China steigt zur größten Handelsnation auf

China ist zur größten Handelsnation der Erde aufgestiegen. Mit dem Zuwachs seines Außenhandels um 7,6 Prozent im vergangenen Jahr überholte das Reich der Mitte erstmals die USA.

Wie die chinesische Zollverwaltung am Freitag in Peking mitteilte, stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 2,21 Billionen US-Dollar. Die Einfuhren wuchsen um 7,3 Prozent auf 1,95 Billionen US-Dollar.

Der Anstieg des Außenhandels um insgesamt 7,6 Prozent liegt knapp unter dem Ziel der Regierung von acht Prozent für 2013, allerdings über dem Vorjahreswert von 6,2 Prozent. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in der Welt, steigende Lohnkosten und eine stärkere chinesische Währung machten den chinesischen Exporteuren zu schaffen.
China ist neuer Handelsweltmeister

Container-Schiff im Hafen von Qingdao in der Provinz Shandong.

Pharmabranche: Novartis in den USA wegen Korruption angeklagt

Schweizer Pharmakonzern Novartis ist in den USA mit einer Klage konfrontiert. Novartis Pharma Schweiz Die Behörden werfen dem Unternehmen vor, Schmiergelder bezahlt zu haben, um den Absatz seines Medikamentes Exjade anzukurbeln. Dieses senkt den Eisengehalt im Blut.

In zwei gestern publizierten Mitteilungen kündigten der Generalstaatsanwalt von Manhattan, Preet Bharara und der Justizminister des Staates New York, Eric Schneiderman, an, sie hätten gegen Novartis geklagt.

Der Konzern habe mit der Pharma-Gesellschaft BioScrip «ein System der gegenseitigen Begünstigung» unterhalten.

Das Treiben habe 2007 begonnen, in einem Moment, als die Novartis-Führung befürchtete, Patienten könnten die Einnahme von Exjade einstellen wegen möglicher gefährlicher Nebenwirkungen, liess Schneiderman verlauten. Demnach habe sich das Unternehmen mit BioScrip abgesprochen, um den Verkauf von Exjade anzukurbeln.

Angestellte von BioScrip hätten «tausende Telefonanrufe getätigt» bei Patienten, die durch das Medicaid-Programm im Staat New York gedeckt waren. Diese seien ermuntert worden, Exjade weiterhin einzunehmen. Im Gegenzug habe Novartis bei Patienten für BioScrip geworben und dem Unternehmen seine Medikamente zu tieferen Preisen verkauft.

Deal mit den Behörden

BioScrip liess sich auf ein Abkommen mit den Behörden ein, um einer Anklage zu entgehen. Es wird 15 Millionen Dollar bezahlen, um Mehrkosten abzugelten, die den Gesundheitssystemen Medicaid und Medicare entstanden.

Novartis «nimmt die Anschuldigungen zur Kenntnis und weiss sich entschlossen zu verteidigen», sagte eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. «Novartis hatte mit BioScrip zusammengearbeitet, um sich die nötigen Informationen zu sichern um Patienten zu kontaktieren», bestätigte die Sprecherin. Die Gesellschaft habe danach die Patienten aber «nach ihrem eigenen Vorgehen» kontaktiert.

Eine Anzeige in Japan

Nach monatelangen Ermittlungen stellte auch das japanische Gesundheitsministerium Strafanzeige gegen die dortige Novartis-Tochter. Japan werfe dem Unternehmen Manipulation irreführende Werbung vor, die per Gesetz verboten sei, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag.

Novartis hatte bereits im September öffentlich um Entschuldigung für mutmassliche Manipulationen an Wirksamkeitsstudien für das blutdrucksenkende Medikament Diovan gebeten. Mehrere japanische Spitäler hatten aufgehört, das Mittel zu verschreiben.
Diovan, dessen Patentschutz in Japan 2013 auslief, ist ein wichtiger Umsatzträger für Novartis. Rund ein Viertel der Erlöse mit dem Mittel kamen zuletzt aus Japan
Novartis in den USA wegen Korruption angeklagt
Novartis corporate-publications/annual-report-2012.

Novartis

 

Drohen, tricksen: Wie die Griechen Europa gängeln

 Schein-Sanierung in Athen

In der Schuldenkrise hat sich die Rollenverteilung geändert. Plötzlich treibt Griechenland die Eurostaaten vor sich her. Sie sind zu neuen Zugeständnissen fast gezwungen.

Kaum haben sie die EU-Ratspräsidentschaft übernommen, machen die Griechen Druck auf die Euro-Staaten. Die Regierung will sich endlich aus der Umklammerung der ungeliebten Troika befreien. Sie will wieder unabhängig sein und selbst über ihren Haushalt bestimmen.

