Eine Welt ohne Bargeld?

Die Idee des Bargeldverbots steht für eine irrsinnige Welt
Ein Verbot von Bargeld oder dessen Besteuerung wäre eine neue Eskalation der seit Jahren grassierenden finanziellen Repression. Der Widerstand gegen solche Ideen ist deshalb erheblich.

Michael Rasch berichtet: Die Idee einer staatlich verordneten Abschaffung von Bargeld löst nicht nur bei Bürgern Empörung aus, wie viele Leserbriefe zeigen, sondern sorgt auch für deutliche Reaktionen von liberalen Ökonomen. Ernst Baltensperger, einer der profiliertesten Geldpolitiker der Schweiz, zeigte sich im Gespräch sehr skeptisch gegenüber solchen Vorstellungen. Für ihn hat die Diskussion zwei Aspekte. Erstens gebe es einen gesellschaftspolitischen, weil die Abschaffung der Anonymität von Bargeld zwar mit hehren Motiven wie der Bekämpfung illegaler Geschäfte, Schwarzarbeit oder Schwarzgeld begründet werde. Dies führe aber auch zum weiteren Verlust von Privatsphäre. Zweitens existiere der technokratische Aspekt der Geldpolitik, da einige Notenbanken gerne die Nullzinsbegrenzung bei der Zinssteuerung aufheben würden. Konkreter Anlass der jüngsten Diskussion seien jedoch eindeutig die gegenwärtigen Grenzen der Geldpolitik…
Die Idee des Bargeldverbots steht für eine irrsinnige Welt
Bargeld

Frauen und Finanzen

Weg mit dem inneren Schweinehund

Birgit Haas berichtet:  Es ist eine alte Leier, dass sich Frauen besser um ihre Finanzen kümmern sollten, weil es sonst im Alter ein böses Erwachen gibt. Trotzdem befassen sich die wenigsten damit, es scheint mühsam und unweiblich. Das ist Unsinn.
„Es muss sich etwas bewegen“, sagt Anne Connelly. „Die Barrieren müssen abgebaut werden“, kommt von Martina Palte. „Vielleicht brauchen wir eine eigene Ansprache“, meint Susana Penarrubia. Die drei Frauen arbeiten in der Finanzbranche. Und alle sind darüber besorgt, dass sich Frauen zu wenig um ihr Geld kümmern. Was Frauen verdienen oder erben liegt oft auf dem Tagesgeldkonto oder fließt in eine Lebensversicherung. An Immobilien und Gold wagen sich einige noch heran, aber in Aktien, Fonds oder anderes zu investieren – das machen die wenigsten.

Frauen lassen viel Geld liegen – das Männer ungeniert einsacken. Dabei hätten sie es eigentlich nötiger: Frauen verdienen in Deutschland immer noch 22 Prozent weniger als Männer. Und mit Teilzeitjobs und Babypause verringern sie nicht nur ihr Einkommen sondern auch die Rente. „Den jungen Frauen heute ist zudem klar, dass ein Mann keine verlässliche Altersabsicherung ist“, sagt Connelly, die beim Researchhaus Morningstar das europaweite Marketing leitet. Trotzdem würden sie immer wieder in die Falle tappen.
Gründe zum Investieren gäbe es also genug. Woran hapert es also? Eine Studie von Comdirect, der Direktbank bei der Martina Palte im Vorstand sitzt, hat ergeben, dass die meisten Männer und Frauen denken, Finanzen seien ein Männerthema, weil diese weniger Berührungsängste mit dem Markt hätten. Palte selbst sagt: „Ich glaube, da steht ein großer Schweinehund im Weg. Dabei ist es für mich eine Frage der Selbstbestimmung.“ Viele Frauen hätten auch Hemmungen, sich öffentlich als diejenigen zu präsentieren, die auf Geld aus sind – gierig zu wirken ist ihnen unangenehm.
Anlegerinnen kommen besser durch Krisen. Dennoch schwebt die Altersarmut wie ein Damoklesschwert über dem weiblichen Geschlecht.
Weg mit dem inneren Schweinehund Frauen und Finanzen

Investoren in Kuba?

