzter Zeit ins Stocken geraten, weil die Regierung damit beschäftigt war, das rückläufige Wirtschaftswachstum zu stabilisieren.

Antimafiarichter Giovanni Falcone

25. Jahrestag des Attentats auf den Antimafiarichter Giovanni Falcone (23. Mai 1992)

Autobahn A 29, die den Flughafen Punta Raisi mit Palermo verbindet, Ausfahrt Capaci:
Am 23. Mai 1992, 17.58 zündeten zwei Mafiosi von einem Hügel über der Autobahn aus eine Ladung von 500 kg Sprengstoff, der in einem Drainagerohr unter der Fahrbahn deponiert war. Bei dem Attentat wurden der Antimafiarichter Falcone, seine Ehefrau Francesca Morvillo, ebenfalls Richterin, und drei Männer seiner Eskorte getötet, es gab insgesamt 23 Verletzte.

Zwei Prozesse konnten klären, wer für die konkrete Ausführung des Attentats verantwortlich war – Männer der Cosa Nostra. Auftraggeber waren die Mafiabosse Totò Riina, Bernardo Provenzano und Leoluca Bagarella aus Corleone. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Caltanissetta zu den „Geheimen Auftraggebern“, gemeint sind Auftraggeber in den Reihen der Politik, führten allerdings zu keinen konkreten Ergebnissen. Wer z.B. die genauen Daten über Falcones Ankunft am Flughafen an die Cosa Nostra verraten hat, ist bis heute nicht geklärt.

Und die Motive? Kronzeugen nennen einmal Rache für die Strafen im Maxiprozess: Im Januar desselben Jahres waren die Urteile aus 1. und 2. Instanz vom Kassationsgericht endgültig bestätigt worden, und dies war für die Mafia etwas nie Dagewesenes, denn davor waren sie fast immer freigesprochen worden. Ein wichtiges Motiv sei auch gewesen, die Wahl Giulio Andreottis zum Staatspräsidenten zu verhindern, der nicht dafür gesorgt hatte, dass die Urteile im Maxiprozess im Sinne der Mafia manipuliert worden waren. Als Motiv der „okkulten Auftraggeber“ vermutet man, dass Giovanni Falcone höchst unbequem geworden war, da er mit seinem Kollegen Paolo Borsellino Ermittlungen zum Problem „Öffentliche Ausschreibungen und Mafia“ aufgenommen und damit die Politik und die Verwaltung in den Focus genommen hatte.

Wer war Giovanni Falcone?

Falcone war einer der Ermittlungsrichter des Maxiprozesses von Palermo (1986 bis Januar 1992), der als der weltweit größte jemals abgehaltene Strafprozess gilt. Der eigentliche Erfolg des Prozesses besteht aber nicht in der Zahl der angeklagten Mafiabosse (475) oder in den verhängten Strafen (19 Mal lebenslänglich + 2665 Jahre Gefängnis), sondern darin, dass in dritter Instanz die Strafen definitiv bestätigt wurden, wodurch das oberste Mafia-Gremium, die sog. Cupola, durch Anwendung der bestehenden Antimafia-Gesetze besiegt werden konnte. Durch seine Arbeit mit dem Kronzeugen Tommaso Buscetta und mit seinen innovativen Ideen für den Kampf gegen die Mafia wurde Falcone weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannt. Das FBI von Quantico, USA, ehrt sein Andenken mit einer Statue in den eigenen Amtsräumen. Für die italienische Antimafia-Bewegung ist er auf Grund seiner persönlichen Integrität, seines Glaubens an die Werte der Verfassung der italienischen Republik und seines unermüdlichen Einsatzes im Kampf gegen die Mafia eine Symbolfigur, ein Vorbild. Allerdings: Erfolg schafft Neider. Insofern ist der Weg Falcones auch voller Beispiele, wie man ihn mit Vorwürfen und Unterstellungen versuchte zu stoppen: Er sei ein Karrierist und machthungrig und wolle nur ständig im Rampenlicht stehen. Solche Gegner fanden sich unter den eigenen Kollegen, im obersten Justizorgan, dem CSM, unter Journalisten und Politikern, so dass es wirklich plausibel ist, dass an dem Attentat von Capaci auch Personen außerhalb der Mafia Einfluss genommen haben.

