Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Die Bewertung eines Aktienmarktes ist das Eine. Die zeitliche Dauer eines Aufschwunges am Aktienmarkt aber vielleicht etwas ganz anderes. Wundern Sie sich über die gegenwärtige Hausse des US-Marktes relativ zu seiner Geschichte über die letzten fast 150 Jahre.
Kategoriearchiv: Finanzen
Ist Puerto Rico das Griechenland der USA?
Knapp vor dem Bankrott
Europa hat ein Griechenland-Drama, die USA ein Puerto-Rico-Debakel. Die Problematik ähnelt sich.
Während sich die ganze Welt mit Griechenland beschäftigt, steht Puerto Rico ebenso vor dem finanziellen Kollaps. Die Währungsunion bangt um ein Mitglied, das seine Schulden nicht zahlen kann. Man könnte meinen, dass solche Dinge nur den Europäern passieren. Doch auch die Amerikaner haben ihr Drama mit maroden Teilstaaten. Dort ist es Puerto Rico, das offenbar am Rande des finanziellen Kollapses steht. Die Karibikinsel ist zwar kein offizieller Gliedstaat der USA, doch sie ist als sogenanntes Commonwealth trotzdem eng mit den USA verbunden. Der politisch Verantwortliche Alejandro García Padilla nennt sich wie in den Gliedstaaten Gouverneur.
Knapp vor dem Bankrott

Erholung nach kurzer Achterbahn
Tsipras lässt Banken schliessen
EZB-Rat berät voraussichtlich am Mittwoch wieder über Griechenland
Der EZB-Rat wird voraussichtlich bei seiner nächsten regulären Sitzung am Mittwoch in Frankfurt wieder ausführlich über Griechenland beraten. Sollte sich die Lage bis dahin zuspitzen, sei das Gremium aber auch sehr kurzfristig handlungsfähig, heißt es in Notenbankkreisen. gestern hatte die EZB beschlossen, die Notkredite für griechische Banken bei rund 90 Milliarden Euro einzufrieren. Athen sah sich daraufhin gezwungen, die Banken des Landes von diesem Montag an vorerst zu schließen und Abhebungen an Geldautomaten auf 60 Euro pro Tag zu begrenzen.

Nicht ganz ernst gemeinte Goldanlage
Sabine Oberpriller berichtet: In Japan sind zerbrochene Lieblingstassen schnell verschmerzt, denn dank Kintsugi, einer traditionellen Reparaturmethode für Keramik, gewinnt das kaputte Stück zusätzlich an Wert. Dabei werden die Bruchstücke mit einem speziellen Lack zusammengefügt, in den feinstes Goldpulver eingestreut wird. Megan Pflug, Designerin aus Brooklyn, hat ein japanisches Fertig-Kit für Kintsugi ausprobiert – und dabei allergisch auf den Lack reagiert: Das traditionelle Rezept enthält ein Baumharz, das ähnlich giftig ist wie Efeu. Inzwischen hat die Profibastlerin Pflug eine verträglichere Variante der goldenen Klebmasse entwickelt.
Auf ihrer Website meganpflugdesigns zeigt sie in einem Video, wie das funktioniert: Anstelle von Baumharz verwendet sie Epoxidharzkleber und verrührt ihn mithilfe eines Zündhölzchens mit Goldpulver auf einem alten Brett zu einer goldenen Masse. Das Mischverhältnis: Auf etwa einen Flaschendeckel voll Kleber kommt ein haselnussgroßer Klecks Goldpulver. Die Masse wird mit dem Zündholz dünn auf die Bruchstellen aufgetragen, und die Scherben werden so lange zusammengedrückt, bis der Kleber getrocknet ist.

Krise und Schock als Chance?
Der Zug Richtung Transferunion scheint unaufhaltsam unterwegs zu sein?