Marktöffnung: Westliche Investoren stehen in Kuba Schlange
Das Ende der Eiszeit zwischen den USA und Kuba macht Aktieninvestoren hoffnungsvoll. Welche Unternehmen werden von der wirtschaftlichen Annäherung profitieren?

Alexander Busch berichtet: …Als Folge der fehlenden Dynamik ist Kuba mit seiner Bevölkerung von über 11 Mio. Einwohnern noch kein kaufkräftiger Markt. Dies gilt auch für den Wohnungsbau, wo das Defizit an Behausungen für 3,3 Mio. Personen und der schlechte Zustand der meisten Immobilien eigentlich ein Riesenpotenzial darstellen. Investitionswillige ausländische Firmen dürften deshalb, vom blühenden Tourismus einmal abgesehen, an dem Land eher als Produktionsstandort für Exportgüter interessiert sein. Sie können dabei von der relativ guten Schulbildung der Arbeitnehmer profitieren. Ihr Personal selbst auszuwählen, ist ihnen freilich nicht gestattet. Die Regel bleiben Joint Ventures, in denen der kubanische Staat mitbestimmt.

Im vergangenen Herbst kündigte die Regierung 246 für ausländisches Kapital offene Projekte mit einem Volumen von 8,7 Mrd. $ zu attraktiven Bedingungen an. Als idealen Offshore-Industriestandort promoviert sie die «spezielle Wirtschaftszone» beim neuen, mit brasilianischem Kapital und Know-how errichteten Containerhafen von Mariel. Brasilien ist auch am Ausbau des internationalen Flughafens von Havanna beteiligt.

Da aus Gründen der politischen Kontrolle der Bevölkerung der private Breitbandzugang zum Internet noch immer verweigert wird, ist bis auf weiteres der grosse Wachstumssektor des digitalen Handels von Kuba praktisch ausgeschlossen. Das grösste Hemmnis für den wirtschaftlichen Aufschwung und für die Integration in die globale Ökonomie bildet indessen das duale Währungssystem mit dem normalen und dem in Dollars konvertiblen Peso. Die Rückkehr zu einer Einheitswährung ist zwar längst angekündigt worden, doch konkretisiert hat sich das Vorhaben bisher nicht. Zu Verlierern bei der Umstellung droht nämlich die Mehrheit der Bevölkerung zu werden, die ihre geringen Löhne im Staatssektor in normalen Pesos bezieht. Das Anheben der Gehälter auf ein realistisches Niveau in konvertibler Währung übersteigt bei weitem die Möglichkeiten der Regierung, die wegen des chronisch hohen Aussenhandelsdefizits (2013: 8 Mrd. $) an Devisenmangel leidet.
Westliche Investoren stehen in Kuba Schlange
CUBA - Stamp 1984

Warum zahlen Südeuropäer keine Steuern?

Süd- und Osteuropäer, heisst es, zahlen ihre Steuern nicht, wie sie sollten. Das ist nicht moralisches Versagen, sondern rationales Verhalten, genährt aus Erfahrung.

Andres Wysling berichtet: Süd- und Osteuropäer, so heisst es, zahlen ihre Steuern nicht, wie sie sollten. Das ist nicht moralisches Versagen, sondern rationales Verhalten. Im Bild Spaziergänger an der Küste von Faliro bei Athen.

Schon lange vor den griechischen Sagen gab es die griechische Bürokratie. Sie bestand aus dunklen Gängen, in denen viele Leute sich verirrten und nie mehr gesehen wurden. Im Innersten dieses Labyrinths wartete ein schrecklicher Stier auf seine Opfer, um sie zu fressen. So wie damals ist es heute noch, in Griechenland und in vielen andern Ländern. Gescheit ist, wer sich dem Staat nicht nähert. Wer es wagt, der verliert vielleicht nicht gerade das Leben, aber auf jeden Fall viel Geld und Zeit. Und die Gegenleistung des Staats ist oft ungenügend.
Findige Bürokraten haben für alle Länder der Europäischen Union die sogenannte Steuerlücke errechnet , die Differenz zwischen geschuldeten und effektiv bezahlten Steuern. Sie ist vor allem in Ländern Süd- und Osteuropas eklatant. Jetzt hagelt es Vorwürfe: Die Bürger dieser Staaten wollten ihre Steuern nicht zahlen, das sei verwerflich, und die Beamten könnten die Steuern nicht eintreiben, sie seien unfähig oder sie hätten keine Computer. Doch moralische Anklagen und technische Erklärungen sind nicht der Kern des Problems. Die Steuerlücke zeigt die Kluft zwischen dem Staat und seinen Bürgern – sie zeigt eine Vertrauenslücke.
Warum sie ihre Steuern nicht zahlen

