Zieht die kriselnde Konjunktur mit Macron wieder an?

Der neue französische Präsident Emmanuel Macron will seine im Wahlkampf versprochenen Wirtschaftsreformen rasch umsetzen. Das bessere Konjunkturklima kommt Macron für seine angestrebten Reformen gerade recht. Regierungsunterlagen zufolge sollen in den kommenden Wochen die ersten Schritte eingeleitet werden.

Noch vor Ende des Sommers will Macron per Erlass unternehmerfreundliche Änderungen des Arbeitsrechts durchsetzen.

Umfragen sehen Mehrheit in Nationalversammlung. Vor Macrons Kabinett haben bereits mehrere französische Regierungen Arbeitsmarktreformen angestoßen und sind dabei auf erbitterten Widerstand der Arbeitnehmervertreter gestoßen. Macrons Partei könnte Umfragen zufolge aber bei der am Sonntag beginnenden Wahl zur Nationalversammlung eine sehr große Mehrheit von Abgeordneten erreichen, was ihm die Durchsetzung seiner Pläne erleichtern würde.

Macron hatte im Wahlkampf angekündigt, Arbeitsmarktreformen per Dekret umzusetzen. So will er Frankreichs anhaltend hohe Erwerbslosigkeit in den Griff bekommen. Außerdem kommt er Investoren entgegen, die die geltenden Gesetze als zu starr und die Kosten für Entlassungen als zu hoch kritisieren.

Ministerpräsident Philippe sagte, künftig solle Firmen mehr arbeitsrechtliche Entscheidungsfreiheit gegeben werden. Er räumte ein, dass es nicht bei allen Reformen Einigkeit mit den Gewerkschaften geben werde. Fortschritt sei aber notwendig.

Rückenwind für Frankreichs neuen Präsidenten Emmanuel Macron: In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone mehren sich die Anzeichen dafür, dass die lange kriselnde Konjunktur wieder anzieht – und zwar deutlich. Das Verbrauchervertrauen stieg im Mai nach Angaben des Statistikamtes Insee auf den höchsten Stand seit August 2007. Gleichzeitig fiel das Wachstum im ersten Quartal etwas besser aus als zunächst erwartet. Die Statistiker revidierten es von 0,3 auf 0,4 Prozent nach oben. Und auch bei den Industrie-Investitionen haben sich die Aussichten im Vergleich zu den letzten zwei Jahren deutlich aufgehellt.

Ramsés Morales
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Wie Finanzkompetenz von Jugendlichen fördern?

Der Verein Finance Mission ist eine Kooperation der Kantonalbanken und Lehrerverbände der Deutschschweiz und der Romandie und hat zum Ziel, die Finanzkompetenz der Jugendlichen zu fördern. «Um der Gefahr einer Schuldenspirale schon in frühen Jahren vorzubeugen, dürfte eine gute Bildung in Finanzfragen das beste Mittel sein»

Wer muss Jugendlichen den Umgang mit Geld beibringen?

Die Jugendverschuldung in der Schweiz ist hoch. Lehrerverbände wollen deshalb die Finanzkompetenz junger Menschen bereits in der Schule vermitteln. Ist die Schule tatsächlich in der Verantwortung dafür?

Ein Pisa-Test bestätigt das mangelnde Wissen der meisten jugendlichen in Finanz- und Budgetfragen. Die Schulen haben hier erheblichen Nachholbedarf. Der Lehrplan 21 trägt diesem Manko Rechnung. Der Verein Finance Mission hat dafür gar ein Game entwickelt, das begleitend zum Unterricht eingesetzt werden kann.

Die Testergebnisse zeigen aber auch, wie entscheidend das Engagement der Eltern im Umgang mit Geld ist. Die Studie macht den starken Zusammenhang zwischen der sozioökonomischen Herkunft und dem Finanzwissen der Jugendlichen deutlich.

Ist es also an der Schule, Jugendlichen den Umgang mit Geld zu lehren? Oder liegt die Verantwortung vielmehr bei den Eltern?
Der richtige Umgang mit Finanzen
Finanzkompetente Jugendliche
Aufwachsen in der Konsumwelt
«Das will ich aber

Martin Zak

Europa boomt

Die Wirtschaft in der Eurozone wächst schon länger robust, auch die Prognosen sind positiv. Jetzt könnten selbst die USA unter Präsident Trump abgehängt werden.

Zacharias Zacharakis berichtet: Die Signale sind unübersehbar, an vielen Stellen. In Italien etwa: Da ist die Konjunktur zum Jahresauftakt deutlich stärker gewachsen als gedacht. Genauso in Frankreich: Das Bruttoinlandsprodukt legte kräftiger zu als angenommen. Auch geht es insgesamt in der Eurozone gerade aufwärts: Vor einigen Tagen meldete die EU-Statistikbehörde ein Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr von 1,8 Prozent. Erstmals seit Jahren könnten die Euroländer in diesem Jahr die USA deutlich übertreffen.