Die Voraussetzungen dafür: Griechenland muss sich wieder selbst Geld leihen können statt weiter auf Hilfskredite angewiesen zu sein. Noch am liebsten in diesem Jahr möchte Regierungschef Antonis Samaras an die Finanzmärkte zurück.

Experten halten diesen Schritt für illusorisch. „Für eine neunjährige griechische Staatsanleihe erhält man derzeit acht Prozent. Wenn das Land zu diesen Konditionen größere Kredite aufnimmt, würde die gesamte Schulden- und Zinslast sehr viel höher ausfallen als bei einer Kreditaufnahme über den Rettungsfonds ESM“, rechnet Myles Bradshaw, Manager beim weltweit größten Anleiheinvestor Pimco vor.
Drohen, tricksen: Wie die Griechen Europa gängeln

Sofia Mamalinga www.w-t-w.org/en/sofia-mamalinga www.mamalinga.wordpress.com

Sofia Mamalinga
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Affäre um Finanzbetrüger

JP Morgan zahlt Milliarden wegen Madoff

Über Konten von JP Morgan lief der Milliarden-Betrug von Bernie Madoff – die Bank wusste davon angeblich nichts. Mit 2,6 Milliarden Dollar kauft sich das Institut nun von weiteren Rechtsstreitigkeiten frei. Es ist nicht der einzige Fall, der JP Morgan belastet.
Affäre um Finanzbetrüger JP Morgan zahlt Milliarden wegen Madoff

Madoff Behind Bars

Garantiezins vor Senkung: Lebensversicherung droht der nächste Schlag

Ende für den Garantie-Zins: Versicherungen wollen keine Kunden mehr

 Kleine Versicherer sprechen sich für eine Senkung des Garantiezinses von Lebensversicherungen auf 1,25 Prozent aus. Sie haben Schwierigkeiten, die hohen Zinsen aus den Altverträgen im Niedrigzinsumfeld zu erwirtschaften. Eine erneute Absenkung lässt das Kapital der Kunden bei Neuverträgen schrumpfen.

Die Lebensversicherer planen den nächsten Zinsschnitt. Nach der Überschussbeteiligung wollen sie auch den Garantiezins weiter senken. Der Klassiker der Altersvorsorge würde darunter leiden. Doch der Plan ist umstritten.

Die Bundesregierung hatte angekündigt, den Versicherern unter die Arme zu greifen. Eine Rettung der Versicherer mit Steuergeldern ist also bei einer drohenden Pleitewelle nicht auszuschließen.

Eine Senkung des Garantiezinses könnte als eigener Beitrag der Branche dazu gewertet werden. Für die Kunden macht er eine Lebensversicherung aber noch unattraktiver, da die Zinsen oft nicht einmal die Geldentwertung abdecken.

Die Unternehmen versuchen gegenzusteuern, indem sie die Kosten senken, etwa die Provisionen für die Vertreter, die aus dem angesparten Geld gezahlt werden.  Lebensversicherung droht der nächste Schlag

Versicherungsvertreter

Schweiz: Helfer für Steuerhinterziehung!

US-Steuerstreit: Wer ist in welcher Kategorie?

Die folgende Liste zeigt den aktuellen Wissensstand zu den Entscheidungen der Banken über die Teilnahme am US-Programm und die Wahl der Kategorie.

Die Schweizer Banken müssen sich entscheiden, ob sie am Programm zur Beilegung des US-Steuerstreits teilnehmen, und wenn ja, in welcher Kategorie sie sich sehen. Ein Überblick.

Kategorie 1 (Strafuntersuchung eingeleitet; individuelle Bussen)

Credit Suisse
Julius Bär
Basler KB
Zürcher K
HSBC Privatbank
Pictet
Rahn & Bodmer
LLB Schweiz
Bank Hapoalim*
Bank Leumi*
Bank Mizrahi*

* = unbestätigt

Kategorie 2 (US-Steuerrecht gebrochen; Bussen auf pauschaler Basis)

Aargauer KB
BC de Genève
BC du Jura
BC Vaudoise
Berner KB
Graubündner KB
Hypo Lenzburg
Lombard Odier
Luzerner KB
Neuenburger KB
Nidwaldner KB
Schaffhauser KB
St. Galler KB
Walliser KB
Zuger KB
Bank Coop
Bank Linth LLB
Banque Privée Edmond de Rothschild
Cornèr Bank
EFG International
Migros Bank
PostFinance
Piguet Galland
UBP
Valiant
VP Bank (Schweiz)
Rothschild Bank

US-Steuerstreit

 Schweizer Banken haben ihren amerikanischen Kunden geholfen, Steuern zu hinterziehen. Bis Ende des Jahres haben Schweizer Banken Zeit, sich in den USA selbst anzuzeigen.