Die Entwicklung in Richtung einer Transferunion wird sicher eine der nächsten längeren Phasen in Europa sein. Ob es eine volle Fiskalunion geben wird in der Euro-Zone, ist schwer zu sagen, aber mit Sicherheit muss etwas in dieser Richtung passieren. Krisen sind zwar etwas Schlimmes, aber aus ihnen erwächst meist Gutes. Griechenland erlebt derzeit einen Schock. Es ist schwer zu sehen, was daraus wird – aber ich bin sicher, am Ende wird es etwas Positives. Europa hat derzeit zwei grosse Baustellen, erstens die Bankenunion und zweitens eine Fiskalunion, ohne die noch keine Währungsunion langfristig überlebt hat. Bei der Bankenunion sind wir bei der Entwicklung schon ein Stück weiter, aber noch lange nicht am Ende; es gibt zum Beispiel noch keinen einheitlichen Einlegerschutz. Bei der Fiskalunion stehen wir noch am Anfang….
Die Nullzinspolitik der Notenbanken ist ein ernsthafteres Problem als Griechenland

Währung ohne Regeln?
Der Euro in der Krise
Jede Währung braucht einen stabilen Ordnungsrahmen mit verbindlichen Regeln. Im Falle des Euro sind diese Regeln sukzessive ausser Kraft gesetzt worden. Das rächt sich nun in Griechenland.
Thomas Fuster berichtet: Niemand mag Gesetze und Regeln. Dennoch sind sie nötig, um ein friedliches Zusammenleben zu sichern. Verzichtet man auf sie, herrschen Anarchie und ein Überlebenskampf aller gegen alle. So sympathisch die Idee eines von Obrigkeiten freien Miteinanders sein mag – ganz ohne Ordnungsrahmen funktioniert keine Gesellschaft und keine Volkswirtschaft. Das gilt auch aus liberaler Warte, da selbst die Freiheit zu beschränken ist, wenn es gilt, die Freiheit anderer zu schützen. Eine liberale Wirtschaftsordnung stützt sich daher stets auf ein Set allgemeingültiger Regeln – wobei niemand sicher weiss, zu welchen exakten Ergebnissen sie führen. Ziel ist dabei, möglichst wenig Regeln zu setzen, aber sicherzustellen, dass die wenigen Regeln tatsächlich eingehalten werden. Diesem Prinzip fühlten sich einst – deklarativ – auch die Gründerväter des Euro verpflichtet, als sie 1992 in Maastricht verbindliche Maximalwerte für Defizite und Schulden vereinbarten.
Ein Spiel mit der Glaubwürdigkeit
23 Jahre nach Maastricht ist das Prinzip der Regelbindung zum Minderheitenprogramm geworden im Euro-Raum…..
Eine Währung ohne Regeln
Wie gehts es Frauen in Mazedonien?
Mazedoniens Wirtschaft:
Gute Eckdaten und wenig Hoffnung
Wer Statistiken konsultiert, erhält ein positives Bild von Mazedoniens Wirtschaft. Zur gedrückten Stimmung im Land passen diese Daten schlecht.
Andreas Ernst berichtet: Man wandert durch Mazedoniens Hauptstadt und wundert sich: Herrscht hier Aufbruch oder Niedergang? Im Zentrum wird emsig gebaut, obwohl es kaum mehr freie Flächen gibt. Amtsgebäude, Museen, der riesige turmbewehrte Sitz der Regierungspartei wachsen empor. Darunter stehen, sitzen und reiten zahllose Bronze-Helden. «Skopje 2014» nennt die Regierung das Projekt, das dem Stadtzentrum mit klassizistisch inspirierter Zuckerbäckerarchitektur ein neues Antlitz geben soll. Doch in den Nebenstrassen, abseits der Baustellen, herrscht urbane Ödnis.
Mazedoniens Wirtschaft
Frauen und Kinder leiden überproportional unter Korruption/ Geldwäsche
Ausgeraubtes Tunesien
Der gestürzte Präsident Ben Ali lotste seine 
millionenschweren Geschäfte am Fiskus vorbei. Falsche Zollangaben brachten enorme Steuergewinne und Wettbewerbsvorteile.
Der 2010 gestürzte tunesische Diktator Ben Ali und sein Clan haben ihr gewaltiges Vermögen fast zwei Jahrzehnte lang auf Kosten des tunesischen Staates gemacht. Unternehmen, die über familiäre oder freundschaftliche Beziehungen zu Ben Ali oder seiner Frau Leila Trabelsi verfügten, unterschlugen Importzölle in erheblichem Umfang. Ein von der Weltbank vorgestellter Bericht berechnet für die Jahre 2002 bis 2009 einen Verlust für die öffentliche Kasse von mindestens 1,2 Mrd. $.