 „Wir erleben gerade das stärkste Wachstum, das es in der Eurozone seit der Weltfinanzkrise gab“, sagt Chris Williams, Chefökonom von IHS Markit, einem Londoner Institut für Finanzdaten. Mit jedem Monat mehrten sich die Zeichen, dass sich der Aufschwung auch dauerhaft und robust fortsetzen werde. „Die Entwicklung ist breit aufgestellt über mehrere Länder und Branchen“, erklärt Williams. Außerdem sei das globale Wirtschaftsklima gerade sehr günstig. Die Industrie in der Eurozone profitiere davon, dass der Euro gegenüber anderen Währungen schwach sei…Die Zeit

Lukrative Geschäfte der Pillen-Panscher

An allen Ecken der Welt werden heute Medikamente hergestellt, oftmals ohne Kontrollen. Immer wieder geraten verunreinigte und gefälschte Arzneien auf den Markt, die Patienten bleiben ahnungslos.

Fake-Pillen, gibt es direkt aus der Apotheke. Gefälschte Medikamente in Deutschland? Bis vor kurzem hielten selbst Fachleute diese Gefahr für gering. Der Zufallsfund zeigt nun, wie gravierend das Problem tatsächlich ist. Man glaubt, ein Medikament gegen eine schwere Krankheit zu bekommen – und in Wirklichkeit schluckt man nur Zuckerpillen. Am Ende stirbt man womöglich, weil skrupellose Verbrecher Geschäfte machen wollen.

Die Behörden müssen dringend ihre Kontrollen intensivieren. Angesichts der gigantischen Preise moderner Arzneimittel lohnen sich immer aufwendigere Manipulationen. Den Fälschern wird es viel zu leicht gemacht: Der Großteil der Medikamente wird heute in Schwellenländern wie Indien und China produziert, unter oft unsäglichen menschlichen und ökologischen Bedingungen. Damit wird ein hochsensibles Gut schwer zu durchschauenden Waren- und Produktionsströmen unterworfen. Das ist billig, aber es gefährdet die Gesundheit…Fake Pillen aus der Apotheke

Trumps Begründung für den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen

Kosten des Klimaabkommens für die US-Wirtschaft
 

Präsident Donald Trump begründet den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen mit den «drakonischen» Lasten, die der US-Wirtschaft auferlegt würden. Er zitierte dazu die Studie eines Wirtschaftsberatungsbüros, die im Weissen Haus ein dankbares Publikum gefunden hat. Eine Wirtschaftsstudie macht Karriere.

Ein Washingtoner Think Tank, der industrienahe American Council for Capital Formation Center for Policy Research, hatte die Studie in Auftrag gegeben. Der Council beschreibt sich als parteiunabhängig. Als Sponsor der Nera-Studie wird auch das mit der US-Handelskammer verbundene Institute for 21st Century Energy aufgeführt. Die US-Handelskammer (Chamber of Commerce) ist der grösste amerikanische Wirtschaftsverband und setzt sich stark für Trumps Deregulierungsagenda ein…
NZZ/ Wirtschaft/Kosten des Klimaabkommens

Im Widerspruch zur: OECD-Studie: Klimaschutz bringt Wachstumsschub für alle G20-Staaten. Investionen in Klimaschutz zahlen sich aus

Als Ablenkung von der Russland-Affäre: So schadet Donald Trump dem Weltklima

Christiane Lokar
www.kittihawk.de

Weltgrösster Fleischlieferant büsst für Korruption

Brasiliens Fleischkonzern JBS zahlt Milliardenbusse. Wegen der Bestechung von rund 1900 Politikern muss der Konzern umgerechnet mehr als 3 Milliarden Franken bezahlen. In die Affäre ist auch der brasilianische Präsident Temer verwickelt.

Weltgrösster Fleischlieferant büsst für Korruption. Laut der brasilianischen Justiz gab es weltweit noch nie eine so hohe derartige Vereinbarung: Der Konzern J&F zahlt wegen seiner Rolle im Korruptionsskandal knapp 3,1 Milliarden Franken.

JBS ein Lebensmittelgigant, der jährlich Steaks, Pouletschenkel und Schweinerippen für 50 Mrd. $ verkauft. Die 200 000 Mitarbeiter zerlegen täglich 50 000 Rinder in 150 Schlachthäusern weltweit. Mehr als 80% ihres Umsatzes machen die Batistas im Ausland. In den USA kauften sie den abgewirtschafteten Traditionskonzern Swift, dann schluckten sie Pilgrim’s Pride, den zweitgrössten Geflügelverarbeiter Nordamerikas. Dabei konnten sie damals nicht ein Wort Englisch. In Russland ist JBS heute der grösste Zulieferer von McDonald’s. In Australien kontrolliert der Konzern den Rindfleischmarkt – und beliefert von dort China, Südkorea.