Im Steuerstreit mit den USA bekennen immer mehr Schweizer Banken Farbe. Bis Montagmittag erklärten 15 Geldhäuser, sich bei den US-Behörden wegen möglicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung selbst anzuzeigen. Dazu gehören unter anderem die Kantonalbanken von Bern, Genf, Graubünden, Luzern und St. Gallen, die staatliche Postfinance sowie die Migrosbank, die zum gleichnamigen Einzelhandelskonzern gehört.

Geldhäuser, die eine größere Zahl amerikanischer Steuerhinterzieher als Kunden hatten, müssen mit einer saftigen Geldstrafe rechnen. Das US-Justizministerium macht seit fast fünf Jahren Jagd auf Schweizer Institute. Im Sommer einigten sich die USA und die Schweiz auf eine Regelung des Steuerstreits für die insgesamt rund 300 Schweizer Institute. Die Banken müssen bis Jahresende erklären, ob sie an dem Programm teilnehmen und dann ihre Amerika-Geschäfte offenlegen. Auf der Basis dieser Angaben werden die Amerikaner die Strafe berechnen. Wer sich wegduckt, muss später mit einer Anklage rechnen, die nach Einschätzung von Experten die Existenz einer Bank gefährden würde.

Die Bank Vontobel will den Amerikanern mit dem Gutachten eines Wirtschaftsprüfern beweisen, dass sie nicht gegen US-Steuerrecht verstoßen hat. Raiffeisen Schweiz überlegt noch, ob sie den gleichen Weg wie Vontobel gehen soll. Alternativ erwägt die drittgrößte Schweizer Bank, ob sie wie ein weiteres halbes Dutzend kleinerer Institute gegenüber der US-Justiz geltend macht, dass sie nur wenige Amerikaner als Kunden hatte und deshalb keine Strafe verdient. Auf jeden Fall, so Raiffeisen, habe sie nie US-Kunden systematisch und aktiv bei Steuerhinterziehung unterstützt.

Nach Abschluss eines Verfahrens können die Institute darauf hoffen, dass das US-Justizministerium auf weitere Ermittlungen verzichtet. Der langwierige Steuerstreit mit den USA wäre für diese Banken dann beendet.

Schweiz: Helfer für Steuerhinterziehung

Türkei Korruptionskandal : Finanzkriminalität


Regierung feuert über Nacht 350 Polizisten

Die türkische Regierung ringt um ihre Macht. Seit Wochen erschüttert ein gewaltiger Korruptionsskandal das Gefolge von Ministerpräsident Erdogan. Dieser reagiert unnachgiebig – und entließ nun 350 Polizisten über Nacht aus dem Dienst.

Die von einem Korruptionsskandal erschütterte türkische Regierung hat laut Medienberichten in der Nacht zum Dienstag 350 Polizisten vom Dienst enthoben. 80 der betroffenen Beamte seien in Führungspositionen der Abteilungen für Finanzkriminalität, für die Bekämpfung des Schmuggels und der organisierten Kriminalität bei der Polizei in Ankara angestellt gewesen.
Türkische Regierung feuert über Nacht 350 Polizisten

Erdogan

 

Schweiz: So soll die Lohngleichheit erzwungen werden

Seit Jahren wird in der Schweiz Lohngleichheit gepredigt – ohne eine wirkliche Verbesserung zu erzielen. Ein neues Instrument soll den Frauen nun die langersehnte Gerechtigkeit bringen. 1/4 Am geringsten ist die Diskriminierung im Sozialgewerbe: Erklärbare Lohnunterschiede und Diskriminierung nach Branchen.

Lohngleichheit kommt auf den Tisch

Justizministerin Simonetta Sommaruga will 2014 Vorschläge unterbreiten, wie gleiche Löhne für Mann und Frau für gleiche Arbeit erreicht werden könnten. Mit freiwilligen Massnahmen allein könne Lohngleichheit nicht durchgesetzt werden, hatte sie im November erklärt.
So soll die Lohngleichheit erzwungen werden

bazonline.ch
Geschlechterdiskriminierung

Frauen in Firmenvorständen

Milliarden fließen nach China

Marktkommentar

Mittel kommen unter anderem aus Hongkong, Britische Jungferninseln und Japan
Aus der ganzen Welt fließen Milliarden Dollars als ausländische Direktinvestitionen (FDI) nach China, um dort vom Aufschwung zu profitieren. Insgesamt hatten ausländische Adressen dort im Jahr 2012 rund zwei Billionen Dollar direkt investiert.
Milliarden fließen nach China

Milliarden fließen nach China