Ölpreis bringt auch Superreiche um ihr Geld

Der Ölpreis hat in den vergangenen Jahren eine rasante Talfahrt hingelegt. Auch das Vermögen vieler Superreicher weltweit hat das arg dezimiert.

Schere zwischen arm und reich ist weit geöffnet. Das Gesamtergebnis erscheint zunächst wenig spektakulär: Laut Wealth-X stieg die Zahl der UHNWIs (ultra high net worth) 2015 weltweit um 0,6 Prozent, während deren Vermögen um 0,8 Prozent auf einen Rekordwert von insgesamt 30 Billionen Dollar zunahm. Zusammen machen diese Superreichen damit lediglich 0,004 Prozent der Weltbevölkerung aus, während sie jedoch gleichzeitig über 12 Prozent des globalen Vermögens verfügen.

Soweit, so bekannt und auch so unerfreulich: Die Schere zwischen arm und reich in der Welt ist weit geöffnet, und sie scheint sich nach und nach immer noch weiter zu öffnen.

Bemerkenswert ist allerdings, was Wealth-X in Bezug auf den Ölpreisrückgang der vergangenen Monate und Jahre ermittelt hat: Die Einbußen der Superreichen in Ländern, die in besonderem Maße vom Ölexport abhängen, waren demnach offenbar signifikant. manager-magazin

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Superreiche Frauen in Afrika

Isabel dos Santos, Angolas Präsidententochter, Isabel dos Santos
ist nach außen so etwas wie das It-Girl des Kontinents. Doch hinter den Kulissen geht es um Öl, Macht und eine Familie, die ein ganzes Land im Griff hält.

Wenn man die Tochter des angolanischen Präsidenten fragt, wie sie so reich und mächtig wurde, lächelt sie fein. Und erzählt die Geschichte von der Prinzessin, die Eier verkaufte. Das ist der Kern dessen, was sie der Welt über sich sagen will: dass man es mit einer normalen, netten, nicht weiter aufregenden Frau zu tun hat, die – und das ist der zweite Teil der Geschichte – sie arbeitet als Unternehmerin. Als ihr Vorbild nennt sie ihre Großmutter. Die sei morgens früh aufgestanden, habe dafür gesorgt, dass die Kinder frühstückten und zur Schule gingen, und habe dann Obst und Gemüse auf dem Markt verkauft.

Aber Isabel dos Santos verkauft keine Früchte auf dem Markt. Sie steht an der Spitze eines Wirtschaftsimperiums, dessen Größe von außen nur geschätzt werden kann. Denn ihre Geschäfte gehören zu den Dingen, über die Isabel dos Santos der Welt wenig mitteilen will. Geschätzte drei Milliarden Dollar Vermögen.

Auf der Wirtschaftskonferenz vor zwei Jahren trat sie als Chefin des Mobilfunkunternehmens Unitel Angola auf. Auch an einer angolanischen Supermarktkette soll sie beteiligt sein. Aber in den vergangenen Jahren machte Isabel dos Santos immer mehr Geschäfte in Portugal; sie ist an portugiesischen Banken, Medien, Energieversorgern und Telekommunikationsfirmen beteiligt. Und sie will noch mehr: Als kürzlich die spanische Investmentgesellschaft CaixaBank das viertgrößte portugiesische Geldinstitut BPI übernehmen wollte, schritt Isabel dos Santos ein. Sie hält knapp zwanzig Prozent Anteile an BPI – und schlug kurzerhand eine Fusion mit Portugals zweitgrößter Bank vor. Deals dieser Größenordnung sind es, die Isabel dos Santos beschäftigen.

Das ist überall auf der Welt viel Geld – aber in Angola unvorstellbar viel. Die Menschen dort sind bitterarm, nicht einmal die Hälfte kommt an ausreichend sauberes Trinkwasser heran. In keinem Land auf der Welt ist das Risiko für ein Kind größer, dass es stirbt, bevor es fünf Jahre alt ist.

