09/11: 15 Jahre danach hat Deutschland noch immer nicht alle Sanktionen gegen Terrorverdächtige umgesetzt

Sein Name: Aqeel A. Seine Nationalität: Saudi. Der Vorwurf: Er war Direktor einer islamischen Stiftung, die Al Kaida mit Millionenbeträgen finanziert haben soll. Seit 2004 steht sein Name deshalb auf den Sanktionslisten von UN und EU. All sein Vermögen, Gelder, Aktien und Immobilien sollten eingefroren werden. Doch in Deutschland passierte nichts. Aqeel A. hat die mit seinem Grundstück erzielten Einnahmen offenbar der Berliner Al Nur Moschee zur Verfügung gestellt, die seit Jahren verdächtigt wird, Propaganda für Terrororganisationen zu betreiben.

Letzte Woche fanden in den USA Gedenkfeiern für die beinahe 3000 Todesopfer statt. Rings um den Globus geht der Terror weiter: Militärisch ist dem nur schwer beizukommen, das zeigen die vergangenen Jahre. Um so wichtiger ist es, Terrororganisationen den Geldhahn zuzudrehen. Doch Deutsche Behörden warten seit Jahren ratlos auf eine „Dienstanweisung“, wie sie die Geschäfte von Terrorverdächtigen stoppen sollen.

Ein Fanal gegen die westliche Welt: 9/11. Tausende Tote auf amerikanischem Boden. Die Katastrophe von New York und Washington. Dann folgen Madrid und London. Über Monate geplante, hochkomplexe Anschläge – verübt vom Terrornetzwerk Al Kaida.

Der saudische Terrorchef Osama bin Laden investierte Millionen Dollar in den Tausendfachen Mord an unschuldigen Menschen.

Der Terror und seine Geldströme – damit beschäftigt sich Andreas Frank seit Jahren. Der renommierte Finanzexperte berät Sicherheitsbehörden und den Europarat:

Andreas Frank, Finanzexperte

„Wir haben ja auch UN-Resolutionen, die verhindern sollen, dass solche Gelder geschleust werden, dass bestimmte Namen nicht mehr die Möglichkeit haben den Terror weltweit zu finanzieren über Charities, über Immobilienkäufe oder -verkäufe. Da hat man Gesetzgrundlagen geschaffen, das Problem ist, dass in diesem Bereich oft Gesetze nicht umgesetzt werden.“

Zum Beispiel mitten in der deutschen Hauptstadt. Ausgerechnet ein Mann, der in den Augen internationaler Sicherheitsbehörden mitverantwortlich für den Al Kaida Terror sein soll, verfügt über Immobilien in Neukölln, obwohl UN- und EU-Verordnungen das untersagen: der saudische Staatsbürger Scheich Aqeel A. war Direktor der „Islamischen Al Haramain-Stiftung“ in Riad. In diesen über Jahre streng geheim gehaltenen Papieren aus dem 09/11-Untesuchungsbericht heißt es über diese Stiftung:

Die CIA, das Finanzministerium und FBI-Offizielle sind besorgt über die Beziehungen der Al-Haramain-Stiftung zur saudischen Regierung sowie ihre Verwicklung in terroristische Aktivitäten.

Aqeel A. bestreitet jemals Terror unterstützt zu haben. Auf der Terror- und Sanktionsliste der EU landete sein Name 2004 aber genau wegen dieses Vorwurfs:

Andreas Frank, Finanzexperte

„Wenn man die EU-Verordnung liest, ist es ganz klar, dass die Leute, die auf der Liste sind, das denen gegenüber ein Verfügungsverbot besteht und das heißt, die dürfen keine Immobilien erwerben. Das heißt, sie dürfen ins Grundbuch nicht eingetragen werden und jeder, der mit diesen Personen in geschäftlichen Kontakt ist, darf diesen Kontakt nicht weiterpflegen.“

Trotzdem konnte der mutmaßliche Terrorpate Aqeel A. hier über ein Jahrzehnt unbehelligt Geschäfte machen. Seine Gebäude sind an mehrere Baufirmen vermietet und an einen Verlag mit dem Namen Al Hayat. Ist der Saudi Aqeel A. hier persönlich auch der Vermieter?

F: Im Grundbuch steht ein Herr A., kennen sie den, wissen sie wer es ist?