Schwarze Blanke www.w-t-w.org/en/heinz-schwarze-blanke/

Schwarze Blanke
www.w-t-w.org/en/heinz-schwarze-blanke/

Einkommensungleichheit, die Kluft zwischen Arm und Reich

Arm und Reich driften im OECD-Raum immer weiter auseinander. In der Mehrzahl der Länder kommt wirtschaftliches Wachstum eher höheren Einkommensgruppen zugute – ärmere Haushalte bleiben zurück. Der Bericht beleuchtet, in welchen Bereichen Ungleichheit entsteht und wo politische Schritte erforderlich sind.

Es zeigt sich, dass Vermögen in Deutschland stärker konzentriert sind als in vielen anderen OECD-Ländern. Die reichsten zehn Prozent der Deutschen besitzen demnach 60 Prozent der Nettohaushaltsvermögen, im OECD-Schnitt halten die zehn Prozent der Reichsten nur 50 Prozent der Vermögen. Insgesamt verschärft die Ballung bei den Vermögen jedoch OECD-weit die Nachteile der Haushalte mit niedrigem Einkommen. Im Jahr 2012 besaßen die 40 Prozent der ärmsten Haushalte aus 18 OECD-Ländern, für die Daten vorlagen, gerade einmal drei Prozent des Gesamtvermögens.

Steigende Ungleichheit hat laut Bericht nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, es beeinträchtigt auch die wirtschaftlichen Aussichten eines Landes. Werden die untersten 40 Prozent einer Gesellschaft abgehängt – also auch größere Teile der Mittelschicht – dann nutzen Volkswirtschaften nur einen Teil ihres Potenzials. Nach Berechnungen der Studienautoren hat die steigende Ungleichheit seit 1985 dazu geführt, dass die Wirtschaft in 19 OECD-Ländern zwischen 1990 und 2010 um 4,7 Prozentpunkte weniger gewachsen ist als das bei unveränderter Ungleichheit der Fall gewesen wäre. In ungleicheren Gesellschaften haben es Familien aus schwächeren sozialen Schichten schwerer, ihre Chancen auf Bildung und damit auf sozialen Aufstieg zu verwirklichen. OECD-Analysen zeigen, dass steigende Ungleichheit keinen nennenswerten Effekt auf die formale Bildung und die Kompetenzen von Menschen aus verhältnismäßig wohlhabenden Familien hat. Für sozial schwache Familien geht sie allerdings einher mit verkürzter Bildungsdauer und häufig auch mit schlechteren Resultaten bei den schließlich erworbenen Fähigkeiten.
Deutschlands untere Mittelschicht wird abgehaengt
In-it-together-web

Wer bestimmt das Auf und Ab des Ölpreises?

Die unbekannte Macht auf den globalen Ölmärkten

Das Opec-Kartell, die USA oder Russland: Wer bestimmt das Auf und Ab des Ölpreises? Neueste Zahlen offenbaren einen vierten bedeutenden Mitspieler. Einen, der womöglich mächtiger ist als alle anderen.

Nando Sommerfeldt und Holger Zschäpitz berichten: Die Volksrepublik China hat inzwischen offiziell die USA als weltgrößten Importeur von Erdöl den Rang abgelaufen. Im April kaufte China mit nahezu 7,4 Millionen Barrel pro Tag erstmals mehr ein als die USA mit 7,2 Millionen Barrel, wie aus Daten hervorgeht, welche die Nachrichtenagentur Reuters in dieser Woche veröffentlicht hat.

