Reich sein ohne Sünde

Buchrezension

Mit Paris Hilton kann der frühere Abt Gregor Henckel-Donnersmarck rein gar nichts anfangen: Das It-Girl protze nur mit ihrem Geld. Wie rechtschaffender Reichtum funktioniert, erklärt der Geistliche jetzt in einem Buch.

Gregor Henckel-Donnersmarck ist Priestermönch im
Zisterzienser-Orden und Altabt im Stift Heiligenkreuz.
DüsseldorfSie ist jung, mischt auf jeder Party mit – und hat dank einer perfekten Selbstvermarktung in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen Dollar verdient: Paris Hilton, Urenkelin des Hotelpatriarchen Conrad Hilton, hat ihren Reichtum wie kaum ein anderer zum Selbstzweck stilisiert
Reich sein ohne Sünde
Nicht die ganze Wirtschaft ist kriminell

Reich ohne Sünde

In Wahrheit aber geht es nur ums Geschäft.

Im Süden Mexikos inszeniert sich die Drogenmafia als Beschützerin von Witwen und Waisen – doch in Wahrheit unterdrückt sie die Menschen mit brutaler Gewalt. Nun erheben sich die Bürger

Gómez führt das Drogenkartell der Tempelritter, der unumschränkten Herren Michoacáns. Sie geben sich als fromme Beschützer von Witwen, Waisen und Unterdrückten und als Kämpfer für das Wohl künftiger Generationen. Doch die religiöse Mildtätigkeit ist nur Fassade, der religiöse Ritus Camouflage und auch Hohn: Schutzgeldopfer laden sie zu pseudoreligiösen Zusammenkünften, um mit ihnen das Brot zu teilen. Wenn sie morden, hinterlassen die Tempelritter Botschaften am Tatort, um zu erklären, dass die Toten im Interesse der Allgemeinheit sterben mussten. „Dies ist göttliche Justiz“, schreiben sie. In Wahrheit sind die Tempelritter ebenso grausame Mörder wie die Mitglieder der anderen mexikanischen Drogenkartelle.
Die netten Mörder von Michoacán

Mexican Knights Templar Drug Gang

 

Bitcoin: Der 620 Millionen Dollar Schwindel

Der angebliche Diebstahl bei MtGox, der den Zusammenbruch dieser Bitcoin-Börse verursachte, hat möglicherweise gar nicht stattgefunden. Dies vermuten Computerwissenschafter der ETH-Zürich, die seit Januar 2013 Bitcoin-Transaktionen überwachen.

Im Laufe des vergangenen Jahres hat sich der Wert der virtuellen Währung Bitcoin von 13 Dollar auf über 1000 Dollar rasant erhöht. Dann kam der Absturz: Heute, Ende März 2014, ist ein Bitcoin noch gut 500 Dollar wert. Bitcoin ist ein verteiltes Zahlungssystem, das ohne Zentralbank auskommt. Doch hat das System stark von Börsen profitiert, die den Handel mit diesem virtuellen Geld erleichterten. Diese Handelsplätze sind eine Schwachstelle des dezentralen Systems.
Der 620-Millionen-Dollar-Schwindel

Bitcoin

Sloweniens dramatischer Anstieg fauler Kredite

Euro-Krise :
In Slowenien braut sich die nächste Banken-Krise zusammen. Die Zahl der faulen Kredite ist gewaltig gestiegen. Die Regierung sagt, dass nur ein Wunder eine Wende herbeiführen könne.

Die Risiken in Sloweniens marodem Finanzsektor nehmen zu: Die Banken sitzen nun bereits auf faulen Krediten von rund elf Milliarden Euro, wie Zentralbank-Chef Bostjan Jazbec in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitung Delo sagte. Das Volumen könnte sogar noch steigen. “Wenn wir nicht bald ein stärkeres Wirtschaftswachstum erzielen und die Schulden in Unternehmen umstrukturieren, wird sich die Zahl erhöhen”, warnte Jazbec. Im November hatten sich die faulen Kredite auf fast acht Milliarden Euro und damit auf mehr als ein Fünftel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Zwei-Millionen-Volkes belaufen.
Slowenien meldet dramatischen Anstieg der faulen Kredite

Faule Kredite

Ist das Glas halb voll ?

Schweiz:

Der Optimismus über die wirtschaftliche Entwicklung in China und den USA haben zusammen mit den kleiner werdenden Ängsten der Anleger über die Auswirkungen der Krim-Krise für eine gute Börsenwoche gesorgt. Dabei haben die Andeutungen der Europäischen Zentralbank über weitere geldpolitische Lockerung den Risikoappetit noch grösser gemacht.
Das Glas ist halb voll

Halbvoll

Risiko im Beruf, Vorsicht bei der Geldanlage

Über Geld spricht man nicht, heisst es. Doch wir wollen den Volksmund Lügen strafen. In unserer Online-Kolumne «Über Geld spricht …» reden wir mit Personen des öffentlichen Lebens über ihre Erfahrungen mit den finanziellen Dingen des Daseins. Nach Fernseh-Koch Andreas C. Studer spricht nun Rennfahrerin Christina Surer.

Wie gehen Sie mit Geld um?

Von klein an habe ich schon immer gespart und stets ein bisschen was zur Seite gelegt. Ich hasse Schulden. Bei der Geldanlage bin ich grundsätzlich vorsichtig. Ich habe zwar als Rennfahrerin einen riskanten Beruf, doch bei meinen privaten Finanzen bin ich sehr zurückhaltend und gehe lieber auf Nummer sicher.
Risiko im Beruf, Vorsicht bei der Geldanlage

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

Dr. Jan Tomaschoff

Frankfurt wird Drehscheibe für den Yuan-Handel

Bald könnten Börsengeschäfte in Yuan auch in Frankfurt und London abgewickelt werden. Die beiden Börsenzentren versprechen sich viel von diesem Schritt.