M: „nein, ne, wir zahlen die Miete an der islamischen Gemeinschaft“

Hinter der „islamischen Gemeinschaft“ verbirgt sich eine von Berlins radikalsten Moscheen, die Al Nur. Ausgerechnet sie profitiert also von dem Grundstücksgeschäft des Saudis und kassiert nach Angaben der Firmen die Miete. Die Al Nur Moschee sorgt seit mehr als 10 Jahren für Schlagzeilen im Zusammenhang mit antisemitischer und islamistischer Hetze. Aqeel A. war nach KONTRASTE-Recherchen auch der wichtigste Finanzier der Al Nur Moschee……..Kontraste vom 15.09.2016
Beitrag von Sascha Adamek und Jo Goll
Video bei Kontraste
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USA fordern 14 Milliarden von Deutscher Bank

In die juristische Aufarbeitung der Finanzkrise zwischen den USA und Deutsche Bank ist Bewegung gekommen. Das Justizministerium fordert nun 14 Mrd. $ von der Bank. Das Geldhaus weist das als viel zu hoch zurück.

Die Bemühungen der Deutschen Bank um Schadenbegrenzung zeigten kaum Wirkung: Die Aktien des deutschen Bankhauses sackten am Donnerstagabend um 7% ab. Sie hatten in diesem Jahr bereits 39% ihres Wertes verloren. Bankchef John Cryan hat es bisher nicht fertiggebracht, das Geldhaus in die Gewinnzone zu bringen; immer wieder musste die Bank Milliarden für die Beilegung von juristischen Auseinandersetzungen aufbringen. Jene mit dem amerikanischen Justizministerium steht dabei noch aus. Hier waren bisher zwischen 2 und 3 Mrd. erwartet worden.

Die Auseinandersetzung geht zurück auf die in den Jahren 2005 bis 2007 von der Deutsche Bank emittierten, auf Hypotheken basierenden Derivaten (residential mortgage-backed securities, RMBS). Diese auch von anderen Banken en masse in den Markt gedrückten Papiere verloren im Zuge der Finanzkrise ihren Wert und liessen damit nicht nur die Anleger mit leeren Händen zurück, sondern trieben die Finanzbranche an den Rand des Abgrundes und die Wirtschaft in die Rezession.

Amerikanische Banken bezahlten bereits.
Die amerikanischen Banken haben in den letzten Jahren ihre daraus entstandenen juristischen Altlasten bereits aufgearbeitet. Die höchste Strafe hatte die Bank of America auf den Tisch zu legen; die Bank bezahlte 17 Mrd. $. JP Morgan war mit 13 Mrd. $ zur Kasse gebeten worden. Goldman Sachs gelangte als Nachzügler im April zu einer entsprechenden Einigung, die das Bankhaus 5 Mrd. $ kostete.

Nun sind die Europäer dran. Es werden in der nächsten Zeit Einigungen mit Credit Suisse, UBS, Royal Bank of Scotland und Barclays erwartet. Eine Einigung zwischen dem DOJ und Deutsche Bank könnte hier richtungsweisend sein. wsj.com

Nicht zu vergessen Josef Ackermann war von 2006 bis Ende Mai 2012 der alleinige Vorsitzende der Deutschen Bank AG. Seit 2014 ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Bank of Cyprus. Informationsservice

KORRUPTE POLITIKER und Josef ACKERMANN

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
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120 Millionen Euro in Kartons und Plastiksäcke gestopft

Dimitri SachartschenkoDimitri Sachartschenko ist Chef der Abteilung zum Kampf gegen Wirtschaftskriminalität im russischen Innenministerium. Nun wurden bei ihm 120 Millionen Euro entdeckt – in Kartons und Plastiksäcke gestopft. Der Oberst steht nun selbst unter dem Verdacht der Bestechlichkeit, des Amtsmissbrauchs und der Behinderung der Justiz.

Ausgerechnet beim Chef der Abteilung zum Kampf gegen Wirtschaftskriminalität im russischen Innenministerium haben Ermittler einen Megafund gemacht. Sachartschenko ist im russischen Innenministerium stellvertretender Leiter der Abteilung zum Kampf gegen Wirtschaftskriminalität. Das Geld wurde in seiner Wohnung, seinem Auto und der Wohnung seiner Schwester gefunden. Laut russischen Medienberichten soll Sachartschenko seine Unschuld beteuert haben. Doch die Hintergründe des Falls werfen ein Schlaglicht auf das Ausmaß, das die grassierende Korruption inzwischen in Russland erreicht hat. Dmitri Sachartschenko sei unter dem Vorwurf der schweren Korruption und des Amtsmissbrauchs in Untersuchungshaft genommen worden, teilte der Kreml am Montag mit.