Es gibt durchaus Regierungschefs in Afrika, die sich um Transparenz und Bescheidenheit bemühen. In Nigeria legte Präsident Muhammadu Buhari zum Amtsantritt sein Privatvermögen offen: 150.000 Dollar auf der Bank, dazu fünf Häuser, zwei Lehmhütten, 270 Stück Vieh und ein paar Schafe.

Buhari war früher schon als Militärherrscher Staatschef seines Landes und ist sicher kein armer Mann. Aber immerhin erklärt er, was er hat. Tansanias neuer, John Magufuli, verbot als eine der ersten Amtshandlungen ehemaligen Regierungsmitgliedern die Auslandsreisen auf Staatskosten.

Die Regel sind solche Beispiele nicht. Natürlich geraten Politiker auf allen Kontinenten in den Ruch, sich zu bereichern, von Israel bis Frankreich, von Spanien bis Australien. Doch auch wenn es ein trauriges Klischee bedient: Korrupte Regierungschefs gibt es in Afrika mit seinen mehr als 300 Millionen Menschen in Armut besonders viele.

Selbst wer hoffnungsvoll beginnt, kann später schwer enttäuschen: Robert Mugabe (Simbabwe), José Eduardo dos Santos (Angola) und Paul Biya (Kamerun) waren vor mehr als 30 Jahren als Volkshelden gestartet. Ihre genauen Vermögenswerte kennen heute wohl nur sie selbst, aber wirtschaftliche Verflechtungen und ihr Lebenswandel weisen sie als waschechte Kleptokraten aus.

Sie haben es mit sieben anderen Herrschern auf die Liste der wohlhabendsten Machthaber des Kontinents geschafft. Fast immer sind erhebliche Ländereien und noch massivere Rohstoffvorkommen die Basis der Vermögen.

Hier sind Afrikas reichste Staats- und Regierungschefs im Überblick: Spiegel.de/fotostreckeAfrica„Mister Präsident : Ich dachte, all die Millionen von Dollar, sein für Hilfe um uns zu erziehen und unsere Familien zu helfen, ihre Pflanzen zu wässern“?

BIZ befürchtet Banken-Crash in China

In China zeichnet sich eine erhebliche Schuldenkrise der Unternehmen an. Die Lücke zwischen der gesamten Wirtschaftsleistung und den Schulden der Firmen liegt mittlerweile 30 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich erwartet eine Banken-Krise.

Im Juni hatte schon der Internationale Währungsfonds (IWF) vor den hohen Schuldenständen in China gewarnt und ein sofortiges Gegensteuern angemahnt. Die Volkswirte der BIZ sehen auch Chinas Fähigkeit zum Schuldendienst, also zur Zahlung der Zinsen und zur Tilgung, auf einem im internationalen Vergleich schwachen Niveau. Der IWF fürchtet, dass die Unternehmensschulden in China Überhand nehmen – immerhin liegen sie bei 145 Prozent der Wirtschaftsleistung. Allerdings schneidet Brasilien noch schwächer ab.

Die hohe Verschuldung der Unternehmen beunruhigt inzwischen auch die chinesische Bankenaufsicht. Sie drängt Banken dazu, sich untereinander besser über ausfallgefährdete Schuldner zu verständigen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, berichtete Caixin am Freitag.

Die Komitees sollten mindestens drei Gläubigerbanken umfassen und Verhandlungen mit den Schuldnerfirmen führen, um einen tragfähigen Rückzahlungsplan zu entwickeln. In der Provinz Henan gibt es diese Komitees bereits – sie umfassen dort 125 Banken, welche die Schuldentragfähigkeit von über 500 Unternehmen untersuchen. Der Umfang der betreffenden Schulden beträgt demnach über 120 Milliarden Euro und entspricht fast 50 Prozent aller Unternehmensschulden in der Provinz. BIS Quarterly Review

Chines Dollar

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Geschäftsmodell Strafzahlungen für Banken

Seit Ausbruch der Finanzkrise haben Banken strafzahlungen
schon Hunderte von Milliarden Dollar an Strafen bezahlt. Solche «litigation costs» gehören inzwischen in gewisser Weise zum Geschäftsmodell. Genauso auch deren Vermeidung.Gehören «litigation costs» in gewisser Weise nun zum Geschäftsmodell. Und auch die Vermeidung ebensolcher: Die Banken investieren Unsummen in die «Compliance», also in Systeme und Prozesse, die garantieren sollen, dass alles konform mit den in den letzten Jahren explodierten Regelwerken läuft.