Die Entwicklung ist durchaus bemerkenswert, denn das Wachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft ist ins Stottern geraten, sodass eine nachlassende Ölnachfrage erwartet worden war. Doch die niedrigen Ölpreise und eine Reihe von Zinssenkungen zur Konjunkturförderung haben die Nachfrage offenbar angekurbelt.

Chinas überraschend großer Öldurst könnte auch die rätselhafte Entwicklung bei den Energiepreisen in den vergangenen Monaten erklären. Nachdem die Notierungen für das Fass bis auf 40 Dollar für die US-Ölsorte WTI und 42 Dollar für die Nordseesorte Brent eingebrochen waren, hatten sich die Preise wieder kräftig erholt. Inzwischen kostet Brent wieder 67 Dollar und WTI knapp 60. Das hat die Frage aufgeworfen, wer letztlich die Preise an den Energiemärkten dominiert.
Die unbekannte Macht auf den globalen Oelmaerkten
Chinas Oelverbrauch

Zweistelliges Wachstum bei nachhaltigen Anlagen

In der Schweiz sind die unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien verwalteten Vermögen 2014 auf 71,3 Mrd. Fr. gestiegen. Gemäss einer vom Forum Nachhaltige Geldanlagen für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz erstellten Studie entspricht dies einem Plus von 26% gegenüber dem Vorjahr und bedeutet den dritten zweistelligen Zuwachs in Folge. Allerdings sind in diesen Zahlen nicht nur Nettozuflüsse, sondern auch Wertsteigerungen enthalten. Fast alle in der Schweiz nachhaltig verwalteten Vermögen entfallen auf die Anlageklassen Aktien (66%) und Anleihen (25%), die 2014 grosso modo beide eine positive Performance aufgewiesen haben.

Marktanteil gesteigert
Insgesamt setzt sich der Trend zu nachhaltigen Anlagen damit fort, jedoch auf eher bescheidenem Niveau. Bei Anlagefonds wurde der Marktanteil gegenüber 2013 von 3,8% auf 4% gesteigert.
Nachhaltige Anlagen mit zweistelligem Wachstum

www.w-t-w.org/en/heinz-schwarze-blanke/

www.w-t-w.org/en/heinz-schwarze-blanke/

Griechenland Mitgliedstaat der New Development Bank?

Entwicklungsbank der Brics-Staaten: Moskau lockt Griechenland vom IWF weg

Griechenlands Ministerpräsident Tsipras: „Nette Überraschung“ aus Moskau
Giorgos Christides berichtet: Griechenland geht das Geld aus. Russland möchte das Land nun zum Mitglied der Entwicklungsbank der Brics-Staaten machen. Von dort könnten neue Kredite kommen. Ministerpräsident Tsipras findet die Idee verlockend.

Die griechische Regierung denkt über einen Vorschlag aus Moskau nach, Mitgliedstaat der New Development Bank zu werden. Die Entwicklungsbank haben die Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, die landläufig unter dem Kürzel Brics firmieren, 2014 als Alternative zur Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gegründet.
Der stellvertretende russische Finanzminister Sergej Storchak hat Griechenland in einem Telefongespräch mit Tsipras am Montag zu einer Mitgliedschaft eingeladen. Mitglieder der griechischen Regierung bestätigten SPIEGEL ONLINE, dass Tsipras dem Vorschlag aufgeschlossen gegenüberstehe. Ein Regierungsbeamter bezeichnete die Idee als „nette Überraschung“.
Entwicklungsbank der Brics-Staaten- Moskau lockt Griechenland vom IWF weg
AIIB

Siehe hierzu:
Die asiatische Investitionsbank AIIB vor der Gründung

Verlust bei asiatischen Währungen

Asien: Währungen stürzen nach Anleihen-Ausverkauf in EU und USA ab

Der Anleihen-Ausverkauf in den USA und in der EU hat am Dienstag zum Absturz der asiatischen Währungen geführt. Die indische Rupie stürzte auf ein Zwei-Jahres-Tief. Die asiatischen Märkte haben mit Kapitalabflüssen, der Erholung der Öl-Preise und mit hohen Schulden zu kämpfen.