Die Staatsanwaltschaft in Brasilia teilte am Dienstag mit, das Unternehmen habe 25 Jahre Zeit, die Strafe vollständig zu begleichen. Das Unternehmen steht im Zentrum des Korruptionsskandals in Brasilien, über den auch Präsident Michel Temer stürzen könnte.

Der Einigung vorangegangen war das Geständnis der Eigentümer von JBS, Joesley und Wesley Batista, mit Millionenbeträgen in den vergangenen Jahren fast 1900 Politiker bestochen zu haben. Der Chef der JBS-Mutter J&F Investimentos Joesley Batista steht im Zentrum des Skandals um Temer, nachdem ein von dem Unternehmer aufgezeichnetes Gespräch mit dem damaligen Vize-Präsidenten Temer bekannt wurde.

Darin ist offenkundig Temer zu hören, wie er die Zahlung von Schweigegeld an einen inhaftierten Abgeordneten billigt. Dem Staatschef zufolge wurde die Aufnahme manipuliert. Temer lehnt einen Rücktritt ab.
Schweren Krise der Regierung Temer
Brasiliens Fleischkonzern JBS zahlt Milliardenbusse

Supertrends der Zukunft als Anlagechancen

Die Bank Credit Suisse hat zwölf technische und ökonomische Supertrends ermittelt. Das Ranking zeigt, wie wichtig die Entwicklungen bei künstlicher Intelligenz, Drohnen und Co. werden und wo sich Anlagechancen verbergen…. Handelsblatt

Der Brexit gilt als Symbol für die Verunsicherung der Mittelschicht.
Neue Jobs, höhere Löhne, so soll das Lohnniveau gesteigert werden.
Focus auf Sicherheit und Verteidigung
Verteidigung und Sicherheit der Bevölkerung Drohnen
Investitionen in Wachstumsmärkte
Heimische Märkte nationale Firmen und Marken
Nachhaltiges Bauen Baubranche
Sichere Datenspeicherung – Verwaltung gespeicherter Datenmengen
Neue 3D-Technologien Virtual realiy (VR), Augmented reality (AR) und Robotern
Künstliche Intelligenz Entwicklung und Verbesserung künstlicher Intelligenz
Digitale Gesundheit Gesundheitsbereich aufgrund der alternden Gesellschaft
Langes, aktives Leben die „jungen Alten“

Die Zukunft. Jetzt
Studie Supertrends: Langfristig anlegen

Deutsche Wirtschaft profitiert von EU-Abkommen mit Indien

Der indische Premier kommt nach Berlin. Das könnte Gesprächen über ein Freihandelsabkommen mit der EU neues Leben einhauchen. So ein Abkommen würde sich laut einer Untersuchung für die deutsche Wirtschaft als Ganzes lohnen – es gäbe aber auch Verlierer.

Ein Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU könnte die deutsche Wirtschaft einer aktuellen Studie zufolge anschieben.Deutschland könne in diesem Fall mit einem um jährlich 4,6 Milliarden Euro höherem Bruttoinlandsprodukt kalkulieren, berechnete das
Ifo-Institut im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Besonders Hersteller von Kraftfahrzeugen, Maschinen und Ausrüstung dürften profitieren. Verlierer auf deutscher Seite seien Dienstleiter sowie die Textil- und Bekleidungsindustrie.

Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien ist jedoch noch lange nicht in Sicht. An diesem Dienstag (30.05.) trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin mit dem indischen Premierminister Narendra Modi im Rahmen der Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen, die seit 2011 alle zwei Jahre stattfinden.

Ein Abkommen habe nicht nur ökonomische Vorteile für beide Seiten, sondern würde grundsätzlich ein wichtiges Zeichen für den Freihandel setzen, sagte Bertelsmann-Asienexpertin Cora Jungbluth. Angesichts von Abschottungstendenzen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump und des geplanten Brexits werben globale Konzerne sowie die EU für Globalisierung. Zudem könnte das Abkommen dazu beitragen, den Wachstumsmarkt Indien besser für europäische Unternehmen zu erschließen, sagte Jungbluth.

Der Handel zwischen Indien und der EU könne in den nächsten fünf Jahren hundert Milliarden Euro erreichen, sagte Handelsminister Sharma. Im Krisenjahr 2009 lagen lagen die Ausfuhren der EU Richtung Indien bei 27,6 Milliarden Euro, während die Einfuhren einen Wert von 25,3 Milliarden Euro hatten. Vom Beginn des Jahrtausends hat sich der Warenverkehr mehr als verdoppelt. Das Schwellenland mit seiner rasanten Entwicklung ist der neuntwichtigste EU-Handelspartner. ..Freihandelsabkommen rückt näher

Europe and India Relaunching a Troubled Trade Relationship