Die Strafzahlungsliste -Liste führt die Bank of America mit 65,6 Mrd. $ und JP Morgan mit 42,4 Mrd. $ an. Geschultert haben die Banken die Beträge, indem sie auf ihr Eigenkapital zurückgreifen mussten, Geschäftsbereiche verkauften, allfällige Gewinne sozusagen gleich wieder an die Behörden überwiesen haben und die Kosten vor allem durch Personalabbau gekürzt haben.

Die Deutsche Bank hat durch die angekündigte Strafzahlung an die USA ein veritables Problem. Eine Rekordsumme von 14 Milliarden US-Dollar soll die Bank für die Verschleierung von Risiken am Immobilienmarkt an US-Anleger berappen. Zurückgestellt hat die Deutsche Bank für Rechtsstreitigkeiten jedoch lediglich 5,5 Milliarden Euro. Davon eingerechnet sind rund 2,5 Milliarden Euro Strafzahlungen wegen Geldwäschevorwürfe in Russland, so dass unter dem Strich etwa drei Milliarden Euro für die Rekordstrafe an die USA verbleiben.

In ihrer aktuellen Verfassung könnte die Deutsche Bank die von der US-Regierung avisierte Milliarden-Strafe nicht zahlen. Auch ein geringerer Betrag würde der Bank enorm zu schaffen machen. Eine Lösung könnte die Verstaatlichung der Bank sein.

Noch nie in der Wirtschaftsgeschichte ist eine Branche mit so hohen Strafen belegt worden, wie die Banken. 260 Mrd. $ haben amerikanische und europäische Banken laut Morgan Stanley seit der Finanzkrise von 2008 bis Mitte letzten Jahres an die Behörden dies- und jenseits des Atlantiks überwiesen. Mit weiteren 65 Mrd. $ ist zu rechnen.

Winfried Besslich http://www.w-t-w.org/en/winfried-besslich/

Winfried Besslich
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09/11: 15 Jahre danach hat Deutschland noch immer nicht alle Sanktionen gegen Terrorverdächtige umgesetzt

Sein Name: Aqeel A. Seine Nationalität: Saudi. Der Vorwurf: Er war Direktor einer islamischen Stiftung, die Al Kaida mit Millionenbeträgen finanziert haben soll. Seit 2004 steht sein Name deshalb auf den Sanktionslisten von UN und EU. All sein Vermögen, Gelder, Aktien und Immobilien sollten eingefroren werden. Doch in Deutschland passierte nichts. Aqeel A. hat die mit seinem Grundstück erzielten Einnahmen offenbar der Berliner Al Nur Moschee zur Verfügung gestellt, die seit Jahren verdächtigt wird, Propaganda für Terrororganisationen zu betreiben.

Letzte Woche fanden in den USA Gedenkfeiern für die beinahe 3000 Todesopfer statt. Rings um den Globus geht der Terror weiter: Militärisch ist dem nur schwer beizukommen, das zeigen die vergangenen Jahre. Um so wichtiger ist es, Terrororganisationen den Geldhahn zuzudrehen. Doch Deutsche Behörden warten seit Jahren ratlos auf eine „Dienstanweisung“, wie sie die Geschäfte von Terrorverdächtigen stoppen sollen.

Ein Fanal gegen die westliche Welt: 9/11. Tausende Tote auf amerikanischem Boden. Die Katastrophe von New York und Washington. Dann folgen Madrid und London. Über Monate geplante, hochkomplexe Anschläge – verübt vom Terrornetzwerk Al Kaida.

Der saudische Terrorchef Osama bin Laden investierte Millionen Dollar in den Tausendfachen Mord an unschuldigen Menschen.