Das offizielle Gehalt Sachartschenkos beläuft sich der „Moscow Times“ zufolge auf lediglich 46.000 US-Dollar im Jahr. Die Ermittler prüfen laut russischen Medien derzeit seine Verbindung zur inzwischen verbotenen NOTA-Bank. Diese gehörte einst zu den 100 größten Geldinstituten Russlands, sie verlor allerdings im November vergangenen Jahres ihre Lizenz, weil sie Vorschriften missachtet haben soll. Sachartschenko beteuert seine Unschuld. badische-zeitung

Präsident Wladimir Putin wurde nach Angaben des Kreml-Sprecher über den Vorfall informiert. Russland kämpft seit geraumer Zeit mit einer grassierenden Korruption.
Geldsäcke

 

Gemeinsam schaffen wir es

In Baden-Württemberg haben sich schon vor vielen Jahren eine Vielzahl von verschiedener Mafia-Clans niedergelassen: im Norden bildet Mannheim einen Schwerpunkt, im Süden das Bodenseegebiet, im Zentrum die Metropolregion um Stuttgart, aber auch die übrigen Gebiete sind leider nicht mafiafrei. Längst haben sich die Gruppen festgesetzt, verwurzelt. Immer wieder kam es neben Drogenhandel auch zu schwerwiegenden Kapitaldelikten wie Morden und Mordversuchen im „Ländle“.

Um die Organisierte Kriminalität effektiver bekämpfen zu können, hat das Landeskriminalamt vor zwei Jahren eine Hotline eingerichtet: Unter der Nummer 0711 – 5401 – 2446 können Hinweisgeber anonym Informationen an die Polizei weitergeben, auch in italienischer Sprache. Dem Projekt wurde der programmatische Titel „Insieme si può!“ gegeben, auf deutsch: „Gemeinsam schaffen wir es!“.

Seit Beginn sind knapp 40 Hinweise eingegangen. In den Anrufen ging es um Geldwäsche, um Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, um Drogen und Umweltkriminalität. Vereinzelt gingen auch Hinweise auf Korruption, Betrug und Kapitaldelikte ein. Die Organisatoren der Hotline haben überwiegend gute Erfahrungen gemacht. „Die Qualität der Hinweise war insgesamt solide, jedoch gab es auch Hinweise ohne konkrete Inhalte“, teilt das Landeskriminalamt mit.

Erste Verfahren, die auf Hinweisen an die Hotline beruhen, sind bereits abgeschlossen. Wichtig ist, dass das Projekt weiter bekannt wird. Mafia? Nein, Danke! e.V. unterstützt diese Initiative. Denn der Kampf gegen die Organisierte Kriminalität ist eine Sache, die uns alle angeht. Polizei-bw.de/KontaktGegen Organisierte Kriminalitätt

Ermittlungen gegen Donald J. Trump Foundation

Presseenthüllungen führen zu rechtlichen Schritten gegen die Trump-Stiftung. Der Wahlkampf wird zum Gerichtsdrama.

Der US-Bundesstaat New York hat Ermittlungen gegen die Stiftung des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufgenommen. Es bestehe der Verdacht, dass die „Donald J. Trump Foundation“ gegen Gesetze zur Regulierung von Wohltätigkeitsorganisationen verstoßen habe, sagte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman dem Nachrichtensender CNN.

Politisch brisanter war ein offensichtlicher und anscheinend erfolgreicher Bestechungsversuch im Jahr 2013. Der Wahlverein von Pam Bondi, der republikanischen Generalstaatsanwältin von Florida, erhielt 25’000 Dollar, von der Trump-Stiftung. Dies zu einem Zeitpunkt, da sie mit der Untersuchung von Betrugsvorwürfen gegen die umstrittene «Trump-University» befasst war. Die Untersuchung wurde prompt eingestellt, wenige Tage nachdem der Check eingetroffen war. Die politische Spende war gemäss Stiftungsrecht offenkundig illegal und wurde in den Büchern mit einem Trick verschleiert. Demokraten fordern jetzt eine eingehende Untersuchung des Vorgangs durch die Justizministerin, Loretta Lynch.