DWN berichtet: Die indische Rupie fiel am Dienstag zum Dollar um 1,2 Prozent.
Die asiatischen Währungen sind am Dienstag nach einem Ausverkauf an den amerikanischen und europäischen Anleihen-Märkten eingebrochen. Der Ausverkauf von Staatsanleihen in den USA und in der EU hatte bereits Montag begonnen. Die Anleihenkurse fallen, während die Renditen steigen. Die USA erlebt derzeit die größte Verkaufswelle seit zwei Monaten, berichtet die Financial Times.

Die indische Rupie fiel zum Dollar um 1,2 Prozent auf Rs64.24, was der niedrigste Stand seit 2013 ist. Zudem verlor die indische Währung zum Euro 0,9 Prozent an Wert. Während der thailändische Baht um 0,9 Prozent zum Dollar sank, verlor der malaysische Ringgit zum Dollar 1,2 Prozent an Wert. Der Baht ist im vergangenen Monat um fast sieben Prozent eingebrochen und befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte 2009. Doch auch die Währungen der Schwellenländer wie die Türkei und Südafrika haben im Verlauf des Aprils an Wert verloren.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von NN Investment Partners zeigt, dass die Kapitalabflüsse aus den Schwellenländern von Juni 2014 bis Ende März 2015 die 600-Milliarden-Dollar-Marke überstiegen, was einer höheren Summe an Abflüssen als während der Finanzkrise 2007/08 entspricht.
Aufgrund der hohen Anleihen-Renditen in den USA und in der EU stehen die asiatischen Volkswirtschaften unter Druck, da die Investoren gen Westen abziehen. Doch auch die Erholung der Öl-Preise wirkt sich negativ auf Asien aus. Obwohl Schwellenländer wie Russland oder Brasilien Energieträger exportieren, sind die meisten Volkswirtschaften der Schwellenländer abhängig von Energieträger-Importen.
Die Öl-Preise befanden sich im März noch unter der 45-Dollar-Marke pro Barrel. Am Dienstag betrug der Preis für einen Barrel Brent-Öl 64,99 Dollar. Der Preis für einen Barrel WTI-Öl lag bei 59,37 Dollar.

Erschwerend hinzukommt, dass die Schwellenländer ein hohes Kreditwachstum aufweisen. Die Schulden von Privat-Haushalten, Unternehmen und Staaten werden meistens in Dollar gehalten, da dieser die wichtigste Schuldenwährung der Welt ist. Der US-Ökonom Srinivas Thiruvadanthai bestätigte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Das eigentliche Problem sind die hohen Schulden im Privat-Sektor. Dieses Phänomen finden wir sowohl in den Schwellenländern als auch in der Eurozone“. Der starke Dollar macht eine Schuldenrückzahlung der Schwellenländer immer schwieriger, weil diese wiederum über schwächere Währungen verfügen.
Asian Currency

Leicht nervöser Markt

Verschuldungskrise

An der griechischen Börse verbuchten seit Jahresbeginn auch die Aktien der Banken Kursverluste zwischen 17% und 55%.
Griechenland sorgt an den Finanzmärkten weiter für eine gewisse Nervosität. Die Renditen griechischer Staatsbonds sind zwar in den vergangenen Monaten im Trend gestiegen, sind aber noch nicht extrem.
cri. Griechenland sorgt an den Finanzmärkten weiterhin für eine gewisse Nervosität. Das Land befindet sich mit einer Verschuldung von 174% des Bruttoinlandprodukts, mit grössten Mühen, den Haushalt auszugleichen, mit einer nach zaghaften Erholungsanzeichen erneut stagnierenden Wirtschaft und mit einer höchst diffusen wirtschafts- und fiskalpolitischen Strategie der «sparunwilligen» Links-Regierung in einer prekären Lage. Weiterhin unberechenbar.
Begrenzt nervöser Markt

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

Dr. Jan Tomaschoff
www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/