Als die Nachricht von den Medien verbreitet wurde, feierten die inhaftierten Mafiosi im Ucciardone (Gefängnis von Palermo), nicht ahnend, dass dieses Mal die Aufregung über die Ermordung eines hochrangigen Mannes aus den Institutionen nicht nach paar Tagen vorbei sein würde. Die Ermordung Giovanni Falcones und die bald darauf folgende Ermordung seines Kollegen und Freundes Paolo Borsellino hat die Öffentlichkeit und die Politik nicht mehr einfach so hingenommen. Dass aber neben den für alle sichtbaren Ereignissen, die dann folgten, im Geheimen Verhandlungen mit Cosa Nostra aufgenommen wurden, um die Serie der blutigen Attentate zu stoppen, damit beschäftigt sich der seit 2014 laufende Prozess zur „trattativa“. Aber das ist eine andere Geschichte.

Den besten Artikel, den ich je über Giovanni Falcone gelesen habe (auf Italienisch) findet man hier:

Strage di Capaci / I resti dell’auto scorta di Giovanni Falcone

Ausgerechnet Saudis wollen 100 Millionen spenden an Ivanka Trumps Hilfsfonds

Donal Trump Reise in den Nahen Osten erweist sich für den Trumps Clan als großer Erfolg: Zwei Tage nachdem US-Präsident Donald Trump einen Rüstungsdeal im Wert von bis zu 350 Milliarden US-Dollar mit Saudi-Arabien unterzeichnet hat, darf sich auch die „First Daughter“ über eine satte Geldspritze freuen.

Bei dem Wirtschaftstreffen in Saudi-Arabien hatte die „First Daughter“ zudem die Stärkung von Frauenrechten weltweit angemahnt. In jedem Land müssten sich Frauen und Mädchen weiterhin mit systematischen, institutionellen und kulturellen Schranken auseinandersetzen, „die uns daran hindern, uns voll einzubringen“, sagte sie. „Sie alle wissen, dass das wahr ist“, betonte sie bei einem Runden Tisch zu Frauen betreffende Wirtschaftsfragen.

Eine Expertin der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisierte, dass die Präsidentenberaterin Trump nicht den größeren Zusammenhang sehe. „Nicht das Unternehmertum ist wichtig, sondern der politische Wandel, damit die Regeln, die Frauen am Arbeitsplatz beschränken, aufgehoben werden“, sagte Kristine Beckerle. Ohne das gingen die Investitionen nicht sehr weit.

US-Präsident Donald Trump hatte in seiner Rede vor Staatenlenkern zwar dazu aufgerufen, gemeinsam gegen die Unterdrückung von Frauen vorzugehen. Seinen Schwerpunkt legte er jedoch auf den Kampf gegen Extremismus, der ein „Kampf zwischen Gut und Böse“ sei. Er sagte auch, dass die USA niemandem in der Region ihren Willen aufdrängen wollten. „Wir sind nicht hier, um zu belehren, wir sind nicht hier, um anderen Leuten zu sagen, wie sie leben, was sie tun, wie sie sein und wie sie beten sollen.“

Falsches Spiel
Die Spende steht in krassem Widerspruch zu Donald Trumps früheren Äußerungen. So hatte er etwa Hillary Clinton im Juni falsches Spiel bei der Entgegennahme einer Geldspende aus Saudi-Arabien vorgeworfen: „Die unehrliche Hillary sagt, wir müssen Saudi-Arabien dazu bringen, die Finanzierung des Hasses zu stoppen. Ich fordere sie auf, die 25 Millionen US-Dollar umgehend zurückzugeben, die sie von Saudi-Arabien für die Clinton-Foundation bekommen hat“, schrieb er damals auf Facebook…
Saudis spenden 100 Millionen an Ivanka Trumps Hilfsfonds.

