„Jobverluste durch Mindestlohn in Kauf nehmen“

Gewerkschaftschefin

Die neue Chefin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten will den Missbrauch von Werkverträgen im Zuge der EU-Osterweiterung stoppen. Sie kritisiert „kriminelle Strukturen“ in der Fleischbranche.

Nach St. Peter-Ording ist Michaela Rosenberger schon als Kind mit ihrer Familie häufig gefahren, um an den großen Stränden spazieren zu gehen. Ihr Heimatort St. Michaelisdonn liegt nur 60 Kilometer entfernt. Heute kommt die frisch gewählte Chefin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) von ihrem Wohnort Hamburg oft hierhin, manchmal nur für einen Tag, um sich „den Kopf frei pusten zu lassen“. Sie liebt es, stundenlang gegen eine steife Brise anzukämpfen, die Naturgewalt zu spüren. Ein Jahr lang musste Rosenberger das Meer meiden – sie hatte Angst, nachdem sie in Sri Lanka im Tsunami 2004 fast umgekommen wäre. Jetzt kann sie wieder zielstrebig auf die Wellen zugehen. Gerade weil sie der Naturgewalt keinen Widerstand leiste, sagt die Gewerkschaftschefin.
Jobverluste durch Mindestlohn in Kauf nehmen

Debeka-Skandal: Ein kleiner Nebenjob?

Neue Ermittlungen zeigen: Beamte in der ganzen Republik arbeiten Versicherungen Debekazu. Viele brechen dabei das Recht.

Edgar Wagner ist ein gelassener älterer Mann, er thront geradezu auf seinem Stuhl, lehnt sich zurück und verschränkt die Arme. Seine Sätze sind wie langsame, klare Flüsse, er strahlt die Ruhe eines Mannes aus, der 2015 in Pension geht, die Ruhe der Erfahrung. Aber Wagner ist auch der Mann, der vielen Tausend Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst vorher noch das Fürchten lehrt.

Als Datenschutzbeauftragter von Rheinland-Pfalz ist Wagner der Chefaufklärer im Skandal um die Debeka in Koblenz. Mitarbeiter der Versicherung haben im Bemühen, neue Policen abzuschließen, Grenzen überschritten. Versicherungsvermittler sollen Staatsdiener dazu bringen, widerrechtlich Daten vor allem von Beamtenanwärtern herauszugeben – und bei Vertragsabschluss Geld zu kassieren. „Wir reden eher von ein paar Tausend Fällen als von ein paar Hundert“, sagt Wagner. „Es geht um eine lange Strecke – von den siebziger Jahren bis in die Gegenwart hinein.“

In den vergangenen Jahren hatte Datenschützer Wagner vor allem mit amerikanischen Internetkonzernen und mit Händlern wie Lidl zu tun. Nun führt ihn seine Arbeit ins eigene Milieu, ins Milieu der Staatsdiener. Seit das Handelsblatt über die Machenschaften berichtet hat, sind bei Wagner Hunderte Hinweise eingegangen. Viele sind so konkret, dass sie wohl an die Staatsanwaltschaft gehen werden – sofern die Hinweisgeber zustimmen, versteht sich.
Ein kleiner Nebenjob Artikel mit vielen interessanten Leserkommentaren
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China: Ein irrsinniges Szenario

Roter Kapitalismus und chinesische Online-Phänomene

Mit Geld lässt sich bekanntlich sehr viel erreichen. Das denkt sich zumindest der chinesische Multimillionär Chen Guangbiao. Obwohl die New York Times gar nicht zum Verkauf ansteht, wie die berühmte Verlegerfamilie Sulzberger mehrfach versicherte, möchte er Miteigentümer der renommierten US-Zeitung werden. Er fliegt am Wochenende nach New York, angeblich um erste Sondierungsgespräche zu führen und den Eigentümern ein Angebot zu unterbreiten.