 Kostas Koufogiorgos www.koufogiorgos.de

Kostas Koufogiorgos
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Das Lohngefälle zwischen Gering- und Besserverdienern

Trend gestoppt: Lohnspreizung nicht weiter gewachsen

Das Lohngefälle zwischen Gering- und Besserverdienern in Deutschland ist von 2010 bis 2014 nicht mehr gewachsen. Im Jahr 2010 fiel der Lohn eines Besserverdieners mindestens 3,45-mal so hoch aus wie der eines Geringverdieners, 2014 betrug der Faktor 3,41, teilte das Statistische Bundesamt mit. 2006 war der Abstand allerdings mit 3,33 noch deutlich geringer gewesen. Die Behörde untersucht alle vier Jahre die Verdienststruktur in der Bundesrepublik.

„Der langjährige Trend einer zunehmenden Lohnspreizung ist gestoppt“, kommentierten die Statistiker die Ergebnisse. Besserverdiener erhielten 2014 aber immer noch gut das Dreifache von Geringverdienern. Zur Spitzengruppe zählen Arbeitnehmer ab 31 Euro Bruttostundenlohn, zu den unteren zehn Prozent bis 9,10 Euro.

Während die Lohnspreizung im Bundesdurchschnitt von 2010 bis 2014 nur minimal zurückging, fiel sie laut Statistischem Bundesland in Ostdeutschland „besonders deutlich aus“. Der Abstandsfaktor sank hier demnach von 3,45 auf 3,16. „Das lag vor allem daran, dass Geringverdiener im Vergleich zur Mitte aufholen konnten.“ Dieses Aufholen könnte auch die gesamte Entwicklung beeinflusst haben.

In der Vergangenheit seien die Geringverdiener in Deutschland insgesamt im Vergleich zur Mitte der Lohnskala immer wieder zurückgefallen, erläuterten die Statistiker. Inzwischen deute sich „ein leichter Aufholprozess“ zur Mitte der Lohnskala (16,65 Euro) an.

Derweil stieg von 2010 bis 2014 der Lohnabstand der Besserverdiener zur Mitte. Damit habe sich eine „langjährige Entwicklung“ fortgesetzt, erklärten die Statistiker: „Die Besserverdiener setzen sich von der Mitte ab.“

Gleichzeitig ist der Anteil der Besserverdiener leicht angestiegen. 19,0 Prozent aller Beschäftigten fielen 2014 in diese Kategorie, 0,9 Prozentpunkte mehr als vier Jahre zuvor. Der Anteil derjenigen, die nur für einen Niedriglohn arbeiten, ist wiederum seit 2010 nicht weiter gewachsen. Unter allen Beschäftigten waren 2014 den Angaben zufolge 20,6 Prozent Geringverdiener.

Zum Niedriglohnbereich zählen Arbeitnehmer, die weniger als zwei Drittel des mittleren Verdienstes (11,09 Euro Bruttostundenlohn 2014) bekommen. Als Spitzenverdiener zählen solche, die mehr als das Eineinhalbfache verdienen – das sind 24,96 Euro je Stunde.

Um die sogenannte Lohnspreizung zu berechnen, werden Voll- und Teilzeitbeschäftigte sowie geringfügig Beschäftigte berücksichtigt. Sie lassen keine Rückschlüsse auf die Folgen des Mindestlohns zu, der seit 2015 gilt. Die Ergebnisse decken sich mit einer jüngst vorgestellten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), der zufolge die Lohnungleichheit zwischen 2009 und 2013 nicht zugenommen hat.
Statistisches Bundesamt Studiestatistisches-bundesamt

Für illegale Vertriebsmethoden erhält Bankmanagerin Millionen

Skandal bei Warren Buffetts Liebling.

Carrie Tolstedt, senior executive vice president of community banking for Wells Fargo & Co., speaks during the 8th Annual 25 Most Powerful Women in Banking Awards dinner in New York, U.S., on Wednesday, Oct. 6, 2010. Tolstedt was voted as the most powerful woman in banking by U.S. Banker, which co-sponsored the event with American Banker magazine. Photographer: Louis Lanzano/Bloomberg via Getty Images

Wegen illegaler Machenschaften muss die amerikanische Bank Wells Fargo Bußgelder in Millionenhöhe zahlen. Eine für illegale Vertriebsmethoden verantwortliche Bankmanagerin erhält zum Abschied 124 Millionen Dollar.