Der Terror und seine Geldströme – damit beschäftigt sich Andreas Frank seit Jahren. Der renommierte Finanzexperte berät Sicherheitsbehörden und den Europarat:

Andreas Frank, Finanzexperte

„Wir haben ja auch UN-Resolutionen, die verhindern sollen, dass solche Gelder geschleust werden, dass bestimmte Namen nicht mehr die Möglichkeit haben den Terror weltweit zu finanzieren über Charities, über Immobilienkäufe oder -verkäufe. Da hat man Gesetzgrundlagen geschaffen, das Problem ist, dass in diesem Bereich oft Gesetze nicht umgesetzt werden.“

Zum Beispiel mitten in der deutschen Hauptstadt. Ausgerechnet ein Mann, der in den Augen internationaler Sicherheitsbehörden mitverantwortlich für den Al Kaida Terror sein soll, verfügt über Immobilien in Neukölln, obwohl UN- und EU-Verordnungen das untersagen: der saudische Staatsbürger Scheich Aqeel A. war Direktor der „Islamischen Al Haramain-Stiftung“ in Riad. In diesen über Jahre streng geheim gehaltenen Papieren aus dem 09/11-Untesuchungsbericht heißt es über diese Stiftung:

Die CIA, das Finanzministerium und FBI-Offizielle sind besorgt über die Beziehungen der Al-Haramain-Stiftung zur saudischen Regierung sowie ihre Verwicklung in terroristische Aktivitäten.

Aqeel A. bestreitet jemals Terror unterstützt zu haben. Auf der Terror- und Sanktionsliste der EU landete sein Name 2004 aber genau wegen dieses Vorwurfs:

Andreas Frank, Finanzexperte

„Wenn man die EU-Verordnung liest, ist es ganz klar, dass die Leute, die auf der Liste sind, das denen gegenüber ein Verfügungsverbot besteht und das heißt, die dürfen keine Immobilien erwerben. Das heißt, sie dürfen ins Grundbuch nicht eingetragen werden und jeder, der mit diesen Personen in geschäftlichen Kontakt ist, darf diesen Kontakt nicht weiterpflegen.“

Trotzdem konnte der mutmaßliche Terrorpate Aqeel A. hier über ein Jahrzehnt unbehelligt Geschäfte machen. Seine Gebäude sind an mehrere Baufirmen vermietet und an einen Verlag mit dem Namen Al Hayat. Ist der Saudi Aqeel A. hier persönlich auch der Vermieter?

F: Im Grundbuch steht ein Herr A., kennen sie den, wissen sie wer es ist?

M: „nein, ne, wir zahlen die Miete an der islamischen Gemeinschaft“

Hinter der „islamischen Gemeinschaft“ verbirgt sich eine von Berlins radikalsten Moscheen, die Al Nur. Ausgerechnet sie profitiert also von dem Grundstücksgeschäft des Saudis und kassiert nach Angaben der Firmen die Miete. Die Al Nur Moschee sorgt seit mehr als 10 Jahren für Schlagzeilen im Zusammenhang mit antisemitischer und islamistischer Hetze. Aqeel A. war nach KONTRASTE-Recherchen auch der wichtigste Finanzier der Al Nur Moschee……..Kontraste vom 15.09.2016
Beitrag von Sascha Adamek und Jo Goll
Video bei Kontraste
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Ermittlungen gegen Donald J. Trump Foundation

Presseenthüllungen führen zu rechtlichen Schritten gegen die Trump-Stiftung. Der Wahlkampf wird zum Gerichtsdrama.

Der US-Bundesstaat New York hat Ermittlungen gegen die Stiftung des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufgenommen. Es bestehe der Verdacht, dass die „Donald J. Trump Foundation“ gegen Gesetze zur Regulierung von Wohltätigkeitsorganisationen verstoßen habe, sagte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman dem Nachrichtensender CNN.