Der 45-Jährige hat seine Millionen über eine Recycling-Firma in der chinesischen Provinz Jiangsu gescheffelt. Was genau den Erfolg seiner Firma ausmacht, ist nicht genau bekannt. Fest steht, dass sich 70 Prozent seiner Belegschaft aus ehemaligen Soldaten und Offizieren der Volksbefreiungsarmee zusammensetzt. Gute Kontakte zur Regierung und Armee sind ihm also sicher.

Chen wird unter den 400 reichsten Chinesen gelistet. Sein Vermögen wird auf rund 826 Millionen Dollar geschätzt – zu wenig, um die New York Times komplett zu kaufen. Ihr aktueller Marktwert liegt bei 2,4 Milliarden Dollar. Nach eigenen Angaben hat er aber in den vergangenen zwei Jahren eifrig weitere Investoren aufgetrieben. Unter anderem ein Hongkonger Immobilien-Tycoon habe zugesagt, 600 Millionen Dollar bereitzustellen. Insgesamt eine Milliarde Dollar will er den jetzigen Eigentümern  bieten. Vielleicht auch mehr.
Roter Kapitalismus und chinesische Online-Phänomene

Mit Geld lässt sich bekanntlich sehr viel erreichen

Deutschland könnte das neue Frankreich werden

Die Sicht aus der Schweiz auf die Finanzmäkte der Welt. Durchaus interessant. Deutschland das nächste Frankreich – wobei Frankreich sich nicht bessern wird. Und die Schweizer Nationalbank als faktischer Rettungsschirm für die Eurozone.

In Hans Christian Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ traut sich keiner, dem Kaiser zu sagen, dass er nackt ist. Auch die westlichen Industriestaaten wollen nicht wahrhaben, dass sie nackt sind. Ohne eine Rosskur geht es nicht. Die Schulden müssen abgetragen werden, damit sich für unsere Gesellschaften wieder neue Handlungsspielräume eröffnen. „Beyond the obvious“ nennt Ross und Reiter und arbeitet an Lösungen, wie wir der Verschuldungsmisere entkommen.
Deutschland könnte das neue Frankreich werden

Mein Geld hat in der Schweiz Asyl- HB

Die Einheitswährung ist kein Zauberstab

Lettlands Euro-Beitritt
Mit der Übernahme der europäischen Einheitswährung am Neujahrstag erreicht Lettland ein Ziel, an dem die politische Führung auch in der tiefsten Rezession nicht rüttelte. Der Reformweg des baltischen Staates ist jedoch nicht beendet.
Mit einem großen Feuerwerk in der Silvesternacht ist Lettland zum Jahreswechsel als 18. Land der Eurozone beigetreten. Die europäische Gemeinschaftswährung löst den heimischen Lats ab. Damit sich die gut zwei Millionen Bürger an die neue Währung gewöhnen können, hatte die Regierung im Dezember 800.000 „Starter-Kit“-Plastiktütchen mit je 45 Euromünzen im Wert von 14,32 Euro in Umlauf gebracht. Anders als bei der in Rekordzeit vergriffenen letzten Sonderprägung des Lats bildeten sich nur vereinzelt Schlangen vor den Bankschaltern, um die neue Währung in Empfang zu nehmen – die Euro-Begeisterung der Bevölkerung hält sich deutlich in Grenzen.
Die Einheitswährung ist kein Zauberstab

Geschichte Europas
Europas Entwicklung 1980 bis 2000 aus der Sicht der Karikaturisten
Virtuelles Geschichtsheft Karikaturen

Geschichte Europas

 

 

Economist erwartet 2014 soziale Unruhen in vielen Euro-Staaten

Der Economist Intelligence Unit (EIU) hat zahlreiche Euro-Staaten als akut gefährdet eingestuft, was soziale Unruhen anlangt. Spanien, Griechenland und Portugal gelten als besonders gefährdet. Auch die Türkei ist ein Sicherheits-Risiko.