In naher Zukunft könnten Handelsgeschäfte, die in der chinesischen Währung Yuan getätigt werden, auch in Europa abgewickelt werden. Wie am Donnerstag aus gut informierten Quellen zu erfahren war, dürften Frankfurt und London die ersten ausserasiatischen Zentren für eine Abwicklung in Yuan werden. Eine erweiterte Absichtserklärung könnte für die deutsche Seite bereits am Freitagnachmittag unterzeichnet werden, wenn der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping während seines Staatsbesuchs in Deutschland mit dem Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, in Berlin zusammentreffen wird. London könnte entsprechende Verträge dann am kommenden Montag signieren.
Frankfurt wird Drehscheibe für den Yuan-Handel
My Yuan

 

Jahres-Budget der Mafia sei größer als der Etat der EU

Korruption zerstört Zukunft.

Das Jahres-Budget der italienischen Mafia sei größer als der Etat der EU, so das italienische Außenministerium. Mehr als 200 Milliarden Euro erwirtschaftet das Organisierte Verbrechen im Land. So kauft sich das organisierte Verbrechen Spitzen-Anwälte und Top-Manager.

Doch nur zehn Prozent des Geldes bleiben in Italien, der Rest wandert ins Ausland. „Die Mafia hat überall gute Freunde“, so Giovanni Brauzzi, Sicherheitsdirektor des Außenministeriums. Zum Vergleich: Das Jahresbudget der EU liegt bei 140 Milliarden Euro.

Brauzzi warnte in Brüssel davor, dass die Mafia eng mit dem italienischen Rechtssystem zusammenarbeite, um etwa gegen kleinere Cyber-Angriffe vorzugehen. Das münde in einer für beiden Seiten vorteilhaften Beziehung: „Die Mafia besorgt Beweismittel, um diese kleinen Aktivitäten zu stoppen. Dafür können sie ihre Geschäfte ungestört durchführen.

Top-Manager und Spitzen-Anwälte seinen auf der Gehaltsliste der Mafia. Brauzzi stellte weiter fest, dass die Mafia ihre „Investitionen“ außerhalb der Grenzen Italiens verschoben habe. Zudem wäre das Organisierte Verbrechen tief im Bankensystem des Landes verwurzelt.

Korruption sei ein ernsthaftes Problem im Land sagen auch rund die Hälfte aller italienischen Unternehmen, so der im Februar veröffentlichten Anti-Korruptionsbericht der EU. Bericht EUObserver: Italian mob has €200bn annual budget

Rome

Geldgier, Habsucht, Korruption

Chirurg packt aus: Das sind die sieben Todsünden der modernen Medizin

Das Patientenwohl steht nicht mehr im Fokus, die Gesundheit verkommt zum Geschäftsmodell. In der modernen Medizin läuft einiges schief, findet der Chirurg Michael Imhof. Doch es gibt noch eine schlimmere Mediziner-Sünde: Geldgier

Die Todsünden Trägheit, Völlerei und Wollust sind nicht mehr zeitgemäß. Selbst Hochmut, Neid und Zorn haben mittlerweile ausgedient. Was bleibt, ist die Habgier – auch im Gesundheitswesen.

Die Vorwürfe lauten: Der Profit steht vor dem Wohl des Patienten. Ärzte und Pharmafirmen erfinden neue Krankheiten, um selbst an Gesunden noch Geld zu verdienen. In korrupten Verträgen schmieden sie ein Netzwerk, in dem sie sich gegenseitig Patientenströme zuschieben und betreiben Handel mit der Gesundheit.

Habgier im Gesundheitssystem – eine Todsünde, findet zumindest Michael Imhof, Chirurg an der Uniklinik Würzburg. In seinem Buch „Eidesbruch – Ärzte, Geschäftemacher und die verlorene Würde des Patienten“ definiert er die sieben Todsünden neu und geht mit der modernen Medizin ins Gericht.
Chirurg packt aus Das sind die sieben Todsuenden der modernen Medizin

Chirurg packt aus: Das sind die sieben Todsünden der modernen Medizin

Analyse zur wirtschaftlichen Stabilität Deutschlands

In den meisten europäischen Ländern wird das deutsche Hartz IV als ein Faktor wahrgenommen, der das Land aus der Rezession herausgebracht hat. Eine neue wirtschaftswissenschaftliche Analyse stellt diesen Weg jedoch in Frage: Deutschlands wirtschaftliche Stabilität, so die Autoren, gründet sich nicht auf Hartz IV, sondern auf die Flexibilität der Wirtschaft in der Bundesrepublik.

Besonders die südeuropäischen Länder orientieren sich momentan an der Agenda 2010, um Wege aus der Krise zu finden. Jüngst gab Frankreichs Staatspräsident Hollande bekannt, die Jugendarbeitslosigkeit durch Hartz-IV-ähnliche Maßnahmen eindämmen zu wollen. Auch Spanien und Italien orientieren sich in ihren arbeitsmarktpolitischen Reformen an Deutschland. In den europäischen Ländern ist die Bundesrepublik momentan in einer Vorbildfunktion: Hat sie doch nicht nur ihre Wiedervereinigung, sondern auch die aktuelle europäische Krise verhältnismäßig unbeschadet überstanden. Eine neuere internationale Analyse ergab jedoch, dass die wirtschaftliche Stabilität in Deutschland nicht auf die Hartz-IV-Reformen, sondern auf andere Eigenheiten des deutschen Arbeitsmarktes zurückzuführen ist….Wirtschaftsnachrichten
From Sick Man of Europe to Economic Superstar

Analyse