Wells Fargo hatte das Ausscheiden der 56 Jahre alten Managerin Tolstedt, die 27 Jahre lang für die Bank tätig war, Mitte Juli angekündigt. Die damals laufenden Verhandlungen mit den Aufsichtsbehörden wurden mit keiner Zeile erwähnt. Tolstedt hatte im vergangenen Jahre 9 Millionen Dollar verdient, was damals mit dem anhaltenden Wachstum neuer Konten begründet wurde. „Carrie Tolstedt war eine unserer wertvollsten Führungskräfte bei Wells Fargo, eine Bannerträgerin unserer Kultur, eine Vorkämpferin für unsere Kunden, und ein Rollenvorbild für verantwortlichen, prinzipientreuen und offenen Führungsstil“, ließ sich der Vorstandsvorsitzende John Stumpf im Juli zitieren. Der Bankenausschuss des Senats hat für die kommende Woche eine Anhörung zu dem Thema angekündigt. Es ist davon auszugehen, dass Stumpfs Zitat dabei zur Sprache kommen wird. In der Vergangenheit glichen Anhörungen in Washington modernen Spießrutenläufen für Spitzenbanker……FAZ
Wells Fargo

Machenschaften aus der Welt des Sports

Nicht erst seit dem FIFA-Skandal ist eines klar: Im internationalen Spitzensport regieren Betrug, Korruption, Ausbeutung. Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Dirty Games“ blickt weltweit hinter die Kulissen der schillernden Sportwelt und nimmt die beliebten Sportarten Fußball, Boxen und Basketball unter die Lupe.

Experte Benjamin Best enthüllt die dunklen Machenschaften innerhalb des milliardenschweren Sportgeschäfts und gibt Opfern und Geschädigten Gesicht und Stimme. Ein spannender Dokumentarfilm mit teils schockierenden Bildern, der kurz vor der Fußball-EM und den Olympischen Sommerspielen 2016 auch ein Appell ist an die Fans. Denn als Zuschauer vor dem Fernseher und im Stadion haben sie durchaus die Macht zu sagen: Stopp, bis hierhin und nicht weiter!

Drehorte: Rio de Janeiro, Washington D.C., Las Vegas, Boston, Manchester, Kathmandu, Istanbul, Trabzon, Bursa, Brüssel, Köln u.a.

»Die Wahrheit ist für die FIFA eine unangenehme Angelegenheit.«
Bonita Mersiades, ehem. Kommunikationschefin der australischen WM-Bewerbung

»Sie zerstören etwas und nehmen den Menschen die Jobs weg. Und das alles nur, um die Olympischen Spiele und die WM austragen zu können.«
Marcos Antonio Mastropietro, Favela-Bewohner aus Rio de Janeiro

»Hunderte!«
Charles Farrell, ehem. Box-Manager, auf die Frage, wie viele Kämpfe er manipuliert habe.

Der Film wurde auf nationalen und internationalen Filmfestivals mehrfach ausgezeichnet (Landsberg am Lech, New York, Hollywood, London). Am 23. September 2016 erscheint Dirty Games auf DVD und ab 16.9. ist der Film über ITunes erhältlich.

Offizieller „Dirty Games“ Trailer Deutsch German 2016

Tennis Manipulationen

Vorsicht: Inflation

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Die langfristigen Auswirkungen moderater Inflationsraten – kaum wahrnehmbarer Preissteigerungen – werden allzu oft unterschätzt. Das heutige Video beleuchtet sie. Wundern Sie sich.

app.hedgeye.com

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Meine Damen und Herren, niemand mag von Inflation reden oder über Inflation nachdenken, wir schon.

Sie erinnern sich, Albert Einstein’s Relativitätstheorie hat kürzlich den 100sten Geburtstag gefeiert bzw. wir haben den 100sten Geburtstag gefeiert. Albert Einstein hat viel für uns getan, auch für die Ökonomen. Beispielsweise meinte er, die größte Erfindung der Menschheit sei der Zinseszins gewesen. Ob das so ist, sei dahingestellt. Schauen wir uns den Zinseszins einmal an. Und zwar nicht in der Zinsversion sondern in der Inflationsversion. Denn bei der Inflation spielen Zinseszins-Überlegungen ebenfalls eine Rolle. Gehen wir einmal davon aus, wir hätten eine relativ moderate Inflationsrate von 2 oder 2.5% per annum. Ein bisschen so etwas wie her Draghi träumt. Was passiert dann?