Frauen sind in den Emiraten weiterhin einer enormen Diskriminierung vor dem Gesetz und im täglichen Leben ausgesetzt. So darf zum Beispiel ein Ehemann seine Frau und seine Kinder „züchtigen“, vorausgesetzt, dass keine sichtbaren Spuren zurückbleiben. Auch ist es in Saudi-Arabien um die Frauenrechte denkbar schlecht bestellt. Frauen müssen sich etwa in der Öffentlichkeit von Kopf bis Fuß verschleiern. Die Mega-Spende ist also nicht ohne Ironie: Während die Frauen in dem Königreich nicht einmal ein Auto fahren dürfen, sollen sie als Unternehmerinnen gefördert werden.

Statement Verband Deutscher Unternehmerinnen:

„Der VdU setzt sich als Gastgeber des zivilgesellschaftlichen Women 20-Dialogs für die wirtschaftliche Stärkung von Frauen weltweit ein. Dazu gehört neben der Förderung der Erwerbstätigkeit von Frauen und dem Zugang zu Bildung, insbesondere in MINT-Fächern, auch die Unterstützung des weiblichen Unternehmertums. Die Delegierten von Women 20 gemeinsam mit dem VdU begrüßen die Initiative der US-Delegation der G20, einen gemeinsamen Fond unter der Führung der Weltbank einzurichten, mit dem die selbständige Tätigkeit von Frauen in Schwellen- und Entwicklungsländern gefördert werden soll. Die Idee eines gemeinsamen Fonds, der aus öffentlichen und privaten Geldern gespeist werden soll, war auf dem Podium des W20-Dialogforums in der Runde mit Bundeskanzlerin Merkel, der IWF-Chefin Christine Lagarde, der kanadischen Außenministerin Chriystia Freeland, der Vizepräsidentin der Bank of America Anne Finucane, First Daughter Ivanka Trump und der Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller diskutiert worden. Stephanie Bschorr hofft auf das Engagement aller G20-Staaten: “Wir freuen uns, dass sich nun mehr und mehr Länder der amerikanischen Fond-Initiative anschließen.“

Harm Bengen
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Steuerpraktiken Maltas im Visier

Tochterfirmen europäischer Konzerne. Zahlreiche deutsche und italienische Firmen sollen Ableger auf dem Steuerparadies haben. Der tiefe Zinssatz lockt auch Steuerflüchtlinge mit kriminellem Hintergrund an.

Zahlreiche europäische Konzerne sollen Tochterfirmen auf Malta dazu nutzen, in der Heimat weniger Steuern zu bezahlen. Das geht aus Tausenden von Dokumenten hervor, die das Recherche-Netzwerk European Investigative Collaboration EIC ausgewertet hat. Am Wochenende begannen die beteiligten Medien damit, ihre Auswertungen der «Malta Files» zu veröffentlichen. Laut dem Magazin «Spiegel» haben viele deutsche Konzerne wie BMW, BASF oder die Deutsche Bank Töchter im Steuerparadies. Nach Angaben des Magazins «L’Espresso» stehen 8000 Firmen auf der Insel unter italienischer Kontrolle. Viele von diesen seien dort ganz legal tätig, heisst es. Daneben gebe es aber auch eindeutige Steuerflüchtlinge, unter ihnen einflussreiche Politiker, Manager und offenbar auch einige Mafiosi. Ausländische Firmen müssen auf Malta anfallende Gewinne lediglich mit 5% versteuern….The Malta Files: How The Smallest EU Country Became A Haven For Global Tax Avoidance

Immer mehr Frauen erobern die Schweizer Chefetage

Die Liste der Frauen, die auf den obersten Hierarchiestufen in Schweizer Unternehmen stehen, ist zwar noch kurz. Doch der Frauenanteil ist in der Schweiz im letzten Jahr stark angestiegen. Gerade mal vier Konzernchefinnen und zwei Verwaltungsratspräsidentinnen listet eine Studie bei den rund hundert grössten Unternehmen in der Schweiz auf.   Schillingreport 2017

Silvan Wegmann
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