Im Vergleich von 150 Staaten weltweit wird die Türkei nun als besonders riskant eingestuft.

Das Jahr 2014 könnte für einige europäische Staaten wie die Türkei oder auch Griechenland turbulent werden. Diese Länder wurden nun als Hoch-Risiko-Staat bzw. Höchst-Risiko-Staat für soziale Unruhen eingestuft. Die Europäer findet sich jetzt neben Staaten wie Marokko, der Ukraine, Bulgarien, Brasilien, Argentinien, Mexiko und Ägypten wieder. Auch dort waren in den vergangenen zwölf Monaten Unruhen ausgebrochen.

Selbst an Orten, die traditionell gemäßigter seien, wie etwa Japan und Singapur, seien Demonstranten auf die Straßen gegangen. Soziale Ungleichheiten und politische Unzufriedenheit hätten die Bürger dazu bewogen, sich zu sammeln. Widerstand könne im Zeitalter der Smartphones mit größerer Leichtigkeit koordiniert werden, als je zuvor, so The Economist.

Bürger verlieren das Vertrauen in ihre Regierung
Cassandra the world in 2014

Kassandra (Mitte) zieht mit der rechten Hand Lose und sagt den Fall von Troja voraus.

Wall Street mit bestem Börsenjahr seit 1997

Der Dow Jones kletterte auf Jahressicht um mehr als 26 Prozent, der S&P-500-Index legte sogar knapp 30 Prozent zu

New York – Die Wall Street hat das beste Börsenjahr seit 1997 vorgelegt. In den vergangenen zwölf Monaten hatte vor allem die ultralockere Geldpolitik der US-Notenbank die New Yorker Aktienkurse auf immer neue Rekordstände klettern lassen, auch wenn die Federal Reserve zuletzt einen schrittweisen Ausstieg aus dem milliardenschweren Anleihen-Kaufprogrammn angekündigt hat. Den Jahreswechsel nutzten die meisten Anleger für eine Pause. Am Neujahrstag bleiben auch die US-Börsen geschlossen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Dienstag bei 16.576 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte auf 1.848 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 4.176 Punkte. Auf Jahressicht konnte sich der Dow Jones damit um rund 26,5 Prozent verbessern – das größte Plus seit 1995. Der S&P-500 stieg seit Jahresbeginn um rund 29,6 Prozent, was das beste Börsenjahr seit 1997 darstellt. Die Nasdaq schoss sogar um 38 Prozent in die Höhe, womit das Technologie-Barometer den stärksten Anstieg in einem Jahr seit 2009 erlebte.
Wall Street mit bestem Börsenjahr seit 1997

In Feierlaune: Ein Trader an der New York Stock Exchange.

 

Das ändert sich für die Deutschen 2014 im Portemonnaie

Änderungen, welche sich im Portemonnaie der Verbraucher niederschlagen werden.

Selten gab es so viele neue Regeln wie 2014: Ob Staubsaugerkauf oder Steuerpauschalen, Punkte in Flensburg oder Warnwesten, Stromkosten oder Gesundheitskarte – das müssen Sie jetzt wissen.

2014 müssen sich die Deutschen neu orientieren. Denn selten war ein Jahreswechsel mit so vielen Änderungen für die Bundesbürger verbunden, positiven wie negativen. So können sich viele Rentner auf höhere Bezüge Mitte des Jahres freuen.

Und wenn sie im Sommerurlaub im Ausland mit dem Handy die Enkel anrufen, werden sie – und natürlich alle anderen Nutzer – von einer erneuten Preissenkung bei Roaming-Tarifen profitieren. Geringverdiener wiederum werden ein klein wenig mehr Netto vom Bruttogehalt übrig behalten, da die Grundfreibeträge für die Steuer angehoben werden.
Das ändert sich für die Deutschen im Jahr 2014

Das aendert sich für die Deutschen 2014 im Portemonnaie