Wir haben hier den Preis eines Croissant oder Gipfeli für die Schweizer oder Hörnchen für unsere Kollegen aus Deutschland, und das kostet im Moment 2 Euro. Jetzt nehmen wir einmal an, wir hätten eine Teuerung von 2.5%, no big deal. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Ende Jahr das gleiche Croissant nicht mehr 2 Euro kostet, sondern es kostet dann 2.05 Euro. Ein nicht wirklich spürbarer Preisanstieg. Ob das Hörnchen 2 Euro oder 2.05 Euro kostet stört niemanden. Aber, meine Damen und Herren, Albert Einsteins Zinseszinsrechnung besagt, dass – wenn Sie sich dies über eine längere Periode ansehen -, Sie zu folgendem Schluss kommen: Ich habe die durchschnittliche Jahresinflation der Schweiz – nota bene fast Inflationsweltmeister – von 1960 bis 2015 ausgerechnet. Über 55 Jahre: 2.6% im Durchschnitt per annum. Diese moderate Teuerung führt dazu, dass das – „in Anführungs- und Schlusszeichen“ – Hörnchen, welches hier 100 gekostet hat, 55 Jahre später 420 kostet. Das ist die Konsequenz einer moderaten Teuerung von 2.6% , quasi mit Zins und Zinseszins.

Das mag Sie vielleicht noch nicht so wahnsinnig stören, meine Damen und Herren. Wenn Sie sich aber überlegen, was dies für die Kaufkraft Ihres Geldes bedeutet, dann entsteht diese Zahl hier und die besagt nicht anderes, als dass die Kaufkraft, die im Jahre 1960 100 betrug, heute noch gerade 25 wert ist. Mit anderen Worten: Sie haben 75% der realen Kaufkraft verloren. Nun mögen Sie sagen „ja gut, aber das sind ja über 50 Jahre. Wen kümmert das?“. Das kümmert Sie vielleicht dann, wenn Sie für Ihre Enkel oder Urenkel etwas auf die Seite legen und dies beispielsweise in Cash oder zinslosen Nominalanlagen tun. Dann müssen Sie einfach wissen, dass in 50 oder 60 Jahren, auch bei moderaten Inflationsraten, all das noch gerade 1/4 von dem wert ist, was Sie heute meinen.

Ich fasse zusammen: Merke: Tiefe Inflationsraten treffen uns unmerklich. Was nichts anderes bedeutet, als dass Sie nicht darauf reagieren. Aber gerade deswegen schmerzen sie langfristig am meisten. Sie spüren sie kurzfristig nicht, aber langfristig bekommen sie den Hammer auf den Kopf. Auch die erfolgreichsten Länder haben in den letzten Jahrzehnten durchschnittliche Inflationsraten von 2-3% p.a. gesehen.
Weniger erfolgreiche Länder noch viel mehr und glauben Sie mir, meine Damen und Herren, bei der gegenwärtigen Ausrichtung der geldpolitischen Strategien rund um den Globus werden die Inflationsraten in den nächsten 30 Jahren nicht so moderat ausfallen, wie in den letzten 50 Jahren.

Weitere Lernvideos Finanzkompetenz

Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche

Beengtes Wohnen, wenig Geld für gesundes Essen, Bildung, Hobbies oder Urlaub – für rund 2 Millionen Kinder und ihre Familien in Deutschland ist das Realität. Im Vergleich zu 2011 leben heute mehr Kinder in Familien, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind. Die existierenden staatlichen Maßnahmen reichen nicht aus, um Kinderarmut zu vermeiden, und Armutsfolgen werden bisher nur lückenhaft erforscht. Bertelsmann Stiftung

Kinder von Alleinerziehenden besonders betroffen.
Besonders hard ist es laut der Studie für Kinder von Alleinerziehenden und aus Familien mit drei und mehr Kindern. Von den betroffenen 7- bis 14-Jährigen seien fast 60 Prozent drei und mehr Jahre lange von Hartz-IV-Leistungen abhängig gewesen. In Ostdeutschland liege die Armutsquote bei 21,6 Prozent und damit auf hohem Niveau.
kinderarmut