Politisch brisanter war ein offensichtlicher und anscheinend erfolgreicher Bestechungsversuch im Jahr 2013. Der Wahlverein von Pam Bondi, der republikanischen Generalstaatsanwältin von Florida, erhielt 25’000 Dollar, von der Trump-Stiftung. Dies zu einem Zeitpunkt, da sie mit der Untersuchung von Betrugsvorwürfen gegen die umstrittene «Trump-University» befasst war. Die Untersuchung wurde prompt eingestellt, wenige Tage nachdem der Check eingetroffen war. Die politische Spende war gemäss Stiftungsrecht offenkundig illegal und wurde in den Büchern mit einem Trick verschleiert. Demokraten fordern jetzt eine eingehende Untersuchung des Vorgangs durch die Justizministerin, Loretta Lynch.

 Kostas Koufogiorgos www.koufogiorgos.de

Kostas Koufogiorgos
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Regeln für die Geldanlage

Von Stiftungen lernen – streuen, sparen, denken. Drei einfache Regeln für die Geldanlage.
Geld bleibt billig, die niedrigen Zinsen treiben viele Sparer in Aktien. Doch Anleger sollten dabei drei einfache Regeln beachten. Arne Gottschalck berichtet:

Streuen, Kosten sparen – und nicht immer der Herde folgen.

Breit streuen: Streuung ist eine eherne Regel der Geldanlage. Der größtmögliche Korb ist ein ETF auf den Index MSCI World, in dem rund 1600 Aktien aus mehr als 20 Ländern versammelt sind. Gestreut werden kann aber auch mit Hilfe von Fondsmanagern. Mischfonds beispielsweise streuen über Aktien und Anleihen. Damit sind Anleger in den vergangenen 5 Jahren gut gefahren.

Kosten niedrig halten: Punkt zwei zeigt sich bei jeder Form der Geldanlage – es geht um die Kosten. So niedrig wie möglich sollen sie sein – denn niedrige jährliche Kosten entwickeln sich über einen längeren Zeitraum zu einem großen Renditevorteil.

Nicht immer tun, was alle tun: Die Mehrheit hat immer Recht, heißt es. Wenn die Mehrheit der Anleger Aktien kauft, steigen naturgemäß die Kurse. Weil das Angebot höher als die Nachfrage ist. Und verkauft die Mehrheit, geben die Papiere nach. Also der Mehrheit folgen? Nicht unbedingt. „The trend is your friend“, lautet zwar eine Börsenregel, und viele Profi-Anleger setzen auf so genannte Trendfolge-Modelle. Doch beginnt dieser Trend zu kippen, drücken solche Anleger auch als erste auf den Verkaufsknopf – der Privatanleger hat das Nachsehen. Das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 hat gezeigt, dass Aktien-Euphorie sehr rasch in eine Verkaufspanik umschlagen kann. Daher ist es äußerst sinnvoll, bei der Aktienanlage auch dem eigenen Urteilsvermögen zu vertrauen. Trend hin oder her.

Was also bleibt dem Anleger? An die drei Regeln denken – und weiter auf die Zentralbanken und deren Zinsentscheidungen achten.

Sieben Tod-Sünden der Geldanlage

Tod-Sünden der Geldanlage

Die 7 Todsünden der Geldanlage – als Cartoon

Eine der reichsten Frauen der Welt

Yang HuiyanYan Hhuiyan

Die 34-Jährige ist Hauptaktionärin des Immobilienriesen Country Garden Holdings. Die Anteile vermachte ihr 2007 ihr Vater. Die Chinesin ist mit 6,2 Milliarden Euro eine der reichsten Frauen der Welt. Sie gilt als gute Geschäftsfrau und ihr Ehemann soll Sohn eines hohen KP-Funktionärs sein, schreiben chinesische Zeitungen.