Schaden in Milliardenhöhe
«Das sind noch konservative Schätzungen», sagt Bob Rijkers, Hauptautor der Studie. Monatelang hat er in Tunis im Nationalen Statistikinstitut, das ihm eher widerwillig die Archive geöffnet hatte, die Exportdaten von 16 internationalen Handelspartnern mit den Importangaben des Zolls für mehr als 1300 Produkte verglichen und dabei beträchtliche Unterschiede festgestellt. Firmen aus dem Umfeld des Diktators haben entweder die Angaben zum Wert der eingeführten Waren, vor allem Autos aus Europa und Elektronik aus China, gefälscht oder dem Zoll gegenüber falsche Stückzahlen angegeben.
Über den Umgang mit der eigenen Vergangenheit besteht bisher allerdings keine Einigkeit. Während die staatliche Kommission für Wahrheit und Würde eine schonungslose Aufarbeitung fordert, ist aus Wirtschaft und Politik immer stärker der Ruf nach einer Aussöhnung zu hören. In diese Diskussion platzte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, das Gesetz zur Konfiszierung der Besitztümer von Ben Ali und seinem Clan für ungültig zu erklären. Dieses war aus Angst vor Plünderungen im März 2011, also nur zwei Monate nach der Flucht des Präsidenten, erlassen worden; allerdings hat es das Parlament bisher nicht ratifiziert.
Signal des Rechtsstaates
Die tunesische Regierung hat nun Rekurs eingelegt und hofft auf ein politisches Signal des jungen Rechtsstaates. Knapp 600 Unternehmen von 114 Personen aus dem Umfeld Ben Alis sind bisher beschlagnahmt und teilweise bereits wieder verkauft worden. Bei gut 200 dieser Unternehmen hat der Weltbankbericht nun systematische Steuerhinterziehung nachgewiesen. Diese nahm nach der Revolution zwar ab, ist insgesamt aber wieder am Steigen. Ursache dafür ist vermutlich auch der ausser Kontrolle geratene Schmuggel mit Libyen und Algerien. Das Finanzministerium arbeitet jetzt mit Hochdruck an einer Reform des Zolls, der zu den korruptesten aller tunesischen Institutionen gehört. Zollverfahren sollen vereinfacht und transparenter werden, auch um in Zukunft weniger Gelegenheit für Korruption und Betrug zu bieten.
Political connvidence from Tunisia/ Report
Frauen und Kinder leiden überproportional unter Korruption/ Geldwäsche
Griechenland-Krise bremst Asiens Börsen aus
Zitterpartie: Griechenland-Krise bremst Asiens Börsen aus
Die Sorge um Griechenland machen sich auch an den Börsen in Fernost deutlich bemerkbar.
(Reuters) Die anhaltende Ungewissheit über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone setzt auch den Aktienmärkten in Fernost zu. Die Börsenbarometer haben zum Wochenausklang zum Teil deutlich nachgegeben.
Zuvor hatten die EU-Staats- und Regierungschefs das für Samstag anberaumte neuerliche Treffen der Euro-Finanzminister zum entscheidenden Datum erklärt. «Der Markt ist nervös, aber nicht panisch», sagte Aktienexperte Stefan Worrall von Credit Suisse. «Er hält erwartungsvoll den Atem an.»
In Tokio machten viele Anleger Kasse, nachdem der Nikkei im Verlauf der Woche den höchsten Stand seit mehr als 18 Jahren erreicht hatte. Am Freitag schloss der Leitindex mit seinen 225 führenden Werten um 0,3% schwächer bei 20 706 Punkten.
Zu den Unternehmen mit den grössten Kursverlusten in Tokio zählte Mitsubishi Motors nach Berichten über eine Massen-Rückrufaktion. Auch die Papiere anderer exportorientierter Unternehmen wie Honda gaben nach. Die Aktienkurse beider Autobauer büssten je 0,6% ein.
Die Sorge um Griechenland machte sich auch andernorts in Fernost bemerkbar. So büsste der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans 1,2% Pein. Steil bergab ging es an der Börse in Schanghai, die gut 7% im Minus notierte. Der Markt habe eine ganze Flut von Neuemissionen zu verkraften, und die Anleger rätselten über den künftigen Kurs der Zentralbank, sagten Experten.