Wie viele Superreiche in China ist Yang äußerst öffentlichkeitsscheu.  Yang begann seine Karriere als einfacher Maurer. In den neunziger Jahren gründete er seine Immobilienfirma und kaufte billiges Brachland in Südchina auf. Forbes

Die Entscheidung, frühzeitig ins Immobiliengeschäft einzusteigen, erwies sich als goldrichtig. Weil immer mehr Chinesen in die Städte drängen, steigen die Immobilienpreise auf immer neue Rekordhöhen. Eine Wohnung in Schanghai kostet heute so viel wie in München – und das bei sehr viel niedrigeren Gehältern. scmp
Fivestar living standard

Großbritanninen verklagt Mastercard auf 16,5 Milliarden Euro Schadenersatz

Der US-Kreditkartenkonzern Mastercard soll von seinen Kunden zu hohe Gebühren für Bank- oder Kreditkarten verlangt haben.

Mastercard ist in Großbritannien wegen des Vorwurfs überhöhter Gebühren auf Schadenersatz in Höhe von 14 Milliarden Pfund (rund 16,5 Milliarden Euro) verklagt worden. Mastercard wird Gerichtsunterlagen zufolge vorgeworfen, von 1992 bis 2008 mit überhöhten Gebühren und versteckten Kosten für den Einsatz von Bank- oder Kreditkarten Verbrauchern indirekt geschadet zu haben. Sollte der Klage stattgegeben werden, könnten rund 46 Millionen britische Verbraucher Ansprüche auf Entschädigung haben.

Größte Schadenersatzklage in der Geschichte Großbritanniens
Mastercard wies die Vorwürfe zurück und kündigte in britischen Medien an, sich entschieden dagegen zur Wehr setzen zu wollen. Man werde die 600-seitige Klageschrift zunächst in Ruhe im Detail prüfen. Laut der Kanzlei Quinn Emanuel handelt es sich um die größte Schadenersatzklage in der Geschichte Großbritanniens. Es soll eines der ersten britischen Verfahren im Stile von Sammelklagen werden, wie sie in den USA üblich sind. Zunächst hatte die Kanzlei, die ihre Klage auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen Mastercard von 2014 stützt, sogar 19 Milliarden Pfund gefordert…Süddeutsche
Mastercard

Die US-Wirtschaft auf moderatem Wachstumskurs

Dieses Wachstum dürfte sich auch in den meisten Bezirken fortsetzen, erklärte die Fed am Mittwoch in ihrem Konjunkturbericht – im Fachjargon als „Beige Book“ bekannt. Die Verbraucherausgaben hätten sich in den meisten Bezirken kaum verändert. Die Nachfrage nach Krediten habe überall mit moderater Geschwindigkeit zugenommen. Die Preise seien insgesamt leicht gestiegen. In den meisten Bezirken habe die Produktionstätigkeit geringfügig angezogen. Viele Bezirke hätten von Schwierigkeiten berichtet, hoch qualifizierte Fachkräfte zu finden. Der Druck für Lohnerhöhungen sei in den meisten Bezirken jedoch recht mäßig. Daran dürfte sich auch in den kommenden Monaten nichts ändern.

Die US-Dienstleister hatten im August ihr Wachstumstempo überraschend verringert. Zudem hat der Jobaufbau in den USA an Tempo verloren. Die Fed, die am 21. September erneut über den Leitzins entscheidet, peilt Vollbeschäftigung an und verfolgt für ihre Geldpolitik den Arbeitsmarkt sehr genau. Sie hat den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld im Dezember 2015 erstmals seit fast zehn Jahren angezogen und hält ihn seither in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Fed-Chefin Janet Yellen ließ auf dem viel beachteten Notenbanken-Treffen in Jackson Hole jüngst offen, wann genau die US-Zentralbank den nächsten Zinsschritt wagen will.

Viele Experten gehen davon aus, dass sie frühestens zum Jahresende die Geldpolitik strafft, wenn die im November anstehende US-Präsidentenwahl gelaufen ist. Die Geldpolitik sorgte zuletzt in der heißen Phase des Wahlkampfs für Zündstoff: Der republikanische Kandidat Donald Trump war der Fed vor, die Zinsen künstlich niedrig zu halten, um einen Einbruch der US-Wirtschaft zu verhindern. Seine demokratische Widersacherin Hillary Clinton kritisiert Trump für dessen Bemerkungen. (Reuters)

@PatChappatte

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